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Gedanken ordnen mit Mind Map Memo

Zum Ordnen von Gedanken bieten sich von je her Mindmaps an. Diese helfen, Ideen zu strukturieren und anderen zu veranschaulichen – beispielsweise, um ein Projekt in einem Meeting vorzustellen. Zu diesem Zweck habe ich die App Mind Map Memo einmal unter die Lupe genommen. Wie gut sie sich geschlagen hat, soll dieser Testbericht aufzeigen.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Getestete Version Aktuelle Version
0.8.8 0.8.8

Funktionen & Nutzen

Testgerät: Cat Stargate 2
Android-Version: 4.1.1
root: Nein
Modifikationen: keine

App Anforderungen:
Android 1.6+
Paketgröße: ca. 180 kB
Permissions: Nur Storage (für den Export erstellter Mindmaps)
 

Mind Map Memo begrüßt den Anwender zunächst mit einem übersichtlichen Bildschirm, von dem aus er sich die integrierte Hilfe ansehen (empfohlen!), eine neue Mindmap erstellen, oder eine zuvor erstellte öffnen kann (der Begrüßungsbildschirm verwendet ausschließlich das Portrait-Format, das Gerät muss also "hochkant" gehalten werden; die Bearbeitung erfolgt jedoch wahlweise im Hoch- oder Querformat). Zum Speichern wird ein eigenes Format verwendet, jedoch lassen sich auch Mindmaps im Freemind Format importieren. Nicht wundern, wenn dabei scheinbar nichts passiert: Eine (frisch) importierte Mindmap muss anschließend ganz normal über den zugehörigen Button geöffnet werden.

Die Bearbeitungs-Funktionen sind recht einfach gehalten: Der Basis-Knoten dient gleichzeitig als Name der Mindmap; abhängige Knoten erstellt man, indem man sie aus ihrem Eltern-Knoten herauszieht. Knoten lassen sich klonen, mit Icons versehen, und auch die Hintergrund-Farbe anpassen (bei letzterem lässt sich die "neue Farbe" auf Wunsch auch automatisch auf die Kind-Knoten übertragen, was ich sehr praktisch finde). Leider scheinen jedoch nur "einfache Knoten" möglich – ich konnte keine Möglichkeit finden, längere Notizen o.ä. zu integrieren. Die Ansicht lässt sich Zoomen, was gerade bei größeren Mindmaps praktisch sein kann.

Die App nutzt zur Speicherung der Mindmaps ein eigenes Format, erlaubt jedoch sowohl den Export in als auch den Import aus dem Freemind Format. Damit sollte also ein Plattform-übergreifendes Bearbeiten möglich sein – wären da nicht gewisse Hürden: Der Import einer aus Mind Map Memo exportierten Datei in Freemind schlugzunächst fehl, das Format schien nicht kompatibel: Mind Map Memo wies es als Version 0.8.1 aus, verwendet aber anscheinend das Format der Version 0.9.0. Nachdem ich dies mit einem Text-Editor im Kopf der Datei angepasst hatte, klappte der Import – allerdings ohne alle Formatierungen. Ein erneuter Blick in die Datei zeigte: Mind Map Memo exportiert Dinge wie Farbangaben schlicht und ergreifend nicht. Der Zeichensatz wurde beim Speichern ebenfalls nicht angegeben, sodass Sonderzeichen "zerstört" werden. Hat man dann noch in einem Textfeld ein doppeltes Anführungszeichen verwendet, stürzt der Import in Freemind mit Fehlermeldung ab. Zum Glück handelt es sich um eine einfache Textdatei, sodass man diese Fehler manuell beseitigen kann.

Auch mit der Gegenrichtung (Import) sieht es nicht so prickelnd aus. Ich hatte den (wie oben beschrieben angepassten) Export mit Freemind am PC weiter bearbeitet, weitere Knoten sowie Notizen hinzugefügt, Farben angepasst. Die Datei ließ sich ohne Fehlermeldungen importieren, war auch "schön bunt" – aber sowohl die Anordnung der Knoten als auch die Notizen gingen dabei verloren. Für "wechselseitige" Bearbeitung ist die App also nicht geeignet.

 

Fazit: Die App ist nicht wirklich ausgereift, oder gar für den produktiven Einsatz geeignet – zu groß sind die Schwächen: Export im Freemind-Format muss vor der Weiterbearbeitung manuell angepasst werden, und vermisst Eigenschaften wie Farben; der Import verliert gar Formatierung und Notizen. Notizen lassen sich mit der App nicht anlegen bzw. einem Knoten hinzufügen (von Bearbeiten nicht zu reden, da sie sich ja auch nicht importieren lassen). Wer jedoch lediglich schnell ein paar Gedanken sortieren möchte, könnte die App nützlich finden – zumal sie mit weniger als 200kB Paketgröße kaum Platz beansprucht.

Wer daher zunächst nach Alternativen umsehen möchte, findet in meiner Übersicht Diagramme und Mindmaps eine größere Auswahl.

Bildschirm & Bedienung

Wirklich intuitiv bedienbar ist Mind Map Memo nicht. Im Bearbeitungsmodus ist kein Menü sichtbar; über den "Menü-Knopf" findet sich nur rudimentäre Funktionalität (siehe Screenshot). Keine Möglichkeit, aus selbigem heraus eine neue Mindmap zu starten – dies bekam ich nur hin, indem ich die App verließ, sie aus der App-Liste wischte (also schloss), und neu startete.

Das Anlegen von Unterknoten (durch Herausziehen aus dem "Elternknoten") gestaltete sich eher als Geschicklichkeitsspiel: Zu oft endete es damit, dass statt des Anlegens eines Unterknotens der Elternknoten verschoben wurde. Aktionen (Farbanpassungen etc) sind nur über ein Untermenü erreichbar (Knoten antippen, und im Popup dann "Optionen" auswählen), welches man eher durch Ausprobieren (oder lesen der integrierten Hilfe) findet.

Nach ein wenig Eingewöhnen findet man sich jedoch relativ gut zurecht, daher reicht es in dieser Rubrik noch für drei Sterne.

Speed & Stabilität

Mind Map Memo lief in meinem Test flüssig, es gab auch keinerlei Abstürze. Daher volle Punktzahl in diesem Bereich.

Preis / Leistung

Am Preis gibt es nichts auszusetzen – ist Mind Map Memo doch gratis im AppCenter sowie Playstore erhältlich. Da die Leistung jedoch begrenzt ist (und vergleichbare Gratis-Apps besseres leisten), reicht das allein nicht für 5 Sterne aus.

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