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2 Min Lesezeit 73 Kommentare

Galaxy-Nutzer ignorieren Samsung-Apps anscheinend völlig

Samsung ist vielleicht der erste Hersteller, der einem einfällt, wenn es um hauseigene, vorinstallierte Apps (von bösen Zungen Bloatware genannt) geht. Doch benutzt diese ganzen obskuren Samsung-Apps auch wirklich jemand? Eine Studie deutet nun vorsichtig an, was viele sich bereits dachten: nein.

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© Samsung, AndroidPIT

Es ist kein Geheimnis, dass Samsung nach seiner Dominanz des mobilen Hardware-Marktes verstärkt versucht, sich auch im Bereich Software auf die eigenen Beine zu stellen und ein eigenes, von Google unabhängiges App-Ökosystem zu etablieren.

Genau so ist es kein Geheimnis, dass das bisher nicht so recht klappen will. Eine Studie von Strategy Analytics bestätigt dies nun. Gleich vorweg: Mit einer Datenbasis von 250 Probanden in den USA lässt sich die Studie nur schwerlich als repräsentativ bezeichnen, wertlos ist sie deswegen aber nicht

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Für Samsung muss dieses Ergebnis höchst ernüchternd sein. / © Wall Street Journal

Das Ergebnis ist klar: Samsungs eigene, vorinstallierte App nutzt kaum ein Galaxy-Besitzer. Der Nachrichtendienst chatON, vermutlich eine der noch populärsten Samsung-Apps, kommt auf eine durchschnittliche Nutzungsdauer von sechs Sekunden pro Monat. Somit haben wir kürzlich mit Recht gefragt, ob diese Dienst überhaupt jemand nutzt (zum Artikel). Spitzenreiter unter Samsungs Software-Angeboten ist S Memo mit 3,9 Minuten pro Monat, dicht gefolgt von S Voice, Samsungs erfolglose Konkurrenz zu Googles Sprachsteuierung und Apples Siri.

Wenig überraschend ist, dass Facebook mit einer Nutzungsdauer von über elf Stunden im Monat die meist genutzte App ist. Ihr folgt Instagram mit zweieinhalb Stunden. Google-Dienste sind ebenfalls vertreten, beispielsweise YouTube mit 146, Google Play mit etwa 52 und die Google-Suche mit knapp 30 Minuten im Monat.

Repräsentativ oder nicht, diese Studie unterstreicht die dringende Notwendigkeit für Samsung, etwas an seiner Software-Strategie zu verändern. Denn obwohl seine vorinstallierten Apps für die meisten Nutzer nicht gelöscht werden können, werden sie ignoriert. Und das ist nie ein gutes Zeichen.

Top-Kommentare der Community

  •   50
    XXL 23.04.2014

    Ich bin ja das pure Gegenteil von einem Samsung-Fan, trotzdem muss ich hier Samsung in Schutz nehmen... Erstens ist die Umfrage nicht mal annähernd representativ und zweitens ist das definitiv kein Samsung-spezifisches Problem. Aber Hauptsache man hat einen knackigen Titel und etwas zu schreiben, da spielt es auch gar keine Rolle wenn der Artikel tendenziös ist.

    Die Sony- und HTC-eigenen Apps würden wahrscheinlich etwa gleich schlecht abschneiden. Und selbst für Google könnte man eine ähnliche Statistik aufstellen. Denn auch da gibt es unzählige Dienste, die nur von einem verschwindend kleinen Anteil der User benutzt werden, da es bessere Alternativen gibt.

  • Stephan Serowy 23.04.2014

    @XXL: Also jetzt reicht's wirklich langsam! Überleg Dir bitte mal, ob du in Zukunft vorhast, noch irgendetwas Konstruktives hier beizutragen oder viel zu häufig nur zu meckern. Das hat wirklich auffällig System bei dir.

    1. Im Titel steht "scheinbar" - das ist nicht knackig, sondern eine bewusste Relativierung, die wir uns auch hätten sparen können und dann einen weitaus knackigeren, stärkeren, provokativeren Titel gehabt hätten!

    2. Dass die Studie nicht repräsentativ ist, ist die ERSTE direkte Aussage zur Studie im Text. Sie wurde weder unterschlagen, noch ans Ende geschoben, wo man sie leicht übersehen konnte, sondern ganz frontal vorweggenommen, damit hier KEINE falschen Tatsachen geschaffen werden!

