Die WhatsApp-Mauer muss weg!

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C. F.
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02.04.2017, 10:36:38 via Website

Hmmm...da spricht mir einer aus der Seele. Und wohl nicht nur mir alleine...

In meinen Veranstaltungen und Gesprächen im Bekanntenkreis höre ich seitdem immer wieder dasselbe Killerargument: “Jaaa, du hast ja so Recht, aber es benutzen halt alle, und ich kriege dann nichts mehr mit, die xyz-Gruppen meiner Kinder werden über WhatsApp organisiert, die Klassenelterngruppe, bla, bla bla…”

Sorry, liebe FreundInnen, Bekannte, KollegInnen, etc.: Das ist nichts als selbstverordnete Hilflosigkeit! Solange die große Mehrheit (aktuell sind das ca. 37 Millionen deutsche WhatsApp-NutzerInnen) mit dem Argument der billigen Ausrede “alle nutzen das, man kriegt sonst nichts mehr mit und wird blöd angeguckt”, sich eine perfekte Wanze in die Tasche steckt, für die die STASI alljährlich den goldenen DDR-Superspitzel Award vergeben hätte, wird sich natürlich nichts ändern.

Mit dieser resigniert-fatalistischen Einstellung stünde die Mauer allerdings heute noch und Deutschland wäre weiterhin eine geteilte Nation.

Zum ganzen Artikel geht's hier: http://www.medien-sicher.de/2017/03/die-whatsapp-mauer-muss-weg/

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02.04.2017, 10:46:23 via Website

Das gleiche gilt auch für die Google-Dienste, Microsoft und Apple. Auch Werbenetzwerke sind in die Betrachtung einzubeziehen.

Die Kontakte und Termine können auf beliebige CardDAV-/WebDAV-Server synchronisiert werden. Natürlich muss man deren AGB lesen und monatlich 1 Euro dafür ausgeben. Bei Apps greift man zur Kaufversion. Wer 700 Euro für ein Smartphone ausgeben kann (egal, ob in einem Betrag oder auf Raten), dem sollte das auch möglich sein.

— geändert am 02.04.2017, 17:13:26

Grüße
Aries


Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht!

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Pippi
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02.04.2017, 12:33:29 via App

vom Inhalt her stimme ich euch ja zu.

aber wie wäre es, wenn ihr einfach mal einen Thread macht, indem ihr alle eure Kontra-WhatsApp schreibt?
irgendwie finde ich es etwas nervig, jeden Tag einen anderen, neuen Thread zu lesen, wo gegen WhatsApp​ gewettert wird.

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C. F.
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  • Forum-Beiträge: 536

02.04.2017, 13:08:21 via Website

WhatsApp ist nunmal in aller Munde, aktuell mehr als in der Vergangenheit könnte man meinen. Warum die Artikel anderer vorenthalten? Darin geht es ja nicht um unsere persönliche Meinung, auch wenn wir uns den Inhalten anschließen.

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Pippi
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02.04.2017, 13:15:21 via App

Wenn du richtig liest, habe ich nicht von vorenthalten gesprochen, sondern für einen Thread für diese Thematik.

Dänu

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  • Forum-Beiträge: 3.433

02.04.2017, 13:24:48 via App

Schliesse mich Pippi an ...

LG G6, Android 8.0 Oreo, Stock ohne Root.

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C. F.
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  • Forum-Beiträge: 536

02.04.2017, 13:30:56 via Website

Dann kann man ja alle Problem, die WhatsApp betreffen, auch in einen einzelnen Thread packen, oder? Denn die wiederholen sich ja auch ständig ;)

Tenten

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  • Forum-Beiträge: 3

02.04.2017, 13:31:01 via Website

Mir ebenfalls. Whatsapp ist eh aus Sicherheitsaspekte ein Risiko

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Gelöschter Account
  • Forum-Beiträge: 418

02.04.2017, 14:16:09 via App

ein thread wird schnell unübersichtlich und wird dann kaum noch dem thema gerecht .

