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Gibt der hohe SAR-Wert beim iPhone 7 Anlass zur Sorge?

Apple erklärt die SAR-Werte seines iPhone 7. Mit 1,19 W/kg bzw 1,38 W/kg liegen diese im grünen Bereich. Dennoch reagiert die Tech-Presse besorgt, weil die Werte im Vergleich zu Konkurrenzgeräten höher liegen. Ist die Sorge begründet?

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Kurz zur Erklärung: "SAR steht für „spezifische Absorptionsrate“. Dies ist eine Maßeinheit für die im Kopf aufgenommenen elektromagnetischen Felder, die während des Telefonierens vom Handy ausgesendet werden. Der SAR-Wert wird in Watt pro Kilogramm (Körpergewicht) angegeben (Watt/kg). Die internationale Strahlenschutzkommission (ICNIRP) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben einen SAR-Wert von zwei Watt pro Kilogramm als Grenzwert festgelegt (gemittelt über 10 Gramm)." (Quelle: Telekom)

Eine offizielle Bekanntgabe durch Apple stößt aktuell auf Verunsicherung und verursacht Missverständnisse. In den "Informationen über die HF-Belastung beim iPhone 7" heißt es:

"Um die HF-Belastung zu vermindern, können Sie eine Freisprechoption verwenden, beispielsweise den integrierten Lautsprecher, die mitgelieferten Kopfhörer oder ähnliches Zubehör."

Dies wird zum Teil als Empfehlung interpretiert und dass das iPhone 7 besonders belastend für die Gesundheit seiner Nutzer sei. Es wird im Speziellen das Modell Modell A1778 mit 128 GByte genannt. Seine Werte sind die Folgenden:

1,6 W/kg (über 1 g) SAR-Grenzwert
Kopf: 1,19
Körper: 1,19

2,0 W/kg (über 10 g) SAR-Grenzwert
Kopf: 1,38
Körper: 1,34

Vergleichswerte sollen zeigen, dass andere Smartphones erheblich geringere SAR-Werte haben. Jedoch weist der Vergleich mehrere Lücken auf und beantwortet nicht die wichtigste Frage. Zum einen wird oft die Messmethode der anderen Geräte nicht angegeben. Zum anderen ist nicht gut genug belegt, ob und wie eine Überschreitung der Grenzwerte unsere Gesundheit belastet. Außerdem liefert Apple SAR-Werte für alle seine Produkte.

Eine normierte Vergleichstabelle mit SAR-Werten wird unter anderem von der Telekom geliefert. Diese entsprechen der "über 10 g"-Messung von Apple, wie sie nach IEC/EN 6209 vorgeschrieben ist. Sie ist eine Informationsstütze, liefert jedoch längst nicht genug Daten oder gar Antworten.

AndroidPIT huawei p9 1446
Schädlich oder nicht? Die Smartphone-Antenne als Gesundheitsrisiko. / © AndroidPIT

Wir wollen uns daher in den kommenden Tagen mit unterschiedlichen Experten über das Gesundheitsrisiko durch Smartphones und insbesondere über den Sinn des SAR-Wertes unterhalten. Somit habt Ihr jetzt die Möglichkeit, uns Eure Fragen zu stellen. Diese werden wir dann mit Hilfe der Experten so gut es geht beantworten.

Achtest Du beim Smartphone-Kauf auf den SAR-Wert?
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Top-Kommentare der Community

  • Michael K. vor 1 Woche

    Mich würde zunächst mal interessieren, was das für Experten sein werden, die da befragt werden. Handelt es sich um wissenschaftliche Mitarbeiter von Universitäten oder Instituten, Experten aus der der Industrie oder von Netzbetreibern, oder gar solche, die für Umweltverbände oder Parteien arbeiten?
    Genau in der Reihenfolge würde mein Vertrauen in deren Aussagen abnehmen.

    Die konktrete Frage an diese Experten wäre dann:

    "Welche Wirkmechanismen sind dafür verantwortlich, dass Handystrahlung gesundheitsschädlich ist, und ist die Existenz dieser Wirkmechanismen überhaupt nachgewiesen?"

