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Google "hilft": Huawei stellt ohne Android ein Sicherheitsrisiko dar
Google Huawei 2 Min Lesezeit 49 Kommentare

Google "hilft": Huawei stellt ohne Android ein Sicherheitsrisiko dar

Google versucht, die Trump-Administration davon zu überzeugen, dass es im Interesse der nationalen Sicherheit ist, Huawei die Nutzung von Android und den Google-Diensten zu erlauben.

Alphabet und damit auch Google haben entsprechend des Banns über Huawei vor Kurzem die Zusammenarbeit mit Huawei eingestellt, auch wenn dem Unternehmen eine temporäre Lizenz erteilt wurde, bis zum 19. August weiterhin Software-Updates für bestehende Telefone durchzuführen. Wenn es aber auf diesem Weg weitergeht, wird Huawei aber für die kommenden Smartphones keine Android-Updates mehr liefern können und auch der Zugang zu Google-Anwendungen und -Diensten verlieren. Aber laut einem neuen Bericht könnte Google dagegen kämpfen.

Wie die Financial Times berichtet, soll Google gegenüber der US-Regierung nämlich für eine weitere Zusammenarbeit plädieren. Angeblich laufe man durch Huawei mögliche Vorgehensweise, auf Basis von AOSP ein eigenes Hybrid-Betriebssystem zu nutzen, "eher Gefahr, gehackt zu werden, nicht zuletzt von China".

Auch wenn Huawei-Handys in den USA verboten sind, könnte diese Fork-Version von Android, auch wenn sie anderswo verkauft wird, immer noch ein Problem für die US-Sicherheit werden. Immerhin teilen US-Unternehmen oder Einzelpersonen dann möglicherweise Informationen mit Menschen, die ein potenziell unsicheres Geräte haben könnten.

AndroidPIT huawei p30 pro back3
Hoffentlich hat das Debakel für Huawei bald ein Ende! / © AndroidPIT

Ohne die Google-Dienste wären die Smartphones weniger sicher. Hier fehle zum Beispiel der Dienst Google Play Protect, der das Smartphone regelmäßig automatisch nach Malware und anderen Bedrohungen durchsucht und auch den Play Store sichern soll. Auf Huawei-Smartphones müsse aber dann ein deutlich unsicherer eigener App-Store zum Einsatz kommen. Darüber hinaus kann ein mit Malware infiziertes Telefon auch bei einer End-to-End-Verschlüsselung noch sehen, was auf dem Smartphone passiert.

Bloomberg zufolge wolle Huawei nun darauf warten, wie sich die Gespräche zwischen Google und der US-Regierung entwickeln. Wenn Google in der Lage ist, die Trump-Administration davon zu überzeugen, dass es im besten Interesse der nationalen Sicherheit ist, Huawei davon abzuhalten, eilig ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln, hat die schwierige Situation vielleicht bald ein Ende.

Glaubt Ihr, dass es Google gelingt, die Trump-Regierung mit dieser Argumentation von der weiteren Zusammenarbeit zu überzeugen?

Top-Kommentare der Community

  • Holger B. vor 1 Woche

    Nur intelligente Menschen lassen sich überzeugen ...

  • Mr. N vor 1 Woche

    Kommt mir eher vor, das Google Angst hat. Es gibt ja die Möglichkeit das HUAWEI Erfolg hat mit ihrm Betriebssystem.
    Geschweige den Verlust den sie einfahren

  • René H. vor 1 Woche

    Es wird ohnehin Zeit für ein Betriebssystem ohne US-Einfluss. Ob das unbedingt aus Asien kommen muss oder nicht steht auf einem anderen Blatt.

  • Klaus Trofob vor 1 Woche

    Huawei Handys sind in den USA NICHT verboten!

    Firmen dürfen keine Geschäfte mit Huawei machen und Regierungsmitarbeiter dürfen keine Huawei Handys nutzen, aber jede Privatperson kann und darf m.W. auch zukünftig ein Huawei Smartphone nutzen.

    Wären die Geräte tatsächlich verboten, wäre Googles Argumentationgrundlage hinfällig.

  • Tim vor 1 Woche

    Darum redet man ja auch mit den Administratoren und nicht mit Trump ^^

49 Kommentare

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  • Würde man Trump abschaffen wären so viele Probleme mit einem Schlag gelöst, die man ohne ihn nie gehabt hätte. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. ;-)


  • "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein" > diese biblische Metapher passt in diese Story der bösen Buben in China und USA. Die schenken sich gegenseitig doch nichts und sind sich das Zahnweh neidig. Trump hat gewürfelt und Huawei als aktuellen Feind auserkoren. Vor nicht allzu langer Zeit war Mexico der Teufel persönlich und was ist jetzt ?

    Huawei hockt sicher auf dem längeren Ast und Google wird einen Weg aus dem Dickicht finden, seine Schärflein weiter verdienen und jeder guckt dem anderen so gut es geht in die Karten und sieht zu, dass er so viel Daten wie möglich in die Finger kriegt.

    Wir Smartphone Nutzer, sind verlässliche Lieferanten und die Big Player drängen sich um den "Warenkorb". Alles wie gehabt und auch dieser Sturm wird sich wieder legen.


  • Es gibt aktuell keine Alternative zu Android. ich habe heute in Google News gelesen das Chinas Führung die Chefs der US Technologie Firmen zu sich bestellt hat und den Firmen empfohlen hat ihre Sanktionen gegen Huawei zu überdenken. China drohte als letztes Mittel den Export von Seltenen Erden in die USA die es nahezu nur in China gibt drastisch zu drosseln dies würde US Technologiefirmen massiv treffen. Der Trump kann nicht nochmals Milliarden aushandeln wie bei ZTE er sitzt am kurzen Ast weil ohne Seltenen Erden ist die USA erledigt.


