Doogee T5 - Vorinstallierte Malware - was tun?

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  • Forum-Beiträge: 132

22.06.2017, 10:16:58 via Website

Hallo zusammen,

ich habe Anfang Mai ein "Doogee T5" (für meine Partnerin) und ein "Doogee T5 Lite" (für mich) gekauft.
Seit ca. 1-2 Wochen nach der Einrichtung der Geräte erscheinen bei uns beiden immer wieder ganzseitige Werbeeinblendungen (Werbung für APN News).
Dass dafür irgendeine durch uns installierte APP verantwortlich ist, kann ich aus folgenden Gründen ausschließen:

  • Es gibt nur sehr wenige Apps, die wir beide installiert haben.
  • Meine Partnerin verwendet fast nur die vorinstallierten Apps (SMS, Telefon, Kamera, Gallerie).
  • Auf meinem Doogee T5 ist keine App installiert, die nicht auch auf meinem Samsung Galaxy S7 Edge installiert sind, und auf dem Samsung habe ich das Problem nicht.

Da das Doogee T5 zumindest im europäischen Raum nicht so verbreitet ist, habe ich zu dem Problem noch nicht so viel Informationen finden können.
Alles, was ich gefunden habe, ist ein Thread in einem anderen Forum, in dem es um das Doogee T6 geht, auf dem wohl ab Werk eine Malware installiert sein soll, die sich im Verzeichnis "/system/priv-app/BeautySnap/" befinden soll. Und genau dieses Verzeichnis mit einer "BeautySnap.apk" gibt es auch auf meinem T5. In dem Forum wird beschrieben, dass "Avast" die Malware wohl entfernen kann, sich diese dann aber wieder automatisch neu installiert.

Bei mir findet Avast aber keine Schadsoftware.

Eine App namens "BeautySnap" gibt es nicht in der App-Übersicht (nicht im App-Drawer, nicht in den Einstellungen unter Apps und auch nicht, wenn man die System-Apps anzeigt).

Da das Gerät nicht gerootet ist, kann ich dieses "BeautySnap" auch nicht direkt im Dateisystem löschen.

Hat jemand weitere Informationen/Erfahrungen hierzu?
Grundsätzlich gefällt mir das Gerät sehr gut - vor allem wegen des großen Akkus. Deshalb würde ich es schon gerne weiter nutzen.
Da ich aber nicht weiß, was diese Malware sonst noch macht, außer mir immer wieder Werbung anzuzeigen, bin ich sehr verunsichert.

Kann man Malware loswerden, wenn man das Gerät rootet?
Gibt es evtl. ein anderes ROM, das man anstelle des Stock-ROMs aufspielen kann?

Vielleicht hat je jemand einen Tipp für mich.

vielen Dank vorab.
Gruß
René

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  • Forum-Beiträge: 15.633

22.06.2017, 11:38:18 via Website

Smart Devices aus China fallen seit Jahren immer wieder mit vorinstallierter Malware auf. Darunter auch regelmäßig Dogee. Die Malware wir oft auch erst nachträglich, beispielsweise durch ein Update, installiert.

Du kannst Dir nur helfen, wenn Du die bei Euch installierte Malware identifizierst und nicht, weil jemand anderes auf einem anderen Gerät des gleichen Herstellers die xyz.apk gefunden hat. Dabei werden wir Dir aus der Ferne nur rudimentär helfen können.

Das Gerät hat einen Mangel. Schreib den Verkäufer an, reklamiere den Mangel und frag nach, welches Vorgehen er Dir vorschlägt. Gibt es keine Lösung, sollte es keine Rolle spielen, wie gut Dir das Gerät ansonsten gefällt. Malware sollte ein K.O.-Kriterium sein. Ein anderes Gerät könnte Dir ja vielleicht sogar besser gefallen.

Grüße
Aries


Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht!

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  • Forum-Beiträge: 132

24.06.2017, 12:44:15 via Website

Dann wird mit wohl nichts anderes übrig bleiben, als zu versuchen, die Geräte zurückzugeben, mein Geld zurückzubekommen und das Thema ansonsten im Kapitel "lehrreiche Erfahrung" abzulegen.

Ich habe inzwischen mit Amazon telefoniert (dort habe ich eines der Geräte gekauft). Amazon nimmt das Telefon anstandslos zurück, obwohl die Rückgabefrist schon abgelaufen ist, und erstattet den vollen Kaufpreis.
Bei dem Händler in Hong Kong (Gearbest) bin ich mir nicht so sicher, dass da eine Rückabwicklung reibungslos funktioniert. Außerdem habe dafür ja auch noch Einfuhrsteuer bezahlen müssen, die ich wohl nicht zurück bekomme.

Jetzt benötige ich zumindest für meine Partnerin ein neues Gerät. Vielleicht kann mir ja jemand eins empfehlen.

Es soll ein Outdoor-Gerät sein, das auch mal in den Matsch fallen kann, ohne dass es gleich kaputt ist.
Der Akku sollte bei ca. 2-3 Stunden Telefonaten und immer aktivem Internet gut über den Tag kommen.
Ein aktuelles Android-Betriebssystem wäre super, Lollipop wäre aber zur Not auch ausreichend. Genügend Platz für Apps sollte vorhanden sein, und das Gerät sollte mit einer SD-Karte von mindestens 32GB ausgestattet werden können.
Preislich sollte es aber nicht über 200-250 Euro liegen.

Sucht man bei Amazon nach "Outdoor Smartphone", bekommt man auch eine ganze Menge China-Geräte aufgelistet, die ich nach dieser Erfahrung nicht mehr haben will. Darunter sind dann Marken, wie "Blackview", "Doogeee", "Nomu".

Samsung, CAT (Caterpillar) und Cyrus (Deutscher Herstelle) würde ich eher vertrauen.

Weiß jemand näheres zu den Marken "AGM", "Geotel" oder "Ulefone"?

Seit dem "Moto" nicht mehr Motorola, sondern Lenovo ist, und vor einiger Zeit im Bezug auf Notebooks durch die Medien ging, dass Lenovo auch Malware vorinstalliert, kommt diese Marke für mich nicht mehr infrage.

Gruß
René

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  • Forum-Beiträge: 99

24.06.2017, 18:38:40 via App

Zu dem Moto Thema, ich habe das Moto G1 und das Moto G1 LTE besessen, sowie meine Freundin ist gerade im Besitzt des Moto G4 und mir ist noch nie was untergekommen, das Malware auf einen der Geräte installiert war.

Cyrus habe ich nur gutes bezogen auf die Robustheit mitbekommen, die ist hervorragend. Das Handy lag in der Kofferaumtür und hat das zuschlagen dieser ohne einen großen Macken über standen.

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  • Forum-Beiträge: 132

29.06.2017, 09:14:53 via Website

Bevor ich diesen Thread als "beantwortet" markiere, möchte ich mich bei denen bedanken, die darauf geantwortet haben.

Die beiden Doogees gehen jetzt zurück, und für meine Partnerin habe ich ein Samsung Galaxy A3 bestellt. Das ist zwar kein Outdoor-Smartphone aber immerhin wasserdicht und mit 200 Euro auch "nur" 50 Euro teurer als das Doogee, das ich über Amazon gekauft habe.

Ich kann mich nun auch voll und ganz der Meinung anschließen, dass man die Finger von billigen China-Smartphones lassen sollte.

Das Geld, was ich vor allem durch die Bestellung des einen Gerätes in Hong Kong verloren habe (Versandkosten / Einfuhrzoll), verbuche ich als Lehrgeld.

Gruß
René

Bastian Siewers

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