Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

2 Min Lesezeit 41 Kommentare

Das wird teuer: Google verlangt viel Geld für seine Android-Dienste

Nach der Milliardenstrafe durch die EU-Kommission stellt Google seine Strategie um und streicht den Zwang zu den eigenen Apps und Diensten. Das hat aber seinen Preis, denn wie nun bekannt wird, könnte Google sich sein Angebot teuer bezahlen lassen.

Das US-Magazin The Verge hat herausgefunden, wie viel Google nach der Umstellung seines Geschäftsmodells für den Einsatz seiner Apps und Dienste verlangen wird. Die Preise für den Verkauf von Android-Smartphones und anderen Geräten könnten demzufolge kräftig steigen, denn Google wird wohl bis zu 40 Dollar für seine Dienste einfordern - pro Gerät. Google selbst hat den Bericht bisher nicht kommentiert.

Der Betrag ist allerdings nicht fix, 40 Dollar soll die Obergrenze sein. Google macht die tatsächlichen Kosten von mehreren Faktoren abhängig und staffelt nach Ländern in drei Stufen. Deutschland ist zusammen mit Großbritannien, Schweden, den Niederlanden und Nicht-EU-Mitglied Norwegen in der teuersten Gruppe. Der Preis, den die Hersteller für den Einsatz der Google-Apps und -Dienste verlangt, hängt zudem stark von der Pixeldichte des Gerätes ab - Highend-Smartphones mit hochauflösenden Displays werden also stärker verteuert als günstige Geräte.

EU flaggs hero
Entpuppt sich die EU-Strafe als Papiertiger? / © Metro

Zahlt Google die Zeche selbst?

Das heißt nun allerdings nicht, dass Android-Smartphones ab sofort 40 Dollar teurer werden, denn Google lässt sich ein Hintertürchen offen. Wie ein nicht genannter Insider verrät, bietet Google den Herstellern an, die Kosten ganz oder teilweise zu übernehmen, wenn sich die Hersteller zur Installation von Chrome und der Google-Suche verpflichten. Damit würde die Strafe der EU nur noch auf dem Papier existieren, wenn Google sich die Rechnung de facto selbst stellt.

Gelten sollen die neuen Preise bei Google ab 1. Februar 2019. Dann dürfte sich auch herausstellen, ob und, wenn ja, zu welchen Teilen die Mehrkosten für die Google-Dienste auf die Kunden umgelegt werden. Es bleibt zu hoffen, dass nicht allzu viel der möglichen 40 Dollar pro Android-Gerät unter dem Strich beim Endkunden hängen bleibt. Gut möglich, dass die Mega-Strafe der EU-Kommission am Ende ausgeht wie das Hornberger Schießen - mit viel Lärm um nichts.

Was glaubt Ihr, wie geht die Geschichte mit der EU-Strafe für Google, die Hersteller und die Kunden aus?

Quelle: The Verge

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

Top-Kommentare der Community

  • Tenten vor 3 Wochen

    Und bekommst dann neben Malware auch noch keine Updates.

  • Peter F. vor 3 Wochen

    oder es ist eine Strategie welche Google direkt viel Geld in die Hände spielt.....
    Smartphones werden dann ohne Google-Dienste verkauft und der Verbraucher muss sie dann käuflich erwerben....
    ähnlich wie ein Microsoft Office Paket.


    EU glücklich
    Google glücklich

    Verbraucher geschröpft

41 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Dann sollten die Leute mal im ersten Quartal nach dem Google die 40 Euro draufschlägt keine neuen Phones kaufen dann werden die Hersteller schon Druck machen.


  • Ok Google wird bestraft, aber wie ist es mit den Hersteller die dem Endkunden ihre Apps aufzwingen.
    Alle Apps die nicht relevant für das Betriebssystem auf einem Smartphone installiert sind müssen deinstalliert werden können,und wenn jemand die Apps braucht kann er sie ja auch aus dem Play Store installieren.
    Meine Meinung


  • Warum jetzt sich darüber beschweren? Was gibt es heutzutage eigentlich noch umsonst? Geht ihr auch ohne Gehalt oder Lohn zu erhalten arbeiten? Und wer (fast) jährlich solchen Oberklassen-, Highend-, Luxus- oder Premium-Smartphones mit einem Betrag jenseits von Gut & Böse hinterher rennt und sich leisten kann, der hat ja wohl auch das entsprechende Einkommen und muss für max. 40€ mehr nicht jammern. Werdet davon jetzt wohl nicht am Hungertuch in Zukunft nagen.