    Laut "Wikipedia" sind elektromagnetische Wellen ab einer Quantenenergie von 5 eV ionisierend, das entspricht etwa einer Wellenlänge von 250 nm, einer Wellenlänge die im UV-C Bereich liegt. Allerdings nennt Wikipedia auch Bindungsenergien für kovalente Bindungen im Bereich von 2 eV bis 7 eV und für die im menschlichen Gewebe wichtigen Wasserstoffbrückenbindungen von 0,1 eV bis 1eV. Da allerdings bereits UV-A Strahlung erhebliche Gesundheitsschäden verursachen kann (z.B. durch Bildung freier Radikaler), ist zumindest oberhalb von 3 eV Vorsicht geboten.
    In Foren liesst man zuweilen, dass Handy- und WLAN-Strahlung in der Lage wäre, Wasserstoffbrückenbindungen aufzubrechen, und dadurch Schäden im menschlichen Gewebe hervorzurufen.
    Allerdings entspricht einer Quantenenergie von 1 eV eine Wellenlänge von 1,24 um, das ist tief im Infrarotbereich oder im Bereich der Wärmestrahlung. Insbesondere Tageslicht wäre dann ebenfalls in der Lage, die Wasserstoffbrückenbindungen zu zerstören, wenngleich die Eindringtiefe geringer ist, als die von Handystrahlung.
    Die höchste derzeit im Mobilfunk verwendete Frequenz ist etwa 2,6 GHz.
    Die Quantenenergie bei dieser Frequenz beträgt aber nur etwa 11*10^-6 eV, das ist etwa ein hunderttausendstel der obiger Wärmestrahlung, und würde demzufolge nicht mal zum Aufbrechen schwächster Wasserstoffbrückenbindungen reichen.
    Der einzige zu findende Wirkmechanismus ist also der Eintrag von Wärme in das Gewebe, wobei der von der WHO festgelegte Grenzwert von 2 W/kg das Gewebe grade mal um 1 Grad erwärmt (wobei es sich allerdings um einen Mittelwert handelt, mit der Möglichkeit lokal höherer Temperaturen). Dieses Grad Erwärmung sollte schon beim Treiben von Sport oder anderen Formen körperlicher Erregung auftreten, und bei Fieber deutlich überschritten werden, ohne dauerhafte Schäden zu hinterlassen.

    In welcher Form also ist Handystrahlung in der Lage, gesundheitliche Schäden zu verursachen?



    Quellen:

    http://www.spektrum.de/lexikon/physik/elektronenvolt/4149

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mol

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Plancksches_Wirkungsquantum

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bindungsenergie

    http://informationszentrum-mobilfunk.de/welche-frequenzen-nutzt-der-mobilfunk-deutschland#header

    https://utopia.de/0/magazin/wie-gefaehrlich-ist-handystrahlung

    Rechnungen:

    Die Quantenenergie wurde bestimmt aus der Formel

    h*f, wobei h (Planckkonstante) zu 4,135*10^-15 eVs angenommen wude,
    f ist die Frequenz der elektromagnetischen Welle.

    Die Wellenlänge wurde aus dem Zusammenhang

    c = f*w ermittelt, mit

    c= 300000 km/s (Lichtgeschwindigkeit)
    w = Wellenlänge (eigentlich Lamda, das griech. Zeichen gibt die Tast. nicht)
    f = Frequenz

    Die anderen Angaben, wie Bindungsenergien wurden den Quellen entnommen.
    Alle Angaben und Rechnungen ohne Gewähr, ich bin kein Experte auf diesem Gebiet.

  • Aries vor 1 Woche

    Weil man Strahlung grundsätzlich so niedrig wie möglich halten sollte, da nur bei extremen Belastungen eine Kausalität bewiesen werden kann. Bekommst Du mit 60 einen Hirntumor, kannst Du das nicht beweisen, dass ein bestimmtes Gerät daran Schuld war.

    Die Grenzwerte sind im Grunde auch nur ausgewürfelt. Frag 10 Ärzte dazu und bekommst 11 Meinungen.

48 Kommentare

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  • Tom vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Wär es so schädlich würden die bei uns vom Markt genommen werden! Reine Panik mache

  • PT. vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Die Werte vom Huawei Mate 9 sind aber nochmal um einiges höher als die vom iPhone. Da gibt es aber keinen Grund zur Sorge?

