Suche Notiz-App, die Notizen auch drucken kann

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  • Forum-Beiträge: 3

06.06.2018, 22:19:06 via Website

Hallo,
ich bin Förster von Beruf und möchte gerne Bilder machen, mit Notizen versehen und dieses alles dann auch ausdrucken können. Da solche bebilderten Notizen möglichst lange verfügbar sein sollen (ich rede hier von vielen Jahrzehnten - so Bäume werden halt alt), müssen diese Notizen ausgedruckt werden (wer weiß, wie lange online-dienste verfügbar sind, bzw. Datenformate gelesen werden können). Wer hat da Erfahrungen mit Apps, die den Anforderungen genügen?

Gruß

Axel

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  • Forum-Beiträge: 2.382

07.06.2018, 00:22:34 via Website

Ein Ausdruck von Bildern, Texten, Tabellen usw. sind mit den meisten Apps möglich. Ich habe z.B. für meinen Drucker, ein OfficeJet Pro, die App von Hp installiert, mit dieser kann man auf dem Smartphone abgelegte Dateien an den Drucker schicken. Will man jetzt aus einer bestimmten App etwas ausdrucken, genügt es mit der Teilen Option (eine gängige Methode um etwas an eine App zu schicken) dieses Bild etc. an die Drucker App zu schicken um den Ausdruck durchzuführen.
Suche also zunächst mal im Play Store, eine App für deinen Drucker zu finden. Es gibt aber auch Drucker Treiber, denn das sind diese Apps eigentlich, von unabhängigen Programmierern wie PrinterShare, PrintHand Mobile usw.

Mein Mainframe -> HP16C

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  • Forum-Beiträge: 816

07.06.2018, 04:08:07 via Website

Du könntest auch eine Textverarbeitung installieren, in die Du die Fotos einfügst, und mit einer Beschreibung versiehst.
Der Vorteil, wenn es denn einer ist, wäre, dass weitere Funktionen der Textverarbeitung, wie das Erstellen eines Inhaltsverzeichnis, das Einfügen von Tabellen, Seitenzahlen usw. ebenfalls zur Verfügung ständen, und so quasi ein "Baumdokumentationsdokument" entstehen würde, das sämtliche Baumfotos samt deren Beschreibungstext enthält, und ständig anwächst. Formate wie docx oder odt gibt es schon sehr lange, wird es aber auch noch weiter sehr lange geben. Nichts desto trotz lassen sich das ganze Dokument oder Teile davon auch ausdrucken und in Papierform speichern, das hat Müli ja schon beschrieben.
Noch mal eine Steigerung wäre eine Datenbank, die Bilder und Texte nicht nur speichert, sondern auch gezielte Suchanfragen nach Datum, Baumart, geografischer Lokalisierung, Schädlingsbefall usw. zulässt.
Ich will Dir da natürlich nicht reinreden, aber im Ausdrucken sehe ich noch das kleinste Problem. Trotzdem stellt sich natürlich die Frage, ob man nicht auch elektronisch das Material besser als in einer Notizblattsammlung organisieren kann. Eine Datenbank ließe den Inhalt auch visualisieren und durch externe oder mitgelieferte Tools auswerten, um z.B. den Schädlingsbefall mit dem Wetter in Korrelation zu bringen.

Prinzipiell stellt sich auch die Frage, ob das alles auf dem Smartphone passieren soll, oder ob das nur für Fotos und Notizen verwendet wird, und die Speicherung und weitere Verarbeitung (auch das Ausdrucken) nicht auf einem PC, oder vielleicht in der Cloud erfolgt.

— geändert am 07.06.2018, 04:12:25

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  • Forum-Beiträge: 52

07.06.2018, 05:47:48 via App

Schau dir mal OneNote an. Dafür benötigst du allerdings ein Konto bei Microsoft. Synchronisierbar mit dem PC, Outlook und dem Outlookkalender.
Für deine Zwecke könnte auch Evernote in Frage kommen, die das ist aber u.U. kostenpflichtig. Mir war die Werbung zu aggressiv.

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  • Forum-Beiträge: 435

07.06.2018, 07:21:35 via App

Das mit einem "Notiz-Zettel" zu organisieren lässt mich ein bisschen an der Ernsthaftigkeit zweifeln !
Das Ausdrucke Jahrzehnte überdauern bezweifel ich ebenso.

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  • Forum-Beiträge: 3

11.06.2018, 10:23:06 via Website

Das mit den Ausdrucken geht schon in Ordnung. Gut gelagert bleibt Papier Jahrhunderte lesbar - wie jeder Archivar weiß.

