Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
3 Min Lesezeit 20 mal geteilt 35 Kommentare

Gadget der Woche: Narrative, fotografisches Gedächtnis zum Anstecken

In der Rubrik Gadget der Woche zeigen wir regelmäßig coole Gadgets - kleine technische Spielereien, die den Alltag erleichtern, besonders fortschrittlich sind oder einfach nur Spaß machen. Heute: Narrative, eine kleine automatische Kamera zum Anstecken, die den Begriff des fotografischen Gedächtnis neu definiert.

Interessiert Dich, welchen neuen Deal wir für unsere Community haben?
Stimmst du zu?
50
50
2074 Teilnehmer
narrative 1
Narrative gibt es in drei Farben: Orange, Grau und Weiß. / © Narrative

Was ist Narrative? 

Narrative ist eine kleine, unauffällige und dezent designte Kamera, die sich wie eine Brosche an Kleidungsstücke clippen lässt. Die Kamera macht in regelmäßigen Abständen automatisch Fotos und speichert diese auf dem internen Speicherchip. Über die passende App können die Bilder vom Smartphone aus verwaltet, geordnet oder geteilt werden. So unterstützt sie das fotografische Gedächtnis, indem sie automatisch alles dokumentiert, was wir tun. Per Fingertipp kann Narrative zwischen den Intervallen ausgelöst oder abgestellt werden. Das Kickstarter-Projekt, damals noch unter dem Namen Memoto, war ein voller Erfolg: Statt der benötigten 50.000 Dollar kamen über 550.000 Dollar zusammen. 

narrative 3
© Narrative  

Wie funktioniert Narrative? 

Die kleine Kamera, die in dem flachen, wetterfesten Gehäuse verbaut ist, nimmt automatisch Fotos auf, zwei Bilder pro Minute, mit einer Auflösung von 5 Megapixeln. Der Clip hat keine Knöpfe, durch einen Doppeltipp kann die Kamera zusätzlich jederzeit ausgelöst werden und zeigt außerdem den Akkustatus an. Steckt man Narrative in die Tasche oder legt sie mit der Linse nach unten, schaltet sie sich automatisch in den Ruhemodus. Eine Reihe von LED-Lämpchen zeigt den Status von Akku und Speicher an.  

In Verbindung mit der Narrative-App kann man vom Smartphone aus auf die Fotos zugreifen und sich die Fotos im Schnelldurchlauf wie einen Film ansehen. Die Bilder werden mit GPS-Koordinaten und Zeitstempel gespeichert, zusätzlich soll ein nicht näher erklärter “smarter Algorithmus” dafür sorgen, dass man durch die Eingabe von Suchbegriffen wie “Alexanderplatz, Donnerstag” schnell zu den gewünschten Bildern kommt. 

Zum Aufladen kann Narrative an den Computer angeschlossen werden. So kann man auch die Bilder herunterladen und sie im Narrative-Cloud-Speicher ablegen. 

narrative 4
Wie eine Brosche: Narrative kann ganz einfach an Kleidungsstücke angeclippt werden. / © Narrative

Eckdaten zu Narrative: 

Auflösung, Format, Dateityp 5 Megapixel, 4:3, jpg
Größe 36 x 36 x 9 Millimeter
Gewicht 20 Gramm
Sensoren GPS, Beschleunigungsmesser, Magnetometer
Speicherkapazität 8 Gigabyte (ca. 4.000 Bilder)
Akkulaufzeit 2 Tage
Anschluss Micro-USB
Kompatibilität Android 2.3 aufwärts, iOS 6 aufwärts
Preis 279 US-Dollar

Was ist daran so cool? 

Wie oft wünscht man sich im Nachhinein, ein Bild von einer bestimmten Situation zu haben? Und wie oft hat man das Smartphone nicht schnell genug zur Hand, fühlt, dass es unangebracht ist, ständig mit dem Handy zu hantieren, um Bilder zu machen, oder möchte sich schlicht und einfach ganz dem Moment hingeben, ohne ständig ans Fotos machen zu denken? Narrative löst dieses Problem durch das dezentes Design und das Automatik-Konzept. Hat man den Clip einmal in Benutzung, vergisst man wahrscheinlich schnell, dass er überhaupt da ist. Und nachher freut man sich über schöne Fotos, die zudem durch das Zufallsprinzip bei Bildausschnitt und Aufnahmezeitpunkt noch einen besonderen Schnappschusscharakter bekommen. Einziger Nachteil bei Narrative ist der ziemlich gesalzene Preis, der viele potentielle Kunden abschrecken dürfte. 