    • Nein, da immer noch unter dem Grenzwert von 2 Watt pro Kilogramm.

    • Über die Sar Werte von Huawei wurde auch schon oft berichtet. Und wenn es andere Hersteller auch niedriger hinbekommen, dann sollte das auch Appel hingekommen.

  • Mich würde interessieren, ob ein Headset Wir hoch davor Schützt, oder ob es dann nur als eine Art Antenne funktioniert und daher noch schädlicher ist

    • Ganz klar ja. Zumindest eine Reduktion der Belastung ist so möglich. Je weiter die Strahlenquelle vom Körper entfernt ist, umso weniger Strahlung durchdringt den Körper. Ein drahtgebundenes Headset ist dabei am vorteihaftesten. Aber auch ein Bluetooth-Headset hat eine viel geringere Strahlungsleistung als das Smartphone selber.
      Ein Headset der Klasse 2 strahlt z.B. nur mit 2,5 mW, statt wie das Handy selber mit 1 bis 2 W (GSM-Betrieb).

  • Zunächst mal ist der Grenzwert von 2 W/kg aus dem Jahr 1998. Damals hatte man keinerlei Erfahrung und es gab keine wirklich realitätsnahe Studien zu dem Thema, da wir am Anfang der Handytechnologie standen. Das hat sich mittlerweile geändert und alle wirtschaftlich neutralen Wissenschaftler empfehlen dringend die Grenzwert weit abzusenken, das deutsche Strahlenschutzamt zb hat sich deshalb auf 0,6 W/kg als Grenzwert für den blauen Umweltengel festgelegt. Dass das Herstellern wie Apple und Huawei nicht schmeckt, da deren Geräte trotz mittelmäßiger Sende- und Empfangsleistungen immer stärker strahlen, also technologisch offensichtlich mit den anderen Herstellern nicht mithalten können, ist klar. Deswegen machen sie immer wieder Stimmung gegen mahnende Stimmen, trotz neuer Studien, die ganz klar zeigen wie gefährlich Smartphone-Strahlung tatsächlich ist. Bis heute ist es wissenschaftlich unmöglich einen direkten Beweis zu liefern, dass rauchen Krebs erzeugt und das wird auch was die Smartphone-Strahlung angeht wahrscheinlich niemals möglich sein. Die Zahlen und Tierversuche sprechen aber eine ganz deutliche Sprache, soviel zu den Skeptikern, die eindeutige Beweise verlangen. An den Unibody-Metallhüllen der iPhones oder Huaweis liegt es auch nicht, da das Oneplus 3 oder auch die htc-Geräte trotzdem niedrige SAR-Werte haben. Absolut unbestritten ist aber, dass die Strahlungbelastung so gering wie möglich sein sollte. Und da loosen vor allem Huawei und Apple gerade total ab- verständlich, dass die Fanboys verärgert sind und die Gefährlichkeit von Smartphone-Strahlung im Gegensatz zur Wissenschaft in das Reich der Mythen und Aluhutttäger verbannen, da sie auch keine Erklärung haben warum die günstigsteren Geräte der verhassten Konkurrenz diesbezüglich weit besser sind...

    • > verständlich, dass die Fanboys verärgert sind

      Es ist immer schlecht, von etwas Fanboy zu sein. Das verklärt den Blick und dient nur der Stärkung des eigenen Egos, wenn man sonst keine Möglichkeiten dazu hat.

    • Die neuen Studien zeigen keineswegs, dass Handystrahlung eindeutig krebserregend ist, sondern nur manche, dass das möglicherweise der Fall ist. Andere, ebenfalls neue Studien, verneinen aber eine Gesundheitsgefährdung. Es gibt also eine Vielzahl von Studie, die sich in ihren Aussagen widersprechen. Zudem gibt es unter Wissenschaftlern Streit, ob Studien die an Tieren durchgeführt wurden, überhaupt seriös sind, weil sie z.B. auf den Menschen übertragen, irrsinnig hohe Strahlendosen ergeben würden, über völlig unrealistisch lange Zeiträume. Hier ist also die Methodik der Studie umstritten.
      Wenn bestimmte Interessengruppen dann aus solchen Studien nur die Punkte zitieren, die ihnen in den Kram passen, und solche, die ihre Position schwächen weglassen, ergibt sich ein verfälschendes Bild.
      Zu einer jüngeren amerikanischen Studie mit Ratten kann man hier Interessantes nachlesen, und sich selbst ein Bild davon machen, wie solche Studien zu werten sind.


