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2 Min Lesezeit 51 Kommentare

Google beendet Gratis-Schwindel im Play Store bei In-App-Käufen

Wie Google mitteilte, werden ab kommendem Herbst alle Apps mit In-App-Käufen im Play Store nicht mehr als “kostenlos” deklariert. Dieser Schritt ist eine klare Antwort auf den Vorstoß der Europäischen Kommission, die vor allem auf die mangelnde Aufklärung bei Kinderspielen aufmerksam machte.

Für alle, die in Schwarz gehüllte Top-Smartphones nicht mehr sehen können:

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simpsons in app lg g2
 © ANDROIDPIT

Obwohl viele Spiele-Apps im Google Play Store als kostenlos angegeben sind, können durch kostenpflichtige In-App-Käufe Spiel-Zusätze dazugekauft werden. Oft müssen Eltern am Ende des Monats mit Schrecken feststellen, dass ihr Kind durch solche zusätzlichen Käufe Rechnungen von mehreren Hundert Euro verursacht hat. Dieses von Entwicklern beliebte “Freemium”-Modell wurde deshalb von der Europäischen Kommission als irreführend und gegen die Konsumentenrechte der EU bezeichnet. Daraufhin folgten Gespräche mit Google und Apple, um Kinder zukünftig vor solchen Käufen zu bewahren. Google gab nun bekannt, dass ab September 2014

  • Spiele mit In-App-Käufen im Play Store nicht mehr als “kostenlos” bezeichnet werden,
  • Richtlinien für Entwickler formuliert werden, um Kinder nach dem EU-Gesetz zu schützen,
  • Maßnahmen inkrafttreten, die bei der Überwachung von Verletzungen des EU-Verbraucherrechts helfen.

Das bedeutet, dass App-Entwickler zukünftig keine In-App-Käufe mehr direkt und spezifisch auf Kinder ausgerichtet in ihre Apps integrieren dürfen. Natürlich ist eine solche Maßnahme richtig und wichtig, jedoch sollten Eltern auch von ihrer Aufsichtspflicht Gebrauch machen. Im Play Store lassen sich Passwörter eintragen, die auch bei In-App-Käufen abgefragt werden. Auch ist es fraglich, ob Kinder unbeaufsichtigt über ein mit dem Play Store verbundenen Smartphone verfügen sollten.

Top-Kommentare der Community

  • lionxx 18.07.2014

    "Oft müssen Eltern am Ende des Monats mit Schrecken feststellen, dass ihr Kind durch solche zusätzlichen Käufe Rechnungen von mehreren Hundert Euro verursacht hat."

    Wer so naiv ist seinen Kindern uneingeschränkten und unbeaufsichtigten Zugriff auf Kreditkarte u. ä. zu geben, hat es eigentlich auch nicht anders verdient...

    Abgesehen davon ein guter Schritt von Google.

  • luneth 18.07.2014

    richtig so, dieses Freemium ist nicht nur gefährlich für Kinder sondern auch ein nerviger Trend

  • ChacMool 18.07.2014

    Ein Pkw-Hersteller wird ja auch nicht mit :
    "Keine toten Fußgänger " beworben

  • leonard berresheim 18.07.2014

    Ist doch nicht die Schuld von Google, wenn die Eltern zu Blöd sind sich um ihre Kinder zu kümmern. Wenn ein Kind vors Auto läuft wird ja auch nicht VW verklagt.

  • Thomas R. 18.07.2014

    Dann gibt man dieses Smartphone auch nicht den Kindern. Diesen gibt man, wenn überhaupt ein Smartphone, eines mit Wertkarte etc.
    Eigenverantwortung.

    Aber prinzipiell finde ich auch gut,dass diese Apps generell nicht als kostenlos bezeichnet werden!

51 Kommentare

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  • Ich würde eher typische (Google)-Politik sagen. Anstatt eine Vorgabe, so unliebsam sie auch sein mag, gewissen- und ernsthaft umzusetzten, geht man eben gleich mit der Holzhammermethode ran. Ich mach mir aber wenig Hoffnung das diese Problematik hier thematisiert wird... Siehe auch das "Recht auf Vergessen"-Urteil und Googles Umgang mit dem Urteil. Scheinbar wird jeder Antrag einfach durchgewunken...


