Remote Droide 5: Server überwachen

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Izzy
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25.11.2010, 11:20:22 via Website


Da fällt mir doch gerade noch ein Anwendungsgebiet ein. Hier geht es zwar nicht unbedingt um Fernsteuerung - aber Fernüberwachung ist ja ein unmittelbarer Nachbar, und gehört von daher am ehesten hierher. Doch zuerst, wie gewohnt, die Übersicht über die "Remote Threads":

  1. Den PC vom Droiden aus fernsteuern
  2. Verschiedene Media-Player auf dem PC fernsteuern
  3. Den Droiden vom PC aus fernsteuern
  4. Multimedia-Geräte fernsteuern
  5. Was sich sonst noch so fernsteuern lässt
  6. Server überwachen

Die Überwachungs-Apps ordne ich hier einmal danach, was die betreffenden Apps so unterstützen. Natürlich benötigen sie alle Netzzugang ("Internet"), was daher nicht explizit angemerkt ist.

Mehrere Dienste


HTTP (Webservice)
2013-11-11
Hudson CI
2013-11-11
Remote Datenbanken
2013-10-24
Raspberry Pi
2013-12-13

— geändert am 13.12.2013, 15:09:36

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Izzy
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25.11.2010, 11:49:21 via Website

de.schoar.nagroid ist ein "inoffizieller" Client für das Nagios Überwachungssystem (wer jetzt nicht weiß, was das ist, schaut sich am besten den Wikipedia-Artikel zu Nagios an):



Da ich selber kein Nagios-System habe, kann ich die App leider auch nicht testen - aber allein ihr Vorhandensein lässt mich überlegen, ob ich auf meinem Server Nagios aufsetzen sollte. Hier habt Ihr nämlich wirklich alle relevanten Daten im Blick, und werdet bei kritischen Zuständen sofort gewarnt: Platte fast voll? Datenbank reagiert träge? Webserver spinnt? RAM wird knapp? Nagios informiert Dich! Und Du kannst es auch mit eigenen Skripten erweitern, sollte Dir etwas fehlen.

Von den Screenshots her würde ich mal schätzen, dass der Androide in der Statusbar auftaucht, sobald Nagios Probleme meldet - und nicht ständig dort rumhängt. Wissen tue ich das aber nicht - denn leider sind auch auf der Projektseite kaum Informationen zu finden. Wohl aber ein "Issue Tracker", in den Ihr ggf. Probleme, Anregungen, und Wünsche eintragen könnt.

Technisches: 150kB Download, saubere Permissions

Fazit: Wer seine Server ohnehin mit Nagios überwacht (oder Admin in einer Firma ist, die dies tut), sollte eigentlich kaum um diese App herum kommen...

Mario S.

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Izzy
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25.11.2010, 12:06:30 via Website

Während sich bei Nagios ein zentraler Server um die ganzen Services (auch mehrerer Rechner) kümmert, und der Client quasi lediglich die Resultate abfragt, geht com.maildover.techtalkpro (kurz: TSM)einen anderen Weg: Es nutzt SNMP (Simple Network Management Protocol), um sich selbst um alles zu kümmern:



So kann jeder Client seine eigenen Limits definieren. Doch während bei Nagios lediglich ein HTTP Zugang (also normaler Web-Zugang) benötigt wird, muss hier entsprechend SNMP konfiguriert und von außen erreichbar sein. Außerdem scheint man bei TSM auch nur einen einzelnen Server überwachen zu können - zumindest konnte ich den Screenshots und dem Überfliegen der Beschreibung auf der Projektseite nichts anderes entnehmen.

Technisches: Download von ca. 100kB, Permissions absolut clean.

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Izzy
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25.11.2010, 12:56:35 via Website

com.odinnet.servermonitor geht über einen dritten Weg: Es benutzt TCP Ports zur Prüfung, ob ein Service verfügbar ist. Dabei werden auch Tunnel über SSH unterstützt - so lassen sich auch mehrere Server in einem Firmen-Netzwerk hinter einer Firewall überwachen.



Allerdings bleiben in diesem Falle Dinge wie Speicherverbrauch oder CPU-Last außen vor - nur Services, die über TCP korrespondieren (also z.B. Web, FTP, Mail, IRC) lassen sich so überwachen.

Technisches: Ca. 275kB Download. Permissions soweit OK - aber die App möchte evtl. beim Booten automatisch starten, was ja durchaus Sinn macht.

