HTC Desire — addfree app für das desire

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  • Forum-Beiträge: 2.545

09.07.2010 11:00:29 via Website

Ist denn die Werbung so dermaßen schlimm? Mich stört die überhaupt gar nicht...

Auch wenn das offtopic ist: das kommt ganz darauf an, wie die Werbung integriert ist ;)

Ich hatte schon Apps, bei denen waren die Aktionsbuttons sehr klein und *direkt* über/unter der Werbung, da entsteht schon der Verdacht das "verklicker" provoziert werden sollen...
Sowas wird bei mir gleich wieder deinstalliert.

Was je nach app mE auch störend wirkt ist Werbung, die sich im sekundentakt dreht oder sonst wie das Auge ablenkt, ist zB ganz schlecht, wenn die app viel kleinen Text darstellt, man also die letzte Position nicht so einfach wiederfindet.

In den meisten Apps stört mich die Werbung aber auch nicht, da gebe ich dir recht.

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  • Forum-Beiträge: 75

09.07.2010 12:01:35 via Website

Hi,

Es gibt nichts gegen Werbung in Apps einzuwenden, aber leider gibt es den einen und anderen Entwickler der rein darauf aus ist Werbebomber unter die Leute zu bringen!

Ich habe eine App eines solchen einmal selber installiert, diese ließ sich nicht schließen und hat auch im Browser Addseiten aufgerufen......der Entwickler war android4me und hat diverse Programme im Market welche nach einer Masche wirken. Die Webseite dieses Entwicklers existiert btw nicht......einer Abofalle oder sonstiges was Kosten verursacht bin ich nicht erlegen! ;)

Aber im großen und ganzen ist es legitim Werbung zu nutzen und ein Blocker wäre ein Schuß ins eigene Bein! ;)

Gruß

Alef

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  • Forum-Beiträge: 162

09.07.2010 16:07:21 via Website

:smug:
Itsjustaday
Das Problem ist übrigens nicht aus den theoretischer Natur sondern durchaus
schon einigen passiert und in diversen Foren nachzulesen (auch hier).

lg

Naja, der Ablauf dürfte nicht schwer zu programmieren sein. Und wirklich wehren kann man sich auch nicht.

Letztlich braucht man nur eine App zu kostruieren die auf eigene Werbung wartet und dann eine SMS sendet. Dann schaltet man eine Werbung auf die die eigene App reagiert. Bingo hat man binnen kurzem sein Konto voll. :smug: Da brauchts noch nicht mal einen Klick.

Natürlich, das ist jetzt gesponnen, aber grundsätzlich funktionieren tut das.

— geändert am 09.07.2010 16:07:54

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  • Forum-Beiträge: 3.112

09.07.2010 17:25:49 via Website

elknipso
Werbung nervt einfach. Das hat sich die Werbeindustrie aber allgemein selbst zuzuschreiben, dass immer mehr Leute Ad-blocker nutzen.
Früher war auf einer Webseite mal ein dezenter Banner der auch öfter mal von mir angeklickt wurde wenn mich die Werbung interessiert.
Aber spätestens seit die Seuche der Layer-Ads Werbung um sich gegriffen hat, mit Werbung welche sich über den Inhalt der Webseite legt während man gerade am lesen ist, und auch ansonsten überall springende und blinkende Banner einem entgegen schlagen, oder noch schlimmer Banner mit Sound bei denen man einen Herzinfarkt bekommt, geht es halt ohne Werbeblocker nicht mehr.

Aber schon mal dran gedacht, dass ein größeres Internetmagazin sich nicht mit unauffälligen Bannern finanzieren kann?
Früher (oder heute immer noch) waren die Printmedien voll mit Werbung und die Zeitschrift selbst meist recht teuer.
Bei der heutigen Netzkultur darf aber nichts mehr etwas kosten, alles muss umsonst sein und wenn dann noch versucht wird etwas mit Werbung zu finanzieren beginnt wieder das geheule. Wie soll denn dann Deiner Meinung das ganze finanziert werden? Das Internet kann nicht nur aus Hobby-Projekten bestehen.

elknipso
Und aus genau dem Grund blocke ich generell überall wo es nur irgendwie geht Werbung im Internet. Ich verursache damit dem Entwickler auch keinen Schaden da ich die Banner welche ich nicht blocken kann (bzw. konnte) sowieso bewusst ignoriere.

