Audi E-Tron: Mehr Fehlstart geht wohl nicht

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Bastian Siewers
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11.06.2019, 15:10:19 via Website

Ich hatte mich ja sehr auf den neuen E-Tron gefreut, und ihn mir letzte Woche auch endlich aus nächster Nähe mal beim Händler angeguckt. Ich komme aus einer VW-Familie, Audi gehört zu meinen absoluten Favoriten.

Aber was sich Audi nun beim E-Tron leistet, ist dann doch etwas überraschend. Erst die deutliche Verspätung, die ja noch irgendwo verständlich war, ist es doch ein völlig neues Fahrzeug, bei dem es leider zu Problemen kommen kann. Aber nun macht die News die Runde, dass es Probleme mit dem Akku gibt und es unter Umständen zu Bränden durch eindringende Feuchtigkeit kommen kann.

Mich erinnert das ein wenig an die lieben Updates bei Samsung. Erst kommen sie spät, dann sind sie verbuggt und müssen erst mal wieder zurückgenommen werden. Nur sind die möglichen Schäden bei einem Auto deutlich größer, von möglichen Personenschäden mal ganz zu schweigen. Bei Autos sind Rückrufaktionen leider keine Seltenheit, aber bei einem solchen Fahrzeug, das mit so viel Tam Tam vorgestellt wurde, hinterlässt es einen wirklich faden Beigeschmack.

Wie seht ihr das? Ist das noch akzeptabel? Oder hat Audi hier komplett daneben gegriffen?

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11.06.2019, 16:31:31 via Website

So ist das, wenn alles komplexer wird und die Entwicklungszyklen immer kürzer bzw gleichbleibend. Siehe Boeing.

Ich frage mich, ob der Dieselskandal, der Druck durch Gesetzgeber sowie die Angst, Tesla könne Vorreiter werden nicht vielleicht dazu geführt hat, dass das Fahrzeug zu schnell auf den Markt geworfen wurde.

Dass es ausgerechnet in den USA zu Rückrufen kommt, kann auch bedeuten, dass man den dort üblichen hohen Schadensersatzzahlungen entgehen möchte.

Zu deiner Frage:

Ich finde nicht, dass man das als daneben Greifen bezeichnen kann. Zumindest zum jetzigen Stand der Dinge. Es ist immernoch vorbildlich, einen Fehler selbstständig zu finden und den Mut zu haben, die Fahrzeuge daraufhin zurück zu rufen. Das ist aus Image- und Kostensicht immerhin ein Risiko.

— geändert am 11.06.2019, 16:34:52

Janz neu: Eisberge mit Bluetooth und NFC. Damit Schiffe beim Stoß sofort syncen.

Badum tzz.

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  • Forum-Beiträge: 3.240

11.06.2019, 17:07:36 via Website

Hallo Basti,

ich glaube es ist in der Vergangenheit schon mehrmals deutlich geworden, dass ich dem e-Mobilitäts-Thema eher distanziert gegenüber stehe - das schliesst KI und Autonom ein.
Auch wenn ich (oder gerade deshalb ?) hauptberuflich Software-Fuzzi bin.

Die Akkutechnologie ist m.E. in diesen abgerufenen Leistungen immer noch nicht ausgereift und definitv noch zu teuer.
Audi scheint das ja in diesem Falle wenigstens zuzugeben - Andere scheinen das eher zu ignorieren oder besser "auf die lange Bank" zu schieben. Aber auch deren Aktionäre werden jetzt ziemlich nervös.

Bestätigt wurde ich letzte Woche dahingehend, indem es um meinen Lithium Ionen-Speicher ging, den ich zu der PV Anlage meines Neubaus erwerben wollte. (9kW)

Fakt : Ohne eine extra abgeschlossene "Risiko-Versicherung" ist das Ding nicht aufstellbar.

Antworten aus mehreren Seiten nach dem "Warum" :
Man dürfe immer nicht außer Acht lassen, dass man sich schliesslich eine Bombe in den Keller setzt.

Abgesehen davon , dass man mit dem Anschaffungskosten NIEMALS eine Ersparnis und erst recht nicht etwas Gutes für die Umwelt tut , denn das Ding ist in 10-12 Jahren kaputt , Schrott und muss entsorgt werden. (wie und wo auch immer)
Bei 10000 Euro Kosten (Bei einer Effizienz von gerade mal 80 %) = unrentabel.
Nein , es ist kein altes Model , sondern das was der Markt derzeit liefern kann :-)

Ergo : Auch wenn du dich auf die Kiste gefreut hast, - Sei froh , wenn da einer die Handbremse gezogen hat - der ist wenigstens ehrlich .
(Nein und ich bin weder VW oder Audi Fan - ganz im Gegenteil )

— geändert am 11.06.2019, 17:40:12

Liebe Grüße - Stefan
[ App - Entwicklung ]

Tenten

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  • Forum-Beiträge: 487

11.06.2019, 23:01:40 via App

Sicher geht noch vieeeel mehr Fehler ! Das Automobil wird "neu" erfunden . Was wäre denn die Alternative, Verbrenner sicher nicht !

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Bastian Siewers
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12.06.2019, 09:29:13 via Website

Die Diskussion wollte ich hier nicht erneut losbrechen, Vos Becker. Das haben wir ja schon an vielen Stellen häufig diskutiert ;)

@Stefan: Interessante Info zum Akku im Keller. Meine Eltern hatten das beim Hausbau vor fast 20 Jahren auch vor, scheiterte aber an der Lieferbarkeit der Zellen. Letztlich haben sie es dann doch nicht umgesetzt. Von einer solchen Versicherung, die man abschließen muss, höre ich das erste Mal.

Zum Thema: Natürlich ist es positiv, das Problem jetzt zu erkennen und bei noch recht wenige Fällen sofort zu reagieren. Ich möchte mal behaupten, dass man das so auch erwarten darf (auch wenn die Vergangenheit uns eines besseren belehrt hat ...). Aber für den Start eines technologisch vollkommen neuen Fahrzeugs ist das schon eine ziemliche Katastrophe. Ich bin gespannt, wie die Sache weitergeht. Nicht, dass hier der nächste Note-7-Fall ins Haus steht :D

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