— geändert am 25.11.2010, 12:57:51

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Izzy
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25.11.2010, 13:07:24 via Website

Ähnlich läuft es bei com.todaypda.servermonitor von TodayPDA - nur dass hier drei Abstriche/Nachteile bestehen: Kein SSH Tunnel, Ihr gebt Eure Daten in die Hand Dritter (die Überwachung läuft nämlich auf deren Server), und die App ist nicht kostenlos:



Allein der Fakt der wegfallenden SSH-Tunnel schränkt die Brauchbarkeit schon entsprechend ein: Nur von außen erreichbare Services können überwacht werden. Sicherheitsbewußte Administratoren verstecken aber die Services, die nicht von außen benötigtigt werden, sauber hinter einer Firewall (ein Beispiel wäre die Datenbank, die vom Webserver als Backend genutzt wird) - man sollte potentiellen Angreifern ja nicht unbedingt in die Hände spielen.

Technisches: ca. 35kB Download, saubere Permissions - und Kosten von knapp 3 Dollar.

Fazit: Eher nur sehr bedingt sinnvoll. Auch die Market-Bewertungen sprechen nicht gerade für diese App.

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Izzy
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25.11.2010, 13:17:49 via Website

bSoft.bMonitor geht einen Weg zwischen den beiden vorgenannten "Server Monitoren": Die App unterstützt Ping, Port, und Http(s).



Von SSH-Tunneln ist nirgends die Rede, eine Webseite ist nicht hinterlegt - wir dürfen also raten oder ausprobieren. Erkennbar ist noch, dass bei einem Alarm SMS an konfigurierbare Empfänger verschickt werden (können).

Kommentare nehme ich gern entgegen und pflege sie ggf. hier nach.

Technisches: ca. 210kB Download, Permissions soweit OK - will aber SMS senden (Alerts).

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Izzy
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25.11.2010, 14:03:11 via Website

HostEye Lite tut eigentlich nichts, was die bereits vorgestellten Gratis-Apps nicht auch abdecken würden:



Die Beschreibung auf der Market-Seite ist die einzig verfügbare Information - auf der angegebenen Website konnte ich das Produkt nicht einmal erwähnt finden. Damit ist nur bekannt, dass die App Ports überwacht - das ist eigentlich sogar weniger, als was die anderen Apps tun. Ob die Überwachung nun direkt aus HostEye heraus geschieht - oder (wie bei TodayPDAs Server Monitor) noch ein dritter Server dazwischen geschaltet ist, lässt sich ohne ausprobieren leider nicht erkennen.

Technisches: Download von ca. 900/950kB, Permissions in der Lite-Version sauber. Die Pro-Version möchte aber auch gerne Kontaktdaten lesen und Anrufe tätigen - zusammen mit dem Internet-Zugriff mit Vorsicht zu genießen.

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Izzy
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25.11.2010, 14:16:11 via Website

it.xigroup.vpsinn.android ist für diejenigen interessant, die Citrix und/oder Xen Server betreuen:



Die App kommt als 15-Tage Trial daher, anschließend wird sie kostenpflichtig. Wieviel sie dann kostet, konnte ich nicht herausfinden. Die Trial-Version unterstützt unbegrenzte Pools (Server/Virtuelle Server), erlaubt die Status-Anzeige des physischen Hosts, die Anzeige der VPS per physischem Host, sowie die Prüfung von CPU, Speicher, Netzwerk, und Betriebssystem Informationen. Die Vollversion erlaubt zusätzlich das Starten/Stoppen sowie Pausieren/Wiederaufnehmen von Services, sowie die Durchführung einer VPS Live Migration.

Technisches: ca. 225kB Download, saubere Permissions.

Fazit: Nur interessant für Administratoren von Citrix XenServer und Xen Cloud Platform (XCP).

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25.11.2010, 14:30:27 via Website

Wer lediglich mehrere hosted Web-Services überwachen möchte, findet eventuell in URL Monitor eine mögliche Lösung. Leider gibt es zu dieser App keine Screenshots. Die Projektseite gibt auch nicht mehr Informationen als die Market-Seite - somit bleibt nur, diese auszuwerten und die Kommentare zu lesen:

Ein Kommentar lässt vermuten, dass die App lediglich Port 80 auf Verfügbarkeit prüft (ein Kommentar besagt, dass ein Serverfehler 502 nicht als Fehler erkannt wurde - würde eine URL korrekt überwacht, dürfte das eigentlich nicht passieren. Vermutlich aber saß da der Fehler eher vor dem Handy, und hat nur "Ping" konfiguriert...

Die Beschreibung lässt eher darauf schließen, dass man einen Server wahlweise per Ping (ist der Server als solches erreichbar - also lebt die Maschine noch?) oder per HTTP Request (wird die angegebene URL gefunden und korrekt geliefert?) überwachen kann. Im ersteren Fall weiß man dann natürlich nur, dass die Maschine als solches noch "lebt" - der Webserver kann durchaus "down" sein. Im letzteren Falle weiß man beides: Wenn der Webserver noch läuft, und den Content korrekt liefert - muss die Maschine ja zwangsläufig auch laufen...

