Alexa-Sprachaufzeichnungen werden ausgewertet? Na und!

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Sophia Neun
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12.04.2019, 11:02:34 via Website

Gefühlt alle Medienportale haben gestern darüber berichtet. Bloomberg hat aufgedeckt, dass Amazon Mitarbeiter bezahlt, damit diese sich die Sprachaufzeichnungen von Alexa anhören, um den Dienst zu verbessern. Doch ist das wirklich so schlimm, wie alle sagen?

Für mich ist es irgendwie logisch, dass sich noch immer Menschen damit beschäftigen müssen solche Dienste zu verbessern. Maschinelles Lernen ist zwar schon weit und kann hier auch eingesetzt werden, aber eben noch nciht komplett. Erschreckender finde ich eher die Tatsache, dass sie diese Aufnahmen nicht anonymisiert auswerten, sondern immer die Account-Nummer, der Vorname und die Seriennummer zugeordnet sind. Auch finde ich es fragwürdig, dass es keine Möglichkeit gibt, dem zu widersprechen. Natürlich müssen sie Daten sammeln, aber wäre eine Option "Ich möchte nicht das meine Daten manuell ausgewertet werden" zu viel verlangt? Wenn ich meine Smartwatch einrichte, meinen Computer oder mein Smartphone kann ich Auswertungen auch immer widersprechen.

Besitzt Ihr ein Gerät mit Amazon Alexa und wie fühlt Ihr Euch nach den Erkenntnissen von Bloomberg?

image
Wird es Zeit die smarten Lautsprecher aus dem Haus zu verbannen?

Viele Grüße,
Sophia

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Pippi
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12.04.2019, 11:05:44 via App

Genau aus diesem Grund gibt es bei uns keine einzige Alexa. wir haben nie daran geglaubt, dass Daten nicht übertragen werden bzw verarbeitet werden.

— geändert am 12.04.2019, 11:35:16

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Bastian Siewers
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12.04.2019, 11:22:05 via Website

Die Geheimniskrämerei halte ich auch für das eigentliche Problem. Daten werden so oder so zu Haufe ausgewertet, so lange das Ganze anonymisiert geschieht, habe ich da eigentlich auch kein Problem mit. Aber Amazon bekleckert sich hier ganz und gar nicht mit Ruhm. So ein Verhalten vermittelt alles andere als Vertrauen :/

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  • Forum-Beiträge: 2.265

12.04.2019, 11:23:54 via Website

Sophia Neun

Auch finde ich es fragwürdig, dass es keine Möglichkeit gibt, dem zu widersprechen. Natürlich müssen sie Daten sammeln, aber wäre eine Option "Ich möchte nicht das meine Daten manuell ausgewertet werden" zu viel verlangt?

Gibt es ja:
User uploaded photo
(https://www.amazon.de/hz/mycd/myx#/home/alexaPrivacy/home)

Bei mir war die Option jetzt eben ausgeschaltet, obwohl es hieß sie sei standardmäßig eingeschaltet. Evtl. als Reaktion auf die Berichte oder ich hab das vor 3 Jahren tatsächlich ausgeschaltet..

Sophia Neun

Erschreckender finde ich eher die Tatsache, dass sie diese Aufnahmen nicht anonymisiert auswerten, sondern immer die Account-Nummer, der Vorname und die Seriennummer zugeordnet sind.

Was sollen sie mit den Daten machen, wenn diese bspw. einfach oberhalb der Audio-Aufnahme angezeigt werden?
Ich hätte jetzt bspw. auch damit gerechnet, dass dies noch viel weniger anonym durchgeführt werden könnte.

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  • Forum-Beiträge: 3.138

12.04.2019, 12:10:54 via Website

Beim trainieren dieser Dienste (Alexa, Siri, Bixby etc.) geht es sicher nicht darum von wem sie kommen, sondern viel mehr um die Erkennung der Inhalte. Ob Hugo oder Emma 'Wish You Were Here' von 'Pink Floyd' hören möchte ist doch egal, aber der Titel und Interpret sollte schon passen. Es wären also anonymisierte Daten zum Training der Dienste vollkommen ausreichend!

Mein Mainframe -> HP16C

Troubleshooting-Probleme? -> Kepner Tregoe!

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Bastian Siewers
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12.04.2019, 14:38:22 via Website

Ich frage mich dann allerdings, wie sichergestellt wird, dass der Amazon-Mitarbeiter nicht zufälligerweise denjenigen kennt :D

Ne, im Ernst, wie schon im Magazin geschrieben wurde, Menschen kommen auf verrückte Ideen, wenn sie die Möglichkeit bekommen. Ich will ehrlich gesagt nicht wissen, was dem ein oder anderen einfallen würde ...

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  • Forum-Beiträge: 3.211

13.04.2019, 06:34:59 via Website

Sophia, du bist ja bekannt für deine Affinität für solche Gadgets (Smart Home, Alexa usw) :).
Mich wundert halt dieses völlig kritiklose Verhalten der Leute. Alexa ist ein Wanze und arbeitet auch offiziell als Wanze. Zum funktionieren muss sie ja mithören. (das betrifft ja nicht nur Alexa)
Durch das Mithören werden persönliche Daten generiert und weitergeleitet. Das diese nicht komplett anonymisiert werden, ist traurig, aber nicht verwunderlich. Denn, wenn etwas möglich ist, wird es auch genutzt, egal, ob das moralisch verwerflich ist, rechtlich grenzwertig oder nicht.

»Die Möglichkeiten der deutschen Grammatik können einen, wenn man sich darauf, was man ruhig, wenn man möchte, sollte, einlässt, überraschen.«

Aries

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  • Forum-Beiträge: 16.583

13.04.2019, 12:12:09 via Website

Bastian Siewers

Ich frage mich dann allerdings, wie sichergestellt wird, dass der Amazon-Mitarbeiter nicht zufälligerweise denjenigen kennt :D

Google verfälscht deshalb angeblich die Stimmen. Aber der Bankmitarbeiter kennt auch meine finanzielle Situation und ist vielleicht ein Freund aus der Kindheit. In anderen Läden kann es ähnlich sein, aber niemand bekommt alles von mir mit und zeichnet das auch noch auf. Diese totale Information, auch wenn man gar nicht daran denkt, dass jemand (versehentlich) mithorcht, ist für mich das eigentliche Problem. Die Berichte beweisen doch, dass diese Geräte und die dazugehörigen Prozesse bei weitem nicht ausgereift sind.

Grüße
Aries


#deletewhatsapp
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Frk

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  • Forum-Beiträge: 3.211

13.04.2019, 12:27:10 via Website

Aries

Die Berichte beweisen doch, dass diese Geräte und die dazugehörigen Prozesse bei weitem nicht ausgereift sind.

Sind sie wirklich nicht ausgereift oder hält man sich da was offen?

»Die Möglichkeiten der deutschen Grammatik können einen, wenn man sich darauf, was man ruhig, wenn man möchte, sollte, einlässt, überraschen.«

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