      http://www.connect.de/ratgeber/handystrahlung-mobilfunkstrahlung-krebs-studie-3196223.html

      Aber auch wenn Handystrahlung potentiell krebserregend sein sollte, ist ein entscheidender Faktor, wie gross das Risiko dadurch tatsächlich ist, insbesondere wenn man Strahlungsintensität und Dauer berücksichtigt.
      So ist radioaktive Strahlung entsprechend hoher Dosis eindeutig krebserregend. Im Schwarzwald gibt es eine erhöhte natürliche radioaktive Strahlung.
      Trotzdem gibt es meines Wissens nach kein höheres Risiko, im Schwarzwald an Krebs zu erkranken, als anderswo. Das eigentlich plausible höhere Risiko führt offenbar zu einer so minimal höheren Fallzahl, dass die in den normalen Schwankungen versteckt bleibt. Obwohl die Strahlung erhöht ist, ist sie offensichtlich noch von unerheblicher Höhe.
      Obwohl es Handys jetzt schon einige Jahrezehnte gibt, und die ersten Klopper bei schlecht ausgebauten Netzen sicher deutlich stärker strahlten, können Ärzte offenbar keine Zunahme typischer Krankheitsformen wie Hirntumore gegenüber früheren Zeiten ohne Handys feststellen, hierzu wird in dem Connect-Bericht auch von einer gross angelegten Studie aus Dänemark berichtet.
      Aus meiner Sicht lässt sich aus alle dem nun Folgendes ableiten:

      So unseriös es ist, Handystrahlung als eindeutig oder wahrscheinlich krebserregend zu bezeichnen, so unseriös ist es, die Möglichkeit einer Gesundheitsgefährdung gänzlich auszuschließen. Die Studien machen keine eindeutigen Aussagen, insbesondere wenn man unterschiedliche Studien heranzieht. Wenn es ein gesundheitliches Risiko gibt, ist die Wahrscheinlichkeit seines Eintretens vermutlich eher gering, sonst kämen auch die Studien zu eindeutigen Ergebnissen. Welche Erkrankungszahlen z.B. die Feinstaubbelastung mit sich bringt, lässt sich ziemlich genau beziffern, es sind offensichtlich mehrere Hunderttausend jährlich in Europa.

      https://www.neues-deutschland.de/artikel/1033239.toedlich-unsichtbar-subventioniert.html

      Mir ist noch nie eine einzige konkrete Zahl von Erkrankten (außerhalb der Studien) durch Handystrahlung zu Ohren gekommen, vermutlich kann auch niemand eine nennen.

      Allerdings ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Wer auf der sicheren Seite sein will, achtet halt auf den SAR-Wert, führt nicht ewig lange Gespräche oder macht das mittels Headset.
      Warum man schon Kinder mit Smartphones als Spielzeug ausstatten muss, kann ich allerdings auch nicht nachvollziehen.
      Um durch sie erreichbar zu sein, würde ein einfaches Handy ausreichen, das zudem nur eingeschaltet wird, wenn es unbedingt nötig ist.

      http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/zns-tumoren_hirntumor/article/912910/handy-strahlung-zwei-studien-zwei-ergebnisse.html

      Quellen: www.connect.de, www.neues-deutschland.de, www.ärztezeitung.de

    • Ich kann mich noch an die Erhitzung des Kopfbereichs bereits nach kurzen Telefonaten mit Handys erinnern, als SAR-Werte ein Fremdwort waren und Smartphones noch nicht auf dem Markt. Mit dem Bewusstsein, dass hier Schädigungen entstehen könnten, wurden die SAR-Werte in den kommenden Jahren immer mehr gesenkt. Im Zeitalter der Flatrates können Telefonate auch schonmal Stunden dauern - das hätten damals wohl die Wenigsten aus Angst vor horrenden Rechnungen gewagt. Immerhin gab es da noch Minutenpreise, die zwischen 1 und 3 D-Mark betrugen, je nach Netz. HTC liegt tatsächlich seit etlichen Geräteklassen zunehmend weiter unter den Grezwerten, noch besser sind die Galaxys von Samsung, die ganz unten mit den Werten sind. Möglich ist es also, bei modernen Geräten auf so etwas zu achten. Die iPhones hätten bisher mit keinem Gerät den blauen Engel erhalten, weil die Werte immer darüber lagen. Aber einem Amerikaner etwas über Gesundheit und Ökologie zu erzählen ist ebenso effektiv wie zu versuchen, den Fuchs zum Veganer zu machen.