Technisches: ca. 70kB Download. Permissions soweit OK - nur was will die App auf der SD-Karte?

Fazit: Offensichtlich ein Tool für einfachste Ansprüche - auch was das Aussehen betrifft...

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Izzy
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25.11.2010, 14:40:20 via Website

Mit httpmon - HTTP Server Monitor scheint man da schon besser dran zu sein:



Hier lassen sich Bedingungen (abhängig etwa von den Header-Informationen) und Aktionen (z.B. SMS an xxx verschicken) festlegen. Ich habe mir die App selbst noch nicht angesehen (die Projektseite gibt eine kurze Einführung. Mit ein paar Tricks ließen sich hier aber vermutlich auch Informationen über CPU, Speicherverbrauch u.a.m. in einen HTTP Header kodieren - je nachdem, was vom Header sich hier wie auswerten lässt.

Technisches: ca. 75kB Download. Permissions soweit sauber - will aber SMS versenden können (damit der Anwender dies als Aktion nutzen kann).

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Izzy
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25.11.2010, 14:51:11 via Website

Der name lässt schon richtig vermuten: Hier geht es um Widgets. Sogar um nichts anderes - mit Site Alert Widget legt man pro überwachter URL genau ein Widget auf dem Desktop ab:



Es werden also maximal so viele URLs supported, wie Widgets Platz finden :grin:

Einfachste Konfiguration (URL, anzuzeigender Name, und Prüf-Interval) - und fertig. Das Widget-Icon "wird Euch dann benachrichtigen" (Häh?) - vermutlich ändert es die Farbe oder sowas. Die Projektseite ist übrigens das, was ich als "tolles Web2.0 Erlebnis" bezeichne: Viel Blog, und Links zu Twitter & Co. Informationen über das Widget konnte ich nicht finden.

Technisches: Nur ca. 30kB Download, absolut saubere Permissions.

Fazit: Wahrscheinlich die einfachste Lösung, wenn Ihr nur Web-Services überwachen wollt. Sollte das Widget jedoch Probleme tatsächlich nur durch Farbwechsel kundtun, müsst Ihr immer drauf schauen (und das Display fleißig am Akku nuckeln lassen)...

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Izzy
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25.11.2010, 15:36:17 via Website

Server Down Alarm Trial ist ebenfalls Widget-basiert - bringt aber zusätzlich noch eine Übersichts-Liste mit:



Die Projektseite ist ausschließlich auf Chinesisch, auch konnte ich nicht einmal den Namen der App dort entdecken - muss mich also auf die Angaben der Market-Seite beschränken. Demzufolge erfolgt ein "Alarm" im Problemfall. Da als Permission auch die Bedienung des Vibrationsalarms gefordert wird, kann man sich darunter etwas vorstellen. Ob das dann 30 Hongkong-Dollar Wert ist, muss jeder für sich entscheiden.

Technisches: Knapp 500kB Download will beim Booten starten - ansonsten sehen die Permissions sauber aus.

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Izzy
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25.11.2010, 15:53:37 via Website

Web Monitor sieht grafisch ganz ansprechend aus:



Die Website des Projektes ist allerdings nicht gerade dazu angetan, das Vertrauen eines potentiellen Käufers zu wecken: Eine Sammlung vieler bunter "Icons" erwartet einen dort, mehr nicht. Hat man irgendwann auch das zu Web Monitor gehörende gefunden, stellt man fest: Der Link führt nur zum iTunes Store - und zwar genau bis vor die Tür. Denn wer kein iTunes installiert hat... i ei i...

Aber zurück zur App: Grafisch gut gemacht, verbirgt sich dahinter aber nichts weiter als ein simpler HTTP HEAD Request. Die App misst die für die Antwort benötigte Zeit ("Response Time"), und protokolliert diese - genau das ist da grafisch dargestellt. Das war's dann auch schon. Die Screenshots zeigen uns drei (links) bzw. zwei (rechts) Server. Werden es mehr, muss wohl viel gescrollt werden - damit wäre die Übersicht dann hin. Aber wer hat schon mehr Server zu überwachen, gelle?

Alarme gibt es offenbar keine: Die App möchte nur auf's Internet zugreifen (was logisch ist), und den Standby-Modus deaktivieren. Also immer schön draufschauen - auch auf die Akku-Anzeige gleich darüber ;)

Technisches: 8kB Download bei der freien Version halte ich für ein Gerücht - die 130kB der Vollversion sind da realistischer. Berechtigungen sind sauber.

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