    3. Dass es ein Samsung-spezifisches Problem ist, wird nicht behauptet. Sehr wohl aber ist Samsung der Hersteller, der mehr als alle anderen um Software-Autonomie bemüht ist (sogar ein alternatives Betriebssystem anbietet - zeig mir das mal bei HTC, Sony und Co.!) und daher besonders auf solche Entwicklungen achten muss.

73 Kommentare

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  • Sorry - sollte Antwort und nicht neuer Kommentar werden.


  • Die deutsche AP Variante ist wahrscheinlich nurnwegen Niko und Stefan so kommentiert. Ob das jetzt immer gut ist muss man sich dan auch fragen


    • Kannst du das auch verständlich formulieren?

      "so.." WIE?

      "das..." WAS?

      Dein Beitrag ergibt keinerlei Sinn.
      Falls du aus der App heraus auf einen anderen Beitrag geantwortet hast, solltest du dies mit "@..." (oder besser noch mit einem Ausschneiden/Einfügen-Zitat) deutlich machen.


      • ...oder ist dies Teil 2 deines direkt darüber stehenden Beitrags? Selbst dann ergibt er keinen Sinn.


    •   56

      Wir heißen Nico und Stephan.


  • @Roland H in der Studie hat doch der durchschnitt 100 min oder so pro tag am handy verbracht. Ich finde die umfrage etwas sinnlos. Klar Rufe ich apps wie youtube öfters und länger auf, während notizapps und appstores nur kurz offen sind


  • ich nutze kein einziges funktionieren sowieso nicht s4 kaufen wahr größte Fehler


  • das driftet mal wieder vom Artikel ab.
    aber Samsung will es nicht lernen. sozusagen resistent gegen seine Kunden. davon mal abgesehen, bei diesem Nutzungsverhalten wie ihr das im Artikel beschreibt bestätigt sich für mich ganz klar, das dass Smartphone bei 99% der Nutzer nur aus Prestige da ist. richtig umgehen können doch die wenigsten damit. wozu benötigt dann der 99% Nutzer einen quadcore Prozessor?
    die benötigen genau das was Apple und Google immer wollten: ein Smartphone ohne Speicher! 3 Anwendungen drauf, fertig.


  • Eine kleine Bosheit kann ich mir nicht verkneifen - das "scheinbar" im Titel war ja wohl ein Griff ins Klo; oder war wirklich gemeint "es scheint zwar so, ist tatsächlich aber ganz anders"? Ich vermute eher, es sollte wertfrei "anscheinend" heißen.

    (Zitat aus dem Duden:
    "scheinbar -
    a) aufgrund einer Täuschung wirklich, als Tatsacheerscheinend, aber in Wahrheit nicht wirklich gegeben:das ist nur ein -‍er Widerspruch; er ist nur s.unabhängig;
    .......
    Das Adverb anscheinend besagt, dass etwas allemAnschein nach tatsächlich so ist, wie es sich darstellt.
    Die Wiedergabe eines solchen Sachverhalts durch dasAdverb scheinbar ist wegen dieserBedeutungsunterscheidung standardsprachlich nicht korrekt.)"

    ...und gerade eine Überschrift SOLLTE standardsprachlich korrekt sein.


  • Die Tatsache, dass man die Samsung Apps nicht deinstallieren kann, ist für mich sogar einer der wenigen Aspekte, die mich immer wieder nach Alternativen schauen lassen. Nichts ist idiotischer, als nicht volle Verfügungsgewalt über das System zu haben!


  • Als ich mein S3 bekommen habe, dauerte es keine 4 Stunden, dann war schon CyanogenMod drauf. Ebenso auch bei meinem PC, ich habe zwar Windows aber eine selbst gemachte Version und komplett frei von unnützen Services etc. Ich halte nichts von vorinstallierten dingen die keiner benötigt. Chat On habe ich einmal (wegen der Benachrichtigung die es einst gab) gestartet, danach deaktiviert und wie gesagt: CyanogenMod...


  • (hups, aus Versehen abgeschickt), da die Note Reihe meistens die Features, die in der S Reihe noch Gimmick sind, effizient einbaut und erweitert.
    Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass Samsung, anstatt sich mit der Weiterentwicklung vielversprechender Features (ich denke da vor allem an air view und Multiwindow) immer noch zu oft auf neuen Bullshit (sorry) konzentriert wie Pulssensoren im Handy und so ein Käse.
    Um aus dieser unendlichen Geschichte, die ich hier spanne, zurück zu kommen auf die S Apps, möchte ich abschließend festhalten: Einige der S Apps zeigen das Potenzial Samsungs in der Software Entwicklung (oder im Kopieren, hust) auf, andere sind zu unrecht unterschätzt, weil wieder andere zeigen, dass Samsung sein Potenzial gerne in Schnickschnack und Bullshit (wieder sorry) verschwendet.


