Wie kann ich das Thema Root "lernen"?

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  • Forum-Beiträge: 479

20.04.2017, 20:18:10 via App

Da ich mich noch nicht wirklich mit dem Thema "Root" auskenne, würde ich das gerne ändern. Ich lese momentan auch schon die Root Abschnitte in der "Androiden Fibel" was auch schon helfen sollte, sich besser damit auszukennen. Habt ihr für mich noch weitere Quellen, Erklärungen etc. um das ganze zu "lernen". Oder anders gefragt, wie habt ihr das Thema so gut gelernt, dass ihr euch jetzt so gut damit auskennt?

LG Flamme6

— geändert am 20.04.2017, 20:21:54

Falls ich euch helfen konnte, würde ich mich über einen Daumen hoch sehr freuen :)

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  • Forum-Beiträge: 10.248

20.04.2017, 20:54:17 via Website

Wenn Du englisch kannst, sind die xda-developers die beste Anlaufstelle...

LG Sandra


Manchmal brauche ich einfach nur jemanden, der mich umarmt und sagt:"Ich weiß, das Leben ist hart.
Alles wird gut. Hier sind Schokolade und eine Million Euro. " (laughing)

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  • Forum-Beiträge: 14.834

20.04.2017, 21:04:56 via Website

Mit der Androiden Fibel hat du schon mal eine gute Grundlage. Danach kannst du in den Geräteunterforen deines Android Gerätes hier auf AndroidPIT, auf android-hilfe.de und bei den xda developers noch tiefer in die Materie eintauchen.

Viele Grüße, Daniel

Phones: OnePlus 5T | Apple iPhone 6S Plus
Tablet: Apple iPad Pro 12.9
Smartwatch: Fossil Q Explorist 3. Gen

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  • Forum-Beiträge: 479

20.04.2017, 21:25:47 via App

Es sei angemerkt, ich möchte mein Gerät derzeit (noch) nicht rooten, trotzdem interessiert mich es sehr und ich würde mich gerne damit besser auskennen. :) Danke für die Antworten ;)

Falls ich euch helfen konnte, würde ich mich über einen Daumen hoch sehr freuen :)

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  • Forum-Beiträge: 479

21.04.2017, 18:46:11 via App

Schade, hätte mir gerne ein längeres Kapitel in der Android Fibel gewünscht. Noch Vorschläge?

Falls ich euch helfen konnte, würde ich mich über einen Daumen hoch sehr freuen :)

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  • Forum-Beiträge: 8.173

21.04.2017, 19:14:13 via Website

Guck auch mal bei DroidWiki. Da ist sicher auch einiges zu finden...

Zum Thema "Root" gehört im weitesten Sinn ja noch mehr. Vieles ist dabei natürlich spezifisch zum jeweiligen Device!

Um erfolgreich rooten zu können, ist einiges KnowHow im Vorfeld sinnvoll - z.B. wie das Gerät bootet, wie Updates eingespielt werden, Sicherungen gemacht werden usw.
Stichworte: Bootloader und dessen Entsperrung, Recoverys, Partitionen, Kernel,....

if all else fails, read the instructions.

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  • Forum-Beiträge: 34.457

21.04.2017, 19:19:17 via App

Im Magazin solltest Du auch Infos finden

L.G. Erwin
..................
Wissen ist Macht. Nichts wissen macht nichts.
Wer einen Rechtschreibfehler findet darf ihn behalten.
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.
Hat dir mein Beitrag gefallen? Dann würde ich mich über ein Danke freuen.
(cool)

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  • Forum-Beiträge: 24.228

21.04.2017, 19:40:42 via App

Die Qualität des Forums kann ich nicht beurteilen, aber es ist auf deutsch.

https://android-developers.de/

Ich habe mich dort vor Jahren angemeldet, weil ich mehr über Android lernen wollte.
Habe dabei nur vergessen, dass es ohne das Informatik Background kein Erfolg verspricht.

— geändert am 21.04.2017, 19:45:53

💞🐾„Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren Gesicht man ohne Misstrauen schauen kann?“ (Arthur Schoppenhauer) 🐾💞

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  • Forum-Beiträge: 479

21.04.2017, 20:35:22 via App

Um erfolgreich rooten zu können, ist einiges KnowHow im Vorfeld sinnvoll - z.B. wie das Gerät bootet, wie Updates eingespielt werden, Sicherungen gemacht werden usw.
Stichworte: Bootloader und dessen Entsperrung, Recoverys, Partitionen, Kernel,....

