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3 Min Lesezeit 22 Kommentare

Gadget der Woche: Micro, der 3D-Drucker für 300 Dollar

In der Rubrik Gadget der Woche zeigen wir regelmäßig coole Gadgets - kleine technische Spielereien, die den Alltag erleichtern, besonders fortschrittlich sind oder einfach nur Spaß machen. Heute: Micro, der erste 3D-Drucker für den Endverbraucher. 

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Macht sich gut neben der Hauskatze: Der 3D-Drucker Micro. / © M3D

Was ist Micro?

Micro ist ein kleiner 3D-Drucker, der auf jeden Schreibtisch passt, relativ ansprechend aussieht und mit einem Preis von 200-300 US-Dollar zudem noch äußerst erschwinglich ist. Damit wird der 3D-Drucker aus der Profi-Nische geholt und erstmals einem breiten Markt an Endverbrauchern zugänglich gemacht. Der Drucker hat die Form eines würfels mit offenen Seiten und kommt in mehreren Farben. Mit dem Drucker kommt die passende Software, die sich komplett mit Touchscreen bedienen lässt und einfach und intuitiv verständlich sein soll. Mit ihr können Nutzer vorgefertigte 3D-Modelle ausdrucken, Entwürfe ihren Bedürfnissen anpassen oder eigene Modelle entwerfen.    

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Nicht nur für Hobbybastler: Der 3D-Drucker Micro. / © M3D

Wie funktioniert Micro? 

Micro wurde von seinen Entwicklern so konzipiert, dass die Bedienung auch für Laien verständlich ist. Im Grunde brauchen Endnutzer nur die passende Software und können dann Objekte drucken, so wie sie sonst Dokumente am PC ausdrucken. Der Drucker presst heißen Kunststoff durch eine Düse, die in allen drei Dimensionen beweglich ist. So wird das fertige Objekt Schicht für Schicht geformt. Baupläne können online gesucht und dann in eine eigene Bibliothek heruntergeladen werden. Von dort aus können sie bei Bedarf noch angepasst und dann direkt gedruckt werden.  

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Ein Blick in die Software. / © M3D

Die für den 3D-Druck gebräuchlichsten Materialien, sogenannte Filamente, sind PLA (Bio-Kunststoff aus Pflanzen) sowie ABS (Kunststoff aus Erdöl). Beide können mit Micro verwendet werden, außerdem die hauseigenen Filament-Spulen von Micro sowie andere Standard-Filamente mit einem Querschnitt von 1,75 Millimeter. Die Micro-Spulen wurden entwickelt, damit Micro-Nutzer mehr Materialien und Farben zur Auswahl haben. Sie können im Micro verstaut werden, wiegen 225 Gramm und kosten für die Laufzeit des Kickstarter-Projekts 12 Dollar. 

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Grüner Drucker, orange Spule: Micro bringt Farbe in die triste grau-schwarze Welt herkömmlicher Drucker.  / © M3D
Abmessungen 185 x 185 x 185 mm
Gewicht 1 kg
Software-Kompatibilität Windows, Mac, Linux
USB-Anschluss ja
Materialien (Filamente) PLA, ABS, Nylon etc.
Spulenbreite 1,75 mm 
Schichtendicke 50-350 Mikrometer
Genauigkeit  15 Mikrometer (X- und Y-Position) 
Maximale Druckmaße 116 mm Höhe, 109 x 113 mm Fläche (oberhalb von 74 mm: 91 x 84 mm Fläche)
Software MD3-Software, Unterstützung von Open-Source-Software
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Fünf Farben stehen zur Auswahl. / © M3D

Was ist daran so cool? 

3D-Drucker sind im Trend, die Vorstellung, sich alles selbst drucken zu können, gleicht für viele einem absoluten Heilsversprechen. Das größte Problem war aber bisher meistens der Preis: 3D-Drucker waren für den durchschnittlichen Endverbraucher meistens schlicht nicht erschwinglich. Micro setzt genau an diesem Punkt an. Zu einem Preis von 200-300 Dollar könnte sich jeder einen solchen Drucker leisten. Der Erfolg ist dem Projekt schon jetzt sicher: Die Kickstarter-Kampagne ist erst heute angelaufen, und schon jetzt haben die Macher ihr Ziel mehr als erreicht - auf der Projektseite konnte man in den ersten Stunden zuschauen, wie die Zahl der Unterstützer zunahm, rund eine Stunde nach Beginn waren bereits 180.000 US-Dollar zusammengekommen, zwei Stunden später waren es bereits 266.000 Dollar - 50.000 hatten sich die Macher als Ziel gesetzt.    

Via: Engadget Quelle: Kickstarter, M3D

22 Kommentare

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  • Tom 12.05.2014 Link zum Kommentar