C. F.Jens K.

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  • Forum-Beiträge: 33

03.04.2017, 09:09:02 via Website

Guten Morgen liebe Gemeinde
Vor mehr als einem Jahr habe ich auch den Versuch gestartet, meine Freunde, Bekannte, Familie und Kontakte zur Benutzung eines anderen Messengers zu überzeugen! Bis auf eine handvoll '' Einsichtige'', war es ein Fehlversuch. Die Argumentation war genau wie in dem Artikel beschrieben.
Jetzt habe ich mich vor genau 2 Wochen endgültig von WhatsApp verabschiedet. Bei meiner Ankündigung, WhatsApp zu verlassen, sind Die alle '' steil gegangen '' und ich sollte jedem einzelnen erklären, wieso, weshalb warum. 7 Tage voll der Streß. Da nur 3! Leute mit auf einen andere Apk gewechselt sind, habe ich jetzt wieder mehr Ruhe und Lebensqualität. Und ausgeschlossen fühle ich mich keineswegs. Viele Grüße Dirk

MajorTom

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  • Forum-Beiträge: 465

03.04.2017, 09:25:08 via Website

Letztens einen Bericht gelesen ( weiß nur nicht mehr wo der Artikel stand ) das es bei anderen auch nicht besser ist. Dort werden auch Daten abgegriffen. Wer solche Apps nutzt dem muß doch klar sein das Daten abgegriffen werden.
Für mich ist das kein Problem.
Habe darüber auch mit Bekannten und Freunde diskutiert diese sehen es genau so.

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  • Forum-Beiträge: 33

03.04.2017, 09:34:32 via App

Hallo Jörg W
Und genau diese Argumentation (ich habe ja Nichts zu verbergen usw.) ermutigt die Entwickler, immer weiter zu gehen und noch schlimmere Funktionen in WhatsApp einzubauen. Der dumme Nutzer lässt sich ja eh alles gefallen und läuft uns schon allein aus Bequemlichkeit und aus Angst (abgehängt zu werden), nicht weg.

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  • Forum-Beiträge: 15.633

03.04.2017, 09:45:19 via Website

Jörg W.

Letztens einen Bericht gelesen ( weiß nur nicht mehr wo der Artikel stand ) das es bei anderen auch nicht besser ist.

Es gibt eine Reihe Instant Messanger, die nicht besser sind als WhatsApp. Allen voran Telegram, die nicht einmal eine Datenschutzerklärung auf der Website haben, obwohl sie eigentlich notwendig wäre.

Es gibt aber auch Instant Messanger, die es besser machen. Threema zum Beispiel. Der Abgleich des Telefonbuches ist eine Option und keine Pflicht. Eine Telefonnummer ist gar nicht nötig. Und dann erfolgt der Abgleich der Telefonnumemr über Hash-Werte und nicht über die eigentliche Telefonnummer und dieser wird auch unmittelbar nach dem Abgleich gelöscht. Das haben die sich sogar zertifizieren lassen.

Was keiner außer WhatsApp macht, von Nutzer einzufordern, dass man von allen Kontakten das Einverständnis hat, deren Daten an Facebook zu übertragen. Das zumal vor zwei Jahren noch gesagt wurde, man würde keine Daten untereinander austauschen.

Grüße
Aries


Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht!

MajorTom

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  • Forum-Beiträge: 1.953

03.04.2017, 09:57:30 via Website

Nachdem ich WhatsApp nicht mehr nutze und die meisten meiner Bekannten entweder Threema haben oder wieder SMS-Nachrichten nutzen, sehe ich die Sache etwas nüchterner und ertappe mich selbst, wie ich dem Mainstream am Ende doch wieder auf den Leim gehe.