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  • Forum-Beiträge: 15.633

11.06.2018, 11:33:06 via Website

Erfahrungen mit Druckertinte oder Toner hat man auch nur über künstliche Alterungsprozesse. Selbst die Schriften aus dem Mittelalter sind bei weitem nicht alle erhalten und mussten zum großen Teil restauriert werden. Egal welches Speichermedium, die Umgebungsbedingungen sollten möglichst optimal sein. Papier vergilbt schon nach wenigen Jahren und kann brüchig werden, wenn man es schlecht lagert. Außerdem ist es Nahrungsmittel für einige Tiere.

Elektronische und optische Speichermedien haben auch heute schon Achivierungszeiten, die Dir ausreichen sollten. Gebrannte BluRay-Disks sollen laut Labortests 50 Jahre halten. Selbst USB-Sticks liegen bei 30 Jahren.

Wem es wichtig ist, kann beispielsweise nach 10 Jahren neue Kopien auf einem neuen Medium erstellen.

— geändert am 11.06.2018, 11:34:19

Grüße
Aries


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  • Forum-Beiträge: 3

11.06.2018, 12:14:50 via Website

Danke für die guten Tipps. Ich habe mal die Kombi von "Google Notizen" und "Google Docs" probiert. Das erscheint zuerst einmal vielversprechend.

Jetzt habe ich die App "Spicture" gefunden. Die kann grundsätzlich genau das, was ich will.

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  • Forum-Beiträge: 81

11.06.2018, 18:00:34 via Website

Aries

Papier vergilbt schon nach wenigen Jahren und kann brüchig werden, wenn man es schlecht lagert. Außerdem ist es Nahrungsmittel für einige Tiere.

Elektronische und optische Speichermedien haben auch heute schon Achivierungszeiten, die Dir ausreichen sollten.

Informationen auf Papier haben aber den Vorteil, dass sie unmittelbar ohne technischen Gerätschaften oder Programme wahrnehmbar sind.
Bei elektronischen Speichermedien ist ja nicht nur deren direkte Haltbarkeit, sondern auch noch ihre Zugänglichkeit wichtig: Anschlüsse, Abspielgeräte, passende Programme zum Öffnen der Dateien... Wer weiß ob man da in 30 oder 50 Jahren bei Bedarf alles Nötige verfügbar hat.

Außerdem kann er die Fotos&Notizen ja auch leicht zusätzlich noch digital speichern.

Plenterx

Jetzt habe ich die App "Spicture" gefunden. Die kann grundsätzlich genau das, was ich will.

Sieht nicht schlecht aus. Die App werd ich mir auch mal merken :-)

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  • Forum-Beiträge: 2.165

11.06.2018, 20:09:23 via Website

Ich denke, das Papier wird halten, aber ich fürchte, die Schrift vielleicht nicht. Hab erst kürzlich im Archiv nach alten Akten von vor zehn Jahren gesucht. Da hatte jemand handschriftlich Notizen gemacht, die waren so gut wie nicht mehr zu lesen.

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  • Forum-Beiträge: 81

11.06.2018, 20:52:15 via Website

Tenten

Ich denke, das Papier wird halten, aber ich fürchte, die Schrift vielleicht nicht. Hab erst kürzlich im Archiv nach alten Akten von vor zehn Jahren gesucht. Da hatte jemand handschriftlich Notizen gemacht, die waren so gut wie nicht mehr zu lesen.

Ich hab vor kurzem mal ein altes Aufgabenbuch hervorgekramt, so knapp 25 Jahre alt, da ist alles noch piccobello lesbar, zeigt an Papier und Schrift fast gar keine nennenswerten Alterserscheinungen (nur der Rücken ist etwas zerfleddert, aber das ist glaub ich schon damals im Gebrauch passiert). Und das Büchlein wurde nicht unter Archivbedingungen gelagert.
Meine gebrannten (Daten-)CDs - deutlich jünger - sind dagegen schon längst nicht mehr lesbar, jedenfalls nicht mit einem normalen Laufwerk. Und USB-Sticks und Speicherkarten sind mir auch schon ein paar unerwartet verstorben.

Damit will ich natürlich nicht sagen, dass Papier&Schrift immer "für ewig" haltbar ist. Ich hatte durchaus auch schon Vergilbte Seiten und verblasste Schrift.
Aber generell halte ich "physische" Dokumente doch (potentiell) für recht langlebig.

