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Gesichtserkennung: Teenager verklagt Apple nach fälschlicher Verhaftung
Apple 2 Min Lesezeit 35 Kommentare

Gesichtserkennung: Teenager verklagt Apple nach fälschlicher Verhaftung

Ein New Yorker Teenager hat eine 1-Milliarde-Dollar-Klage gegen Apple eingereicht. In der behauptet er, dass die Gesichtserkennung auf dem iPhone dafür gesorgt hat, dass er fälschlicherweise verhaftet wurde. 

Der 18-jährige Ousmane Bah wurde am 29. November vom NYPD wegen einer Reihe von Diebstählen in Apple Stores in Boston, New Jersey, Delaware und Manhattan verhaftet. Das Problem ist, dass Ousmane nicht der Täter gewesen sein konnte, sondern Opfer einer Verwechslung wurde.

Es sieht so aus, als hätte der echte Kriminelle einen gestohlenen Ausweis mit Bahs Namen, Adresse und anderen persönlichen Daten gehabt und sich damit als Teenager ausgegeben, als er am 31. Mai 2018 wegen Diebstahls von Waren im Wert von 1.200 Dollar aus einem Apple Store in Boston festgenommen wurde. Was beim Ausweis jedoch fehlte, war ein Foto.

Nach der Anklage führte dies dazu, dass Apples Gesichtserkennungssystem das Gesicht des echten Diebes mit Bahs persönlichen Daten verknüpfte und Bah damit für spätere Überfälle in Apple Stores in New Jersey, Delaware und Manhattan verantwortlich machte.

Eine Untersuchung von Apples Überwachungsmaterial nach der Verhaftung ergab, dass Bah und der Dieb nicht gleich aussehen. Und da Bah seinen Abschlussball in Manhattan besuchte, als der Diebstahl in Boston stattfand, konnte er nicht der ursprüngliche Täter gewesen sein: Die Anklagen gegen Bah wurden in jedem Staat außer New Jersey, wo der Fall noch geklärt wird, fallen gelassen.

Es ist immer noch nicht klar, ob die Klage vor Gericht Bestand haben wird und Bah die geforderte Entschädigung in Höhe von 1 Milliarde Dollar erhält. Aber in der Fallbeschreibung stecken gute Argumente gegen biometrische Technologien in Bezug auf die Strafverfolgung:

"Apples Einsatz von Gesichtserkennungssoftware in seinen Stores zur Verfolgung von Personen, die des Diebstahls verdächtigt werden, ist die Art der Orwell'schen Überwachung, die die Verbraucher fürchten. Zumal man davon ausgehen kann, dass die Mehrheit der Verbraucher nicht weiß, dass ihre Gesichter heimlich analysiert werden."

In Anbetracht der Tatsache, dass ein echtes menschliches Augenpaar, welches das Überwachungsmaterial betrachtete, Bah erst nach der Verhaftung schnell entlastet hat, ist dies ein guter Grund, sich bei der Verbrechensbekämpfung nicht auf Software zu verlassen.

Quelle: New York Post

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Top-Kommentare der Community

  • Reinhard Schäfer vor 4 Wochen

    Nur weil die Forderung total überzogen ist, ist dem Nutzer doch ohne Verschulden ein Schaden entstanden und er wurde in eine äußerst unangenehme Lage versetzt. Ohne die Apple-Algorithmen wäre ihm dies nicht passiert. Deshalb ist eine Klage grundsätzlich nicht zu beanstanden, um die negativen Auswirkungen der Datenwanderung im Netz publik zu machen und möglichst wirkungsvoll zu bekämpfen.
    "Was beim Ausweis jedoch fehlte, war ein Foto." - was sind das denn für Ausweise ohne Foto, die offenbar als Authentifizierung anerkannt werden???

  • Tenten vor 3 Wochen

    Was ja auch absolut richtig ist.

  • König Frank I. vor 4 Wochen

    "Verhaftet" ? Nein, er würde vorläufig festgenommen. Den einschlägigen Pressemitteilungen hat kein Richter eine Haft angeordnet. Im verlinkten Artikel steht zwar "The NYPD arrested him [...]", (arrested wird übersetzt mit verhaftet) aber das ist in Deutschland keine Verhaftung, denn das NYPD hat solch ein Recht nicht. Warum das wichtig ist? Es würde meinen 2. Kommentar erklären:
    1 Milliarde Dollar wird denn bitteschön für was gefordert? Welcher Schaden ist ihm denn konkret entstanden? Es ist geradezu grotesk, mit welchen Forderungen man in den USA konfrontiert wird. Auch wenn diese häufig von Gerichten gehörig gestutzt werden, sind es im Vergleich zu europäischen Verhältnissen immer noch Unsummen.
    Und ja, Software ist fehleranfällig. Menschen aber auch. Sicher ist nur der Tod - den werden wir alle erfahren.

