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Schreib es rein, es bleibt geheim: Die Apps Whisper und Secret im Vergleich

In einer Zeit, in der Websites und soziale Netzwerke immer mehr auf Klarnamen setzen, können User sich immer seltener hinter Spitznamen verstecken und anonym alles schreiben, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Genau aus diesem Grund werden sogenannte Post-Secret-Apps immer beliebter. Wir haben uns für Euch zwei der wohl bekanntesten Geheimnis-Apps angeschaut und für Euch verglichen.

Die top Farbe unter Autos ist schwarz. Das muss bei Top-Smartphones nicht auch noch sein:

Wähle Mocha Brown oder Titanium Grey.

VS
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    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    Mocha Brown
  • 123
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    Titanium Grey
de teaser secret
© AndroidPIT

Der Sinn und Zweck von Geheimnis-Apps ist immer gleich: Angemeldete Nutzer können anonym Geheimnisse mit anderen angemeldeten Nutzern teilen. Diese werden als Text auf einem Bild oder einem farbigen Hintergrund mit der Welt geteilt. Trotzdem hat jede App seine individuellen Eigenschaften, was das Posten und Teilen von Geheimnissen angeht.

Whisper

Die App Whisper erschien im Jahr 2012 und ist seitdem in den USA der absolute Hit. Der große Voteil an Whisper ist, dass man sich zum Teilen seiner Geheimnisse nicht anmelden muss. Fügt man sein eigenes Geheimnis hinzu, wird einem ein Benutzername zugeordnet, den man später bei Bedarf ändern kann. Danach muss man lediglich eine vierstellige PIN eingeben und ist somit Teil der Community.

Ebenso wird per GPS der Standort erfasst und den eigenen Posts zugeordnet. Auf der Startseite werden die Geheimnisse der anderen untereinander angezeigt. Auch hat man die Möglichkeit, diese nach "in der Nähe", "Aktuellste" und "Beliebt" zu filtern. Das Design ist aufgrund der vielen Posts sehr bunt und teilweise unübersichtlich. Öffnet man ein Geheimnis, kann man dieses favorisieren, teilen oder mit einem Kommentar versehen. Likes und Favoriten können nachträglich auf der eigenen Seite eingesehen werden. Auch kann man User via Direktnachricht kontaktieren. Leider sind diese Kontaktversuche oft eine Art Flirtversuch.

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Startbildschirm mit einer Auswahl an Geheimnissen (links), Kommentarfunktion (rechts) / © AndroidPIT

Sein eigenes dunkles Geheimnis mit der Welt zu teilen ist bei Whisper sehr leicht. Dazu tippt man einfach auf den lilafarbenen Button mit dem Plus-Symbol. Danach muss man seinen Text nur noch in das vorgesehene Kästchen eintragen. Whisper fügt dann automatisch ein passendes Bild als Hintergrund hinzu. Man kann jedoch auch das Web nach einem anderen Bild durchsuchen oder eins via Kamera aufnehmen. Anschließend das Geheimnis dann noch mit Tags versehen und schon geht es in die Tiefen des World Wide Webs.

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Erstellen eines eigenen Geheimnis' (links), fertiges Geheimnis mit automatisch hinzugefügtem Hintergrundbild (rechts) © AndroidPIT

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass ein nicht ganz unbedeutender Anteil der auf Whisper geteilten Geheimnisse Bilder mit pornografischem Inhalt oder Text sind. So verstehen einige Nutzer die App anscheinend als internationale Single-Börse, andere zeigen sich knapp bekleidet oder in aufreizendenden Posen. Wie Whisper in Zukunft mit solchen Inhalten umgehen will bleibt abzuwarten. Sollten sie keine Lösung dafür finden, könnte die App bald in die Schmuddelecke geraten.

Whisper Install on Google Play

Secret

Secret ist erst seit einigen Tagen für Android zu haben, jedoch schon bereits von vielen Android-Portalen besprochen sowie kritisch beäugt und als "Goldgrube für Cyber-Mobber" bezeichnet. Anders als bei Whisper, muss man bei Secret ein Profil anlegen, um Geheimnisse zu teilen. Das liegt auch daran, dass Secret mit seiner App eher den Community-Aspekt herausstellen möchte. Dazu durchsucht die App Eure Kontakte und schließt Euch in Zirkel zusammen. Postet Ihr ein Geheimnis, wird dies automatisch an alle Eure Kontakte geschickt, die ebenfalls diese App benutzen. All das geschieht jedoch anonym, Eure Freunde wissen also nicht, wer das Geheimnis ins Netz gestellt hat (daher die Befürchtung des Cyber-Mobbings). Außerdem können nur Eure Freunde und die Freunde Eurer Freunde die Geheimisse favorisieren oder sie kommentieren.  