Die Nutzung von Smartphones und deren Software ist doch inzwischen zu einem gesellschaftlichen Risiko geworden wie auch Autofahren, Rauchen, Trinken, Bewegungsmangel usw. Es gibt diejenigen, denen das Risiko von vornherein egal ist (diese Menschen können/wollen nicht reflektieren), welche, die das Risiko kennen, aber nicht in der Lage sind, daran was ändern zu wollen und diejenigen, die das Risiko kennen und etwas versuchen dagegen zu unternehmen. Die breite Masse bei AndroidPIT kennt inzwischen den Spagat, den man bei Smartphone-Nutzung eingehen muss (Bequemlichkeit gegen Datenschutz bzw. Datenweiterverbreitung) und trotzdem tut man es - sonst würde man ja womöglich hier nicht angemeldet sein.

Bei jedem geistigen Erguss der WhatsApp-Schmiede einen neuen Thread aufzumachen ist, meiner Meinung nach, auf Dauer arg ermüdend.

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  • Forum-Beiträge: 33

03.04.2017, 10:09:12 via Website

Hallo Aries
Und genau deshalb nutze ich Threema. Ich vermute natürlich auch, dass der überwiegende Teil meiner Kontakte, neben Faulheit eben auch zu geizig ist, die einmalig anfallenden 2. 99€ zu bezahlen!
Aber bei Anschaffung eines neuen Smartphone, kann es nicht teuer genug sein! Da herrscht anscheinend die Meinung, nur was richtig teuer ist, ist auch richtig gut. Witzig.

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  • Forum-Beiträge: 1.953

03.04.2017, 10:19:27 via Website

@Dirk J.:
Ich glaube nicht, dass es Geiz ist, was viele von Threema abhält, sondern eher Faulheit und Desinteresse. Man hat mit WhatsApp einen Messenger, der sehr weit verbreitet ist und auf den ersten Blick kostenlos (man "bezahlt" mit seinen Daten).

WhatsApp hat anno dazumal zum richtigen Zeitpunkt eine Alternative zur SMS-Nachricht geboten mit einem höheren Funktionsumfang. Da war man bspw. Google Talk weit voraus, obwohl Talk auf vielen Android-Geräten vorinstalliert war. Zu dem Zeitpunkt hat man für WhatsApp nach dem 1. kostenlosen Jahr sogar noch gezahlt - von daher ist das Argument von Threema und Nutzungskosten ausgehebelt. Ich behaupte mal frech, wenn WhatsApp zu jeder empfangenen Nachricht noch eine 10-sekündige Werbung einblenden würde, hätte man immer noch wenig Leute, die WA den Rücken kehren.

Anderes Beispiel zum Thema Bequemlichkeit in der Kommunikation: viele haben einen Festnetzanschluss und ein Smartphone. Beim Festnetzanschluss hat man in der Regel eine Telefonflatrate, aber seltsamerweise beim Smartphone häufig auch. Man könnte den Leuten doch auch vorschlagen, per SIP seinen Festnetzanschluss für Telefonie zu nutzen und einen reinen Datentarif fürs Smartphone buchen. Das geht. Machen aber nicht viele - vermutlich aus Gewohnheit und Desinteresse an SIP. Weiterer Vorteil: man hätte nur 1 Nummer statt 2.

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  • Forum-Beiträge: 33

03.04.2017, 11:09:36 via Website

Wie Du es treffend beschrieben hast, war es mal so mit WhatsApp. Auch ist es mit Flatrates für Handy und Festnetz genau so und ich teile deine Meinung vollends. Aber es ist ein anderes Thema. Zusammengefasst ist es meiner Meinung nach, dass die meisten Menschen nicht bereit sind, etwas an ihren Gewohnheiten zu verändern und die Gründe dafür sehr vielschichtig sind. Und der Preis dafür ist, daß es immer mehr Firmen gibt, die dieses gnadenlos ausnutzen und benutzen!

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  • Forum-Beiträge: 15.633

03.04.2017, 11:40:13 via Website

Frank K.