Und woher weißt Du, dass das Geld nicht nach Views gezahlt wird?

elknipso
Denke nicht, dass das daran liegt. Auf einem iPhone mit Jailbreak kann man auch jede kopierte App installieren. Das ist ein Scheinargument, dass es deshalb manche Apps für Android noch nicht gibt.

Doch, denn es liegt ein wenig an der Mentalität. Der iPhone-User zahlt eher und mehr für eine App. Deshalb werden auch die wenigsten ihr System jailbreaken, um Raubkopien zu laden (da stellt sich ja eh die Frage, ob sich das für die paar Euro lohnt).

elknipso
Es ist ein Fakt, dass es immer Schwarzkopien geben wird, und ein weiterer Fakt ist, dass viele System in der Geschichte nur aus dem einzigen Grund, dass sie am Anfang wie wild kopiert wurden eine so große Verbreitung gefunden haben, und damit letztendlich dem Hersteller auch später enorme Einnahmen und Marktmacht beschwert haben. Ich denke hierbei z.B. an Windows oder auch das Office Paket.

Das darf doch nicht als Rechtfertigung für Raubkopien gelten. Zumal man "was-wäre-wenn"-Situationen nicht als Fakt ansehen kann. Bei Windows sehe ich eher die starke Verbreitung, da es bei fast jedem PC mitgeliefert wurde und wird.

elknipso
Für gute Programme die es wert sind, werden sich immer Leute finden die dafür zahlen, genau wie es auch Leute gibt die finanziell (kostenlose) Open Source Projekte unterstützen.

Ja, das funktioniert dann so gut, dass man wie zB bei Open Office ständig darum zittern muss, dass es nicht einmal fallen gelassen wird, erst recht nach der Übernahme von Sun.
Die meiste Open Source Projekte haben große Firmen, die diese Projekte unterstützen. Mir fällt auch kein Open Source Programm ein, welches alleine von den Anwender finanziert wird, so dass auch die Programmierer davon leben können.
Und selbst Thunderbird steht zu wenig Geld zur Verfügung.


elknipso
Sobald man aber anfängt und versucht als Hersteller, Entwickler oder Plattform Betreiber ein digitales Produkt durch immer größere Restriktion zu "schützen" erreicht man exakt das Gegenteil von dem was man erreichen wollte. Das sieht man aktuell z.B. wunderbar in der Spieleindustrie.
Als Beispiel möchte ich mal das Spiel "Die Siedler 7" von Ubisoft raus nehmen, gibt aber noch etliche weitere Beispiele, bei dem Spiel wird ganz deutlich, dass der ehrliche Käufer der sich das Produkt legal im Geschäft erwirbt der "Dumme" ist weil er eine minderwertigere Version (durch den sehr restriktiven Kopierschutz) bekommt als jemand der sich das Spiel völlig kostenfrei aus dem Internet lädt.

Je mehr jemand versucht das Produkt zu schützen, um so attraktiver macht er es, das Produkt eben nicht auf offiziellem Wege zu kaufen.

Und was ist mit Steam? Da funktioniert es doch wunderbar und wird von den Käufern angenommen. Das mit dem Kopierschutz sehe ich nur als Ausrede.

Thomas
Auch wenn es die Wenigsten gemerkt haben und dann - teils reflxartig - argumentierten man wolle die Entwickler um ihren Lohn bringen:

Die ursprüngliche Frage war eigentlich, wie man sich vor betrügerischer Werbung schützen kann. Dem Fragesteller ging es nicht darum Werbung per se zu blockieren sondern um Hinweise wie er sich z.B. vor Blinkogold schützen kann. Das ist zwar nicht auf den ersten Blick ersichtlich weil man dem Link folgen muß, aber die Frage ist auch nicht beantwortet. Dafür gibt es Vorträge in Sachen Vertragsrecht. :smug:

Antworten auf die eigentliche Frage wären durchaus nicht uniteressant.

Ich denke da wird zu viel Panik darum gemacht. Und selbst wenn es einen treffen sollte, muss man das nicht bezahlen, da natürlich kein Vertrag zustande kam (sofern man nicht irgendwo explizit zustimmt).
Ganz sicher gehst Du aber, wenn Du Mehrwertdienste (oder welchen absurden Namen diese Nummern haben) bei deinem Netzbetreiber sperrst. Das ist ein Anruf und es kann nichts mehr in der Art passieren.

— geändert am 09.07.2010 17:28:28

Ali Mente

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  • Forum-Beiträge: 162

09.07.2010 20:46:09 via Website

Andy N.

