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Von nervig bis lästig: So ruiniert das Smartphone Euer Leben!

Das tägliche Leben hat sich durch den Siegeszug der Smartphones mitunter deutlich verändert. Auch trugen soziale Netzwerke, diverse Apps und technische Verbesserungen bei den Smartphones dazu bei, dass wir uns anders verhalten und anders miteinander kommunizieren. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Diese Fünf "Smartphone-Phänomene" können einem aber, meiner Meinung nach, das Leben definitiv erschweren!

1. Der Selfie-Wahnsinn 

Ohne bessere Smartphone-Kameras und eine einfacherere Bedienung​ wäre der Selfie-Trend wohl ausgeblieben. Da die Technik aber immer besser wurde, schießen nun Millionen Smartphone-User jeden Tag Bilder von sich und veröffentlichen diese über soziale Netzwerke. Auf den Selfie-Zug sind natürlich längst auch Prominente aufgesprungen, die sich selbst oder zusammen mit ebenfalls bekannten Persönlichkleiten ablichten und so teils Millionen von Fans erreichen. 

Selfies sind mittlerweile zu einer Art Standortbestimmung von Smartphone-Usern geworden. Man will zeigen, wo man war, mit wem man dort war und wie viel Spaß man dort hatte. Diese Schnappschüsse können mitunter sehr nervig sein, denn wer will schon ständig über das - vermeintlich "tolle" - Leben der Anderen informiert sein?

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Immer und überall muss noch ein Selfie geknipst werden. © ANDROIDPIT

2. Das Spion-Syndrom

Mit Smartphones und Apps wie WhatsApp ist es kinderleicht, mit einer Person in Kontakt zu treten und diese Kommunikation verläuft meist ohne Probleme? Nicht ganz, denn durch die neuen Möglichkeiten ergeben sich auch neue Probleme. So sieht jemand, der eine Frage über einen Messenger schickt, ob der Empfänger die Nachricht auch wirklich bekommen und gelesen hat. Wenn er dann nicht darauf antwortet, kann das zu Missverständnissen und großem Ärger führen. Und weil auf dem Smartphone nicht nur Nachrichten gespeichert werden, sondern auch Fotos und Videos, ist das kleine mobile Gerät eine Fundgrube für alle Spione, die mehr über eine Person herausfinden wollen. 

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Was machst du, warum hast du nicht, wo bist du?! © ANDROIDPIT

3. Immer in Kontakt bleiben, immer erreichbar sein

Wie gesagt ist es heutzutage sehr einfach, sich mit jemanden über das Smartphone und die passenden Apps zu unterhalten. Es geht blitzschnell und schon ist der Smartphone-User mit Freunden und Familienmitgliedern verbunden. Gegen ein nette Unterhaltung ist auch gar nichts einzuwenden, wenn jedoch ständig Anfragen bei einem eintreffen, auf die man auch noch flott reagieren soll, geht einem das schnell auf die Nerven. Besonders ärgerlich ist der "Fragen-Terror", wenn man auf der Arbeit ist oder mit einem lieben Menschen beim romantischen Dinner sitzt. 

TELEGRAM VS WHATSAPP
Wenn man nichts zu sagen hat: Einfach mal still sein! © ANDROIDPIT

4. Der hilflose Mensch

Durch Smartphones ist nicht alles besser, aber vieles leichter geworden. Durch einen Blick auf Yelp wissen wir sofort, welches Restaurant empfehlenswert ist und selbst in völlig fremden Städten ist der Smartphone-User dank Google Maps nicht wirklich verloren. Wenn jedoch das größte Schreckensszenario für einen Smartphone-Freak auftritt, verwandeln sich gestandene Männer und selbstbewuste Frauen in hilflose Kinder. Also wenn das Smartphone weg ist oder es kein mobiles Internet gibt. Was für ein Horror!

Wir verlassen uns viel zu sehr auf die Informationen aus dem Smartphone und treffen teils wichtige Entscheidungen nicht mehr selbst. Das Smartphone ist zu einem Begleiter geworden, der uns ständig etwas einflüstert und uns in eine ganz bestimmte Richtung führt. Ob dieser Weg für einen selbst richtig ist, wird oft nicht mehr hinterfragt. Das Smartphone wird schon Recht haben!

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Wo geht's hier nochmal nach Hollywood? © ANDROIDPIT

5. Die Sucht nach dem Telefon

Viele Smartphone-User mögen ihren kleinen Begleiter nicht nur, sie lieben ihn regelrecht. Diese Liebe geht oft soweit, dass sie sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen können. Sogar vor dem Aufstehen, beim Zubettgehen, beim Essen und auf der Toilette wird der mobile Begleiter gezückt. Laut einer Umfrage des französischen Online-Magazins Madame Figaro, können rund 40% der Befragten (2000 Teilnehmer) nicht auf ein Smartphone verzichten. Auch verbringen die Smartphone-Fans immer mehr Zeit mit dem Handy. Laut Madame Figaro holen viele das Smartphone an einem Tag über 220 Mal heraus und es wird über drei Stunden genutzt. Na wenn das mal kein Suchtverhalten ist! 