  • Ist jemanden schon aufgefallen das Google scheinbar (wieder) über das Ziel hinaus schiesst? Offenbar wurde der "gratis" Hinweis nicht nur bei den "freemium"-Apps entfernt, sondern gleich mal bei allen kostenlosen Apps. Also auch bei denen die nicht dem User das Geld aus der Tasche ziehen wollen und wirklich kostenlos sind. Ebenso wurde die Kategorie Top-Kostenlos ersatzlos gestrichen. Nicht nur das Google damit die echten ostenlosen Apps auf eine Stufe mit den Geldschneiderei-Apps stellt. Viel wichtiger aber, dem User ist jetzt ebenso wenig geholfen wie vorher, da er Kostenlos von Freemium immer noch nicht unterscheiden kann. So kann man diese eigentlich gute Richtlinie auch ad absudum führen. Der Applaus für Google ist wohl etwas verfrüht.


    • Danke, das wollte ich auch gerade schreiben. Als privater Entwickler einer kostenlosen App (Bildkalender 2014) trifft mich das nämlich völlig schuldlos. Meine App hat ein Werbebanner, das man per InAppKauf entfernen kann, außerdem lässt sich eine einzige Funktion per Kauf etwas aufbohren. Nicht zuviel verlangt für eine App, in die ich hunderte Stunden meiner Freizeit gesteckt habe.

      Sie jetzt als nicht mehr kostenlos zu führen ist überhaupt nicht angebracht.

      Die EU will doch mit dieser Maßnahme gegen die Abzocker-Spiele von EA, Ubisoft und Co angehen. Apps wie meine sind überhaupt keine Gefahr, werden aber mit bestraft.

      Typisch Politik.


  • Wenn ich mir hier die Meinungenüber Eltern anhören muss dann weiß ich jetzt warum viele auf Kinder verzichten möchten. Leider ist es in unserer dummen Gesellschaft heute nötig das beide Elternteile arbeiten. Dafür wurde dann die Ganztagsschule. Heisst Lehrer müssen Heute einen Teil der Erziehung übernehmen. Leider. Dafür sind sie auch Pädagogen. Noch schlimmer ist es bei getrennt lebenden Familien, wo die Mutter ja auch vom Sozialamt genötigt wird sich Arbeit zu suchen und da schreit ihr hier über die Eltern? Werdet erst mal Eltern ihr Kinder und dann macht euren Mund auf. Dann macht ihr das aber nicht mehr weil ihr sehen werdet was man jeden Tag um die Ohren hat. D a ich meinem Kind kein Telefon überlasse womit es ewig nur rumspielen ist für mich klar. Kreditkartendaten trage ich da schon gar nicht ein. Wofür gibt es Google-Cards. Wenn Guthaben alle ist Ende.


  •   50
    XXL 19.07.2014 Link zum Kommentar

    Mir geht es nicht mal speziell um den Schutz von Kindern. Ich finde es generell richtig, dass solche Spiele neu unter den kostenpflichtigen Spielen gelistet werden. Ich persönlich halte sowieso nicht viel von solchen Games. Viele bezahlen am Schluss für solche Games mehr als ein richtiges Konsolengame kosten würde, dass in der Entwicklung mehrere Millionen kostet und auch entsprechend daher kommt.

    Google hat hier einmal mehr erst reagiert, als man durch den Gesetzgeber dazu gezwungen wurde.


    • Stimmt, dass man für Spieleapps "gefühlt" oftmals mehr bezahlt. Kann mich nicht erinnern, dass man z.B. bei PC Spielen jemals noch zusätzlich Geld an den Entwickler hätte abdrücken müssen, um zusätzliche Dinge, Charaktere usw. freizuschalten. Einmal den Kaufpreis bezahlt und gut ist. Korrigiert mich wenn ich mich irre.


      • ich hoffe das war ironisch gemeint! =)
        Heutzutage kauft man kaum noch komplette spiele, man kauft ein Grundgerüst und den Rest über DLC/SeasonPass.
        Alle sind auf Dauereinnahmen aus.
        Es macht kaum Unterschied mehr ob In-App-Käufe oder DLC-Käufe. Nur das In-App-Käufe viel zu übertrieben teuer ist. (1000 Digitale Münzen für 5 Minuten heute im Sonderangebot für 89€)