  • Aber wo ich gerade nochmal so darüber nachdenke, dachte ich in letzter Zeit immer (gerade bei den Mädels) das wäre der neue Trend das Handy immer in der Hand zu tragen und am selben Arm wie die Handtasche😳😳 Dachte jetzt echt, dass hätte den Trend der Hosenhintertasche abgelöst aber da habe ich mich wohl geirrt und die haben bloß die Gefahren erkannt😉😉😬😬 Stimmt wohl doch, dass die Frauen den Männern 2 Jahre voraus sind😂😂

    Sarkasmus "aus"

  • Das gibt Apple doch bloß an, damit in Amiland nicht wieder jemand unter einem Stein hervor gekrochen kommt und behauptet, durch SAR Werte erkrankt zu sein und dann Millionen fordert. Zudem kenne ich niemanden, der sein Handy nach einem SAR Wert ausgesucht hat. Mag es vllt geben aber ich kenne niemanden. Die Werte anzugeben, finde ich aber dennoch sehr lobenswert.

    Wieviele Studien geben auch mittlerweile eine erwiesene Kenntnis darüber, dass Smartphones schlecht für die Augen sind und auch Gliedmaßen der Finger durch das ewige tippen leiden. Wird das Gerät deswegen nun weniger genutzt?? Die Antwort darauf kennen wir wohl alle😉

    Vielleicht wird ja demnächst auch ermittelt, wie weit wir von unserem Router weg sitzen müssen um uns den Funkwellen nicht auszusetzen🙈🙈

    • Du musst nur dann weit weg vom Router sitzen, wenn der einen aktivierten WLAN Access Point hat. Aber ja, der WLAN-Access Point neben dem Lieblingsplatz am Sofa ist auch nicht gesundheitsförderlich! Allerdings ist es schon gesundheitsschädlich, zu leben.

      Unser Körper kann Schäden zu gewissen Teilen reparieren. Der eine Körper besser als der andere. So wie es wenig ratsam ist, eine Autobahn an einer beliebigen Stelle blindlinks zu überqueren, so wenig ratsam ist es, die Strahlenbelastung durch unsere Technik zu ignorieren.

      Ich verfolge die SAR-Werte von Handys nicht dauerhaft. Aber wenn ein Neukauf ansteht, vergleiche ich die Werte dennoch. Das heißt nicht, dass ich mich für das mit dem besten SAR-Wert entscheide. Deshalb halte ich Artikel wie diesen für gut. Er zeigt auf, dass jede Medaille zwei Seiten hat.

  • Mich würde zunächst mal interessieren, was das für Experten sein werden, die da befragt werden. Handelt es sich um wissenschaftliche Mitarbeiter von Universitäten oder Instituten, Experten aus der der Industrie oder von Netzbetreibern, oder gar solche, die für Umweltverbände oder Parteien arbeiten?
    Genau in der Reihenfolge würde mein Vertrauen in deren Aussagen abnehmen.

    Die konktrete Frage an diese Experten wäre dann:

    "Welche Wirkmechanismen sind dafür verantwortlich, dass Handystrahlung gesundheitsschädlich ist, und ist die Existenz dieser Wirkmechanismen überhaupt nachgewiesen?"

