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Google Instant Apps auf dem Weg zu uns

Android Instant Apps wurden zum ersten Mal auf der Google I/O 2016 gezeigt. Mit ihnen könnt Ihr schon in der Google Suche die Inhalte von Apps sehen. Sie gelten als einer der Schritte, um die Schwelle zwischen Web- und App-Inhalten abzubauen.

Einige Websites und -dienste testen Google Instant Apps schon länger in den USA, darunter BuzzFeed, Wish oder Periscope. Doch jetzt beginnt der globale Rollout. Das bedeutet, dass auch deutsche App-Entwickler sich bei dem Test anmelden dürfen und bis dahin ihre App auf Instant Apps vorbereiten können. Deutsche Verleger sehen große Chancen in der neuen Art, Inhalte aus Apps schon als Ergebnis der Google-Suche anzuzeigen. In der Demo sieht das so aus:

Für Nutzer bedeutet dies vorerst noch recht wenig. Doch sobald die ersten Apps den Service nutzen, können Links wie etwa aus der mobilen Google-Suche Euch direkt an eine bestimmte Stelle in der App führen, ganz so als hättet Ihr die App installiert. Der Download soll durch die geplante Stückelung der App auf 4 MByte beschränkt sein, also kaum größer sein als eine Website. Die Nachteile von Instant Apps gegenüber der installierten Version sind überschaubar:

  • Instant Apps laufen nicht im Hintergrund.
  • Sie können keine Daten im Nutzer-zugänglichen Speicher ablegen.
  • Sie können das Messaging-System nicht verwenden.
  • Sie können Euer Gerät nicht identifizieren.
  • Sie können keine Einstellungen ändern.

Verleger sehen eine große Chance darin, da auch weniger bekannte Apps bereits in Form eines Suchergebnis auf sich aufmerksam machen können. Matthias Streitz, Geschäftsführender Redakteur bei Spiegel Online, erklärt uns dazu:

"[...]angesichts der Fülle an Apps [wird es] immer schwieriger, neue Apps im Markt zu etablieren. Neue Produkte funktionieren im Web dank des Traffics durch SEO und Google oft einfach viel, viel besser als im überfüllten App oder Play Store. Wenn Instant Apps helfen, auch kleine und mittelgroßen Apps eine Chance zu geben im Vergleich zu den Riesendickschiffen – prima!"

Entwickler stehen jedoch zum Teil vor einer großen Hürde. Der Blick ins erste Stück der Dokumentation "Preparing Your App" offenbart, dass potenziell massive Umbauarbeiten in der App nötig sind, damit sie Instant-App-tauglich wird.

Die einzelnen Punkte versprechen jedoch, dass sich die Qualität einer solchen App spürbar erhöht und Nutzerfreundlichkeit ein neues Niveau erreicht. Solche Punkte wären Berechtigungsmanagement zur Laufzeit, also mehr Kontrolle für Euch; oder Smart Lock für Passwörter, also ein integrierter Passwort-Manager.

Deutsche App-Entwickler von billiger.de oder Spiegel Online meldeten schon Interesse zu dem Thema an, nannten aber keinen konkreten Zeitplan. Der erste Flaschenhals ist das Einladungs-System von Google, da nicht jeder sofort Teil des Programms wird. Danach hängt es vom Arbeitstempo der Entwickler ab, wann ihre Apps auf einmal von der Google-Suche aus begehbar werden.

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