Lohnt sich die App-Entwicklung noch?

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  • Forum-Beiträge: 177

07.04.2018, 21:08:49 via Website

Ich habe gegen 2011 angefangen Apps zu entwickeln und diese im Play Store zu veröffentlichen. Reich geworden bin ich damit zwar nicht, aber es war damals ein netter Nebenverdienst. 2014 habe ich aber aufgehört meine eigenen Apps zu entwickeln da ich angefangen habe die App-Entwicklung auch beruflich zu betreiben und mich in meiner Freizeit nicht mit den gleichen Dingen beschäftigen wollte wie in der Arbeitszeit. Ich habe damals allerdings schon bemerkt, dass es schwieriger geworden ist Aufmerksamkeit und damit Einnahmen für die eigenen Apps zu generieren.
Wie sieht das heutzutage aus? Ich habe den Eindruck, dass alle Leute nur mehr die gleichen paar Apps installiert haben und niemand mehr bereit ist für Apps zu bezahlen. Gibt es hier noch Leute die es als Einzelkämpfer schaffen im Play Store Geld zu verdienen?

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  • Forum-Beiträge: 1.089

07.04.2018, 21:12:16 via App

Mit Müll wirst du sicher kein Geld verdienen! Falls du was gutes in den Play Store wirfst dann wird sich die app natürlich auch gut verkaufen. Eventuell ein "Freemium" Game ist hier am besten. Aber auf deine Frage gibt es eher keine pauschale Antwort. Eventuell hadt du Glück und verdienst damit gut oder eben nicht.

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Tenten

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  • Forum-Beiträge: 2.167

07.04.2018, 21:27:09 via Website

Ich nutze gerne und viel Apps, immer in der werbefreien Bezahlversion. Ich zahle gerne für gute Apps, die mir das Leben erleichtern oder Arbeit abnehmen. Ich habe auch nichts gegen ein Abomodell, solange sich Preis und Nutzen die Waage halten. Ich habe sogar eine App, die eigentlich gratis ist, aber so gut, dass ich jährlich dafür spende. Ich suche auch regelmäßig nach neuen Apps, aber ich stelle immer mehr fest, was da veröffentlicht wird, sind zumeist sehr schnell zusammengeschusterte Hobbyapps ohne durchdachte Funktionen. Oft werden diese dann auch bald aufgegeben und nicht mehr gepflegt. Der Play Store ist überflutet mit diesem Schrott, stattdessen fehlen in so gut wie allen Bereichen richtig gute Apps, die ihr Geld auch wert sind. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass, was gute Software betrifft, Android noch in den Kinderschuhen steckt. Da ist noch sehr viel Luft nach oben für Appentwickler. Es ist ein Jammer, wir haben sowas wie einen persönlichen Assistenten, den wir immer dabei haben (das Smartphone), können ihn aber nicht wirklich gut nutzen, weil es an brauchbaren Apps mangelt.

Gerrit Humberg

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  • Forum-Beiträge: 2.902

07.04.2018, 22:17:21 via Website

Hallo Daniel,

kurzum , wenn es nicht der seltene Kracher ist und auch nicht das entsprechende Budget an
Marketing & Mannschaft vorhanden ist, dann ist der Playstroe - wie der Name schon sagt - nur die Spielwiese für uns Entwickler, um die Erfahrung zu steigern.

Und wie ich das hier so unter uns "Entwicklern" sehe, hat so gut wie keiner eine App draussen mit der er gutes Geld zum Leben verdient,Sie machen es rein aus "JustforFun" oder für die Pizza mit der Freundin.

Ich erinnere mich an Volker aus dem Forum, der mit Unity 3D mal ein Spiel für seine Kids aufgesetzt hat und damit in Lohn und Brot wechseln konnte .
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.sundrumdevelopment.truckerjoe
Das war nicht geplant, reiner Zufall.

Alle die ich hier kenne - und auch gute fundierte Praxis mitbringen - verdienen sich ihre Brötchen anders .

Ich für meinen Fall , bin nun seit einigen Jahrzehnten selbständig und habe den Playstore nur dazu benutzt , perfekter zu werden. (Hauptberuflich bin ich im C/c++ bereich tätig)

Nun hat sich das Blatt ein wenig gewendet und ich habe recht gute App Aufträge aus der Industrie
umzusetzen. Aber auch nur bedingt dadurch , dass die Apps eher nur Bestandteil des ganzen Konzeptes ist und ich meine Kenntnisse kombinieren kann.