Quelle: Narrative

Top-Kommentare der Community

35 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  •   1

    Nehm ich nicht mal geschenkt...

  • An sich finde ich das ein tolles Gerät. Ich fände es cool wenn mein gesamter Tag so dokumentiert wird. Vor allem auf Reisen, Partys oder ähnlichem.
    Aber das große Problem ist der Datenschutz... Also ich meine der von denen die zwangsläufig abgeknipst werden. Mal angenommen ich gehe feiern. Und jemand hat so ein Ding. Ich würde versuchen so gut es geht so weit wie möglich von dem Typ weg zu sein, weil mich vor allem auf einer Feier keiner Fotografieren soll. Und wenn dann nur in einem Zustand, bei dem man das Bild seiner Mutter zeigen könnte und auch nur von Personen, bei denen ich weiß, dass sie nicht gleich alles ins Netz schmeißen was sie finden können. Generell hat man das Ding auf, egal wo, es wird den meisten nicht passen vone einem wildfremden fotografiert zu werden. Nachvollziehbar, das würde ich auch nicht wollen.
    Das ganze macht diese eigentlich extrem coole Idee für mich eigentlich unnützbar. Denn die meisten Momente die ich auserhalb der gesellschaft anderer Menschen habe, ist in der Regel zu Hause herumgammeln. Oder ich bin drausen und starre an einem Sonnigen schönen Abend in die Ferne. Das könnte ich aber ebenfalls schnell mal eben so fotografieren.
    Außerdem ist der Preis schon happig und mri währe das Ding zu groß.

    Schade eigentlich, aber aus solidarität zu anderen würde ich so eine Gerätschaft nicht benutzen.

  • 280 Dollar dafür scheint mir ein enormer Phantasie preis, wenn die nächste Version mit 8MP für angebrachte 28 Dollar kommt dann vielleicht.

  • gab es schon. Was mich daran stört ist, dass man als fotografierter nichts tun kann um dem zu entgehen. Ja, es gibt Überwachungskameras, keine Frage, die kann man meiden, wenn man möchte. Außerdem machen diese keine Fotos, die ich dann im Netz wiederfinde.
    Mit einer Dauerfotografie die heimlich passiert, können zig Bilder von mir gemacht werden, die ich dann eventuell irgendwann im Netz wiederfinde und rechtliche Schritte einleiten muss, sie wieder zu entfernen. schlimmer noch besitzt eine Privatperson Bilder von mir, die ich nicht reguliert weiß.

    Nicht umsonst haben Kameras meist einen Ton, oder eine signal led. Oder haben einfach eine Linse, die klar als solche auf mich gerichtet ist, wenn ein Bild geschossen wird.

    Natürlich ist es abwegig, dass nun jeder mit so einer Kamera rum läuft, ich würde dennoch ungern Bekanntschaft mit einem Käufer machen ;)

  • Mal ganz ehrlich ... auch wenn's jetzt blöd klingt ... aber wenn ihr hier ein Gadget vorstellt braucht man nicht mehr drauf schauen weil ihr so spät dran seit das alle Frühangebote weg sind und man genauso gut darauf warten kann es später regulär zu kaufen.

    • Deinen Einwand verstehe ich nicht. Es geht doch gar nicht darum, hier auf eventuelle Frühangebote hinzuweisen oder den heißesten neuen Scheiß vorzustellen, der gerade erst die Entwicklerlabore verlassen hat. Wir zeigen Euch hier einfach Gadgets, die wir interessant oder cool finden. Ob die nun schon 5 Jahre auf dem Buckel haben oder taufrisch sind, ist da für uns weniger wichtig.

  •   13

    Auf den ersten Blick ist es vielleicht lustig aber ganz ehrlich... länger als 3 Wochen benutzt es doch eh keiner... Dann liegt es wieder in der Schublade rum.
    Es gibt ansteck Kameras, die dezenter und in Hd Qualität, die viel günstiger sind... Selbst da ist es nur die Phantasie, die einen reizt aber letztendlich gibt man Geld aus, um am Ende Bescheidene Schnappschüsse zu bekommen... Na toll... Da knippse ich lieber mit meinem Smartphone ein Richtiges Foto...