      • Mit "jemals" meinst du wohl "früher". Wie auch immer man "früher" definieren will..
        Auch bei PC-und Konsolenspielen hat diese Verhackstückelung längst Einzug gehalten.
        Mir persönlich wurde diese Entwicklung erstmals(ich glaube recht spät) bewusst, als "damals" die PS3 erschien.
        Das ist ja doch schon einige Jährchen her.
        Man kaufte sich nichts ahnend bsw. Assassin's Creed 2(zum Vollpreis von ca. 60€)..und musste überrascht feststellen, dass doch tatsächlich 2 Episoden(nenn es Kampagnen, Missionen oder "Level") mitten im Spiel(!) fehlen. Darauf wurde man sogar noch in einer frechen Zwischensequenz extra hingewiesen.
        Dieser" Downloadable Content" kostete dann extra.
        Bei PC-Spielen im Grunde dasselbe.
        An Software mehr als einmal zu verdienen ist also nicht so neu.
        Es wird halt einfach nur immer schlimmer und trifft auf immer mehr Akzeptanz, weil die Generation von heute es gar nicht mehr anders kennt.


      • Bei Onlinespielen weiß ich, dass es so ist. Stimmt, mit jemals meinte ich früher. Hab mir schon lange kein PC Spiel mehr gekauft.

        Das Problem ist, dass viele in Spielen schnell weiterkommen wollen und deshalb In-App Käufe tätigen. Ich vermeide es. Hab ich länger Freude daran, auch wenn es ärgerlich ist wenn scheinbar nichts weiter geht.


  • Besonders in der heutigen Zeit, wo die Leute sowieso immer weniger Geld haben, kann das schnell mal in den Ruin führen. Ist vielleicht etwas überzogen dargestellt, aber nicht unmöglich.
    Es sollte im Play Store eine vom Smartphonenutzer selbst gewählte Einstellung geben, wo er festlegen kann wie viel Geld er pro Monat höchstens in Apps investieren möchte. Ist das Limit erreicht warnt das System und es sind keine Käufe mehr bis zum nächsten Abrechnungszeitraum möglich. Die selbst gewählte Obergrenze regt auch zum Nachdenken an und schützt den Smartphonebenutzer davor allzu hirnlos bei Käufen zu agieren.

    Einstellung im Play Store (Muster):
    Abrechnungszeitraum: von TT. bis TT.
    Kostenlimit/Monat: € ??,-

    Das wäre meine Überlegung.


    • Sehr guter Gedanke. Man muss sich klar machen, dass viele dieser Spiele bei manchen in eine Spiel- oder Onlinesucht führen können. Dafür Beratung und Werkzeuge anzubieten, um damit fertig zu werden ist sowieso längst überfällig.

      Und: Eltern haften für ihre Kinder. Fertig. Stand früher an jedem Baustellenzaun.


  • Gibt es im PlayStore nicht so eine schicke Option die besagt, jeder Kauf muss mit dem Passwort bestätigt werden?

    Finde das Ganze überzogen.

    Das einzige was Google machen müsste ist diese Option als Standard aktivieren.

    bei jeder Kostenlosen App steht darunter ob In-App-Käufe möglich sind, man muss nur lesen.

    Wenn Eltern nichts davon beachten, selber schuld, sie sind in der Aufsichtspflicht.

    Wenn ich meinem Kind mein Tablet zum spielen gebe sind die Optionen aktiv und WLAN ausgeschalten, damit auch nicht aus versehen die Werbung angeklickt wird. Außerdem bin ich dabei und spiele mit meinem Kind und lasse es nicht alleine damit.


  • Das Titelbild passt echt zum Thema :D


  •   10

    h


  •   58

    P.S.: Durch diese Maßnahme dürften mindestens zwei Drittel aller "kostenlosen" Apps aus dem Play Store verschwinden.


    • Ich bin nicht der Meinung das Free2Play spiele automatisch schlecht sein müssen. Es gibt doch viele gute Beispiele wie Planetside, Team Fortress, Dota, Die Simsons...
      Allgemein ist ein Freemium Spiel ok wenn man ohne Kaufen keine Nachteile hat ;)


  •   58

    Bitte gleich auch mit Werbung, die oft auch zu Kauf-"Angeboten" führt, verseuchte Apps entsprechend brandmarken.


  • Wie ich den Artikel verstanden habe, war es die Europäische Kommission, die In-App-Käufen ein Riegel vorschieben will. Also ist die Europäische Kommission zu loben und nicht Google oder Apple.
    Das Ganze ist jedoch nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Ich bezweifle, dass über die meist sehr teuren premium Inhalte ein würdiges Hinweiss oder Warnung kommen wird,

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