Thomas
Auch wenn es die Wenigsten gemerkt haben und dann - teils reflxartig - argumentierten man wolle die Entwickler um ihren Lohn bringen:

Die ursprüngliche Frage war eigentlich, wie man sich vor betrügerischer Werbung schützen kann. Dem Fragesteller ging es nicht darum Werbung per se zu blockieren sondern um Hinweise wie er sich z.B. vor Blinkogold schützen kann. Das ist zwar nicht auf den ersten Blick ersichtlich weil man dem Link folgen muß, aber die Frage ist auch nicht beantwortet. Dafür gibt es Vorträge in Sachen Vertragsrecht. :smug:

Antworten auf die eigentliche Frage wären durchaus nicht uniteressant.

Ich denke da wird zu viel Panik darum gemacht. Und selbst wenn es einen treffen sollte, muss man das nicht bezahlen, da natürlich kein Vertrag zustande kam (sofern man nicht irgendwo explizit zustimmt).
Ganz sicher gehst Du aber, wenn Du Mehrwertdienste (oder welchen absurden Namen diese Nummern haben) bei deinem Netzbetreiber sperrst. Das ist ein Anruf und es kann nichts mehr in der Art passieren.

Nur der Vollständigkeit halber:
SMS Dienste sind so gut wie nicht reguliert. Das gilt insbesondere auch für Premium SMS.
Per SMS kann man sehr wohl einen Vertrag schließen.
Das Absenden einer SMS vom eigenen Telefon (Smartphones fliegen wohl unter den Radar) gilt als explizite Zustimmung.
Sperren kann man die Premium SMS nicht bei jedem Provider. Erst recht nicht bei vielen Wiederverkäufern.

Genau so hat anscheinend die Blinkogold Geschichte funktioniert.

Ich finde es schade, wie schnell die eigentliche Frage in einen kleinen Glaubensdiskurs über das Für und Wieder von Werbung Umgeschlagen ist. Nur deshalb habe ich obige Passage geschrieben. :)

Ps: Die Diskussion über solche Werbung ist so alt wie das erste Werbebanner im Internet. Ihr glaubt nicht wirklich, das Ihr das auflöst? ;)

— geändert am 09.07.2010 20:46:45

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  • Forum-Beiträge: 155

09.07.2010 23:05:34 via Website

Thomas
Letztlich braucht man nur eine App zu kostruieren die auf eigene Werbung wartet und dann eine SMS sendet. Dann schaltet man eine Werbung auf die die eigene App reagiert. Bingo hat man binnen kurzem sein Konto voll.

Der Geschichte würde ich jetzt schon gerne mal auf den Grund gehen. Ich glaube nicht das hier im Hintergrund heimlich irgendwelche SMS abgeschickt werden. Dazu müssten die ganzen Apps die da verdächtigt werden SMS Berechtigung haben - haben sie aber nicht. Ich denke das geht viel einfacher und komplett unabhängig von Android.

Wenn Du mal nach "Blinkogold Abo" googelst findest Du seitenweise Berichte von Leuten die sich über Rechnungen für nicht abgeschlossene Abos beschweren. Die Berichte sind von Handyy-Nutzern aller Coleur, Android Nutzer sind da die wenigsten. Gemeinsam ist allen dass sie bei ihrem Provider "Mobiles Bezahlen", also die Abrechnung von Mehrwertdiensten und Abos über die Handy-Rechnung aktiviert haben.

Achtung. Nur eine Theorie
So wie ich das verstehe funktioniert "Mobiles Bezahlen" so, dass ich als betrügerisches Abo-Unternehmen einfach Deine Telefonnummer brauche, damit zu Deinem Provider gehe, und diesem melde Du hättest auf meiner Web-Seite Deine Nummer eingetragen und damit ein Abo abgeschlossen. Schon treibt der Provider für mich die Gebühren des nicht abgeschlossenen Abos ein.

Wie komme ich nun an Deine Telefonnummer?

Da gibt's verschiedene Theorien. Die eine ist dass Du sie mir freiwillig gibst. Ich veranstalte ein Gewinnspiel, und frage Dich nach der Nummer weil ich Dich ja irgendwie erreichen muss wenn Du gewonnen hast. Meine Kreditkarten-Nummer halte ich normalerweise geheim. Meine Handy-Nummer hingegen ist nun wirklich nicht geheim. Kein User der Welt wäre so dämlich seine Kreditkartennummer auf einer Web-Seite einzutragen um an einem Gewinnspiel teilnehmen zu dürfen. Wenn nach der Telefonnummer gefragt wird denke ich mir dabei schon weniger. Die habe ich bisher nicht unbedingt als Zahlungsmittel angesehen.

