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Glass: Google erteilt Gesichtserkennungs-Software Absage... vorerst

Seit Jahren schon hat Google in Sachen Datenschutz und Privatsphäre mit Bedenken der Nutzer zu kämpfen. Seit Project Glass ist das nicht weniger geworden - im Gegenteil. Mit einem öffentlichen Bekenntnis versuchen die Kalifornier jetzt, dagegen anzugehen.

Für alle, die in Schwarz gehüllte Top-Smartphones nicht mehr sehen können:

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nogoogleglass
Gesichter werden Glass-Nutzer vorerst auf die altmodische Art erkennen müssen - mit den Augen. Software-Unterstützung soll es erst mal nicht geben. / © 5 Point

Im Prinzip hatten die Herren von Google bereits seit Jahren die Position vertreten, Software zur Gesichtserkennung werde es nicht geben, so lange keine “starken Privatsphäre-Schutzmaßnahmen vorhanden” seien. Mit Google Glass sah das Ganze dann natürlich etwas anders aus, denn diese Technologie ist geradezu prädestiniert für entsprechende Software.

Aber gerade da regte sich schnell Widerstand und Ängste kochten hoch. Die Kalifornier wissen: Wenn Glass die bewusstseinserweiternde Technologierevolution werden soll, die sie sich vorstellen, muss einiges getan werden, um die Cyberbrille den künftigen Nutzern schmackhaft zu machen ihnen die Angst zu nehmen. Deswegen hat Google jetzt über Google+ ausdrücklich klargestellt: “Wir werden zu diesem Zeitpunkt keinerlei Gesichtserkennungs-Glassware genehmigen” (“Glassware” ist der Terminus, den Google für Glass-Apps verwendet). Das wird für viele Skeptiker erst einmal ein begrüßenswerter Schritt sein. Als Begründung gibt Google an:

“Als wir das Explorer Programm vor fast einem Jahr starteten, war unser Ziel einfach: Wir wollten die Leute vor einer breiten Markteinführung zu aktiven Mitgestaltern der Zukunft dieser Technologie machen. Wir haben Euch genau zugehört, und viele von Euch haben sowohl Interesse, als auch Sorgen zum Ausdruck gebracht, was die Möglichkeit von Gesichtserkennung in Glass angeht”.

google glass facial recognition
Genau so könnte und sollte (wenn es nach Google geht) Project Glass funktionieren. Doch nicht jeder sieht das als Hinzugewinn für die Zukunft. / © google

Selbsterkenntnis oder Hinhaltetaktik?

Dass Google sich nicht endgültig von einer solchen Software verabschiedet hat, ist wohl klar. Deswegen wird es niemanden überraschen, dass  dieses Bekenntnis nur vorläufig gültig ist. Natürlich wird es genug Entwickler geben, die unabhängig ihre eigenen Gesichtserkennungs-Apps schreiben werden. Ob Google dort auch dazwischenfunkt und versuchen wird, es für diese unmöglich zu machen, solche Apps für Glass zugänglich zu machen, ist fraglich. Nicht nur, weil sie dazu möglicherweise gar nicht in der Lage sein werden, schließlich ist der Play Store für Software-Entwickler frei zugänglich und relativ unreguliert. Und schließlich hat Google ja absichtlich den Entwicklern viel Spielraum im Schreiben von Glassware eingeräumt, damit diese ganz eigenständig und effektiv ein ganzes Ökosystem an Software für die Datenbrille erschaffen können. Im Gegenteil, vermutlich werden sich Sergey Brin und Kollegen eher zurückhalten und genau angucken, was in die Richtung passiert und wie gut oder schlecht solche Apps beim Kunden ankommen.

