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Google Helpouts: Kostenlose virtuelle Arzt-Termine für jeden

Spätestens seit das “Googeln” im Duden steht, ist die Google-Selbstdiagnose bei vermeintlichen Krankheitssymptomen ein bekanntes, wenn auch bedauernswertes, Phänomen. Jetzt geht Google einen Schritt weiter.

helpouts
Google Helpouts. / © ANDROIDPIT

Seit Google der meistkonsultierte Arzt der Welt ist, muss die Zahl an Tumoren und anderen erschütternden Krankheiten um ein Vielfaches nach oben geschnellt sein. Die Suchfunktion des Computers oder Smartphones ist eben schneller, günstiger und weniger aufwändig als der Gang zum Arzt. Dieser ungünstigen Kombination aus Fakten beginnt Google nun Rechnung zu tragen. Die Lösung kommt in Form des lange angekündigten Dienstes Helpouts, wobei nicht ganz klar ist, ob diese jüngste Initiative tatsächlich im Kontext von Helpouts oder alleine steht. In jedem Fall folgt sie aber einem ähnlichen Konzept.


Link zum Videohttps://www.youtube.com/watch?v=K-VFC9AQM1k

Wie Google gegenüber Engadget bestätigt hat, testet man zur Zeit einen neuen Dienst, der es Nutzern ermöglicht, kostenlos über Google in Form eines Video-Chats mit einem Arzt verbunden zu werden. Details zur technischen Umsetzung gibt es noch nicht, auch ist unklar, ob dieser Dienst kostenlos bleiben wird, sollte er die Testphase jemals verlassen. Zumindest aber während dieser will Google alle entstehenden Kosten übernehmen.

Google Helpouts ist bereits seit etwa einem Jahr online, hierzulande hört man bisher jedoch fast nichts von dem Dienst. Google-Mitbegründer Larry Page hat des Öfteren geäußert, sich mit der Firma gerne stärker im Bereich der Gesundheitsfürsorge engagieren zu wollen. Diese Initiative wäre also nur ein logischer Schritt. Was wir über Helpouts wissen, findet Ihr in folgendem Artikel:

Quelle: Engadget, Reddit

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Top-Kommentare der Community

  •   51
    XXL 13.10.2014

    Jetzt wird es richtig krank. Aber selbst das wird einigen naiven Menschen nicht die Augen öffnen. Google engagiert sich im Gesundheitswesen? Wow, ich wusste schon immer, dass Google doch nur in erster Linie das Beste für die Menschheit will! :-) Damit wird der gläserne Mensch endgültig Tatsache, nämlich wenn man in ihn hinein sieht. DAS sind jetzt die richtig lukrativen Daten. Ich bin sicher, dass sich Krankenversicherer und die Pharma-Mafia darum reissen werden. Wer jetzt immer noch nicht weiss, worauf das hinaus läuft, der müsste sich vielleicht gleich mal bei Dr. google melden;-) Aber selbst jetzt wird es noch Leute geben, die das dufte finden und bei mir wahrscheinlich eine Paranoia diagnostizieren. Naivität ist leider noch nicht heilbar...

  • sheggy82 13.10.2014

    Finde ich super, es gibt ja auch viele Dinge die einfach nur eines kurzen Gespräches bedürfen.
    Dieser Dienst würde die Ärzte bestimmt entlasten, und wenn es eine ernste Angelegenheit ist, geht man halt zum Doc.

18 Kommentare

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  • Technisch gesehen ist es am einfachsten über Google abzuwickeln (Stichwort alles aus einer Hand).

    Datenschutztechnisch gesehen ist es ganz klar sehr bedenklich, aber wie ich oben schon geschrieben habe, wir sollten erstmal Dinge wie die elektronische Gesundheitskarte in Griff bekommen bzw. den Datenschutz bei den Ärzten selber verbessern!

  •   51
    XXL 13.10.2014 Link zum Kommentar

    Klar, wer's benutzen will, der soll das. Trotzdem ist eine Diskussion über das Thema wichtig und anscheinend auch nötig, wenn man die Einstellung einiger sieht. Die meisten sind sich nämlich gar nicht bewusst, warum sich Google in diesem Bereich engagiert und welche Auswirkungen das haben kann. Also... Erst wenn jemand die Hintergründe kennt, kann er auch abwägen und dann eine vernünftige Entscheidung treffen;-)

    Das Argument, dass man so abgelegene Gebiete bedienen kann, wäre grundsätzlich richtig. ABER es gibt absolut keinen Grund, weshalb man so etwas über den grössten weltweit tätigen Datensammler abwickeln müsste, das ist absurd! Solche Dienste hat schliesslich auch nicht Google erfunden, diese gibt es auf der ganzen Welt schon seit Ewigkeiten, sogar bei uns gibt es solche Dienste.

    • Wer soll deiner Meinung nach denn solch ein Projekt finanziell stämmen ?
      Google & Facebook arbeiten an einem Projekt, Afrika flächendeckend mit Internet KOSTENLOS zu versorgen. Dass dort dann fast ausschließlich deren Dienste laufen ist meiner Meinung nach kein Übel, da der Benefit an Informationsaustausch überwiegt.

      Meiner Meinung nach sollte man lieber regulieren, in welcher Form diese Daten genutzt werden. Wenn mich mein Handy oder Smartwatch irgendwann auf Grund meiner Krankheitsgeschichte vor einem aufkommenden Herzinfakt warnen könnte, würde ich Google dankbar sein.

