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Gewinner und Verlierer: Kassenschlager Cybertruck, Ladenhüter Stadia

Gewinner und Verlierer: Kassenschlager Cybertruck, Ladenhüter Stadia

Während sich Vorbesteller um den Tesla Cybertruck reißen, wird Googles Spiele-Streaming-Dienst Stadia in Kritiken zerrissen. Das Elektro-SUV mit seinem Low-Poly-Aussehen widerspricht allen Hoffnungen auf eine Verkehrswende, wird sich jedoch offenbar wie geschnitten Brot verkaufen. Das Spiele-Streaming verspricht hohe Grafikeinstellungen ohne teure Hardware, könnte jedoch wie Blei in den Regalen liegen bleiben. Ein Rückblick auf die Gewinner und Verlierer der Woche.

Nach der ersten Veröffentlichungen ereilten uns einige Zuschriften bezüglich Stadia. Offenbar kursieren noch einige widersprüchliche und falsche Informationen zu dem Streaming-Dienst. Dieser Artikel wurde entsprechend korrigiert.

Gewinner: Tesla Cybertruck

Binnen fünf Tagen durchbricht die Zahl der Vorbesteller die Viertelmillion-Marke. Der Cybertruck von Tesla wurde so überraschend vorgestellt wie einst das iPhone, das seinerzeit als "One More Thing" aus der Tasche gezaubert wurde. Gewiss, der Cybertruck passt in keine Hosentasche. Und auch der Geldbeutel, mit dem man ihn Bezahlt, wird da nur schwer hineinpassen.

tesla cybertruck action
Das finale Design des Cybertruck wurde schnell zum Internet-Meme. / © Tesla

Dennoch sind offenbar genügend Leute überzeugt, dass die Anschaffung des irrwitzigen Sechs-Meter-Vehikels für sie die richtige Entscheidung ist. Es ist schon fast ironisch, dass der Cybertruck so krass boomt, während Elektroroller-Verleih Coup als dessen Mobilitäts-Antithese hierzulande dicht macht.

Kollege Büttner sieht in seinem Kommentar den Cybertruck als erneuten Wink Teslas an die etablierte Auto-Industrie, endlich neue Technologien radikal in neue Produkte zu gießen. Denn nur so kann das Neue sich voll entfalten und den potenziellen Kunden endlich wieder Kaufanreize bieten.

Ob übrigens tatsächlich alle Vorbesteller am Ende das fertige Modell kaufen werden, sei dahingestellt. Die Gebühr für die Reservierung beträgt auf der deutschen Website nur 100 Euro. Das ist selbst für Leute erschwinglich, die normalerweise keine Tesla-Kunden sind. Der finale Preis des Cybertruck könnte dann die Zahl wieder deutlich verkleinern und Elon Musk erneut in die Realität zurückholen.

Verlierer: Google Stadia

Hochauflösende Videospiele in hohen Grafikeinstellungen zu spielen, erfordert üblicherweise den Kauf teurer Hardware. Entweder brauchen wir eine Spielkonsole oder einen entsprechend ausgestatteten PC. Für beides müssen wir zunächst mehrere Hundert Euro berappen und alle paar Jahre aufrüsten. Google will mit Stadia genau diese Schwelle zum hochwertigen Spielgenuss abbauen.

google stadia founders edition
Ein Chromecast und ein Gamepad macht Euren Fernseher schon Stadia-fähig. / © Google

Inzwischen ist der Dienst live und jeder kann sich das Starterpaket aus Chromecast Ultra und Controller (Bild oben) für 129 Euro kaufen. Manch früher Vogel sah jedoch, dass hier und da noch der Wurm drin ist. Wer nicht gerade einen Wi-Fi-5-Router (immerhin sind die inzwischen recht günstig zu haben) und eine Internet-Leitung mit über (tatsächlichen) 16 Mbit/s hat, wird gelegentlich enttäuscht.

Erste Testberichte sind durchwachsen und behaupten oft, dass Stadia bisher nur unter Laborbedingungen wirklich gut funktioniere. Eure Internetleitung muss quasi allein für Stadia reserviert sein, da dort bei Full-HD-Streaming pro Stunde bis zu 12 GByte Daten übertragen werden. Kleinste Aussetzer bei der Übertragung machten sich in diesen ersten Gehversuchen bemerkbar, indem die Steuerung aussetzt oder das Bild schwarz wird. Wer in die Spielwelt eintauchen möchte, wird so immer wieder an die Oberfläche gezogen.