Derzeit so ausfüllend, dass ich Anfragen ablehnen muss. Und da ist auch finanziell das Potential.

Da ist m.E. der einzige Punkt um zu Punkten.

— geändert am 08.04.2018, 00:38:24

Liebe Grüße - Stefan
[ App - Entwicklung ]

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  • Forum-Beiträge: 24.246

07.04.2018, 22:57:06 via Website

Es gibt einige “weiße Flecken“ im Play Store.
Leider nimmt sich kaum jemand vor diese zu bearbeiten.
Da ich kein Entwickler bin, kann ich nicht sagen, woran es liegt.
Erstens die Apps für Blinde und Sehbehinderte.
Für Menschen mit Makuladegeneration, die noch vor zwei, drei Jahren einiges mehr gesehen haben und jetzt immer mehr Unterstützung brauchen, um nicht auf's Smartphone verzichten zu müssen.
Soweit ich sehen konnte, tut sich im IOS Bereich viel mehr.
Klar muss man für solche Apps bezahlen.
Da die Zielgruppe aber ihr ganzes Leben Rechnungen bezahlt hat, ist das kein Problem, denke ich.
Der andere weiße Fleck wären Apps, die zwar schon zig mal vorhanden sind, aber nicht so.
Ich denke immer wieder daran, was passiert, wenn z.B. meine geliebte Wecker App eines Tages zu veraltet ist und nicht mehr funktioniert?
Eine ganz simple App mit Naturgeräuschen (Vogelgezwitscher, plätscherndes Wasser Seeufer, eine Sommerwiese, Regen, Bauernhof, Gong).
Der Entwickler hat die Apppflege vor drei oder vier Jahren eingestellt.
Warum? Es war eine kostenpflichtige App, aber ich würde gerne wieder bezahlen.
Es gibt leider keine Alternative!
Ähnlich verhält es sich mit den Musikplayer Apps. Jede Menge Schrott!

💞🐾„Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren Gesicht man ohne Misstrauen schauen kann?“ (Arthur Schoppenhauer) 🐾💞

Tenten

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  • Forum-Beiträge: 2.902

07.04.2018, 23:47:32 via Website

Hallo Ingalena,

ich hatte schon mal irgendwo hier im Form ähnlich geantwortet.

Mittlerweile lohnt sich der Arbeitseinsatz im Verhältnis zu den Einnahmen nur noch ganz ganz selten.
Diese sind i.d.R. die absolute Ausnahme.

Da gehen Monate drauf , für einen Umsatz , der nicht einmal den Wochenendtrip mit Frau finanziert.
Es sei denn , du machst ein echtes Geschäft draus, bei dem mehrere Entwickler und viel Geld dahinter steckt (z.b. Marketing - siehe auch oben)

Bei Abgaben von rund 40-50 % PLUS die Arbeitszeit PLUS die Pflege : Dann kannst du dir ganz schnell ausrechnen , wieviel Apps für einen Euro veräussert werden muss, damit die Wurst im Kühlschrank ist.
Und erlaubst du dir ein wenig Werbung zu integrieren (Freeversion) dann ist das Geschrei gleich gross.
Du kennst die Kommentare aus dem Forum - Abzocke, Unverschämtheit etc etc - wohlgemerkt für etwas, bei dem sich jemand hinsetzt um etwas KOSTENLOS zu liefern .
Es hagelt negative Einträge , die App wird niedergemacht und wird niemals mit dem Ar*** hochkommen.

Und das für nächtelange Arbeit ? Das tut sich heutzutage keiner mehr an.
Erinnere dich an die Musikapp hier im Forum , bei der der Entwickler dann entnervt hingeschmissen hat.
(Das war ein Namesvetter von mir)

Deshalb sterben viele viel "Halbleichen" im Store.

Für eine vernünftige MusikApp - und ich habe hier auch mein UFO schon Monate liegen ( (U)n (F)ertiges (O)bjekt) - muss das Ding schon überragend sein und heutzutage auch Streaming ( Spotify etc ) unterstützen , damit es "wahrgenommen" wird. Dies wird allerdings von den Streamingdiensten vertraglich verboten.

Genau so verhält es sich bei Apps die eine (Seh) Schwäche unterstützen.
Keiner wird jemals den Arbeitseinsatz bezahlen - Auch wenn du Dies das als Entwickler mit sozialen
Hintergrund zu 100% unterstützen möchtest - Er braucht aber trotzdem etwas zu Essen.
Dann nutzt es auch nichts ,wenn die App 30 Eus kostet.