35 Kommentare

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  • Ich bin ja für den eingepflanzten Chip nach der Geburt, der automatisch Daten an die Überwachungs- und Zahlungssysteme sendet. Damit ist eine Verwechslung ausgeschlossen und es entfällt die teure Kamera- Softwaretechnik.
    "Ironie off und nie nen Applestore betreten"


  • Wann solche Summen auch endlich mal in Europa möglich wären....Dann wäre ich auch schon Millionär.
    Bekippt dich in den USA ein Kellner ausversehen mit heißen Kaffee, ist die Millionenklage schon zu gesprochen für den geschädigten bevor der Hammer fällt. Hier in Deutschland gibt es vielleicht nur 50 Euro Gutschein oder eine Verwarnung🙄.


    • Was ja auch absolut richtig ist.


    • @Karsten: Das ist genauso wenig wahr, wie dass wir hier in D alle in Lederhosen rumlaufen.


      • Ist doch nur die Wahrheit.... Jeden und vielen Menschen wurde schon so manches Leid zugefügt und es gab schon zu milde Urteile, wo man nur den Kopf schütteln konnte und sich fragte, warum....
        So wie beschrieben ist es mir 2008 ergangen mit leichter aber schmerzhafte Verbrühung . Ist der Kellnerin beim servieren im Eiskaffee der heiße Kaffee ausgekippt vom Tablet der (die war 32 Jahre jung damals) voll auf mein T-Shirt und Hände. Habe dazu noch vor schreck einen epileptischen Anfall bekommen und bin erst im Krankenwagen zu mir gekommen. Hätte ich Anzeige machen können laut behandelnden Arzt aber ausser einer Abmahnung und Verwarnung wäre für die Kellnerin nichts weiter rausgekommen, laut meinem Rechtsanwalt. Ich hab einen freiwilligen 50 Euro Gutschein bekommen für die Reinigung und für weitere Bestellungen und eine Entschuldigung🙄. Die 50 Euro habe ich nach kurzen reden mit dem Chef so in bar bekommen, da er gebeten hatte von einer Anzeige abzusehen. Laut Rechtsanwalt wäre auch der Schaden zu gering und die Kosten für die Klage zu hoch.
        Das Rechtssystem der USA 🇺🇸 ist nicht so ein Weichei wie das in 🇩🇪 Deutschland.
        Da wird teilweise noch hart durch gegriffen. Hier bei uns zeigen die Richter meist mit dem Finger 🤨☝️😞 wenn man seine Schuld einsieht und sagen " Böse, böse was du getan hast...." und man kommt mit Bewährung davon. In den USA geht es wenigstens gleich in den Knast. Vorallem Jugendliche bekommen härtere Strafen da als hier. Kindervergewaltiger werden dort härter bestraft als hier. Sprengen Jugendliche einen Fahrkartenautomaten in die Luft gibt es hier nur sozial Stunden und Bewährung und das wars auch schon. Wegen Mord gibt es hier für die Wänster maximal 15 Jahre. In den USA länger. Ok Todesstrafe muss nicht sein... Aber:In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es eigentlich kein Jugendstrafrecht. Dort kann man nämlich schon mit 14 angeklagt werden. Ab 14 Jahren kann sogar im Mordfall die Todesstrafe ausgesprochen werden oder für 30 Jahre und länger eingesperrt, je nach Schwere der Straftat.