Eine zweite Theorie ist die dass die Firma Deine Telefonnummer vom Provider an Hand Deiner IP-Adresse anfragen kann. In einem Bericht war die Rede von WAP Billing, wobei mir da nicht so ganz klar ist ob das WAP Billing jetzt so funktioniert dass ich explizit meine Telefonnummer irgendwo eintragen muss, oder das einfach darüber läuft dass der Provider ja weis welche Telefonnummer zu welcher von ihm vergebenen IP gehört, und diese Info an Partnerunternehmen weiter gibt.

Vielleicht kann ja jemand der sich damit besser auskennt mal bestätigen ob das so stimmt wie ich das hier zusammen gesponnen habe. So wie sich das für mich darstellt hilft ein Blocker der Werbung in Apps blockt nichts, da die Gewinnspielwerbung genauso auf regülären Web-Seiten lauert. Der beste Schutz vor Abo-Abzocke scheint dann der zu sein das "Mobile Bezahlen" zu deaktivieren.

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  • Forum-Beiträge: 1.401

09.07.2010 23:29:42 via Website

Mal ne frage zu Werbung in Apps:

Ab wann generiert die Werbung für den Entwickler Geld?
Durch Anklicken oder langt schon das Anzeigen der Werbung? Weil ich hab noch nie Werbung angeklickt...

Wie poste ich falsch? Nachdem ich Google, das Wiki und die Suche erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich zwei bis fünf neue Themen, in den falschen Unterforen, mit kreativen Titel und undeutlichem Text, unter dem sich jeder etwas anderes vorstellen kann.

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  • Forum-Beiträge: 55

10.07.2010 02:52:15 via Website

Andy N.

Aber schon mal dran gedacht, dass ein größeres Internetmagazin sich nicht mit unauffälligen Bannern finanzieren kann?
Früher (oder heute immer noch) waren die Printmedien voll mit Werbung und die Zeitschrift selbst meist recht teuer.
Bei der heutigen Netzkultur darf aber nichts mehr etwas kosten, alles muss umsonst sein und wenn dann noch versucht wird etwas mit Werbung zu finanzieren beginnt wieder das geheule. Wie soll denn dann Deiner Meinung das ganze finanziert werden? Das Internet kann nicht nur aus Hobby-Projekten bestehen.
Das ist ein Trugschluss. Ein dezenter Werbebanner findet zwar nicht mehr Beachtung, aber dafür klicken nur wirklich die Leute darauf, die sich für das Produkt interessieren, und nicht welche die vom Soundeffekt erschrocken panisch den Schließen Button suchen, oder solche die nur wollen, dass es aufhört zu blinken, oder sich das Layer-Ad endlich vom Inhalt auf Seite schiebt...


Und woher weißt Du, dass das Geld nicht nach Views gezahlt wird?
Wird es nicht. Und selbst wenn es so wäre, gibt es für einen Seitenbetreiber keine technische Möglichkeit zu erkennen, ob eine Werbung geladen und angezeigt wurde, oder durch Filterlisten blockiert wurde

Doch, denn es liegt ein wenig an der Mentalität. Der iPhone-User zahlt eher und mehr für eine App. Deshalb werden auch die wenigsten ihr System jailbreaken, um Raubkopien zu laden (da stellt sich ja eh die Frage, ob sich das für die paar Euro lohnt).
Die Zahlen zum Jailbreak sprechen hier eine ganz andere Sprache, dieser ist sehr verbreitet.


Das darf doch nicht als Rechtfertigung für Raubkopien gelten. Zumal man "was-wäre-wenn"-Situationen nicht als Fakt ansehen kann. Bei Windows sehe ich eher die starke Verbreitung, da es bei fast jedem PC mitgeliefert wurde und wird.
Das ist keine Rechtfertigung sondern ich mache schlicht auf die Tatsache Aufmerksam, dass große Firmen und auch ganz besonders Microsoft, im Laufe ihrer Geschichte massiv von dem kopieren ihrer Produkte, und der dadurch einhergehenden Verbreitung, letztendlich profitiert haben.

Ja, das funktioniert dann so gut, dass man wie zB bei Open Office ständig darum zittern muss, dass es nicht einmal fallen gelassen wird, erst recht nach der Übernahme von Sun.
Die meiste Open Source Projekte haben große Firmen, die diese Projekte unterstützen. Mir fällt auch kein Open Source Programm ein, welches alleine von den Anwender finanziert wird, so dass auch die Programmierer davon leben können.
Und selbst Thunderbird steht zu wenig Geld zur Verfügung.