Zu dem Zeitpunkt hat man für WhatsApp nach dem 1. kostenlosen Jahr sogar noch gezahlt - von daher ist das Argument von Threema und Nutzungskosten ausgehebelt.

Wer nicht bezahlt hat, hat von WhatsApp seinerzeit eine kostenlose Verlängerung bekommen. Sie haben also schon dafür gesorgt, keine Marktposition zuverlieren.

Ich denke auch, dass der Großteil der Anwender desinteressiert ist. Aber nicht, weil ihnen Datenschutz nicht wichtig wäre, sondern weil das Thema so abstrakt ist. Man sieht ja nicht, was mit den Daten passiert. Wir haben für soetwas keinen angeborenen Sinn. Es fehlt nichts. Es ist nur für wenige erkennbar, was andere anders und besser machen. Nachrichten kommen an oder nicht, welche Art von Nachrichteninhalt kann ich senden und empfangen, das ist das einzige, was Otto Normalverbraucher sieht.

Erschrenkend finde ich, dass alle Schulen WhatsApp-Gruppen unterstützen. Die Verantwortlichen in Schule und Kultusminiterium sind in meinem Alter und waren seinerseit wegen der Volkszählung so sehr dagegen. Dabei war die eine Lachnummer gegen das, was heute WhatsApp den Nutzern abverlangt. Dabei wäre die Schule der Ansatzpunkt, Medienkompetenz zu vermitteln. Ich behaupte sogar, dass die Kinder es waren, die die Eltern zu WhatsApp gebacht haben.

Grüße
Aries


Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht!

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  • Forum-Beiträge: 1.953

03.04.2017, 12:01:20 via Website

Aries

Wer nicht bezahlt hat, hat von WhatsApp seinerzeit eine kostenlose Verlängerung bekommen. Sie haben also schon dafür gesorgt, keine Marktposition zuverlieren.

Das war vielleicht bei dir (?) so, ich habe damals keine kostenlose Verlängerung erhalten. War mir auch Brause, ich wechselte kurz darauf sowieso den Mobilfunkanbieter, welches passenderweise eine neue Rufnummer zur Folge hatte. Und da zu dem Zeitpunkt WA nicht so verbreitet war, konnte ich eine WhatsApp-Abstinenz verkraften.

Erschrenkend finde ich, dass alle Schulen WhatsApp-Gruppen unterstützen. Die Verantwortlichen in Schule und Kultusminiterium sind in meinem Alter und waren seinerseit wegen der Volkszählung so sehr dagegen.

Alle Schulen? Aha... Nun, das Thema kann man auch in epischer Breite diskutieren. An Schulen wird häufig Microsoft Windows eingesetzt und seit Version 10 ist es auch eine ziemliche Datenkrake, wenn man nicht passende Maßnahmen ergreift. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass nicht genug geschultes Personal vor Ort ist, um besagte Maßnahmen durchzuführen. Auch sind Schulen teils zu faul, sich Know-How von ortsansässigen Hochschulen zu holen, die ggf. sogar Dienste kostenlos bereitstellen würden. Dass als WLAN-Access-Points ausgemusterte Fritz-Boxen aus Privathaushalten eingesetzt werden, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Ich merke, ich hole zu weit aus... aber im Großen und Ganzen ist es eine gefährliche Mischung aus Bequemlichkeit und Unwissenheit bei Nutzenden und Verantwortlichen.
Ebenso schlimm wie deine Schilderung ist auch, dass Lehrer per Facebook mit den Schülern kommunizieren - Termine, Lernmaterial, Ankündigungen. Aber siehe oben: man ist Unwillens, z. B. ILIAS für solche Sachen einzusetzen und/oder ein passendes E-Learning-Konzept zu verabschieden.
Edit: Scheinbar ist man in Baden-Württemberg da auf einem guten Weg: Landesbildungsserver Baden-Württemberg

— geändert am 03.04.2017, 12:02:48

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