Secret hat im Gegensatz zu Whisper ein übersichtlicheres Design. Das liegt daran, dass die Bilder größer angezigt werden und so die Startseite nicht ganz so durcheinander erscheint. Möchte man ein Geheimnis mit den Freunden teilen, tippt man dazu oben links auf das Symbol mit dem Viereck und dem Stift. Drückt man auf "Share a Thought", kann man dort seine Gedanken eintragen. Ebenso kann man entweder ein Hintergrundbild aus der Galerie auswählen, eins selbst aufnehmen oder der Hintergrund einfarbig lassen. Die Farbe kann man durch das Wischen nach rechts oder links einstellen. Wischt man nach oben oder unten, wird ein Muster dem Hintergrundbild hinzugefügt.

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Geheimnis-Erstellung (links), so sieht das fertige Geheimnis aus, wenn man Farbe und Textur hinzufügt / © AndroidPIT

Um Posts von anderen Nutzern zu sehen, kann man auf das Wort "explore" tippen, welches oben in der Leiste zu finden ist. Dort kann man jedoch nur die Beiträge der Freunde, beziehungsweise deren Freunde sehen. Die Überraschung, aus Versehen auf Nacktbilder zu stoßen, ist in diesem Fall wahrscheinlich geringer als bei Whisper, jedoch ist der Umfang an Geheimnissen so natürlich eingeschränkter. 

In Sachen Anonymität geht Secret noch einmal einen Schritt weiter. Favorisiert jemand Euren Post oder schreibt einen Kommentar, bleibt beides komplett anonym. Weder Name, noch Spitzname stehen hinter dem Kommentar oder dem Like. Man weiß nie, mit wem man sich unterhält und ob es die beste Freundin oder die alte Bekannte aus der Grundschule ist. 

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Startbildschirm (links), anonyme Kommentare unter einem Geheimnis (rechts) / © AndroidPIT

Fazit

Obwohl beide Apps die Neugierde des Menschen nach Geheimnissen und Klatsch und Tratsch bedienen, haben beide grundverschiedene Ansätze für das Erstellen der Geheimnisse. Secret hat in Sachen Design und Übersichtlichkeit die Nase vorn. Whisper überzeugt, da die App keine Anmeldung erfordert und der Nutzer so anonym bleibt. Jedoch ist ein großer Pluspunkt für Secret, dass alle Kommentare und Likes anonym und ohne Namen veröffentlicht werden. Auch in Sachen Nutzeraustausch setzen beide Apps komplett gegensätzliche Schwerpunkte. Es fällt nicht leicht zu beurteilen, welche App besser ist, da das sicherlich von den individuellen Vorlieben abhängt. User, die eine große Bandbreite an Geheimnissen bevorzugen, sollten auf Whisper zurückgreifen, müssen dann aber in Kauf nehmen, ab und zu nicht-jugendfreien Content zu sehen oder im Chat mit "Hi Süße" angeschrieben zu werden. Alle, die eher unter sich bleiben wollen und vor allem an den Gedanken der Freunde interessiert sind, würde ich Secret ans Herz legen.

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Top-Kommentare der Community

18 Kommentare

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  •   49

    Läster-Apps wie Whisper und Secret sind dafür gemacht, Dinge anonym zu beichten, von denen man nicht will, dass sie zu einem zurückverfolgt werden können. Die britische Zeitung The Guardian hat jetzt bei einem Besuch der Macher hinter Whisper herausgefunden, dass diese trotzdem massenhaft Daten über ihre Nutzer speichern, verarbeiten und zum Teil auch an Dritte weitergeben. Sogar gelöschte Nachrichten bleiben auf den Servern, zusammen mit der digitalen Identität und dem Standort des Nutzers, der sie abgesetzt hat.

    Standardmäßig trackt Whisper, wie viele Smartphone-Apps, die GPS-Koordinaten der Nutzer – diese sind laut der App-Entwickler auf 500 Meter genau. Die Whisper-Macher haben ein Backend-System gebaut, mit dem sie für jede beliebige Nachricht im System sehen können, wo genau auf der Welt sie verfasst wurde. Das Ganze wird auf einem Google-Maps-Interface fast in Echtzeit angezeigt. Nutzer, die der GPS-Ortung nicht zugestimmt haben werden an Hand ihrer IP-Adresse auf Nachfrage von Whisper-Mitarbeitern lokalisiert.

    Redakteure durchsuchen das System nach den saftigsten Meldungen

    Zu den Mitarbeitern, die Zugriff auf die IP-Lokalisierung haben, zählt auch das News-Team von Whisper. Die Gruppe unter der Leitung von Neetzan Zimmerman sammelt die interessantesten Postings und stellt diese gesammelt als Grundlage für Artikel im Buzzfeed-Stil zusammen – damit will die Firma in Zukunft auch Geld machen. Zu den Interessenten für diese Art Inhalte zählte auch der Guardian, der eine Kooperation mit dem Dienst anstrebte und deswegen offenbar Einblick in dessen Systeme erhielt.