  • Und wie immer gilt: Wer es nicht benutzen will, lässt es eben bleiben! Ist ja nun mal kein Zwang, genau wie Daten in die Cloud zu legen.

  • Das ganze ist wie meistens, ein zweischneidiges Schwert.

    Da wo der nächste Arzt/Krankenhaus ein paar Stunden entfernt ist, ist das Ganze tatsächlich eine tolle Sache.

    Ich kann mir vorstellen, das die Ärzte und Patienten in Australien und Alaska das dankbar annehmen. Dort werden oft heute schon "Arztbesuche" über Funk oder Email erledigt, Medikamentenvorräte sind meist vor Ort. Entlegene Orte in Asien und Afrika würden ebenfalls davon profitieren. Mediziner würden schneller von ansteckenden Krankheiten erfahren. Diagnosen können natürlich deutlich besser getroffen werden, wenn der Arzt den Patienten sieht.

    Auch der nicht krankenversicherte Durchschnittsami wird sicher erst zur kostengünstigeren Variante greifen, bevor er zum Arzt geht, bei den nicht versicherten Europäern wird das ähnlich sein.

    Der typische krankenversicherte Durchschnittsdeutsche (abgesehen vielleicht von chronischen Hypochondern und Leuten, die sich schämen mit irgendetwas zum Arzt zu gehen) wird das ganze wahrscheinlich deutlich weniger nutzen. Erst recht, wenn es etwas kostet. Und wenn doch, braucht er sich über passenden Spam nicht zu wundern. Mal ganz abgesehen von Problemen beim Krankenkassenwechsel (die wollen alle möglichst nur die "Gesunden") und beim abschließen von Lebensversicherungen etc..

    • Wie es sich mit diesem Dienst verhält, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, das Google für chronische Hypochonder (wie mich) ein Fluch ist. Egal wie harmlos das Symptom ist, welches du googelst, spätestens nach 5 Klicks hast du dein Todesurteil gefunden. Sich diese unselige Googelei abzugewöhnen war schwerer als mit dem Rauchen aufzuhören.
      Kann mir vorstellen, das dieser neue Dienst in dieser Hinsicht ganz neue Dimensionen eröffnet. Senkt wahrscheinlich die Hemmschwelle derjenigen Hypochonder, (zu denen ich nicht gehöre), die am liebsten 20 Mal am Tag zum Arzt gehen würden.
      Was nicht heißen soll, das der Dienst für "normale" Leute nutzlos ist.

    • Wenn man je nach Gegend nicht 4-6 Monate auf einen Facharzt Termin warten müsste (in der Annahme eines gesetzlich versicherten versteht sich) würde ich dir da vollkommen recht geben... Wobei solche vermutlich mit dem Dienst schwer zu ersetzen wären

  • In vielen anderen Quellen und teilweise bei Google direkt, heißt es das der Dienst eben doch etwas kostet. Und zwar die Beratung durch den Arzt - die Gebühren hierzu legt auch der Arzt selber fest. Bezahlt wird über Google Wallet.

    Des weiteren sollte man auch wissen, warum es ein solchen Dienst gibt. In den USA ist das Krankensystem ein gänzlich anderes wie bei uns. Und hier erhoffen sich wohl viele Amerikaner das durch ein solchen Videochat und Diagnose es günstiger wird.

    Bzgl. Datenschutz gebe ich XXL Recht - sehr bedenklich. Aber les dir mal Artikel über Datenschutz bei Ärzten in D durch bzw. was man alles über die elektronische Gesundheitskarte herausfinden kann.

    •   50

      Ja das mit der elektronischen Gesundheitskarte dachte ich mir auch, bin darüber aber nicht so gut informiert.
      Ist aber wahrscheinlich ähnlich wie mit Google dann.

    • Recht hast du, jedoch ist es auch schwer eine Ferndiagnose zu stellen. Ich denke das ist eher bei kleinen "wehwehchen" und ersetzt auf keinen Fall einen Arzt vor Ort. Und bezahlt wird mit den eigenen Daten...

  •   51
    XXL 13.10.2014 Link zum Kommentar

    Jetzt wird es richtig krank. Aber selbst das wird einigen naiven Menschen nicht die Augen öffnen. Google engagiert sich im Gesundheitswesen? Wow, ich wusste schon immer, dass Google doch nur in erster Linie das Beste für die Menschheit will! :-) Damit wird der gläserne Mensch endgültig Tatsache, nämlich wenn man in ihn hinein sieht. DAS sind jetzt die richtig lukrativen Daten. Ich bin sicher, dass sich Krankenversicherer und die Pharma-Mafia darum reissen werden. Wer jetzt immer noch nicht weiss, worauf das hinaus läuft, der müsste sich vielleicht gleich mal bei Dr. google melden;-) Aber selbst jetzt wird es noch Leute geben, die das dufte finden und bei mir wahrscheinlich eine Paranoia diagnostizieren. Naivität ist leider noch nicht heilbar...

  • Finde ich super, es gibt ja auch viele Dinge die einfach nur eines kurzen Gespräches bedürfen.
    Dieser Dienst würde die Ärzte bestimmt entlasten, und wenn es eine ernste Angelegenheit ist, geht man halt zum Doc.

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