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gesammelt oder seht Ihr die Sache nicht so eng? Wie geht Ihr damit um? Sagt es uns in den Kommentaren! 

Dieser Artikel basiert auf Texten von Jessica Murgia von AndroidPIT Italien und Pierre Vitré von AndroidPIT Frankreich

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Top-Kommentare der Community

  • Aries 24.10.2015

    Ob die Leute Selfies machen oder nicht, lässt mich kalt. Die Leute machen viel und solange es mich nicht erheblich einschränkt, brauche es mich nicht zu kümmern.

    Die Frage "Warum gehst Du nicht ans Telefon, wenn Du schon ein Handy hast?" kenne ich schon aus der Dumbphone-Aera. Meine Antwort: "Ist wurscht, jetzt sprechen wir ja." Und wer nachdenkt, kann sich die Frage ganz leicht selbst beantworten. Ich halte das in Messenger-Zeiten nicht anders.

    Die Probleme Spion und sich leiten lassen sind mein tägliches Reden. Viele, wenn nicht die meisten nutzen Smartphones zu gedankenlos. Es geht nicht in erster Linie um die NSA, wenngleich auch staatliche Interessen durchaus negativ kippen können. Unsere freie Gesellschaft ist nicht in Stein gemeißelt! Vielmehr geht es um familiäre und berufliche Bereiche. Wenn der Partner oder der Chef aus Informationen Schlüsse zieht, die man dann entkräften muss. Oder wenn man die Kinder nicht wirklich frei lässt.

    Warum soll ich nicht mein Smartphone nehmen, um ein Restaurant zu suchen? Warum soll ich mir nicht vom Smartphone die Geschichte zur Sehenswürdigkeit anzeigen lassen? Warum soll mir Öffi nicht die Verbindung zum Ziel zeigen oder Navigon mich im Auto ohne eingebautes Navi lotsen? Die anderen Möglichkeiten gibt es doch auch noch: Reiseführer, Aushangpläne, Straßenschilder. Und meistens ist eine Kombination aus Bewährtem und Neuem das Optimum.

    Ich finde es übrigens viel angenehmer, dass jetzt viele in der U-Bahn keine große Zeitung mehr haben, sondern am Smartphone oder Tablet lesen. Und wer lieber chattet, so what? Mir ist es eher unangenehm, wenn alle um mich herum mitlesen können.

    Wie schon jemand anderes geschrieben hat, habe auch ich die Benachrichtigung für vieles ausgestellt. Für Mails oder Nachrichten brauche ich das nicht. Und wenn doch mal ein Ereignis eintritt, bei dem ich aktuelle Infos haben möchte, dann kann ich die Benachrichtigung dann ja aktivieren.

    Die 220 mal, an denen man täglich das Smartphone zückt, relativieren sich damit. Man sollte nämlich das abziehen, wo das Smartphone nur etwas ersetzt hat.

    Nichtsdestotrotz ist das ein Bericht, der jedem in seinem Umgang mit dem Smartphone nachdenken lassen sollte, ob sich nicht etwas verändern lässt.

  • Stefan Soroway 25.10.2015

    Naja das Smartphone ist heute:
    Telefonbuch
    Telefon
    Notizbuch
    Tagebuch
    Terminplaner
    Lexikon
    Spielekonsole
    Fotoapperat
    Straßenkarte/Navigation
    Buch (zum Teil, ich habe einen richtigen Reader?
    Uhr

    Und jetzt frage ich mal wie oft haben Leute bevor dem Smartphone: Ihren Terminkalender rausgeholt? Ihr Notizbuch? Ihr Telefon? Die Straßenkarte? Auf ihre Uhr geschaut?

    Es ist einfach so, dass das Smartphone sehr viele Dinge vereint. Oder hat man bisher gesagt? Eh du guckst 10 mal am Tag in deinen Terminkalender, süchtig oder was?

86 Kommentare

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  • Ich HABE kein Smartphone... und ich finde es gut so. Alles, was das blöde Smartphone kann, gibt es auch auf normalen, internetfähigen Rechnern und im Gegensatz zu Smartphones nervt der mich nicht mal dann, wenn er hochgefahren ist. Da habe ich noch die volle Kontrolle über alles. Ein Smartphone ist wie ein Tamagotchi: ständig will es in die Ladestation, piept und quatscht und streamt herum... BEACHTE MICH!!!!
    Ein Desktop-PC hingegen ist wie ein neutraler, rücksichtsvoller Helfer (->Server). Der ist zwar nicht so "smart" wie mobilen Cousins, aber wenigstens darf ich bei dem noch selbst denken.

  • Man muss die ganze Sache differenzierter betrachten. Ein Smartphone kann nützlich sein, muss es aber nicht zwangsweise. Ruinieren tut es das Leben auch nicht, das kann nur der Mensch selbst.
    Als Bahnfahrer freue ich mich über Smartphones und Tablets statt über die uralt-Handys. Warum? Es wird weniger gequatscht, der Lärmpegel ist ruhiger. Man tauscht sich per Messenger, Mail, Twitter und co aus und das ist angenehm leise und selbst bei einem vorübergehenden Funkloch brüllt dann keiner ins Mikro.
    Man muss die Technik nur zu nutzen wissen und sich nicht Sklave seines Smartphones machen.