Ja, genau dieses know how möchte ich eben kennen. Danke für die zahlreichen Tipps!

— geändert am 21.04.2017, 20:35:38

Falls ich euch helfen konnte, würde ich mich über einen Daumen hoch sehr freuen :)

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  • Forum-Beiträge: 2.375

22.04.2017, 08:50:57 via Website

Sehe ich auch so, beim einlesen in die Materie bleibt nicht so viel hängen. Wenn man rooted und flashed und in Probleme läuft bleibt viel mehr hängen. Man muss dann gezielt suchen und wenn die Lösung dann erreicht wird bleibt es im Hinterkopf.

Mein Mainframe -> HP16C

Troubleshooting-Probleme? -> Kepner Tregoe!

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  • Forum-Beiträge: 479

22.04.2017, 10:20:47 via App

Jörg W.

Learning by doing.

Wie gesagt:

Flamme6

Es sei angemerkt, ich möchte mein Gerät derzeit (noch) nicht rooten, trotzdem interessiert mich es sehr und ich würde mich gerne damit besser auskennen. :) Danke für die Antworten ;)

Falls ich euch helfen konnte, würde ich mich über einen Daumen hoch sehr freuen :)

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Gelöschter Account
  • Forum-Beiträge: 85

22.04.2017, 10:31:19 via Website

ich kann leider nur zustimmen. das meiste lernst du beim machen. Auch die Probleme, fehler, guten root apps etc etc. Ohne an einem Gerät testen zu können wirst du vermutlich nur trockene Theorie lernen wie dass Titanium backup der beste ist, dass es mehrere su apps gibt etc etc

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  • Forum-Beiträge: 815

22.04.2017, 12:47:16 via Website

Vieleicht hast Du noch ein altes "Schubladengerät" um Rooten oder das Aufspielen eines Custom-ROM daran praktisch zu erproben. Dann ist nicht viel kaputt, wenn es schief geht.
Eventuell vorhandene Daten vorher noch zu sichern, ist natürlich nie ein Fehler.
Du könntest auch in Erwägung ziehen, ein Altgerät speziell für diesen Zweck bei ebay zu ersteigern. Wenn das günstig ist, weil z.B. der Akku nichts mehr taugt, ist das kein Kaufhindernis, sondern eher ein Kaufgrund.

— geändert am 22.04.2017, 12:49:16

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  • Forum-Beiträge: 15.619

22.04.2017, 14:18:54 via Website

Das Thema "Root" ist eigentlich ganz einfach und gleichzeitig doppeldeutig.

Root im Dateisystem

Übersetzt heißt "Root" "Wurzel". Es wird in diesem Zusammenhang bei Dateisystemen verwendet. Die Root ist damit die oberste Ebene auf der Verzeichnisse und Dateien liegen und von wo man tiefer in die Unterverzeichnisse eintauchen kann. Das ist aber beim Begriff "Rooten" nicht gemeint. Dennoch sollte man das wissen, um dem Kontext zu entnehmen, wovon die Rede ist.

Root als Benutzername

Root ist auf Betriebssystemen, die von Unix abstammen, entsprechend dem User Administrator, den bestimmt alle von Windows kennen. Dieser User darf alles im System und ist deshalb auch gefährlich. Schnell hat man etwas verändert oder gelöscht, was das System nicht laufen lässt. Weil Windows 3.x, 9x und Me keine Userverwaltung kannten und alles quasi als Administrator lief, konnten damals so viele Viren erfolgreich ihr Unwesen treiben. Bei Windows XP war der Administrator meistens der einzige User, weil kaum jemand einen zweiten User mit eingeschränkten Rechten eingerichtet hat. Somit war das Problem nicht wirklich verringert. Erst ab Vista hat Windows die Warnmeldung (erst bei deren positiver Bestätigung bekommt der User Administrator wirklich die vollen Rechte und das auch nur vorübergehend) eingeführt.

Root darf also überall lesen und hebelt damit die App-Berechtigungen aus. Eine App mit Root-Rechten darf daher alle Daten lesen und verändern. Ob sie es tatsächlich tut, ist etwas anderes. Dennoch sind aus diesem Grund Apps, die Root-Rechte anfordern, immer besonders kritisch zu beurteilen.