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  • Forum-Beiträge: 15.633

11.06.2018, 22:33:58 via Website

Was waren das für Daten-CDs?
Mit welcher Hardware wurden sie gebrannt?
Die Brenngeschwindigkeit hat früher einen erheblichen Einfluß auf die Haltbarkeitsdauer gehabt. Das wurde im Laufe der Jahre immer besser. Eine aktuell gebrannte BluRay ist Pi mal Daumen um den Faktor 5 länger haltbar, als eine CD-ROM. Wohlmöglich ist die CD-ROM vom Grabbeltisch im Supermarkt. Für professionellen Einsatz sollte man schon bei den Medien auf Qualität achten.

Ich würde heute die Daten in eine Cloud. Von Google über Microsoft, Strato und Telekom bieten alle etwas an. Dann sind die Daten schon mal vor Zerstörung durch Wasser, Feuer etc. geschützt. Man sollte dann aber die kostenpflichtigen Angebote nutzen und nicht einen kostenlosen Account, der eigentlich für Privatleute gedacht ist, buchen. Damit hat man wohlmöglich auch gleich ein fortlaufendes Backup, um bei versehentlich gelöschten Dateien wiederherstellen zu können.

Kombiniert man das Archiv mit einer kleinen Datenbank, behaupte ich, man findet die Dokumente auch eher als in einem Turnschuarchiv. Vor allem kann man gleich zugreifen. Zudem kann man er Benutzerverwaltung gleich einen Schreibschutz implementieren. Schreiben dürfen nur wenige Personen oder man legt sich selbst auf, nur wenn es nötig ist, den User mit Schreibrechten zu verwenden, normalerweise aber mit Nur-Lese-Rechten im Archiv zu stöbern.

Ich habe Ende der 90er die erste Archivierung in großem Stil mitgemacht. Damals wurden mehrere Millionen Verträge eingescannt. DIe kann man heute noch abfragen. JPEG und PDF sind für Langzeitarchivierung ausgelegt. Die Formate verschwinden nicht von heute auf morgen. Wenn sie verschwinden, geschieht das über einen ausreichend langen Zeitraum, so dass man die Daten konvertieren kann. Vor dem Problem steht dann nämlich nicht nur Förster Axel, sondern weltweit alle Konzerne.

Vor fünf Jahren habe ich selbst privat alles digitalisiert und seitdem fortgeführt. Dokumente mit Urkundencharakter liegen in einem Bankschließfach. So kann ich sofort nachsehen, was Sache ist. Wenn ich doch mal ein Original brauche, muss ich halt zur Bank. Das Backup habe ich auf DVDs, aber ich bin dabei, dieses in eine Cloud in einen verschlüsselten Container zu speichern.

Natürlich muss ich den elektronischen Schlüssel besser aufbewahren, als den für meine Haustür, denn für elektronisch verschlüsselte Daten gibt es keinen Schlüsseldienst den ich bezahlen könnte - wenn das überhaupt jemand entschlüsseln kann. Und es macht auch Sinn, den Schlüssel jemanden Vertrauten zu geben, der dann an die Daten kommen kann, wenn es mir nicht möglich sein sollte.

Analog muss man sich auch für berufliche Zwecke ein System überlegen. Aber dazu kann man sich auch beraten lassen.

Grüße
Aries


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  • Forum-Beiträge: 81

12.06.2018, 12:58:29 via Website

Aries

Was waren das für Daten-CDs?
Mit welcher Hardware wurden sie gebrannt?

Aldi-Rohlinge, gebrannt im Laufwerk eines Aldi-Computers :P Wie Du schon richtig vermutet hast, allerbeste Qualität ;)
Später dann gelegentlich auch andere: TDK, Sony, Philips etc. Computer wurde zwischendurch auch mal ersetzt, was da genau für ein Laufwerk drin war - keine Ahnung.
Könnte nicht behaupten, dass ich bzgl. der Haltbarkeit zwischen den Marken der CD-Rohlinge große Unterschiede festgestellt hätte, habe das aber auch nicht wissenschaftlich akribisch verfolgt. Zwischen CD und DVD später ist mir dagegen schon ein gewisser Unterschied aufgefallen und erstaunlicherweise haben sich CDs die als Musik-CDs gebrannt wurden auch deutlich besser gehalten.
Brenngeschwindigkeit hatte ich ganz früher manchmal angepasst, allerdings nicht wegen Haltbarkeitsbedenken, sondern damit die Scheibe überhaupt erfolgreich gebrannt wurde und nicht irgendwann mittendrin mit ner Fehlermeldung ausgespuckt wurde. Später als sich das gebessert hatte, habe ich dann die Geschwindigkeit einfach auf der Automatikeinstellung belassen.
Mit Blueray ergäben sich bei mir schon die ersten Zugänglichkeitsprobleme - hab kein Blueray-Laufwerk, da müsste ich erst aufrüsten ;)

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