Threema Work offizieller Messenger bei Daimler

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C. F.
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19.07.2018, 19:49:28 via Website

Auch große Konzerne besinnen sich darauf, interne und teils sensible Daten zu schützen:

Threema Work wird als offizieller Firmen-Messenger im Gesamtkonzern eingesetzt. Auf Firmenhandys ist die Nutzung konventioneller Chat-Apps für geschäftliche Zwecke untersagt.
Primärer Use Case ist der Versand von Ad-hoc-Nachrichten und die Team-Kommunikation in Gruppenchats.
Threema Work wird ebenfalls für die breite Informationsverteilung und Top-Down-Kommunikation genutzt, z.B. von Leadership 2020.
Auch bei Meldesystemen kommt zunehmend Threema-Technologie in Form von Threema Gateway zum Einsatz.
Ob Firmenhandys oder private Geräte (Bring Your Own Device), Threema Work ist allen Mitarbeitenden zugänglich.

https://work.threema.ch/de/success-story/daimler

— geändert am 19.07.2018, 19:49:59

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21.07.2018, 10:37:25 via App

Nur weil was die Industrie verwendet , ist etwas nicht besser/schneller/sicherer/komfortabler für den Privatanwender !
Das sind zwei paar Schuhe !

Windows home und Professional sind auf den ersten Blick auch gleich unterscheiden sich dann aber doch gewaltig in ihren Möglichkeiten

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C. F.
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21.07.2018, 10:49:31 via Website

Aber es ist EU-DSGVO konform. Ich selbst benutze Threema seit einigen Jahren und vermisse keinerlei Funktionen.

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21.07.2018, 11:13:20 via Website

Threema Work scheint ja ganz prima zu laufen.

Ich nehme an, dass es bei Daimler auch ein Rechenzentrum (pardon: IT-Servicezentrum) gibt, welches u. a. auch Groupware, E-Mail, Verzeichnisdienste, IdM und co. administriert. Warum hat man denn dort keinen XMPP Server aufgesetzt und hat auch den Messenger-Dienst unter eigener Kontrolle statt unter Kontrolle eines anderen Unternehmens? Dann könnte man gleich alle Services an Fremdunternehmen vergeben, wenn man konsequent wäre. Ein XMPP-Server ist viel weniger Hexenwerk als bspw. Exchange, wo man stets einen externen Berater braucht.

Läuft Threema Work eigentlich in der Art und Weise, dass z. B. verschickte und empfangene Bilder nicht durch eine andere App gelesen werden können, bspw. die Galerie?

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C. F.
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  • Forum-Beiträge: 529

21.07.2018, 11:47:27 via Website

Ich vermute mal, Du hast noch nie XMPP in einer Gruppe benutzt. Denn dann wüßtest Du ob der riesigen Nachteile von z.B. ChatSecure oder Conversations. Und Konzerne wie Daimler setzen keine Bastellösungen ein, die irgend jemand privat programmiert hat, sondern fertige administrierte Produkte mit Firmen-Support.

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21.07.2018, 11:48:00 via Website

König Frank I.

Warum hat man denn dort keinen XMPP Server aufgesetzt und hat auch den Messenger-Dienst unter eigener Kontrolle statt unter Kontrolle eines anderen Unternehmens?

XMPP hat den Nachteil, dass man die Verschlüsslung abschalten kann, bei Threema ist alles verschlüsselt. Es gibt auch keinen Client, der dich per MDM konfigurieren lässt. Damit könnten die Mitarbeiter andere XMPP-Server einrichten und so die Unternehmens-Policy umgehen. Aus Unternehmenssicht ist das bestimmt ein großer Nachteil von XMPP.

Verstehe mich nicht falsch, grundsätzlich wäre ich auch für offene Lösungen. Ich habe versucht, den Standpunkt von Daimer einzunehmen.

Läuft Threema Work eigentlich in der Art und Weise, dass z. B. verschickte und empfangene Bilder nicht durch eine andere App gelesen werden können, bspw. die Galerie?

Wo kommen die verschickten Bilder her?
Die liegen irgendwo auf dem Gerät und sind ohnehin durch andere Apps erreichbar.

Empfangene Bilder sind bei Threema zunächst nie in der Galerie sichtbar, sondern liegen verschlüsselt in der Chat-Datenbank. Erst, wenn man sie speichert, erscheinen unter "Threema-Pictures" in der Galerie.

Oft müssen die Bilder weiterverarbeitet, zum Beispiel in Dokumente eingearbeitet werden. Eine Export-Funktion darf daher nicht fehlen oder soetwas würde am Ende doch wieder per E-Mail ausgetauscht werden.

Chats kann übrigens auch aus Threema exportieren und die liegen dann unverschlüsselt vor. Man kann auch Teile per Copy und Paste in andere Anwendungen übertragen. Ob Screenshots möglich sind, ist eine Option in Threema, allerdings könnte das per MDM grundsätzlich abgeschaltet werden.

In Summe erscheint mir Threema aus technischer wie aus vertraglicher Sicht aktuell die beste Lösung für Privatleute und Unternehmen.

Einen XMPP-Server halte ich für Schulen für eine sinnvolle Lösung zur Kommunikation mit den Schülern und Studenten. Die damit hoffentlich einhergehende Weiterentwicklung könnte XMPP dann auch für Firmen interessant werden lassen.