    • Grundsätzlich bin ich geneigt, "Bloatware" des Hardwareherstellers zu nutzen, da sie mit dem Kaufpreis der Hardware miterworben wurde, und daher weder zusätzlich gekauft noch über Werbung finanziert werden muss.
      Leider weist diese vielfach Schwächen auf, die einen veranlassen, sich nach Drittanbieter-Alternativen umzusehen:
      S Memo ist zwar mächtig, dafür mir zu kompliziert; habs deaktiviert und verwende das mittlerweilen nicht mehr gewartete AK Notepad.
      Hab sogar die Galerie deaktiviert, da sie im Gegensatz zu QuickPic Bilder aus Applikationsdaten (z.B. Hintergrundbild bei WhatsApp) nicht ausblenden kann, und ich damit die Übersicht verliere.
      Tatsächlich haben gleichartige Apps unterschiedlicher Hersteller oft besondere, wenn nicht gar alleinstellende Features, wie das Verknüpfen von Kontakten beim Business Calendar. Anfangs auch euphorisch genutzt, hab ichs aber wieder deinstalliert und verwende nun die "Hersteller-Bloatware".
      INSGESAMT habe aber auch ich den Eindruck, dass insbesondere Samsung durch "Schnickschnack und Bullshit" versucht, technische Kompetenz zu zeigen,
      indem "Studien" (oder Beta-ware?) wie S Voice (funktioniert bei mir überhaupt nicht) als marktreife Produkte freigegeben werden. Das lässt sich gut vermarkten, da auch Foren/Communities wie AndroidPit gerne darüber positiv berichten, auch wenn dem Endbenutzer letztendlich statt nutzbarem Mehrwert nur ein höherer Kaufpreis für die Hardware bleibt.


  • Samsung und seine Software, das ist schon seit jeher ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite haben wir TouchWiz: Von vielen gehasst, von Millionen offenbar bevorzugt (mir selber gefällt es auch sehr), davon zeugt ja auch der Erfolg der Galaxy S und Galaxy Note Geräte.
    Auf der anderen Seite haben wir die Samsung Apps. Die Bandbreite zieht sich hier von total überflüssig (mMn die Hubs) über gut gemacht, aber nicht erfolgreich (ChatOn, welches vor allem im Zusammenspiel mit Multiwindow großartig sein kann, S Link) bis hin zu wirklich guten und unverzichtbaren Apps (S Planner, mit Abstrichen S Note, dem leider viel Professionalität und Benutzerfreundlichkeit genommen wurde)
    Dazu kommt, dass Samsung auf immer weniger Bloatware und einheitlichere und flachere UI (was sich hoffentlich noch weiter fortsetzt) Wären Apps wie S Voice besser im System integriert und zugänglicher (wie MyMagazine und S Finder), d.h. wenn sie sich natürlicher anfühlen und intuitiver bedienen lassen würden, würden sie auch mehr genutzt.
    Ich habe zurzeit auf meinem Note 3 eine S5 firmware und muss sagen, dass Samsung softwareseitig zum erstenmal ein Galaxy S Handy nicht verschandelt hat. Das lässt mich großes hoffen für das Note 4, da


  • Wer bei androidpit fachlich sachliche Artikel sucht ist fehl am Platze. Ich lese trotzdem sehr gerne hier mit, weil es einfach trotzdem jede menge interessante Artikel gibt.


    • Außerdem kann man ja auch die für sich wichtigen Informationen herausfiltern, und, falls man sehr begabt ist sogar entscheiden welche Artikel jetzt ganz klar Sachlich sind und welche auch einen Hauch von eigener Meinung beinhalten.


  • My1 23.04.2014 Link zum Kommentar

    Sorry aber ernsthaft XXL, Stephan, ihr solltet comedy zusammen machen, das is einfach epic...


  • Ach ja, S-Health (Schrittzähler) funktioniert auch, wenn man bloß mit dem Arm wedelt und nur dasteht oder gar sitzt. Ist mir unlängst aufgefallen. Es zählt trotzdem weiter. Beim Note 3.


  • Benutze nur S-Planner (ständig) und S-Health, wobei zweiteres nur zum Spaß und nicht ernsthaft. Alle anderen Samsung-Apps sind für mich entbehrlich.


  • Ich nutze SMemo um mal kurz Notizen zu machen und SVoice morgens für meinen Wecker (Ich sage „Stopp“ und der Wecker ist aus?

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