        Peco


      • Hättest du die Kellnerin wegen eines Missgeschickes auf eine Million verklagen wollen und damit ihr Leben zerstören? Abgesehen davon hättest du eh nie Geld von ihr gesehen, weil sie sicher kaum welches hat. Man muss doch mal die Verhältnismäßigkeit sehen. Überleg mal, wie oft dir schon Missgeschicke passiert sind, die einem anderen geschadet oder diesen behindert haben. Vielleicht konnte der Gast am Nebentisch aufgrund deines Anfalls nicht mehr rechtzeitig genug zu einem geschäftlichen Meeting und ihm ist dadurch ein Millionenauftrag entgangen. Das fordert er jetzt von dir als Entschädigung. Der Vater eines kleinen Jungen will zusätzlich von dir ein paar weitere Millionen, weil der Arzt wegen deines Anfalls nicht mehr rechtzeitig zu seinem Jungen kam, der daraufhin verstorben ist. Das kannst du endlos weiterstricken, ich garantiere dir, dass es dutzende Fälle in deinem Leben gibt, bei denen du anderen unwissentlich geschadet hast. Was denkst du, wie weit kommst du, wenn man eine oder zehn Millionen von dir fordert? Oder dich einige Jahre einsperrt, weil du nicht zahlen kannst? Und du damit auch noch wertvolle Steuergelder kostest?


      • Sorry, den Beitrag muss ich einfach kommentieren.

        1. Die Geschichte klingt unplausibel. Eine Anzeige? Weswegen denn? Fahrlässige Körperverletzung? Dazu müsste die Kellnerin die Sorgfaltspflicht verletzt haben und das ist in der Regel nicht der Fall. Eine Straganzeige führt außerdem nur zu einer Sanktionierung der strafbaren Handlung. Zivilrechtliche Ansprüche bleiben davon völlig unberührt.

        2. Ich gebe dir Recht, dass unsere Justiz zu lasch ist, aber nichtsdestotrotz ist das amerikanische (oder generell anglosächsische) Justizsystem so ziemlich das letzte was man haben kann. 12 absolute Laien lassen sich von den Schauspielkünsten der Anklage / Verteidigung beeinflussen und entscheiden ohne jeglichen Background im entsprechenden Rechtsgebiet. In den meisten Ländern auf der Welt gab es früher ein ähnliches Rechtssystem, aber man weiß mittlerweile dass dies massiv zu Fehlurteilen führt und die entwickelten Länder (auch Deutschland) haben sich davon verabschiedet. Zum Glück! Die Amis bleiben halt gerne beim 18. Jahrhundert.

        3. Bei diesen absurd hohen Schadensersatzklagen profitieren in erster Linie die paar Kanzleien, die sich auf so etwas spezialisiert haben. Die Kläger (und erst recht bei Sammelklagen) bekommen nur einen Bruchteil, teilweise im Promillebereich.

        Und nochmal, unsere Justiz ist viel zu mild. Aber die Amis sind wirklich das letzte Land, das man als Vorbild nehmen sollte. In manchen Deliktsbereichen liegt die Häufigkeitszahl dort mehr als 10 Mal höher als im europäischen Durchschnitt und das auch bei schweren Delikten gegen die körperliche Unversehrtheit oder das Leben. Klappt also doch nicht ganz so gut mit dem Justizsystem...

        A. K.


      • Ich wünsche mir keine US-Verhältnisse in Deutschland.

        www.laenderdaten.info/laendervergleich.php?country1=USA&country2=DEU

        - ein Ländervergleich, der interessant ist. Und die Gewaltkriminalität liegt in Deutschland bei 200 - 250 Fällen/ 100.00 EW, inbegriffen sind da Raub, schwere Körperverletzung und Mord, in den USA bei knapp 400/ 100.000 EW. Das zeigt, dass das System nicht so gut funktioniert wie bei uns, obwohl es viel härtere Strafen und Entschädigungen vorsieht.

        Gleichzeitig sind in den USA ethnische Unterschiede insbesondere bei den Verhaftungen und Verurteilungen klar belegt, es werden mehr Schwarze verurteilt und es sitzen mehr in Todeszellen. Ich wünsche mir kein so ungerechtes System bei uns, in dem man sich als Wohlhabender das Recht oft kaufen kann und Prozesse gegen diese Personen allein durch die Prozesskosten für einfache Bürger kaum zu bewältigen sind, wenn sie keine Versicherung oder Organisation mit guten Anwälten hinter sich wissen. Im Umkehrfall haben mittellose oft wenig Chancen, ihre Unschuld zu beweisen, weil die Polizei sehr rigide Befragungen durchführt, die bei uns in der Form nicht erlaubt wären und nur unzureichend ermittelt.

        @Redaktion: Davon ab kotzt es mich an, nach mehreren Jahren hier online und vielen Posts immer wieder diesen Satz lesen zu müssen: "Um Spam in unserem Forum zu vermeiden, können NEUE (???) Mitglieder vorerst keine Links auf externe Webseiten veröffentlichen."