Was meint Ihr? War das eine gute und vor allem Glaubwürdige Entscheidung von Google oder nur eine Hinhaltetaktik aus PR-Gründen? Macht Ihr Euch Sorgen über Gesichtserkennungs-Software als Teil von Glass?

google glass sunglasses2
Fällt auf: Der klobige Aufsatz outet den Träger als Datenbrillen-Nutzer. / © Google

Via: Forbes Quelle: Google+

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16 Kommentare

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  • Ganz ehrlich...... , jeder der sich hier darüber aufregt das niemanden seine Daten privat sind oder ähnliches der sollte vorher lieber mal überlegen bevor er schreibt. Denn wenn euch eure Daten so extrem wichtig sind dann gebt doch nichts im Internet auf Seiten wie Facebook usw an !!!! Denn wo man keine Daten angibt können auch keine Daten angegeben werden.....
    Also kann jeder der sich über Google aufregt doch ganz einfach zur Wehr setzen indem er keine Daten im Internet Preis gibt da jeder die Wahl hat und zu nichts gezwungen wird sehe ich da ehrlich gesagt kein Problem...
    Jeder ist für seine eigenen Daten verantwortlich und wenn du halt bei Facebook an gibst wie alt du bist, aber eigentlich gar nicht möchtest das alle wissen wie alt du bist, selbst dran schuld.....


  • @Thomas R.: Also gab's dem wohl DOCH etwas hinzuzufügen :-D


  • Hört sich fast wie ein Überwachungsstaat an. Das ist gruselig. Meiner Meinung nach dürften nur Behörden (Name u. Wohnadresse) und Ärzte (Krankengeschichte) Daten auslesen. Welchem Privatmensch gehen meine Daten etwas an? Sensible Daten haben im WWW absolut nichts verloren! Das öffnet kriminellen Subjekten Tür und Tor und schürt auch die Gefahr von "Cyber"mobbing (große Gefahr bei Jugendlichen und weit verbreitet).
    Erst Hirn einschalten bevor man etwas über Internet oder auch mündlich von sich selbst preisgibt.


  • Ich sehe glass inzwischen nur als Gefahr. Und zwar gerade auch für die Leute die kein Glass haben.


  • wenn glass eine frontkamera hat könnte zb ein hacker oder google den träger permanent beobachten und "spionieren" vorausgesetzt mobielfunk ist an
    oder sehe ich das falsch??


  • wie einige hier schon sagen, liegt die gefahr eigentlich beim auslesen von datenbanken.
    gibt es deine daten in der datenbank nicht oder ist die datenbank gut genug gesichert, ist es schwer möglich dich zu erkennnen.
    genau daran muss google und der rest, dazu gehört auch jeder staat, arbeiten, dass ihre datenbanken sicher sind und nicht missbraucht werden.

    ob nun google selber oder ein drittentwickler die erkennungssoftware schreibt (die es so oder so geben wird) ist dabei nebensache


  • @Philipp S.: Dem gibts nichts hinzuzufügen! Ich möchte auch noch etwas zur grundsetzlichen Datenschutz-Thematik hinzufügen.

    Ich bin selbst bei einer österr. Datenschutz-Vereinigung und muss leider auch bestätigen, dass es da oftmals richtige Fanatiker gibt. Leider sind es oft diese, welche dann im TV auftreten wie z.B. ein Herr Zeger.

    Bei sensiblen Daten wie Arztbesuchen etc. wo ich ja hin muss aber keine Kontrolle über die Daten habe da muss ein Datenschutz greifen.
    Aber bei Daten, welche ich großteils kontrollieren kann wie Facebook etc. liegt es in meiner Eigenverantwortung, dass ich mir darüber Gedanken mache.

    In Österreich gibt es derzeit auch eine Plattform, welche sich gerade bei uns für mehr Eigenverantwortung stark macht. Zu viele Verordnungen und Verbote bzw. Regulierungen lassen bei vielen Menschen Logik und Hausverstand verkümmern.


  • in Zukunft stelle ich mir vor, wie man ein hübsches Mädchen auf der Straße sieht und anstatt sie anzusprechen wird automatisch ihr Facebook Profil geöffnet und abgecheckt. dort sieht man dann dass sie 30 Beziehungen hinter sich hat (mit 25) und wird gleich abgestempelt. jeder wird darauf achten sein cyber dasein ordentlicher zu halten als das echte leben.


  • eigentlich wären die schuld, die Informationen öffentlich auf Facebook teilen xD. ich handhabe die Informationen von mir in FAcebook oder G+ ja recht streng.