  •   20
    Gelöschter Account vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Die EU sollte schon längst damit begonnen haben, ein eigenes System zu entwickeln. Unsere Abhängigkeit von US-Unternehmen (und chinesischen) finde ich sehr bedenklich.


    • Und wer in Europa sollte das bitte machen? Und wer denkst du kauft das?


      •   20
        Gelöschter Account vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Europäische Unternehmen in einer ArGe? Europäische Kunden? Du hast offensichtlich wenig Fantasie.


      • Fantasie habe ich weiß Gott genug. Man muss allerdings realistisch bleiben und nicht nur vor sich hin träumen. Für Europa ist der Zug der Smartphones und mobilen OS abgefahren. Es gab ja mal ein OS für PCs aus Frankreich, das wollte auch keiner haben.


      •   20
        Gelöschter Account vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Du hast recht, ich bin ein Träumer. Deshalb habe ich geschrieben, dass die das schon längst hätten beginnen müssen. Aber Hauptsache, du kannst ein bisschen klugscheißen. Es ist echt öde. Servus.


  • Ich glaube ja, Präsident Trump hat mit dieser Aktion gegen Huawei einen riesen Bock abgeschossen. Auch wenn immer wieder behauptet wird, Huawei sei der Leidtragende, der eigentliche Schaden liegt langfristig bei den USA und deren Unternehmen. Google bemüht sich jetzt, leider viel zu spät, noch zu retten, was zu retten ist. Die einzige Konsequenz aber, die der Rest der Welt aus dieser Misere ziehen kann, ist, der Monopolstellung der USA und deren Firmen etwas entgegenzusetzen.


  • Natürlich verliert Google hunderte Millionen an Dollar, und sieht zusehends seine Felle davon schwimmen, ich wäre dafür das, Huawei, sony, Samsung und Co was zusammen entwickeln, aber leider kocht ja jeder sein eigenes Süppchen


  • Und als nächstes kommt Xiaomi. Dann wird sich ein "neues" BS auch durchsetzen.


  • Google strebt Zusammenarbeit nicht wegen der Sicherheit an, viel größer ist die Angst das Huawei nicht nur in Sachen Hardware bald auf Platz eins ist, sondern vielleicht auch mit der Software den großen Coup landen könnte.
    Auch geht es bei den Sanktionen nicht um Spionage,- Apple ein amerikanischer Konzern wurde auf Platz drei der Smartphone-Elite verwiesen, Samsung ein sehr guter Handelspartner der USA wird ohne Sanktionen spätestens bis Jahresende auf Platz zwei liegen, während Huawei dann die Liste anführt!

    Sollten die USA weiterhin solche Mittel in der Handy-Sparte anwenden, könnten sich auch viele weitere im Ausland ansässige Hersteller von Smartphones abwenden, wenn aufsteigender Hersteller sanktioniert werden!


    • Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Da hätte Google viel schneller und früher reagieren müssen. Jetzt, nachdem weltweit für alle Hersteller ganz klar ist, dass ihnen die USA von heute auf morgen völlig grundlos den Hahn abdrehen können und dies auch tun, wird es keinen ernsthaften Hersteller mehr geben, der sich nicht im Hintergrund um Abhängigkeit bemühen wird. Lange Jahre wußte man ja, dass man abhängig war, nur dachte jeder, dass keiner aus dieser Symbiose ausbrechen würde. Jetzt, da man weiß, wieviel man dem anderen gilt, wird jeder versuchen, sich abzusichern. Ich denke immer noch, wir erleben gerade den Beginn vom Ende Androids.


  • Google PlayStore ist sicher und Android soll geschützt werden?! Sellten so gelacht


  • Heißt das, das möglicherweise, Play Protect, gar nicht Protect ist? und jetzt haben sie angst das Huawei etwas ähnliches bastelt?
    wer würde dann vor wem verstecken spielen?

    Also Google Konto vom Smartphone runterscheißen, den Playstore, ect und besser zu F Droid und co wechseln?

    wenn tante erna onkel gustav postet, das klein evchen sich eben in der Nase gebohrt hat, wen interessiert das?

    vor malware und so giftigem zeugs sollte huawei schon imstande sein zu schützen, nur bräuchten sie dann eine Chinesische Lupe, ala Nick Knatterton. 😊😁


    • Es gibt keine "echte Sicherheit". Es gibt immer Apps die durchs Raster fallen.


    • "wenn tante erna onkel gustav postet, das klein evchen sich eben in der Nase gebohrt hat, wen interessiert das?"

      Zum Beispiel die Herrschaften mit dem Enkeltrick. Du kennst damit den Namen der Enkelin, auch kannst du erkennen, dass sie sicher noch nicht volljährig ist, du kennst den Namen des Mannes und ich bin sicher, Tante Ernas Mißtrauen ist mit diesen paar Informationen bereits gebrochen. Eventuell lässt sich dann ja noch sogar der Standort von Tante und Klein Erna ermitteln, damit man weiß, dass letztere nicht zuhause ist. Kennt man Stadt und Vornamen, kann man über das Telefonbuch (Reversesuche) meist auch schnell Telefonnummer und Adresse ermitteln. Darüber vielleicht noch ein paar Gespräche vorab mit Nachbarn führen, um noch weitere Details über Tante Erna und Onkel Gustav zu erfahren, mit etwas Geschick am Telefon ein leichtes Spiel. Leute schwätzen ja gerne. Und schon hat man ein ganzes Bündel an Informationen zusammen und Tante Erna wird gar nicht auf die Idee kommen, dich nicht zu kennen.
      Das mag vielleicht jetzt etwas übertrieben dargestellt sein, aber du wärst erstaunt, wieviel man aus minimalen Informationen heute heraus bekommen kann.

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