DSGVO: noyb.eu bringt vier Beschwerden wegen „Zwangszustimmung“ gegen Google, Instagram, WhatsApp und Facebook ein

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C. F.
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16.06.2018, 12:43:37 via Website

Da kann man Max Schrems nur viel Erfolg wünschen:

Datenschutz à la „Friss oder Stirb“? Die seit heute gültige Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) soll den Nutzern eigentlich die freie Wahl geben, ob sie einer Datennutzung zustimmen oder nicht. Sehr anders fühlte es sich jedoch auf den Bildschirmen vieler Nutzer an: Tonnenweise wurden „Zustimmungen“ verlangt, oft auch unter Zwang, den Dienst ohne Zustimmung nicht mehr nutzen zu können. Nun gibt es vier Anzeigen gegen Google (Android), Facebook, WhatsApp und Instagram – alle nutzen eine „Zwangszustimmung“.

Übersicht zu den Beschwerden in vier Ländern

Die sehr ähnlichen Beschwerden sind zeitgleich bei vier Behörden
eingebracht worden um die Koordination zu erleichtern. Neben den
Behörden am Sitz der Betroffenen, wird vermutlich auch die irische
Datenschutzbehörde (link) involviert werden, da der Sitz in drei
Fällen in Irland liegt.

Den ganzen Artikel dazu gibt's hier: https://noyb.eu/?lang=de

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  • Forum-Beiträge: 15.666

16.06.2018, 13:06:20 via Website

Nein, ich wünsche Max Schrems nicht viel Glück! Ich wünsche ihm viel Erfolg! :D

Firmen legen sich das Recht immer so aus, wie es für sie am besten ist. Das machen sie auch, obwohl sie wissen, dass ihre Auslegung keinen Bestand vor einem Gericht hat. Denn sie wissen auch, dass bis zu einem Urteil fünf bis zehn Jahre vergehen und in dieser Zeit kann man weitermachen wie bisher. Gibt es eine einstweilige Verfügung, klagt man auch dagegen und die Kontrolle der Einhaltung fällt schwer bei global und damit unter diversen Rechtssystemen agierenden Konzernen.

Es bleibt eigentlich nur, dass wir Nutzer das wahrnehmen, was uns zusteht: Eigenverantwortung, also die Entscheidung, ob wir mit Unternehmen Verträge eingehen wollen, die unser aller Privatsphäre mit Füßen treten. Datz zählen auch Verträge, die wir nicht mit Geld bezahlen. Vor allem Verträge, die wir mit Daten anderer Leute bezahlen!

Wer eine Telefonnummer oder anderes scheinbar problemloses, anders als das Bundesverfassungsgericht, als nicht schützenswert ansieht, sollte sich überlegen, ob die Interpretation der Daten immer in seinem Interesse erfolgen wird und ob er die Konsequenzen klaglos akzeptiert, wenn die Interpretation nicht in seinem Interesse erfolgt ist.

Dann können wir den Datenschutz abschaffen. Dann hat niemand mehr etwas zu verbergen. Oder noch besser: Wer seine Daten verbirgt, begeht dann eben ein Verbrechen.

Grüße
Aries


Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht!

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