      • Tenten :Ich hatte bei dem einen Missgeschick auf eine Anzeige verzichtet. Habe ich ja auch geschrieben. Natürlich bin ich auch nicht fehlerfrei.


      • Snakedoctor.... Diese Kellnerin hatte ihre Sorgfaltspflicht verletzt laut anderen Zeugen von denen wer auch immer leider ohne meine Zustimmung die Polizei und Krankenwagen gerufen hatte, ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Das mit der Klage, ja oder nein, kam vom Polizisten mit der Befragung. Das war mir alles zu hoch. Darum hab ich drauf verzichtet und der Chef vom Eiskaffee kam mir so von sich aus entgegen und gut war. Die Kellnerin bekam eine saftige Abmahnung und das war für mich genug.


      • @Karsten: mir ging es nur um den Teil wo Du es so dargestellt hast, dass es in den USA so leicht wäre Millionensummen zu fordern (und auch zu bekommen!) Das ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Man erinnere sich an die Story mit dem Hund in der Mikrowelleund der Millionenentschädigung - die Geschichte ist nie passiert und trotzdem wird sie wieder und wieder erzählt und ins Feld geführt sobald dieses USA-Thema aufkommt. Recht gebe ich Dir natürlich wenn Du sagst, dass in D die Summen, die man vor Gericht zugesprochen bekommt oft lächerlich niedrig sind. Das ist das andere Extrem.


      • Dass man Jugendlichen nicht die ganze Zukunft wegen einer Dummheit verbauen will, finde ich einerseits richtig, aber ich bin bei Dir, dass hier Jugendliche so mild bestraft werden, dass gar keine Abschreckung durch Strafe mehr vorhanden ist.
        Die amerikanischen Entschädigungssummen halte ich dennoch für krank und gesellschaftsschädigend, da sie in keiner Relation zum tatsächlichen Schaden stehen.
        Wer in den USA ein Leben lang, also z.B. 30 Jahre hart arbeitet, und 50000 $ brutto verdient, von denen ihm vielleicht netto 35000 $ bleiben, verdient in den 30 Jahren grade mal 1050000, also etwa 1 Millionen $.
        Wieso sollte jemand, der durch eine Verwechselung ein paar unangenehme Stunden auf dem Polizeirevier verbringen musste, mit der tausendfachen Summe von einer Milliarde Dollar entschädigen werden? Sollen diese paar unangenehme Stunden an Schaden dem Gegenwert der Lebensleistung von 1000 Menschen entsprechen?
        Solche Urteile übermitteln die Botschaft, dass es weitaus attraktiver ist, sich schädigen zu lassen, als zu arbeiten.
        Mit einer Milliarde könnte man auch viele Leben von Menschen retten, die gerade in den USA sich keine medizinische Behandlung leisten können. Aber nein, dem armen Jungen ist ja ein Schaden entstanden, der mehr wiegt, er musste auf die Polizeiwache.
        Ich bin zwar ziemlich sicher, dass er keine Milliarde Schadensersatz bekommen wird, sondern vielleicht 10 Millionen, aber auch das ist weit mehr, als ihm an Schaden entstanden ist. Derart kranke Entschädigungssummen entwerten Arbeit und verzerren jedes Wertesystem.
        Hierzulande, und das ist weit besser, wird nur tatsächlich entstandener (bezifferbarer) Schaden, der auch nachweisbar ist, entschädigt. Im Fall einer Verwechselung wie im vorliegenden Fall gäbe es wahrscheinlich gar nichts, da ja kein tatsächlicher Schaden nachweisbar ist. Dass die Polizei in so einem Fall bei den Nachbarn klingelt, und erklärt, dass der Betroffene verwechselt wurde, um seinen Ruf wiederherzustellen, könnte aber durchaus verlangt werden.


      • Naja, eine Kellnerin schüttet versehentlich einem Gast heißen Kaffee drüber. Ganz ehrlich, das ist für mich wirklich nur ein Missgeschick und nichts weiter. Sowas sollte in der Regel weder eine "saftige Abmahnung" noch weitere Konsequenzen nach sich ziehen. Das wäre doch völlig absurd, so eine Lapalie derart aufzubauschen. Da wird auch keine "Sorgfaltspflicht" verletzt, ein Unfall ist ein Unfall, ich sehe da keinerlei Fahrlässigkeit.