    Nachdem der Guardian die Firma darüber in Kenntnis setzte, einen Artikel über die Datensammelei der App veröffentlichen zu wollen, änderte Whisper seine AGBs um sich das Geodaten-Gesammel im Nachhinein legitimieren zu lassen. Die Enthüllung der Nutzerüberwachung selbst erboste Zimmerman – früher Redakteur beim Silicon-Valley-Boulevard-Magazin Gawker –, so sehr, dass er den Reporter öffentlich über Twitter angriff.

    Die gesammelten Daten werden aber nicht nur von eigenen Teams verwendet, Whisper gibt diese auch weiter. Die Postings, die über die App eingehen werden nach mehreren Kriterien gefiltert. Drohungen und Nachrichten, die Klarnamen erhalten werden herausgefischt. Haben die Mitarbeiter das Gefühl ein Nutzer habe Suizid-Tendenzen oder wolle sich selbst verletzen, werden dessen Daten an Suizid-Hilfsorganisationen weitergegeben. Das soll lautGuardian bereits bei annähernd 40.000 Personen passiert sein. Auch Nachrichten, die ihren Ursprung auf US-Militärbasen haben, werden ganz genau beobachtet.

    Dass Nutzer zum Teil sehr sensible Informationen in die kostenlose App tippen und dann dem Anbieter vertrauen, ihre Privatsphäre zu schützen, ist ohnehin fragwürdig. Laut demGuardian-Bericht gibt es Whisper-Nutzer im Weißen Haus in Washington, bei der CIA in Langley, bei der NSA in Maryland und auf der Guantánamo-Bay-Basis auf Kuba.

    Zwar sind die Klarnamen und Adressen der Nutzer nicht bekannt, aber allein mit den Geodaten lässt sich eine Menge über diese erfahren. Posten diese etwa regelmäßig von zu Hause und auf der Arbeit, kann man in vielen Fällen mit etwas Recherche ziemlich genau den Personenkreis eingrenzen, zu der eine Person gehört. Anonymität sieht sicher anders aus.(fab) 

    m.heise.de/newsticker/meldung/Tratsch-App-Whisper-speichert-massenhaft-Nutzerdaten-2427445.html?from-classic=1


  • Also ich verstehe diese APPs als echte Alternative zu WHATSAPP. Zumindest sugeriert einen diese APP das und ich halte die Verschlüsselung durchaus tauglich, solange es keine Hintertürchen gibt.


  • Ich versteh's auch nicht. Wo ist der Sinn bei dem Ganzen? Da kann man sich gleich ein Schild um den Hals hängen und sich auf die Straße stellen, wenn's im Internet jeder lesen kann. Fällt unter die Rubrik "Apps die keiner braucht"...meine Meinung.


  • Ich verstehe den Sinn dieser Apps nicht aber gut jedem das seine, wer's mag.


  •   32

    Einer APP vertrauen ?
    Das sind wieder so tolle Apps für die man Smartie kauft


  • Haha, geheim. :-) Nichts ist geheim, wird geheim sein oder geheim bleiben. Wenn zwei bescheid Wissen dann ist die Bezeichnung geheim schon eine absolute Übertreibung. ;-)


  • "Schreibs rein und es bleibt Geheim". haha, ich wette mit euch, wenn da Jmd reinschreiben würde dass er einen umgebracht hat oder auch nur irgendwie etwas über terroristischen Absichten schreibt dann steht kurz danach die Polizei vor der Tür. xDDD
    Lange Rede, kurzer Sinn. Nichts bleibt Geheim.


  • okee es geht im Geheimnisse und die Angst verfolgbar zu sein soweit ich das verstanden hab .... dann läd man sich ein app runter das mit GPS arbeitet und sein Standort Preis gibt ? :D ich verstehe es offenbar nicht ^^


  • Unter Whisper.. Vo(r)teil :) ✌


  • Naja scheint wohl doch ne menge Langeweile bei AP zu herrschen wenn jetzt schon so was kommt


  •   25

    Vollkommen sinnfrei sowas, mal ehrlich......


  •   23

    Das ist ein kein Geheimnis < Schwachsinn >


  •   28

    Für was ist so eine App gut? Wenn ich ein Geheimnis hab, dann sagt doch schon der Name, dass das geheim sein soll. Warum sollte ich also mein Geheimnis ins Internet stellen und mir Geheimnisse von irgendwelchen anderen und unbekannten Personen anschauen???


  • interessanter und einfacher ist glaub ich wildfremden menschen auf der straße seine geheimnisse anzuvertrauen und dann zu gucken was passiert.


  • Und was bringt einem so eine App? Will ich nicht ganz verstehen.


  • ich liebe schmuddelecken deswgen hallo whisper

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