Glaub mir, um die Zukunft von Open Office brauchst Du Dir wirklich keine Sorgen zu machen... keine Ahnung wo Du das aufgeschnappt hast.




Und was ist mit Steam? Da funktioniert es doch wunderbar und wird von den Käufern angenommen. Das mit dem Kopierschutz sehe ich nur als Ausrede.
Soll ich lachen oder weinen? Was ich schon, und unzählige andere, schon Probleme mit Steam hatten ist nicht mehr in Worte zu fassen. Ich sag nur überlastete Server, verbugte Software usw. Google ruhig mal, die Foren stehen damit voll. Steam ist die größte Frechheit die sich Valve geleistet hat und eine Garantie dafür, dass ich sicher keine Software mehr von ihnen kaufe. Ich zahle doch nicht viel Geld dafür, um mir nachher meine Nerven kaputt zu machen, weil nichts dann funktioniert wenn ich es nutzen will.

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  • Forum-Beiträge: 162

10.07.2010 07:26:00 via Website

Tobias E.

Der Geschichte würde ich jetzt schon gerne mal auf den Grund gehen. Ich glaube nicht das hier im Hintergrund heimlich irgendwelche SMS abgeschickt werden. Dazu müssten die ganzen Apps die da verdächtigt werden SMS Berechtigung haben - haben sie aber nicht. Ich denke das geht viel einfacher und komplett unabhängig von Android.

Angeblich soll das auch ohne gehen. Im SDK habe ich dazu aber auch nichts gefunden was diese Vermutung bestätigen würde. Allerdings bin ich kein Entwickler und könnte deswegen auch etwas übersehen haben.

Tobias E.

Eine zweite Theorie ist die dass die Firma Deine Telefonnummer vom Provider an Hand Deiner IP-Adresse anfragen kann. In einem Bericht war die Rede von WAP Billing, wobei mir da nicht so ganz klar ist ob das WAP Billing jetzt so funktioniert dass ich explizit meine Telefonnummer irgendwo eintragen muss, oder das einfach darüber läuft dass der Provider ja weis welche Telefonnummer zu welcher von ihm vergebenen IP gehört, und diese Info an Partnerunternehmen weiter gibt.

Das kann ich beantworten. Sofern sich der Abrechnende eines Dienstleisters bedient der mit den goßen Povidern schon Verträge über WAP Billing hat, geht das automatisch. Wobei ich WLAN mal ausnehmen möchte, das weis ich nicht. Ist der Nutzer aber über GSM/UMTS eingebucht, dann wird die Nummer (MSISDN) an diesen Diesntleister durchgereicht. Ob der diese dann an den eigentlichen Leistungserbringer weiter gibt weis ich nicht, es ist aber davon auszugehen.

Tobias E.

Vielleicht kann ja jemand der sich damit besser auskennt mal bestätigen ob das so stimmt wie ich das hier zusammen gesponnen habe. So wie sich das für mich darstellt hilft ein Blocker der Werbung in Apps blockt nichts, da die Gewinnspielwerbung genauso auf regülären Web-Seiten lauert. Der beste Schutz vor Abo-Abzocke scheint dann der zu sein das "Mobile Bezahlen" zu deaktivieren.

Die Werbung alleine scheint es nicht zu sein, aber es dient wohl als Einfallstor. Mich würde auch interessieren wie es genau funktioniert. Gegen Werbung im Gegenzug für einen gewissen Mehrwert habe ich ja nichts. Mobile Billing ist ansich auch teilweise nützlich. Nur habe ich auch wenig Lust meine Zeit mit Einspüchen zu verplempen.


PS.: Wer kein R findet hat meine Klemmende Taste gefunden ;-)

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  • Forum-Beiträge: 155

12.07.2010 22:55:12 via Website

Braucht eine App die entsprechende Berechtigung um SMS verschicken zu können?
Thomas
Angeblich soll das auch ohne gehen. Im SDK habe ich dazu aber auch nichts gefunden was diese Vermutung bestätigen würde. Allerdings bin ich kein Entwickler und könnte deswegen auch etwas übersehen haben.