Hoffentlich bessern Google aber auch deutsche Internetprovider hier nach, damit Stadia sein Alleinstellungsmerkmal voll ausspielen kann. In der Theorie könntet Ihr Chromecast und Gamepad einpacken, und auch auf Reisen in Hotels oder bei Freunden und Verwandten schnell losspielen; Plug and Play eben. Oder Ihr spielt einfach in einem beliebigen Gerät mit Chrome-Browser; auch im Internetcafé (und dank LAN-Kabel entfällt damit auch der Ärger mit dem WLAN). Eure Spielesammlung liegt ja komplett in der Cloud und die Games lassen sich ohne Ladezeit einfach starten. Doch da kommen wir zum nächsten Haken an der Sache.

Neben der technischen Kritik zweifeln die ersten Tester auch an, ob die Kunden die laufenden Kosten für Stadia wirklich tragen wollen. Anmerkung: Das Preismodell ist wahrscheinlich noch nicht final und kann sich ändern. Derzeit erhalten Neukunden ein drei Monate langes, kostenloses Probe-Abo. Das kostet danach zehn Euro pro Monat und bringt Euch Rabatte auf Spiele, 4K-Streaming – und wahrscheinlich langfristig auch monatliche Gratis-Spiele. Spiele aus der offiziellen Liste müsst Ihr in einem Fall für weitere 90 Euro, oft aber nur für einmalig 20 Euro freischalten. Einmal mit Eurem Konto verknüpft, bleibt diese Investition unwiederbringlich in Eurem Google-Konto gefangen; immerhin gibt es Family Sharing. Digital Rights Management gibt es jedoch bei EPIC oder in Steam ebenfalls, ist also Google nicht als unbedingt negativ anzukreiden.

Auch wenn erste Tests (und eine frühere Version dieses Artikels) zu Skepsis tendieren: Google kann bei Stadia technisch und preispolitisch noch viel optimieren. Die Cloud-Gaming-Plattform hat gewaltiges Potenzial und könnte zumindest im Laufe des kommenden Jahres (dem Jahr der neuen Spielkonsolen von Sony und Microsoft) mit großartigen (Exklusiv-?)Angeboten locken.

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28 Kommentare

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  • Der Autor ist sehr inkompetent.
    1. die 10 € muss man nur zahlen wenn man 4k Auflösung haben möchte, ansonsten ist stadia kostenlos.
    2. Eine 16.000 Leitung reicht hierfür völlig aus.
    3. Ein "teurer" WLAN 5 Router kostet bei Amazon ganze horrende 25,-€.


    • zu 1.) Die Auflösung bei "Stadia Pro" (für 9,99 € im Monat) beträgt bis zu 4K. Die kostenlose Version "Stadia Base" (bis zu 1080p) gibt es erst nächstes Jahr.


    • Danke für die Kritik; die Beschimpfung kannst du aber bitte zurücknehmen. Ich habe den Artikel angepasst.


      • Ich will ja nicht kleinkariert sein - aber die Angebote der Pro Version bewegen sich zur Zeit: angefangen bei 10 Euro für Tomb Raider Definitive Edition bis zu 62,99 €. Metro Exodus kostet 20 Euro und NBA 2020 25 €, dann geht es erst wieder mit 35,00 Euro mit Assasins´s Creed Odyssey weiter. - Daher ist die Aussage die meisten Spiele kosten 20 Euro so nicht richtig.

        Aber ich finde sehr gut, dass du deinen Artikel in Teilen korrigiert hast. Vielen Dank dafür. Jetzt entspricht das Ganze eher der Realität.


  • Kassenschlager Cyber-Truck...😂...schon klar,ne.
    Okay war ja Vorbild das Auto von James Bond.


  • Also bei mir und einigen meiner Kollegen läuft Stadia einwandfrei. Ob jetzt über den Chromecast Ultra mit Lan Verbindung oder mit dem MacBook übers WLAN 🤷🏻‍♂️ Vlt sollten einige mal ihren Router auf 5GHz stellen oder es direkt über eine Lan Verbindung probieren. Ich zocke übrigens Destiny 2, flüssiger als auf der PS4 Pro!


  • "Erste Testberichte bescheinigen, dass Stadia bisher nur unter Laborbedingungen wirklich gut funktioniert."
    Das ist völliger Humbug. Bitte mal die Testergebnisse anhand von Quellen belegen. Stadia läuft einwandfrei bei meiner 50´er Leitung sowohl über den Chromecast, als auch am PC.
    KEINE Aussetzer während der ersten 15 Spielstunden mit Tomb Raider - Definitive Edition.