  • Ich frag mich eher, wer denn bitte einen entsprechenden Tarif hat, dass er von jeder Person ein Bild schießen und es hochladen (zum auswerten) kann.. ich nicht! Das heiß von allen Personen die mir begegnen kann ich in absehbarer Zeit eh nicht immer gleich die Infos abrufen. Von eizelnen unter Umständen schon, dass Interesse zu wissen wer die person mir gegenüber ist habe ich normalerweise nur bei gesprächspartnern. Die kenne ich aber oder kann sie auch einfach fragen. Im Moment sehe ich da noch net den Sinn hinter


  • Ich finde es immer wieder lustig, wie naiv manche Medien dieses Thema betrachten. Man sollte schon einmal die technische Seite beleuchten wie das funtioniert.
    Ich muss vorausschicken, dass ich selbst Entwickler bin und bis vor einem Jahr auch als Freelancer für Google in der Schweiz tätig war.

    Manche Leute glauben tatsächcih, dass man mit Gesichtserkennungssoftware alle Menschen sofort erkennt und alles über sie weiß.

    Es ist wie bei den Verlagen, welche dauernd jammern, dass Google ihre Inhalte klaut und kostenlos listet.

    Zum Basiswissen jedes Web-Profis (vor allem Entwickler) gehört auch, dass man INhalte gegen das AUslesen und listen durch Google sperren kann. Wenn die Verlage das nicht auf die Reihe kriegen, dann sind sie selbst schuld.
    ich selbst habe vor kurzem einen Verlag in Österreich beraten und die waren ganz überrascht, dass das möglihc ist!

    Genau so verhält es sihc mit der Gesichtserkennung. Googles Software, welche jetzt vorerst nicht zum Einsatz kommt hat z.B. keinerlei Zugriff auf öffentliche Kameras, sondern holt die Daten für die Erkennung aus den gesammelten Daten der diversen Social-Meiden und vor allem der Goolge-Bildersuche.

    Wenn ich meine Bilder sorgsam oder gar nicht im Internet verteile, dann wird mich auch keiner so leicht erkennen.

    Selbst wenn Google dann auch Zugriff auf die öffentlichen Kameras bekommt, dann ist man sicher schon öfter gefilmt worden, aber dennoch hat man dann noch nicht unbedingt die Verknüpfung zu den persönlichen Daten.

    Also die Kirche schön im Dorf lassen und ein wenig die Logik und Hausverstand einschalten. Wenn ich, wie vor allem viele jugendliche, Daten unkontrolliert Spam-artig in der INternet-Welt verteile dann darf ich mich nicht wundern, wenn man viele Informationen über einen hat. Da benötigt man noch nicht einmal Google Glass, da man da die Person ja auch erst einmal sehen müsste, um diese zu erkennen und mit HIlfe der gespeicherten Daten ein Profil zu erstellen.


  • Für prominente wäre das ja okay, darüber können wir ja alles auch so herausfinden... Für die nicht prominenten wäre das nicht so prickelnd


  • das ist doch total gruselig, was geht es xy an wie ich heiße und wer ich bin? ect. ab und an suche ich mich im netz, und finde nur eine namens vetterin. aber neulich hab ich sehr erschrocken, kam da doch mein voller Name, saemliche 3 Vornamen, bei google, keinen blassen dunst wieso, steckten aber keine weiteren Infos dahinter, ich steh glücklicherweise in keinem telefonbuch.


  • Es ist schon eine Entwicklung in der Technik. Aber dennoch will, glaub ich, keiner durch eine Stadt gehen und durch solch eine Brille erkannt werden. Intimität wird doch dadurch noch extremer eingeschränkt als das Smartphone an sich schon macht. Kaum jemand kann kaum noch behaupten das er ohne Kontrolle herumläuft. schade um die Intimität. ich persönlich will nicht erkannt werden auf der Straße durch solch einer Brille. aber jeder ist auch einerseits selbst verantwortlich was er preisgibt an infos über sich im Netz. Nur vieles wird automatisch hinzugefügt. Leider auch ohne wissen weiterverbreitet. hoffe es wird nicht zugelassen.


  • Also ich hätte da Angst, wenn man mich nur anschauen müsste um zu wissen wie ich heiße, meine e–Mail Adresse ist, wo ich wohne, usw.


  • hmmm erst mal glass raus bringen und verbessern bzw mal den klops etwas dünner machen

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