  • Schon cool, das Ding.

    Aber schlecht für die Gesundheit.

    Zumindest für die meines Gegenübers, wenn ich bemerke, dass die Person so einen "Spy-Clip" trägt.

  • Den Preis find ich auch gesalzen. Kann mir nicht vorstellen, dass das legal ist.

  • Ich hab' einen. Würd' ihn nicht mehr kaufen. Wer will, kann meinen haben für den halben Preis. War drei oder vier Tage im Einsatz. Hört manchmal nicht auf Bilder zu schiessen, wenn man ihn ihn in die Hosentasche nimmt. Sollte er aber. Die Android-App zeigt nie das ganze Bild an, sondern schneidet mal oben, mal unten ein Stück weg. Sowieso kann man mit der Smartphone-App nicht direkt auf den Narrative zugreifen und Bilder speichern/löschen, sondern muss den Umweg über die Cloud nehmen. Gerade unterwegs, insbesondere im Ausland, nicht immer problemlos möglich.

    Wenn andere Menschen anwesend sind, müsste man die erst fragen, ob sie's stört. Stattdessen habe ich ihn einfach weggesteckt (und ihn in der Hosentasche schwarze Bilder schiessen lassen). Und - last but not least - mein Leben, so hat es sich herausgestellt, ist selten so spannend, dass ich davon alle 30sec ein Bild und täglich mehrere hundert MB an Daten.

    Um mal ein Timelapse aufzunehmen mag das lustig sein. Aber das kann man auch anders und vor allem günstiger.

    Mich interessiert dann mal noch der Autographer und seine Fähigkeit, wirklich im richtigen Moment ein Bild zu schiessen, nicht einfach alle 30 sec. Aber dann ist mein Bedarf an Lifelogging in diesem Sinne vorerst gestillt. Nix für mich.

    • Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Meistens haben wir hier ja Gadgets, die kaum jemand hat bzw. die noch gar nicht erhältlich sind. Deine eher negativen Erfahrungen bestätigen dann ja die Bedenken vieler. Auch ich habe mir über diese Punkte Gedanken gemacht, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass die Idee interessant genug ist, um sie trotzdem vorzustellen. Schade, dass es sich - zumindest in Deinem Fall - als Schuss in den Ofen erwiesen hat.

  •   29

    Respekt, dass für so nen unnützen Kram soviel Kohle zusammen kommt!

  • Das Ding wird sowieso definitiv kein vernünftige Bilder schießen. Es sei den man bewegt sich kaum.

  • Ich finde das Ding schon extrem hässlich, wenn, dann sollte das Ding deutlich kleiner sein

  • der Preis ist sehr sehr gesalzen ^^

    • Vorallem wenn man bedenkt, was eine GoPro so alles kann und mit welcher Qualität, ist der Preis für dieses hässliche Stück Plastik hier doch extrem überzogen.

      • Dafür kann die GoPro nur 2-3 Stunden aufnehmen, ist viel größer und du mußt von Hand alles runterkopieren und sortieren usw...

        Die Software findet auch interessante Momente (ähnlich Google+ Photos) damit du nicht selbst dursuchen mußt - und das ist der eigentliche Vorteil

      • 2-3 Stunden im Video-Modus. Im Time Lapse Modus viel mehr.

        Kopieren und sortieren ... das macht man innerhalb von 2 Minuten und wenn es sei muss, lasse ich die Bilder ebenfalls durch nen Filter rauschen. Auch dafür gibt es genügend Software.

        Defacto stehen hier eine Menge € gegenüber von ca. 15 Minuten Arbeit, Software ausfindig zu machen.

  • Praktisch um das Date im intimen Augenlick zu fotografieren.
    Mal ehrlich ... das Ding ist Mist und greift direkt in die Privatsphäre von vielen Leuten gleichzeitig ein ...

  •   28

    Also ich will nicht das überall Leute mit einem Gerät runlaufen, welches mich im vorbeigehen ungefragt fotografiert.

Zeige alle Kommentare
20 mal geteilt

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!