Der User Root ist auf jedem Androidsystem vorhanden. Ohne diesen könnte zum Beispiel der Kernel gar nicht seine Arbeit verrichten. Die einzelnen Apps laufen jedoch unter eigenen Usern mit geringeren Rechten und somit in einer sogenannten Sandbox. Sie können nicht auf die Daten anderer Apps zugreifen. Damit aber eine App dennoch auf die Kontakte zugreifen kann, gibt es die Berechtigungen. Das sind sozusagen definierte Ausgänge aus der Sandbox und Eingänge in eine andere Sandbox.

Wechseln von einem User zu einem anderen

Es gibt in Android aber keine Möglichkeit, einer App einem anderen User zuzuteilen (außer man fummelt manuell in den Tiefen des Systems rum). Eine App kann daher nicht mit den Rechten des Users Root laufen.

Unix bietet aber so ein Programm. Das nennt sich SU (Substitute User). Man kann damit sich damit zum Beispiel als User aries zum User flamme6 machen. Dazu muss man auf einer Kommandozeile folgendes eingeben:

su - flamme6

Um Root zu werden gibt man also

su - root 

ein. Dazu gibt es eine Abkürzung:

su -

Damit wird immer zum User Root gewechselt.

Sogar das - kann man weglassen. Aber dann bekommt man nicht die sogenannte "Umgebung" von Root, sondern behält seine eigene. Zur Umgebung zählt zum Beispiel der Suchpfad, aber noch einiges mehr, worauf ich hier aber nicht näher eingehen will.

Was ist "rooten" genau?

Wenn bei Android von "rooten" die Rede ist, geht es darum die SU Binary (Binary nennt man ausführbare Programme) auf das Handy oder Tablet zu bekommen. Die ist von Haus aus, aus Sicherheitsgründen, nämlich nicht vorhanden. Dazu gibt es gerätespezifische Dateien die meistens ähnlich wie su.zip heißen. In der ZIP-Datei ist zudem eine App enthalten, damit man SU nicht nur auf der Kommandozeile nutzen kann, sondern auch auf der grafischen Bedienoberfläche.

Gerätespezifisch muss die su.zip sein, weil es diverse Varianten gibt, wie ein Programm von Quellcode des Programmierers zur ausführbaren Datei wird (kompilieren). Schon eine neue Version des Compilers bei einer neuen Android-Version des gleichen Herstellers kann eine neue su.zip erforderlich machen.

Um die su.zip auf das Gerät zu bekommen, muss man es zunächst entsperren. Diese Sperre ist ein Sicherheitsmechanismus, damit sich keine App Root-Rechte erschleichen kann. Es ging dennoch, wie zum Beispiel Towel-Root bewiesen hat. Auf neueren Android-Versionen funktioniert Towel-Root nicht mehr.

Um das Gerät zu entsperren, muss man meistens den Bootloader öffnen. Bei Nexus-Geräten funktioniert das über

fastboot oem unlock

am PC. Dazu benötigt man fastboot für sein Betriebssystem und muss das Handy per USB an den PC angeschlossen haben sowie das Handy in den Fastboot-Modus geschaltet haben. Das geht im Bootloader.

Für manche Geräte wird zusätzlich ein Entsperrtoken benötigt.

In den Bootloader kommt man in der Regel über ein ausgeschaltetes Gerät bei gleichzeitigem Drücken von [Leiser] + [Power]

Samsung nutzt eine andere Tastenkombination, die ich nicht im Kopf habe. Außerdem arbeitet Samsung mit einem anderen Sicherheitsmechanismus als gesperrtem Bootloader. Dort werden Kernel-Signaturen verwendet, wenn ich richtig informiert bin. Ein Samsung-Kenner kann das gerne genauer erklären.

Man sollte sich immer als erstes über die Verfahren zum eigenen Gerät informieren. XDA-Developers und der Gerätehersteller sollten die ersten Anlaufpunkte sein.

Wenn man das Handy entsperrt hat, muss man ein Custom Recovery Image flashen. Die installierte Version erlaubt , wiederum aus Sicherheitsgründen, keine so tiefen Änderungen am System. Üblich ist heutzutage ein Recovery von TWRP. Man muss sich die neuste Version für sein Gerät suchen. Eine ältere Version ist meistens nur in SOnderfällen bei alten ROMs nötig.