    "Manche müsst Ihr teils für weitere 90 Euro freischalten" - das ist jetzt mal eine komplette Verdrehung der Tatsachen. Das Einzige Spiel, was 89,99 € kostet, ist Red Dead Redemption 2 - in der Ultimate Edition (also mit allen Add-Ons). Ansonsten kosten die Spiele genauso viel, wie bei Sony, Microsoft oder auf welcher Plattform (Steam, Origin etc.) auch immer. Angefangen von 19,99 € bis 89,99 €. Also bitte hier mal die Kirche im Dorf lassen.

    Zudem gibt es auch Spiele-Reduzierungen (zur Zeit nur für Pro Nutzer). Die Spiele kann man trotz abgelaufenen Pro-Abo natürlich weiterhin spielen.

    "und wird vermutlich nicht unter vielen Weihnachtsbäumen landen." - bloße Spekulation ! Hat der Schreiber dieses Artikels Stadia jemals ausprobiert ? - ich denke : NEIN.

    Ein insgesamt sehr schlecht recherchierter Artikel... Schon irgendwie peinlich, wenn man sich nicht richtig mit der Materie auseinandersetzt und ungeprüft irgendwelche Behauptungen von anderen Pseudo-Experten blind übernimmt.

    Ich habe es unten auch schon entsprechend kommentiert: Das Einzige, was hier wirklich zählt ist, dass Google Stadia funktioniert ! Und zwar ohne die angeblichen festgestellten Latenzen oder anderen großen Probleme, die gerne in den Medien berichtet werden.
    Die einzige Wahrheit sind vielleicht die Berichte über das Überhitzen des Chromecasts - dies kann durchaus sein. Daher sind alle Probleme oder bisher nicht implementierten Features lediglich temporär und werden in naher Zukunft sicherlich behoben werden.

    Darüber zu spekulieren, dass Stadia bereits jetzt gescheitert sei, ist sehr blauäugig und absolut realitätsfern.

    P.S. Einfach mal das oben verlinkte Video anschauen. Das zeigt, dass Stadia einwandfrei läuft.
    Was ein absoluter Witz ist in diesem Video: Das hier angeprangert wird, dass man bei 15 Meter Entfernung zum Router durch 2(!) Wände und eine geschlossene Tür in einem 5(!) GHZ Netzwerk, Ruckler und Aussetzer im Spiel hat - offenbart, dass der Berichterstatter absolut Null Ahnung von Technik - speziell Null-Kenntnisse von der Funktionsweise eine WLAN´s hat. Für diese "Test"-Situation kann Google nichts. Echt traurig, dass solche Dämlichkeiten im Internet verbreitet werden.


    • Naja, nur weil es bei dir gut läuft, müssen alle anderen, bei denen das nicht so ist, nicht gleich Lügner sein. Oder bist du das Maß aller Dinge?


      • was aber klar widerlegbar ist, dass es nur unter "Laborbedingungen funktioniert". ich habe mein halbes Haus im Wlan (von mind. einem smartspeaker pro Raum bist zur Kaffeemaschine) welches von einer FRITZ!box 7560 kommt.
        Alles andere als Laborbedingungen also. Keine Ruckler. Ich bin todesglücklich und habe meine ps4 seither nur für Borderlands 3 angemacht.


        Und der Rest von Andreas stimmt halt auch. Es bleibt also das Gefühl, dass Eric Ferrari-Herrmann Stadia nicht selbst getestet hat.

        Schade @ androidpit.de


      • Siehe Antwort von "dasFloh" - noch Fragen??? Es wird halt einfach nur schlecht geredet. Wundert mich nicht. Hier steht eine Menge Geld auf dem Spiel, die neu zu verteilen sind.
        Im Übrigen gibt es so gut, wie kaum Leute bei denen es schlecht läuft. Tatsache.


    • Ich habe ein paar Anpassungen vorgenommen. Danke für die berechtigten Teile deiner Kritik.


  • Stadia ist ein neuer Dienst, da war doch mit Kinderkrankheiten zu rechnen.

    Ich würde ja sagen, lasst mal 3 Monate ins Land gehen und dann sehen wir nochmal wie sich die Sache verhält. Nichts desto trotz , ich persönlich finde die Preise für die Games viel zu hoch und die inkludierten Spiele bis auf Destiny nicht wirklich ansprechend oder ausreichend, aber auch da wird sich sicher noch etwas tun.

