Satelliten als Lösung für globales flächendeckendes Internet oder doch nur Müll?

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Sophia Neun
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15.05.2019, 10:53:44 via Website

In Deutschland kennt doch eigentlich jeder diese Ecken, in denen man weder Mobilfunkempfang hat, noch DSL oder Kabel richtig ausgebaut sind. Doch auf der ganzen Welt gibt es solche Ecken und an vielen Orten wird es vermutlich nie wirklich möglich sein Internet über die "klassischen Wege" zur Verfügung zu stellen.

Hier soll nun ein Projekt von Elon Musk Abhilfe schaffen und über ein Satelitennetzwerk das Internet Weltweit mit einem Ping von unter 40 zur Verfügung stellen. Natürlich ist dies nicht so gut wie Beispielsweise VDSL (ca. 10 MS) oder LTE (ca. 15 MS), doch gerade in Gebieten, wo man ansonsten gar keinen Zugang zum Internet hätte, vermutlich dennoch eine sehr gute Lösung.

Seht Ihr hier einfach nur mehr Satellitenmüll oder ein Projekt, welches richtig umgesetzt eine gute Lösung sein kann?

— geändert am 15.05.2019, 15:53:56 durch Moderator

Viele Grüße,
Sophia

AndroidPIT-Regeln

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15.05.2019, 13:14:33 via App

Ich weiß nicht, ob es was zur Sache tut, aber was nützt mir ein überall vorhandenes, langsames Internet, wenn das Handy nach 5 Sekunden beschließt “Bah! langsames Internet! Mag ich nicht, mache ich nicht,ich werde mich nicht verbinden!!!“

Das passiert (mir) jetzt schon häufig in der Innenstadt. Meistens samstags.

Im allgemeinen finde ich die Idee sehr gut.
Lieber Satelliten für das mobile Internet, als für Spionage und Bombenangriffe.

💕🎀 Tierschutz-Shop 🎀💕

. . . . . .Helfen. Einfach so. . . .

🐾 🐾 🐾 🐾 🐾 🐾

BITTE, DENKT DARAN!
Pflastersteine und Asphalt sind im Hochsommer heiß, aber die Hunde tragen keine Schuhe wie wir.

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  • Forum-Beiträge: 3.812

15.05.2019, 13:57:34 via Website

Die Antwortzeiten sind etwas bescheiden, doch der Durchsatz kann durchaus ausreichen. Bei DSL hatte man zu Anfangszeiten teilweise 70 - 90 ms, da sind obige Ping-Zeiten durchaus i.O., man darf ja auch die Entfernungen für die Signalwege nicht vergessen, bei DSL war man lediglich nur ein paar Strassen entfernt.

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  • Forum-Beiträge: 17.191

15.05.2019, 15:45:14 via Website

Damals hatte man aber auch noch keine so aufgeblähten Webseiten. Wenn weiterhin elfundneuzig Requests an irgendwelche Drittanbieter, die irgendetwas tracken sollen, gestellt werden, sind das elfundneuzig mal 70 - 90 ms.

Grüße
Aries

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Bastian Siewers
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  • Forum-Beiträge: 9.729

15.05.2019, 15:53:14 via Website

Also ich glaube, mit Zeiten von 70 - 90 ms sollte man noch gut klar kommen. Erst ab 150 oder sowas wird wohl auch der Normalo sich fragen, warum sein Internet so unglaublich langsam ist. Ich muss aktuell mit einer DSL-Leitung mit ca. 35 - 40 ms leben, und komme gut damit klar. So gut es denn geht :D

Viel entscheidender finde ich da schon die Download-Geschwindigkeiten. Allein mit meiner 25er-Leitung bin ich da nicht wirklich zufrieden und fühle mich manchmal 10 Jahre zurückversetzt. In meiner alten Wohnung hatte ich zuletzt ne 200er-Leitung 😥

— geändert am 15.05.2019, 15:55:37

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  • Forum-Beiträge: 17.191

15.05.2019, 16:43:13 via Website

Eure Seiten im Forum verbinden sich beispielsweise mit:

  • www.androidpit.de
  • static.androidpit.info
  • fonts.gstatic.com
  • neads.delivery
  • www.googletagmanager.com
  • www.google-analytics.com
  • fonts.googleapis.com

Das wären also 7 x 70 ms = 490 ms in einfachsten Fall (nur ein Request pro Verbindung).
Dein DSL-Anschluß braucht für den gleichen Fall 7 x 35 ms = 245 ms. also nur die halbe Zeit.

Grafiken (Bilder, Icons, Logos) sind schon mehrere auf einer URL. Von Javascript- und CSS-Dateien sind auch häufig mehr als eine vorhanden. Eventuell kommt noch der Redirect von androidpit.de und/oder von http zu https hinzu. Das summiert sich dann ganz schnell zu mehreren Sekunden Latenz. OK, das ist der Worst-Case, falls die Requests nicht parallel abgearbeitet werden können, aber der Worst-Case sollte tragbar sein, dann ist auch der Normalfall tragbar.

Hinzu kommt, dass atmosphärische Störungen erheblich mehr Fehler verursachen. Weit entfernte Gewitter und sogar gerade entstehende Gewitter sowie Sonnenwind können die Fehlerrate erheblich ansteigen lassen. Vom TV kennt man das, wenn Artefakte entstehen. Bei Internetverbindungen müssen dann Pakete erneut gesendet werden. Was beim TV ein ärgerlicher Klotz ist, würde einen Filetransfer im Internet komplett unbrauchbar machen und Websites sind nichts weiter als eine Ansammlung von Filetransfers.

Das alles summiert sich und der Anwender wundert sich über träges Internet, obwohl doch eine riesige Bandbreite versprochen wird.

— geändert am 15.05.2019, 16:44:48

Grüße
Aries

Frk

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Bastian Siewers
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  • Forum-Beiträge: 9.729

15.05.2019, 17:17:37 via Website

Da gebe ich dir vollkommen Recht. Aber statt gar keinem Internet habe ich lieber eins mit ein paar Sekunden Verzögerung.

Das Wetter könnte hier tatsächlich eine erhebliche Rolle spielen. Da bin ich noch viel gespannter, wie stabil das Ganze laufen kann.

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  • Forum-Beiträge: 3.812

15.05.2019, 17:56:53 via Website

Na, ganz so grau sehe ich es nicht, selbst wenn ich schon eine Weile aus dem Job raus bin und nicht mehr so im Thema bin, denn werden Transfers verworfen, wird nicht gleich das ganze File in den Müll getreten, sondern nur das geschrotete Paket. Ich vermute darüber hinaus mal, dass nicht jeder über eine Fritzbox verfügt und bei anderen Routern die MTU-Size anpasst, denn da kommen u. U. dann viele zusätzliche Pakete hinzu und der Overhead steigt.
Letztlich wird bei dem Projekt von Elon Musk ein Ping von unter 40 ms angegeben.

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