    • Ich glaube Du hast den Sinn des Beitrages nicht verstanden.
      Google darf den Herstellern seine Apps nicht mehr aufzwingen, gewährt diesen aber "Rabbat", wenn sie die Google-Apps trotzdem installieren.
      Trotz EU-Urteil wird sich also nichts ändern, weder am Gerätepreis noch an den installierten Apps.
      Wobei das Urteil ad absurdum geführt wird, was vorherzusehen war.
      Hersteller, welche ein Stock-Android nutzen, wären ja schön blöd dran, wenn keine Google-Apps mehr drauf wären.
      Ausserdem wird sich jemand, der es denn will, z.B. immer noch ein Samsung Note kaufen, ob es nun 999 Euro oder 1039 Euro kostet.
      Niemand würde den Mehrpreis auf das Urteil schieben, resp. wird Samsung uns schon verklickern, das dies an der neuen Hardware liegt, besonders wenn der Preis dann bei 1099 Euro liegt.
      Google wird schon den richtigen Deal aushandeln...trotz, oder gerade wegen, der sinnbefreiten EU-Strafe.


  • Das wird verwässert werden in Form einer 65-35% Aufteilung Google-Smartphone-Hersteller. Den Suchbalken belassen und schon ist Google zufrieden und schickt keine Rechnung an Samsung und Co.


  • Ihr vergesst aber alle, das es wahrscheinlich nur für Geräte in der EU gehen wird. Bedankt euch schön bei der EU die mit ihren gesetzten wie Dsgvo, Google, oder Microsoft oder letztens noch den Upload Filter schön mal die EU Länder ans hintere Ende des Fortschritts befördert, alles mit dem vorgeschoben Grund, wir wollen Euch alle beschützen. Finde es geil das einer Firma, die 100.000 Mitarbeiter beschäftigt die an android basteln und es dann noch kostenlos zur verfügung stellt, ja Ihr bezahlt mit euren Daten, wie bei jedem OS, dann noch gesagt wird. Kostenlos ja, aber ihr dürft nicht eure Programme da drauf haben. Danke Europa, für gar nichts. Ehrlich, ich wünsche mir das die 1000€ von den Herstellern verlangen, das Google oder irgendwer mal einfach sagt, leck mich, dann gibt es halt kein Android für Europa Kunden, kein Microsoft für Europa oder kein Youtube für Europa.


  • Zum Glück gibt es für Smartphone-Enthusiasten noch eBay und Warehouse-Deals um an günstige Devices zu kommen.

    Ansonsten bleibt eher abzuwarten ob Google die ca. 40+ € wirklich an die Hersteller weitergeben wird...

    Denke dass Google mittelfristig bis 202X trotzt Strafzahlung sogar mit dieser Strategie noch mehr bei Android mitverdienen wird als bisher!? 💶😝


  • Ok, dann halt 1040€ statt 1000€ für ein Premium Flaggschiff, aufwärts je nach Größe/Speicher. Google Pixel 4 XL mit 256 GB Speicher kostet dann 1500 Euronen nächstes Jahr, was ein Schnapper. ;-p


    • Für die Pixel wird sich wohl kaum was ändern. Google muss die 40€ ja nicht sich selbst zahlen


  • Sehr schön, ich hoffe das dann auch der ganze Googlemüll runder ist. Spart mir viel Handarbeit. Leider wird es wohl so laufen, zahlen oder auf Android verzichten.


    • Bedenke, dass Google den " Müll" den Du in der Hand hälst, programmiert, resp. Leute mit mehr Ahnung als Du und ich, dies tun...und damit auch Geld verdienen wollen.
      Ansonsten wird es ganz schön eng in der Auswahl des mobilen Betriebssystems.
      Bedenke auch dass Apple, besonders aufgrund des geschlossenen Öko-Systems, eine ganz andere Schiene fährt.


  • Erstmal abwarten, 40 Dollar/Gerät wird kein Hersteller zahlen, das weiß Google


    • Doch. Wenn man dann dem Kunden mit ner fadenscheinigen Begründung die 40€ + Aufschlag mehr ausm Kreuz leiern kann, auf jeden Fall.


    • Moritz Deussl
      • Mod
      • Blogger
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Das kann natürlich klappen, da der Käufer einfach 40€ mehr für sein Smartphone zahlt. Mann muss nur einen guten Grund dafür finden...


  • Da sieht man mal, wieviel Google die Daten, die sie sonst mit ihrer Zwangsbündelung erhalten, Wert sind.

    Kunden zahlen schon jetzt mit ihren Daten. Das wird jetzt endlich mal transparent.


  • kann man mit einem nackten Betriebssysthem apps laden?


    • Du meinst bei nacktem Android? Klar, wieso nicht?
      Allerdings kann es zu Problemen mit dem Playstore kommen.
      Ich habe auf mein altes Galaxy S2 Android 6 geflasht, danach hat die Playstore App nicht richtig funktioniert. Über Umwege kann man diese unter Umständen wieder zum laufen bringen, aber so genau weiß ich das nicht.

      Du kannst aber jederzeit Apps aus alternativen Quellen installieren.

Zeige alle Kommentare

Empfohlene Artikel

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern