Geschafft. Debian & Ubuntu auf dem Touchlet // jetzt mit Video

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  • Forum-Beiträge: 68

24.01.2011, 15:39:24 via Website

Hallo,

mir ist es über's Wochenende gelungen, Debian und Ubuntu in einem Chroot auf dem Touchlet zu starten. Ich war auch in der Lage, eigene Programme zu kompilieren und vorhandene ARM-Pakete zu nutzen.

Ich werde heute Abend noch probieren, eine GUI über VNC zum Laufen zu bringen und werde dann voraussichtlich morgen ein HowTo und ein Image veröffentlichen.

Viele Grüße
Tobias

Nachtrag
So, hier ein kleines, aber hässliches Demo-Video: http://www.vidup.de/v/sJ8Wc/

Im Endeffekt habe ich diese Anleitung befolgt, aber ein wenig modifiziert, da unser Touchlet von Haus aus ext2 und ext3 unterstützt :grin: Iceweasel und OpenOffice funktionieren, brauchen aber ewig zum Starten. Ich muss mal schauen, ob ich nicht einfach ein fertiges Image veröffentliche, dann müsst ihr nicht alle Schritte ausführen. Es geht eigentlich auch ohne qemu, man muss sich dann aber die Pakete durchs WLAN oder durch 3G holen (habe ich leider hier beides nicht).

Technischer Hintergrund: Man startet die LXDE-Umgebung zusammen mit einem VNC-Server in einem Debian-Chroot. Anschließend leitet man das Bild über AndroidVNC aus dem Chroot "nach vorne" in die App. Als Kernel wird immer noch der Originalkernel verwendet.

— geändert am 25.01.2011, 05:41:41

Christian M.

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  • Forum-Beiträge: 68

25.01.2011, 05:33:39 via Website

So, alles funktioniert - leider ist das Touchlet uuuunglaublich langsam. Aber OpenOffice und Firefox starten auch schon :-)
Hier ein kleines Video, mit meiner kaputten Kamera aufgenommen:

http://www.vidup.de/v/sJ8Wc/

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  • Forum-Beiträge: 26

25.01.2011, 15:00:50 via Website

Verstehe ich das richtig? du lässt es sozusagen als virtuelle Maschine laufen und nicht als Betriebssystem booten?
schneller müsste DSL-Linux sein... Coll wäre wenn man Meego oder Maemo Booten könnte...
Gruß
Freddy

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  • Forum-Beiträge: 68

25.01.2011, 15:11:20 via Website

Nein, es ist keine virtuelle Maschine, sondern läuft auf dem gleichen Kernel, wie das Touchlet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chroot

Das ist im Endeffekt genauso schnell, als würdest Du Debian direkt auf die Kiste installieren.

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  • Forum-Beiträge: 33

25.01.2011, 22:34:56 via Website

Ich denke, nicht ganz. Immerhin läuft das Android weiter, und vor allem der Speicher mit seinen sehr knappen Ressourcen dürfte ein Problem darstellen. EIn natives Linux hingegen würde seine Programme auch nicht zwangsläufig in den schmalen Speicherbereich installieren, so dass dieser als Arbeitsspeicher mehr oder weniger voll zur Verfügung stehen würde.

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  • Forum-Beiträge: 68

25.01.2011, 23:10:28 via Website

Tolan McMinnar
Ich denke, nicht ganz. Immerhin läuft das Android weiter, und vor allem der Speicher mit seinen sehr knappen Ressourcen dürfte ein Problem darstellen. EIn natives Linux hingegen würde seine Programme auch nicht zwangsläufig in den schmalen Speicherbereich installieren, so dass dieser als Arbeitsspeicher mehr oder weniger voll zur Verfügung stehen würde.

Es zwiingt Dich ja niemand, es so zu machen. Wenn Du einen anderen Weg kennst: her damit :-)

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  • Forum-Beiträge: 33

26.01.2011, 08:56:12 via Website

TobWen
Tolan McMinnar
Ich denke, nicht ganz. Immerhin läuft das Android weiter, und vor allem der Speicher mit seinen sehr knappen Ressourcen dürfte ein Problem darstellen. EIn natives Linux hingegen würde seine Programme auch nicht zwangsläufig in den schmalen Speicherbereich installieren, so dass dieser als Arbeitsspeicher mehr oder weniger voll zur Verfügung stehen würde.

Es zwiingt Dich ja niemand, es so zu machen. Wenn Du einen anderen Weg kennst: her damit :-)
Meine Antwort war mitnichten herabwürdigend, dein Experiment ist außerordentlich interessant. Ich denke nur, dass ein "natives" Debian deutlich schneller sein dürfte, wenn der Android-"Unterbau" fehlen würde, da ja nict nur der Kernel als Performanceressource zählt, sondern auch Speicher etc. Und da bedient sich Android halt auch, parallel zum Linux.

Ich bin nicht sicher, dass ein Linux nativ laufen würde. Bereits mit einem TC1000 (Uralttablet von Compaq) gab es Probleme, weil es kaum Treiber für die teilweise exotische Hardware gab. Der FPIT-Xserv dürfte hier auch kaum laufen, da die Hardware zu verschieden ist. Ich muss nochmal nachschlagen, wie es bei den Acer Aspire 1825PTZ läuft, das sind Subnotebooks mit kapazitiven Touchscreens, die bis auf Multitouch komplett unter LMDE (Linux Mint Debian Edition) bei mir gelaufen sind - mit ziemlich großen Baustellen, damals.

Derzeit bastel ich aber daran, dass der Energieverbrauch unter Android besser wird, vor allem das Leerlutschen des Akkus im Standby geht mir auf den Keks. :)

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  • Forum-Beiträge: 68

26.01.2011, 16:54:11 via Website

Tolan McMinnar
Ich bin nicht sicher, dass ein Linux nativ laufen würde.

Laut Marvell und dem Hersteller schon. Der Touchscreen ist auch im "normalen" Linux-Kernel vorhanden. Windows CE wird auch unterstützt (Treiber vorhanden).

Tolan McMinnar
Derzeit bastel ich aber daran, dass der Energieverbrauch unter Android besser wird, vor allem das Leerlutschen des Akkus im Standby geht mir auf den Keks. :)

Ich "darf" leider dazu nichts sagen, aber mit Boardmitteln wirst Du nicht weit kommen. Nur soviel: Wie's aussieht, wurde es nicht im alten Kernel eingebaut, da es Probleme gab. Ich habe nur gerade mein Touchlet gebrickt und muss jetzt schauen, dass ich den Bootloader manuell flashen kann :-)

LÖTKOLBEN ANYONE?

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