— geändert am 21.07.2018, 11:51:39

Grüße
Aries


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  • Forum-Beiträge: 1.953

21.07.2018, 12:00:16 via Website

C. F.

Ich vermute mal, Du hast noch nie XMPP in einer Gruppe benutzt. Denn dann wüßtest Du ob der riesigen Nachteile von z.B. ChatSecure oder Conversations. Und Konzerne wie Daimler setzen keine Bastellösungen ein, die irgend jemand privat programmiert hat, sondern fertige administrierte Produkte mit Firmen-Support.

Deine Vermutung ist falsch. Nur benutzen wir nicht o. g. Clients, sondern Pix-Art und haben damit wenig bis keine Schwierigkeiten. Und selbst wenn ein Konzern jemanden einstellt, der einen Fork von z. B. Conversations entwickelt, hätte man eine eigene Softwarelösung. Wenn deine letzte Annahme der Wahrheit entspräche, würde man wohl kaum Linux in Unternehmen einsetzen. Da muss man sich auch immer um Softwareentwickler bemühen statt bei MS und ähnlichen Firmen von der Stange zu kaufen.
Okay, LiMux ist zwar gescheitert, war aber dennoch mal einen Versuch wert.

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  • Forum-Beiträge: 1.953

21.07.2018, 12:05:30 via Website

Aries

XMPP hat den Nachteil, dass man die Verschlüsslung abschalten kann, bei Threema ist alles verschlüsselt.

Es hindert niemanden daran, eine Softwarelösung zu entwickeln, die nur mit verschlüsselten Nachrichten arbeitet.

Es gibt auch keinen Client, der dich per MDM konfigurieren lässt. Damit könnten die Mitarbeiter andere XMPP-Server einrichten und so die Unternehmens-Policy umgehen. Aus Unternehmenssicht ist das bestimmt ein großer Nachteil von XMPP.

Auch daran kann man arbeiten.

Verstehe mich nicht falsch, grundsätzlich wäre ich auch für offene Lösungen. Ich habe versucht, den Standpunkt von Daimer einzunehmen.

Klar, man wird sich ja Gedanken gemacht haben, um eine wirtschaftliche Lösung zu finden. Aber vor dem Hintergrund, dass XMPP kein Hexenwerk ist, Unternehmen daran gelegen ist, ihre Daten immer bei sich zu behalten (E-Mail, Verzeichnisdienst, Groupware, Storage usw.), kann man die Frage stellen, warum man ausgerechnet einen Messenger-Dienst auslagert.

Empfangene Bilder sind bei Threema zunächst nie in der Galerie sichtbar, sondern liegen verschlüsselt in der Chat-Datenbank. Erst, wenn man sie speichert, erscheinen unter "Threema-Pictures" in der Galerie.

Aha, das wäre bspw. auch ein Punkt, den man bei einem evtl. Fork von Conversations berücksichtigen müsste. Da landen alle empfangenen Bilder nach Empfang direkt im internen Speicher.

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  • Forum-Beiträge: 15.622

21.07.2018, 12:35:29 via Website

König Frank I.

Aha, das wäre bspw. auch ein Punkt, den man bei einem evtl. Fork von Conversations berücksichtigen müsste. Da landen alle empfangenen Bilder nach Empfang direkt im internen Speicher.

Nein, landen sie nicht.

Ich hatte Unrecht.

— geändert am 21.07.2018, 12:42:57

Grüße
Aries


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  • Forum-Beiträge: 435

21.07.2018, 13:49:09 via App

C. F.

Aber es ist EU-DSGVO konform. Ich selbst benutze Threema seit einigen Jahren und vermisse keinerlei Funktionen.

Ich weiß, ich hab unter anderem auch Threema, aber Threema Work ist doch was anderes als der "normale Messenger .

...und zu XMPP , der administrative Aufwand ist im Gegensatz zu Works gewaltig

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C. F.
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21.07.2018, 15:46:44 via Website

[cite vos becker]

...und zu XMPP , der administrative Aufwand ist im Gegensatz zu Works gewaltig

...und den tut sich kein Konzern an, wenn der Messenger zu 100% verlässlich laufen muss. Reicht ja schon, wenn einer aus der Gruppe ein neues Smartphone bekommt und dann in alle Gruppen sich alle erst mal gegenseitig die Schlüssel akzeptieren müssen. Kann man unter Freunden machen, in einem Konzern aber vergessen.

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  • Forum-Beiträge: 435

21.07.2018, 18:11:48 via App

Ich denk schon das ein Dax-Unternehmen das Wissen/Fähigkeit hat XMPP sicher und ausfallsicher zu betreiben . Für eine "flache" Hierarchie auch geeignet . In Sache Sicherheit Threema überlegen von daher kann ich mir schon vorstellen das es parallel für "kleine" Gruppen auch in grossen Unternehmen schon lange Läuft .

— geändert am 21.07.2018, 18:12:54

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21.07.2018, 18:19:16 via Website

Betreiben ist eine Sache. Aufbauen eine andere. Man hat die Arbeitskraft ja nicht auf Halde im Haus und muss sie nur aus der Kantine rufen ;)

Es billiger, vorübergehend und projektbezogen KnowHow einzukaufen.

Du darfst auch davon ausgehen, dass vor der Entscheidung für Threema für andere Lösungen Angebote eingeholt und bewertet wurden. Welche Lösungen dabei waren, wissen wir natürlich nicht, aber ins Unreine gedacht, mit meinen Kenntnissen von Threema und XMPP gäbe es für jeden Entscheider zu viele Fragezeichen bei XMPP. Das muss mir nicht gefallen, das ist einfach dem Projektziel geschuldet.

— geändert am 21.07.2018, 18:19:54

Grüße
Aries


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