— geändert am 08.04.2018, 00:18:07

Liebe Grüße - Stefan
[ App - Entwicklung ]

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  • Forum-Beiträge: 24.246

08.04.2018, 00:04:33 via Website

Deshalb habe ich gleich gesagt, dass ich das aus der Sicht der Nutzer/Kunden sehe.
Ich habe keine Ahnung wie lange z.B. die Entwicklung so einer Wecker App dauert. 2 Tage, 3 Wochen?
Beim Preis von, glaube ich , damals 3 € und 10 Tsd. Downloads, finde ich es zumindest kostendeckend.
Oder sehe ich es falsch?
Ich hoffe für alle Entwickler, die eine solide Arbeit leisten, dass sich die Mentalität der User ändert (den Eindruck habe ich jedenfalls) und ihre gute Leistung auch gewürdigt wird.

Was die Apps für Sehbehinderte angeht, ich habe eine Zeitlang intensiv gesucht und viele Apps getestet.
Ich hatte das Gefühl ich bin in einem Dorfladen statt im “Centro Oberhausen“

Disclaimer: ich habe nichts gegen einen Dorfladen ;)

💞🐾„Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren Gesicht man ohne Misstrauen schauen kann?“ (Arthur Schoppenhauer) 🐾💞

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  • Forum-Beiträge: 2.902

08.04.2018, 00:09:58 via Website

Beim Preis von, glaube ich , damals 3 € und 10 Tsd. Downloads, finde ich es zumindest kostendeckend.
Oder sehe ich es falsch?

Wenn es so geblieben wäre , dann würden wir uns die Diskussion sparen können :-)

An so ner App sitzt auch nur 2-3 Tage :-)
An einer MedianApp Monate ( wenn sie denn auch was können soll)

— geändert am 08.04.2018, 00:10:32

Liebe Grüße - Stefan
[ App - Entwicklung ]

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  • Forum-Beiträge: 15.640

08.04.2018, 00:37:27 via Website

swa00

Und erlaubst du dir ein wenig Werbung zu integrieren (Freeversion) dann ist das Geschrei gleich gross.
Du kennst die Kommentare aus dem Forum - Abzocke, Unverschämtheit etc etc

Keine Frage, eine Vollbildwerbung, die die Nutzung der App unterbricht nervt, ein Banner an oberen oder unteren Bildrand weit weniger. Bei jeder Art ist das [X] häufig so klein, dass man eher versehentlich auf die Werbung tippt und damit auch das Risiko eingeht, ein Abo abzuschließen, als dass sich die Werbung schließt. Zudem führt die gesamte Fläche der Werbung außer dem [X] zum beworbenen Produkt.

Was die wenigsten Kritiker überreißen, ist das Tracking im Hintergrund der Werbung. Es dürfte auch kaum jemandem bewusst sein, dass eine App vielleicht zu Recht Zugriff auf Kontakte und Kalender benötigt und diese Zugriffe ausschließlich für die benötigten Zwecke einsetzt, aber ein Werbemodul hat automatisch auch diese Zugriffe und kann damit die gleichen Daten auslesen. Das in Verbindung mit den diversen IDs (Android-ID, Google-Werbe-ID, Telefonnummer, IMEI) ist schon sehr personalisiert und lässt mich die Anonymität in Frage stellen.

Wenn ich dann auch noch reihenweise separate Bezahlversionen finde, die trotzdem Werbemodule beinhalten, fühle ich mich verarscht. Es sei aber erwähnt, dass ein Entwickler auf meinen Hinweis die Module sofort entfernt hat (Tacit Dynamics, Entwickler von FolderSync Pro) und einer wahrscheinlich auf meinen Hinweis nach Monaten die Werbemodule entfernt hat (WetterOnline GmbH, Entwickler von WetterOnline Pro).

Grundsätzlich halte ich die Preise für Apps für viel zu niedrig. Für iOS sind die Preise etwas höher, aber immer noch sehr niedrig. Für den PC haben Virenscanner mindestens 20 Euro gekostet und nach einem Jahr musste man eine neue Lizenz kaufen. Spiele waren vom Grabbeltisch für 20 Euro erhältlich. Aktuelle Spiele haben selten unter 80 Euro gekostet. Ein MS-Office kostete sogar (abhängig vom Umfang) viele 100 Euro.

