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2 Min Lesezeit 3 Kommentare

Google als Städteplaner: Sozialer Wohnungsbau im Silicon Valley

Googles Pläne für die Erweiterung des Mountain-View-Campus sind jetzt öffentlich. Darin sind Tausende von neuen Häusern enthalten, einige der Wohnanlagen sollen sogar mit Jahresgehältern von 44.000 US-Dollar bezahlbar sein. Dies gilt in der Bay-Area bereits als Schnäppchen. Im kommenden Frühjahr werden sich die Behörden mit dem Plan auseinandersetzen und ihn eventuell annehmen. Doch würdet Ihr Google zum Vermieter haben wollen?

Das 290.000 Quadratmeter große Grundstück, das Google im vergangenen Monat für eine Milliarde US-Dollar gekauft hat, soll mit einer Mischung aus Büroflächen, kommunalem Einzelhandel und Wohnen bebaut werden. Der Vorschlag mit dem Titel "A Shared Vision for North Bayshore" sieht Pläne für 8.000 neue Wohneinheiten vor, von denen 6.600 auf dem Land von Google liegen würden. Rund 20 Prozent der Wohnungen sollen als "erschwinglich" gelten.

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Hergestellt von Google-Wohnen. / © Google

Google sagt, dass die erschwingliche Unterkunft für "Personen mit niedrigem und mittlerem Einkommen und Familien, einschließlich Servicemitarbeiter, Pflegepersonal oder Lehrer" geeignet sein wird.

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Das geplante Einkaufszentrum in Mountain View. / © Google

Michael Tymoff, Googles Leiter für Stadtteilentwicklung, sprach mit CNBC über das Projekt. Google plane ganzheitliche Quartieren, die die Menschen gegenüber dem Auto in den Vordergrund rücken. Als Teil dieser Philosophie sieht der Plan weniger Parkplätze und dafür mehr Rad- und Fußwege vor.

Die Entwicklung schüfe "einen Ort sowohl für Google als auch für die gesamte Ortsgemeinde Mountain View", so der Vorschlag, der der City of Mountain View vorgelegt wurde. Der Stadtplan sieht vor, ein Gebiet zu transformieren, das bisher "ein Dienstleistungs-Park mit Flächenparkplätzen und Bürogebäuden ist".

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Rad- und Wanderwege gehen vor Straßen und Parkplätzen. / © Google

Der Vorschlag beinhaltet auch Pläne für 14 Hektar Freifläche, mit 6,5 Hektar Lebensraum und Wanderwegen, sowie 5,3 Hektar Nachbarschaftsparks und -plätze.

Die örtlichen Behörden werden Anfang 2019 den Vorschlag von Google diskutieren. Die Wohnanlagen gelten hierbei als einer der wichtigsten Diskussionspunkte. Denn das Silicon Valley hat einen massiven Notstand an erschwinglichem Wohnraum und macht neuen Projekten diesbezüglich harte Auflagen. Es wird sich als zeigen, ob Google diese Prüfung besteht.

Würdet Ihr bei Google einziehen? Was haltet Ihr ansonsten von dem Wohnraumprojekt?

Quelle: CNBC

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3 Kommentare

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  • Erschwingliche Wohnung die auch das Jobcenter zahlt 👍.


  • Also wenn von 8000 Wohneinheiten gerade mal 1600 mit einem knapp unterdurchschnittlichen Jahreseinkommen von $44.000 "erschwinglich" sein sollen (was auch immer letzteres heißen mag) und man weiß, dass bspw. ein Verkäufer im Einzelhandel gerade mal auf knapp über $20.000 kommt ... dann hat das mit "sozialem" Wohnungsbau nichts zu tun.

    Ansonsten ... ja mein Gott. Solang die zwangsweise Verwendung von Googles Diensten nicht im MIetvertrag verankert ist, ist es am Ende doch egal, ob der Vermieter "Deutsche Wohnen AG", Google oder Lieschen Müller heißt.

    btw: ich bin begeistert über den korrekt gebildeten Konjunktiv II von schaffen. Allerdings sollte in der indirekten Rede Konjunktiv I verwendet werden - "Die Entwicklung schaffe".

    NilsD


  • Sofort. Erschwinglich ist immer gut. Die Ausstattung wird trotzdem toll sein.

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