    Sollte das alles in den nächsten Monaten ausbleiben, kann man von einem Fail sprechen, aber etwas Zeit sollte man einem Neuling schon einräumen seinen Kram auf die Kette zu bekommen.


  • Allgemein herrscht in den Medien eine ziemliche Anti-Stadia Stimmung, die ich nicht nachvollziehen kann.
    Oft wird Stadia mit etwas verglichen, dass es gar nicht sein möchte. Bspw sollte jedem klar sein dass Stadia nicht für kompetitive Spiele geeignet ist, bei welchen es auf Reaktion ankommt.

    Jedoch ist es perfekt für Leute die ab und zu gerne etwas zocken, aber keine mehrere Hundert Euro für einen gaming PC auszugeben. Ganz zu schweigen von der benötigen Zeit für Wartung und Installation des OS und der Spiele.

    Bei nahezu allen Foundern funktioniert Stadia erstaunlich gut und selten hört man Beschwerden. Vorallem nicht solche Beschwerden die die Zeitschriften in ihren Tests feststellen können. Für mich ist Stadia bisher perfekt, um einfach nur mein Spiel zu starten, egal ob am PC mit Maus und Tastatur oder am TV mit Controller, ohne mich um etwas anderes kümmern zu müssen.

    Zusätzlich eine kleine Frage am Rande, woher hat AndroidPit die Verkaufszahlen um sagen zu können es ist so ein großer Fail?


    • Guter Beitrag. Trifft den Nagel auf den Kopf. Es wird in den Medien in der Regel verrissen, weil negative Nachrichten sich halt besser "verkaufen".

      Ansonsten würde ich so gar nicht sagen, dass es für Reaktionsspiele nicht geeignet ist.


  • Stadia hat einen fulminanten Fehlstart hingelegt, den sich Google nicht leisten kann. Denn bereits nächstes Jahr kommt xCloud für die Xbox: mit mehr Spielen, dem besten Controller und für weniger Geld, da Bestandteil des Game Pass (den sowieso jeder Xbox-Besitzer haben sollte).

    Google hat es ganz einfach verkackt.


    • Blödsinn. Google hat hier gar nix verkackt. Der Dienst läuft einwandfrei! Und das ist erstmal das absolut Einzige, was hier überhaupt zählt. Wenig Latenz, keine Ruckler und kaum Probleme. Das ist nun einmal mal die Wahrheit, die auch manche einfach nicht hören wollen.

      Das Einzige, was man Google ankreiden kann ist, dass nicht alle Features bisher implementiert worden sind, die vorher großspurig angekündigt worden sind. Das wird halt noch nachgeholt und gilt daher eher mal als temporäres Problem.

      Ob xCloud genauso gut funktioniert, kann noch keiner wissen. Genauso wenig, ob es unter dem Strich billiger sein wird.


  • Ich verstehe das Stadia bashing in den Median nicht. Bei mir läuft es einwandfrei (16,000 DSL). Das sich Google die Server bezahlen lässt ist einfach falsch, der Tsnadarddienst ist kostenlos. Bei Pro hat man noch 2 spiele monatlich dabei, also vergleichbar mit PSplus. Das gekaufte spiele bei Google verbleiben ist wie bei jedem digitalen gut. Filme bei Amazon, spiele bei Steam. Ich bin auf den Anbieter weiterhin angewiesen. Bleibt also bitte bei der Wahrheit...


    • Den Standarddienst gibt es aber noch nicht. Aktuell gibt es ausschließlich die Bezahlversion. Zudem bekommst du beim kostenlosen Modell rein gar nichts. Bei der Option musst du ausnahmslos alle Spiele kaufen.
      Und der Unterschied zu anderen Streaming-Anbietern hast du mehr als nur zwei Spiele bzw. Serien/Filme.
      Mit Steam kannst du das übrigens nicht vergleichen. Selbst wenn Steam irgendwann mal dicht macht (was nicht passieren wird), kannst du die Spiele trotzdem noch als Kopie auf dem Rechner haben. Wenn Stadia mal dicht macht (was durchaus sehr wahrscheinlich ist), hast du NICHTS mehr.

      Gerade angesichts der völlig abgehobenen Aussagen von Google ist die ganze Kritik mehr als gerechtfertigt.

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