Das Custom Recovery flasht man mit dem Befehl

fastboot flash recovery recovery.zip

wobei recovery.zip stellvertretend für den tatsächlichen Dateinamen der Recovery steht, die man sich geladen hat.

Custom ROM

Über das Custom Recovery kann man auch eine Custom ROM installieren. Dann kann man sich sparen, die su.zip zuvor zu flashen. Die meisten ROMs sind sowieso gerootet (Schlagwort: Pre-Rooted). LineageOS ist derzeit das einzige Custom ROM, das nicht pre-rooted ist. Auf deren Seite wird aber eine su.zip angeboten.

Schlußbemerkung

Ich habe bewußt auf Verlinkungen verzichtet und mich auf das Allgemeine beschränkt. Die HowTos im Internet sind immer auf ein Gerät beschränkt. Wenn man aber die Systematik dahinter verstanden hat, muss man kein langes Gesicht machen, wenn es noch keine Anleitung für das eigene Gerät gibt oder die Anleitung fehlerhaft ist.

Ich habe diesen Beitrag relativ frei auf die schnelle hier eingehackt. Deshalb bin ich für Korrekturen von Fehlern dankbar, die mir unterlaufen sind. Ich versuche sie aber selbst noch zu korrigieren.

Es gibt auch andere Wege, wie ADB und Sideload, um ein Androidsystem zu manipulieren. Darauf habe ich hier aber verzichtet. Mir war zunächst wichtig, den meist verwendeten Weg möglichst allgemein zu erklären.

— geändert am 25.04.2017, 09:34:15

Grüße
Aries


Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht!

IzzyBabette R.Flamme6

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  • Forum-Beiträge: 479

22.04.2017, 16:10:01 via App

Das war Mal ausführlich, danke.
"Flashen" bedeutet, wenn man z.b. eine Custom ROM installiert, also man flasht diese ROM?

LG Flamme6

— geändert am 22.04.2017, 16:10:19

Falls ich euch helfen konnte, würde ich mich über einen Daumen hoch sehr freuen :)

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Gelöschter Account
  • Forum-Beiträge: 85

22.04.2017, 17:01:48 via Website

Richtig. Man kann aber auch je nach Geräte-Bedingungen auch Supersu Flashen, eine Custom Recovery wie TWRP oder sonstige Systemapps. Xposed z.B auch. oder wenns mal total schief geht (wie schon einige male bei mir) auch einfach wieder eine Stock Rom

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  • Forum-Beiträge: 15.619

22.04.2017, 20:34:00 via Website

Flamme6

"Flashen" bedeutet, wenn man z.b. eine Custom ROM installiert, also man flasht diese ROM?

Im Prinzip ja.

Der Begriff "flashen" kommt aus der Elektrotechnik. Angeblich, weil ein Ingenieur entdeckt hat, dass Lichtblitze den Speicher wieder löschen können.

Es gibt verschiedene Arten, wie man Daten speichern kann. Zum Beispiel magnetisch wie bei Festplatten oder durch Veränderung von Silizium-Strukturen. Letzteres ging anfangs nur genau einmal (ROM = Read only Memory). Später gab es PROMs (Programmable ROMs), dann EPROMs (Erasable and Programmable ROMs). Die SD-Karten und die SSD (Solid State Disk) entstanden. Das fasst man unter Flashspeicher zusammen.

Dass das Betriebssystem ebenfalls ROM genannt wird, beruht auf der Tatsache, dass man es bei Android auf einem System installiert und dann Bit für Bit ausliest und abspeichert, um es auf andere Geräte zu duplizieren.

Im Gegensatz zum RAM (Randon Access Memory) ist ROM ein nicht-flüchtiger Speicher. Die gespeicherte Information bleibt also nach dem Abschalten (der Trennung von einer Stromversorgung) erhalten.

Installieren ist in der Regel ein komplexerer Vorgang, bei dem die Daten für ein Programm in Teilen individuell für das jeweilige System angepasst werden. Beispiel Windows: Ein System ohne Webcam benötigt keine Treiber für eine Webcam und ein System mit einer Webcam benötigt nur den Treiber für genau dieses Modell.

— geändert am 22.04.2017, 20:46:24

Grüße
Aries


Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht!

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