      • Wenn du die Kellnerin erlebt hättest würdest du anders denken. Nach guten Informationen wurde sie 4 Monate später entlassen. Insgesamt arbeitete die nur knapp 1 Jahr da.


  • 1 Milliarde Klagesumme = 10 Millionen u.U. reell in den USA.
    Alles richtig gemacht.

    Hier bei uns gäbe es einen Plüschbären von der Polizei mit einem Entschuldigungsschreiben dazu. Wenn überhaupt.

    Zu der Sache weiter oben mit der Kellnerin ./. Karsten.
    Natürlich war es ein Missgeschick und kann jedem passieren. Mir kann auch ein Missgeschick passieren, dann habe ich jedoch eine Haftpflichtpolice (kostet im Monat 4,50 € o.SB), die in eigenverschuldeten Missgeschicken dem "Opfer" Schadenersatz zahlt und ich muss nicht mit meinem Privatgeld haften.

    Nur so am Rande


  • Okay, das bedeutet, das man sich eigentlich nie wieder in so einen Apple-Laden trauen sollte, auch nicht mit reinem Gewissen, da das in diesem Fall ja nun gar nichts nützt. Passiert diese Überwachung in allen Stores weltweit? Also auch in Europa? Ein Frage die ich und bestimmt viele andere auch interessant finden. Und noch was, wenn es denn so wichtig ist, wieso wird ein Ausweis ohne Bild bei Apple akzeptiert? Davon abgesehen kann der Ausweis auch mit Bild ne Fälschung sein.


    • Das bedeutet, dass du nie wieder einen Fuß vor die Tür setzen solltest, den irgendjemand macht immer irgendwo Scheiß!


    • Die Frage ist auch, ob ausdrücklich vor dem Betreten auf die Scannung hingewiesen wird, damit sich der Kunde überlegen kann, ob er das möchte oder den Laden nicht betritt, ggfs. auch die sofortige Löschung verlangen kann, wenn dies ohne Einwilligung geschah. Datenschutz ist ja nicht das Lieblingswort der Internetfirmen.


  • Hm, also irgendwie kommt mir das vor, als wäre das mit Menschen, die das Überwachungskameramaterial auswerten, genauso passiert. Täter legt Ausweis ohne Bild vor und weist sich als Bah aus. Überwachungskamera des Lades zeigt ihn. Woanders werden Diebstähle begangen. Auch dort zeichnet eine Überwachungskamera den Täter auf.

    Wenn nun ein Mensch das ausgewertet hätte, hätte er auch gesehen "ah, selber Täter, und ausgewiesen hat er sich als dieser Bah. Da fahren wir mal hin und nehmen ihn fest." Und spätestens am Revier zeigt sich dann "hm, also die Person auf unseren Überwachungsbilder ist das aber nicht."

    Das einzige, was der Schilderung hier nach die Technik zusätzlich geleistet hat, ist die Diebstähle an verschiedenen Orten der selben Person zuzuordnen. Bei einem menschlichen Ermittler wäre fragwürdig, ob es jemand gegeben hätte, der die Überwachungsvideos bei Diebstählen in verschiedenen Bundesstaaten zusammen betrachtet hätte (oder jeweils immer ein Ermittler der Behörden vor Ort).

    Oder habe ich was falsch verstanden?

    (nun kann man natürlich Bedenken haben, was mit dieser automatischen Bildauswertung noch so alles angefangen werden kann... aber im vorliegenden Fall sehe ich jetzt nicht, warum Apple schuldiger an der irrtümlichen Festnahme gewesen sein soll als es ein menschlicher Ermittler gewesen wäre - denn die Gesichtserkennung hat ja offenbar korrekt gearbeitet und die verschiedenen Diebstähle der selben Person zugeordnet. Wenn diese sich halt nun als Bah ausgewiesen hat...)


    • @Michael P: Allerdings hast Du was falsch verstanden. Nämlich, dass es einem Menschen unmöglich wäre mit der Menge und Geschwindigkeit der maschinellen Verarbeitung der Daten mitzuhalten. Sagst Du ja selbst. Außerdem sollte die Ermittlung von Verdächtigen grundsätzlich nur durch Profis, sprich durch die Exekutive, erfolgen. Die Gesichtserkennung hat eben nicht richtig gearbeitet, sondern sie hat mehrmals die gleiche Person erkannt und etwas oder jemand hat diesem Gesicht dann fälschlicherweise die Personaldaten Bahs zugeordnet, so dass dass Gesicht erst die falsche Identität bekam.

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