Welchen Durchschnittspreis haben Kauf-Apps? 5 Euro? Die Office-Apps von Microsoft sind sogar kostenlos. Das kann sich nur ein Konzern leisten, der Clouddienste mit der App verbindet, die er kostenpflichtig macht oder durch Werbung und Tracking das Geld einnimmt.

Mich wundert es nicht, wenn Hobbyentwickler sich zurückziehen. Erst Recht, wenn sie noch Bashing ertragen müssen. Schließlich muss man schon zahlen, wenn man eine App veröffentlichen will. Eventuell wird eine Infrastruktur hinter der App benötigt, die bezahlt und administriert sein will. Die unzähligen Stunden, die man investiert hat, noch gar nicht eingerechnet. Und dann zahlt Google nur ab einem Mindestbetrag aus. Ich würde gerne mal wissen, wieviel "virtuelles Geld" bei Google liegt, das nie zur Auszahlung kommt.

Grüße
Aries


Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht!

swa00

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  • Forum-Beiträge: 1

26.04.2018, 21:02:36 via Website

Warum nicht? Immer mehr Menschen nutzen Smartphone. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich dieser Trend ändern sollte. Wenn es um die Effizienz geht, werden die iOS-Betriebssysteme im Vergleich zu Android tatsächlich stärker unterstützt. Ich würde mir selber kein Software vornehmen, ohne dafür vorher eine entsprechende Infrastruktur entwickelt zu haben. Die Produktionskosten können manchmal extrem hoch sein, was bereits im Forum angesprochen wurde. Das macht das ganze Projekt unkalkulierbar. Wenn ich also eine mobile App entwickeln möchte, würde ich auf eine externe Softwarefirma setzen. Es gibt sicherlich Firmen, die solche Apps erstellen und die es billiger machen als auf eigene Faust zu versuchen, so was eigenständig zu meistern. Wenn man noch dazu ihre Erfahrung berücksichtigt, sollte finanziell alles stimmen. Ich würde eher im Osten suchen, in Polen. Da muss man gar nicht weit suchen, schaut mal auf Breslau. Die haben da jede Menge Softwarefirmen, die IT-Outsourcing machen. Ich habe beispielsweise eine solche Softwarefirma kennengelernt - Altimi. Die Sache mit der weiteren App-Unterstützung sollte sich dann auch irgendwie erledigen.

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  • Forum-Beiträge: 2.902

26.04.2018, 21:13:53 via Website

Ich würde eher im Osten suchen, in Polen. Da muss man gar nicht weit suchen, schaut mal auf Breslau.

Rechtlich ohne gesonderten Rahmenvertrag bedenklich - Es existieren unterschiedliche
Mental Property und Lizenzrechte , die schwer & unsicher zu umgehen sind.

Im B2B Bereich eher bedenklich.

— geändert am 26.04.2018, 21:21:48

Liebe Grüße - Stefan
[ App - Entwicklung ]

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Gelöschter Account
  • Forum-Beiträge: 257

26.04.2018, 21:15:52 via App

Auch ich bin hauptberuflich wie auch hobbymäßig Softwareentwickler und ich finde nicht, dass sich so was nicht mehr lohnt. Ganz im Gegenteil: Wenn man weiß, was man macht und das, was man macht, auch für Andere gut ist, kann man in dieser Branche durchaus richtig Asche machen. Wie meine Vorredner aber schon geschrieben haben, ist das Angebot an richtig guten Apps mit der Zeit immer unübersichtlicher geworden, was dem Verdienst eines App-Entwicklers nicht grad zugute kommt... Die meisten Apps werden auch einfach in den Play Store geschubst und dann einfach nicht mehr geupdated. Das ist meiner Meinung nach der größte Fehler, den man machen kann. Unfertige bzw. fehlerhafte Apps nicht mehr upzudaten, sorgt für Sicherheitslücken ohne Ende und auch die User werden es einem Programmierer nicht sonderlich danken...

Einfach ranhalten und motiviert bleiben, denn nur so bleibt man immer bei der Sache und kann sich ständig weiterentwickeln und verbessern! :)

Tenten

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  • Forum-Beiträge: 1

30.08.2018, 16:40:38 via Website

Wir haben vor kurzem ein Android App erstellt und ich kann echt sagen dass unser Auftraggeber macht damit jetzt schon gute Gewinne. Ohne Werbung, einfach organisch. Ich glaube Man kann noch mit Apps Geld verdienen, Hauptsache du findest eine Nische mit möglichst wenig Wettbewerber und erstellst ein App mit Mehrwert für die Nutzer.

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