  • Sein Leben kann man sich selbst ruinieren, durch Dummheit, Faulheit, falsche Entscheidungen usw.
    Dazu braucht man kein Smartphone.

    • Richtig. Manchen unterstellt man auch, sie seien fernsehsüchtig, weil sie stundenlang vorm Fernseher hocken, oder computersüchtig, weil sie lange und ausgiebig vorm PC hocken. Sucht definiert sich nicht darüber, ob man etwas gerne oder extrem lange macht, sondern darüber, ob man selber in der Lage ist, dieses Verhalten wieder abzustellen. Bei den hier dargestellten Verhaltensweisen sollte es eigentlich immer möglich sein, diese wieder abzustellen. Nur wenn jemand das ohne fremde Hilfe nicht kann, ist er süchtig.

  • Naja, mal wieder eine Schlagzeile, die der Bild-Zeitung alle Ehre machen würde, aber das Niveau von Androidpit fragwürdig macht. Ein Smartphone welches einem das Leben ruiniert???? Seit wann hat ein Smartphone ein Eigenleben? Vielleicht muß ein neues Gesetzbuch her, was ein Smartphone so darf und nicht darf?
    Frei nach dem Motto "Ich wars nicht, mein Smartphone war es!" ??? Oh, man!!!

  • @Stefan Grund:
    Ist da nicht ein Rechtscheibfehler in der Überschrift? Das Wort "runiert" müsste doch "ruiniert" heißen, oder sehe ich das falsch :/

    Gruss Baki

  • First World Problems

  • 1.) Ich nehme mir das Recht heraus, auch mal einen Moment lang nicht erreichbar zu sein, indem ich eine WhatsApp-Nachricht nicht sofort beantworte und indem ich mein Smartphone über Nacht stets ausschalte. Mir hat deswegen noch nie einer meiner Kontakte die Hölle heiss gemacht. Scheint mir eher ein Teenie-Problem zu sein.

    2.) Da ich für meine jeweiligen Smartphones jeweils ziemlich viel Geld abdrücke (erhalte diese nicht durch Vertragsverlängerungen), kann ich mich zeitlich fast nicht genug damit beschäftigen, um für die Kohle auch das Maximale an Spass und Unterhaltung herauszuholen. Süchtig bin ich deswegen aber noch lange nicht.

  • Ich weiß nicht, mir ist das alles zu deutsch. In jedem Fortschritt und jeder Neuerung immer nur das negative sehen und daran herumnörgeln. Das Smartphone hat so viele gute Seiten und noch so viele Möglichkeiten, die noch längst nicht ausgeschöpft sind. Da steckt noch so viel positives Potential drin. Durch meine Hobbys und Interessen hab ich mit so ziemlich allen Altersgruppen zu tun und stelle eins immer wieder fest, sehr viele fühlen sich einsam. Und das sind nicht nur die Rentner, die manchmal schon total dankbar sind, wenn sie bloß mal von einem Verkäufer im Laden angesprochen werden. Das sind auch ganz viele Jugendliche. Und von Leuten im mittleren Alter, die oft vor lauter Arbeitsstress gar keine Zeit mehr finden, einen Freundeskreis überhaupt mal aufzubauen will ich noch gar nicht reden. Da bieten Smartphone und verschiedene Apps heute Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren. Und wie gesagt, ich glaube, wir stehen da erst am Anfang. In einigen Jahren wird es noch viel mehr Communities geben und Möglichkeiten mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und zu kommunizieren. Das ist eine Bereicherung für die Gesellschaft und nicht die Verblödung, wie oft behauptet wird.
    Man muss auch mal das positive sehen.

  • Naja das Smartphone ist heute:
    Telefonbuch
    Telefon
    Notizbuch
    Tagebuch
    Terminplaner
    Lexikon
    Spielekonsole
    Fotoapperat
    Straßenkarte/Navigation
    Buch (zum Teil, ich habe einen richtigen Reader?
    Uhr

    Und jetzt frage ich mal wie oft haben Leute bevor dem Smartphone: Ihren Terminkalender rausgeholt? Ihr Notizbuch? Ihr Telefon? Die Straßenkarte? Auf ihre Uhr geschaut?

    Es ist einfach so, dass das Smartphone sehr viele Dinge vereint. Oder hat man bisher gesagt? Eh du guckst 10 mal am Tag in deinen Terminkalender, süchtig oder was?

  • Hi, alles durchaus richtig was der Autor anführt, aber wie heißt es so schön, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Vor allem neuen wird gewarnt und die schlimmsten Befürchtungen geäußert und am Ende war alles garnicht so schlimm. Ich würde mich selbst auch als jemand bezeichnen der Technik verrückt ist, aber wenn ich etwas ausprobiert habe legt sich der Hype auch wieder und das geht schon seit dem C64 so. Hab aber überlebt und haltenmich für einen verantwortungsvollen Zeitgenossen der Technik nutzt und das gerne 😸

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