    Laut "Wikipedia" sind elektromagnetische Wellen ab einer Quantenenergie von 5 eV ionisierend, das entspricht etwa einer Wellenlänge von 250 nm, einer Wellenlänge die im UV-C Bereich liegt. Allerdings nennt Wikipedia auch Bindungsenergien für kovalente Bindungen im Bereich von 2 eV bis 7 eV und für die im menschlichen Gewebe wichtigen Wasserstoffbrückenbindungen von 0,1 eV bis 1eV. Da allerdings bereits UV-A Strahlung erhebliche Gesundheitsschäden verursachen kann (z.B. durch Bildung freier Radikaler), ist zumindest oberhalb von 3 eV Vorsicht geboten.
    In Foren liesst man zuweilen, dass Handy- und WLAN-Strahlung in der Lage wäre, Wasserstoffbrückenbindungen aufzubrechen, und dadurch Schäden im menschlichen Gewebe hervorzurufen.
    Allerdings entspricht einer Quantenenergie von 1 eV eine Wellenlänge von 1,24 um, das ist tief im Infrarotbereich oder im Bereich der Wärmestrahlung. Insbesondere Tageslicht wäre dann ebenfalls in der Lage, die Wasserstoffbrückenbindungen zu zerstören, wenngleich die Eindringtiefe geringer ist, als die von Handystrahlung.
    Die höchste derzeit im Mobilfunk verwendete Frequenz ist etwa 2,6 GHz.
    Die Quantenenergie bei dieser Frequenz beträgt aber nur etwa 11*10^-6 eV, das ist etwa ein hunderttausendstel der obiger Wärmestrahlung, und würde demzufolge nicht mal zum Aufbrechen schwächster Wasserstoffbrückenbindungen reichen.
    Der einzige zu findende Wirkmechanismus ist also der Eintrag von Wärme in das Gewebe, wobei der von der WHO festgelegte Grenzwert von 2 W/kg das Gewebe grade mal um 1 Grad erwärmt (wobei es sich allerdings um einen Mittelwert handelt, mit der Möglichkeit lokal höherer Temperaturen). Dieses Grad Erwärmung sollte schon beim Treiben von Sport oder anderen Formen körperlicher Erregung auftreten, und bei Fieber deutlich überschritten werden, ohne dauerhafte Schäden zu hinterlassen.

    In welcher Form also ist Handystrahlung in der Lage, gesundheitliche Schäden zu verursachen?



    Quellen:

    http://www.spektrum.de/lexikon/physik/elektronenvolt/4149

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mol

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Plancksches_Wirkungsquantum

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bindungsenergie

    http://informationszentrum-mobilfunk.de/welche-frequenzen-nutzt-der-mobilfunk-deutschland#header

    https://utopia.de/0/magazin/wie-gefaehrlich-ist-handystrahlung

    Rechnungen:

    Die Quantenenergie wurde bestimmt aus der Formel

    h*f, wobei h (Planckkonstante) zu 4,135*10^-15 eVs angenommen wude,
    f ist die Frequenz der elektromagnetischen Welle.

    Die Wellenlänge wurde aus dem Zusammenhang

    c = f*w ermittelt, mit

    c= 300000 km/s (Lichtgeschwindigkeit)
    w = Wellenlänge (eigentlich Lamda, das griech. Zeichen gibt die Tast. nicht)
    f = Frequenz

    Die anderen Angaben, wie Bindungsenergien wurden den Quellen entnommen.
    Alle Angaben und Rechnungen ohne Gewähr, ich bin kein Experte auf diesem Gebiet.

  • Da werden ständig Huawei und Honor wegen hoher Werte kritisiert, aber das iPhone 7 packt die locker in die Tasche 😉😉😉

  • Wer kennt schon die Antwort darauf. Es gibt doch gar keine Langzeitstudie mit solch niedrigen Belastungen dazu.

    Wie soll denn nach 30 Jahren festgestellt werden, woher die Tumoren kommen?

    Was gutes haben Smartphones dennoch, sie werden nicht mehr so oft an den Schädel gehalten.

  • Es gibts einen Grenzwert von 2,0 W/kg der WHO. Ich Frage mich warum man ein Fass aufmacht bei allem was darunter liegt!? Zumal auch kein Fall bekannt ist wo es nachgewiesen zu Gesundheitsschäden gekommen ist.

    • Weil man Strahlung grundsätzlich so niedrig wie möglich halten sollte, da nur bei extremen Belastungen eine Kausalität bewiesen werden kann. Bekommst Du mit 60 einen Hirntumor, kannst Du das nicht beweisen, dass ein bestimmtes Gerät daran Schuld war.

      Die Grenzwerte sind im Grunde auch nur ausgewürfelt. Frag 10 Ärzte dazu und bekommst 11 Meinungen.

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