    Ich hab das Ding unterstützt, meiner kommt mit der ersten Charge.
    Wenn man mal bei Thingiverse und ähnlichen Seiten guckt, was da alles geht...Wahnsinn.
    Das geht bei Kleinigkeiten wie einem fehlenden "Lego" Stein los, über passende Ersatzteile für alles Mögliche (Plastikclips für ne Abdeckung im Auto, Deckel für die Fernbedienung, etc) los und Endet noch lange nicht bei nützlichen Dingen wie einem genau auf den eigenen
    Schrank angepassten Weinglas-Halter zum verschrauben.
    Ein Zahnrad fürs Modellauto des Nachwuchses ist kaputt? Kein Problem, das drucken wir nach.Coolen Schlüsselanhänger für den Eingangsbereich? Alles klar, hier mit Namen jedes Haushaltsmitglieds. Monopoly mal anders? Warum nicht mit ner Kinekt (oder einigen Fotos, die Software ist ja verfügbar) jedem seine "eigene" Spielfigur machen? Der teure Akkuschrauber gibt den Geist auf? Bei Thingiverse gibts z.b. für Bosch passende Akku-Halter zum selber ausdrucken. Passende Lithium Zellen rein und die Kontakte aus dem Original...tada.
    Samstag Abend bricht ein Halter aus dem Ikea-Regal, weil sich der Nachwuchs drauf gestellt hat? Was solls, drucken wir schnell einen nach.
    Der Düsenadapter für den Staubsauger ist kaputt, den gibts nicht einzeln? Kein Problem. Entweder kleben, einscannen und nachdrucken, oder mal googeln, für die bekannteren Marken gibt es vieles schon, auch für Mixer und viele andere Haushaltsgeräte.

    Die Dinger stehen am Anfang, aber wer schon mal so ein Ding bedienen durfte, und wer solche Ideen mag, dem wird da schon der Mund wässrig. Und der "Kleine" da oben wird sogar mit einer 0,35mm Düse ausgeliefert, da geht schon was.

    BTW: Wer meinte das Material wäre teuer - eine Rolle gibts für 7€, und damit druckt man schon ne ganze Weile ;-)


  • Am Anfang wird zum Ausprobieren gedruckt, aber schon bald verstaubt das Ding in einer Ecke. So jedenfalls befürchte ich es.


  • @verano
    ich dachte das heißt so:
    1. Unterhosen klauen
    2. ???
    3. Profit

    aber für 300€ wäre das echt cool.
    Jetzt müsste man nur noch wissen wie groß die druckbaren Objekte maximal werden können


    • Steht ja auf der Kickstarter Seite:

      Dimensions: Print height: 116mm (4.6"). Base Print Area: 109mm x 113mm. Print Area Above 74mm: 91mm x 84mm.

      Für die kleinen Ausmaße des Druckers gar nicht so schlecht.

      Natürlich nicht der erste Drucker in diesem Preisbereich. MakiBox ist mir hier ein Begriff. Gibts sogar mit geschlossenem Gehäuse und beheitztem Druckbett. Aber die Auflösung ist glaube ich schlechter.

      Würde mich ja auch dafür interessieren, aber noch nicht wirklich was gefunden wo ich sagen kann, ja das lohnt sich für mich und ist vielleicht mehr als eine eher kostspielige Spielerei.


  • Technology Payback FTW! ;-)


  • problem bei so günstigen druckern ist das die eben nur in einer farbe drucken. diese koennte zwar bemalt werden. aber eine richtig glatte Oberfläche ist noch nicht drin. man sieht einfach jede rille bzw aufgedruckte schicht.
    hab vor einigen monaten geräte bis 800 euro angesehen.
    aber diese teile sind noch nicht das was wir unter 3d Drucker erwarten.
    es ist eben kein replikator.
    wenn es irgendwann moeglich ist verschiedene Elemente zu drucken. verkauft samsung nur noch den blueprint fuer das galaxy s 11 und jeder druckt sein phone angepasst und personalisiert aus.

    was das wohl fuer Arbeitsplätze bedeutet.

    in einer doku (glaub auf arte) wurde mal drüber philosophiert was moeglich waere.
    da war von smartphone bis hosen und tshirts alles bei.

    erst uebernehmen die Chinesen die kleiderproduktion weil billige arbeiter. jetzt holen wir die Produktion wieder zurück.
    technologischer payback ;)


    •   25

      Quatsch. Nie wird es ein Smartphone zum Ausdrucken geben. Nicht in den nächsten 100 Jahren. Solange selbst noch bei Foxconn Menschen Arbeiten, weil es nicht anders geht....


  • 1. 3D-Drucker kaufen
    2. Viele 3D-Drucker drucken
    3. Profit!


  • Geil! Endlich Waffen für jedermann :) Hab mir schon immer eine AK 47 gewünscht...

    Die dann nur leider nicht funktioniert ;) Gott sei Dank!!

    Im Ernst: Ich bin mal gespannt wie lange es dauert, bis man damit auch so etwas "drucken" kann... Hoffentlich noch sehr sehr lange, bzw. hoffentlich ist so etwas gar nicht möglich.


  • ich will meine Lego Steine an heute drucken


  • Die Dinger sterben doch schon seit 2 Jahren wieder aus weil sie nichts taugen und im Unterhalt zu viel kosten.


  • Eine nette Spielerei, jedoch wird das Teil nachher bestimmt nicht maßhaltig sein.
    Aufschmelzdrucken ist eben etwas für den kleinen Geldbeutel.


  • mich würde interessieren wie lange ein Druck dauert, etwa auch 8 Stunden oder weniger?


  • Müsste so auf Ei Größe festgelegt sein,oder ?


  • Kann man mit so einem 3D Drucker eigentlich auch bunt drucken, wenn man die Farben zwischendurch wechselt? 😊


    • Du könntest auf jeden Fall verschiedene Elemente drucken und die dann nachher zusammenfügen. Oder gemusterte Filamente nehmen, für einen Marmor-Look :-)


  • Weiß man auch etwas zu den minimalen Maßen der zu druckenden Objekte?


  • Witziges Teilchen. Aber irgendwie erinnert mich das immer an Tintenstrahldrucker. Billiges und einfaches Gerät, aber das Druckmaterial wird dann in Gold aufgewogen ... ;-)

    BTW: Da steht "MD3-Software". Sollte das evtl. "M3D-Software" heißen ??

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