Er gibt in der IT ja nichts was es nicht gibt, aber hier bin ich mir ziemlich sicher dass es keine Lücke gibt. Als Entwickler kann ich Dir bestätigen: per Design kannst Du in Android nur SMS schicken wenn Du die entsprechende Berechtigung anforderst. Eine Lücke die dieses Design umgeht ist soweit ich weis keine bekannt. Ich habe da wirklich umfangreich nach entsprechenden Berichten oder Beispielen gesucht, und nirgends den kleinsten Hinweis gefunden dass das Android Rechtesystem schon jemals umgangen wurde.

Und überhaupt: wenn die Berechtigungen umgangen werden können, warum sollte ich als korrupte Klingelton-Firma dann nicht gleich eine SMS schicken, sondern erst umständlich warten bis meine eigene Werbung zufällig kommt.

Wird bei Besuch einer WAP Seite meine Telefonnummer an den Seitenbetreiber weiter gereicht?
Thomas
Sofern sich der Abrechnende eines Dienstleisters bedient der mit den goßen Povidern schon Verträge über WAP Billing hat, geht das automatisch. Wobei ich WLAN mal ausnehmen möchte, das weis ich nicht. Ist der Nutzer aber über GSM/UMTS eingebucht, dann wird die Nummer (MSISDN) an diesen Diesntleister durchgereicht. Ob der diese dann an den eigentlichen Leistungserbringer weiter gibt weis ich nicht, es ist aber davon auszugehen.

Hab dazu im Netz eine detaillierte Beschreibung gefunden: http://www.ic3s.de/fileadmin/files/2310PB02_WAP_billing.pdf So wie das da beschrieben ist, ist es über WAP Billing möglich ein Klingelton-Abo abzuschließen ohne irgendwo die Telefonnummer eingeben zu müssen. Allerdings muss der Kauf auf einer WAP Seite des Payment Providers (nicht des Klingeltonabieters) bestätigt werden. D.h. es gibt drei Parteien: die Klingeltonfirma, den Handy-Provider und den Payment Provider. Die Klingeltonfirma kann kein Abo melden, ohne dass der Kunde auf einer Web-Seite des Payment Providers den Abschluss bestätigt.

Zu blinkogold habe ich inzwischen auch ein Video im Web gefunden. Leider stoppt das Video genau dort wo es interessant wird. In einigen Posts hatten Leute ja berichtet dass sie gleich eine Abo-SMS bekommen haben nachdem sie nur auf die Anzeige geklickt haben. Im Video kommt schon erst die Web-Seite von Blinkogold. Laut Prozess-Beschreibung zum WAP Billing müßte nach klicken auf das Taschenlampen-Bild auf der Blinkogold Seite als nächstes die Seite des Payment Providers kommen, auf der die Kosten noch mal klar stehen und bestätigt werden müssen. Wie gesagt, stoppt das Video leider vorher.

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  • Forum-Beiträge: 1

05.10.2010 00:33:35 via Website

Hallo erstmal! :)

Der Thread ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber ich möchte an dieser Stelle auch kurz meine Erfahrung loswerden. Es scheint ja noch Zweifel zu geben, ob diese 1-Click-Abofalle wirklich existiert...

Mir ist das auch Freitag morgen passiert. Mini pro nach Benutzung von TuneIn-Radio (mit Werbebanner) kurz in die Hosentasche gesteckt, um die Autotür zu schließen, Tastensperre war wohl nicht richtig drin. Handy danach wieder raus und da seh ich, wie sich gerade eine Seite im Dolphin öffnet (die History sagt: action.sponsormob.de?idxyz). Ich lese "Jamba" in der Adresszeile und drücke sofort "back", um den Browser zu schließen (die Seite mit etlichem Text - wo ist der cache?- war scheinbar noch nicht fertig geladen). Sekunden später habe ich diese unverständlich formulierte Abo-Bestätigung im SMS-Eingang...
Für mich ist das leider ein Grund, sämtliche Werbebanner-Apps zu meiden. Und mehr noch: ich denke, es ist einfach nicht sicher, überhaupt irgendwelche nicht hinreichend bekannten Apps zu installieren und es sollte davor gewarnt werden. Dass bei der Aktion scheinbar alle Beteiligten (außer mir) unter einer Decke stecken, macht mir Angst. Der Entwickler kann bestimmen, welche Werbung bei ihm läuft? Admob gehört Google und ich habe gelesen, dass darüber alle möglichen persönlichen Informationen an die Firmen gesendet werden. Der Provider (Freenet/klarmobil) ermöglicht offenbar diese ungeprüfte Bezahlung und die "werbende" "Firma" scheint mich mit unterlassener Bestätigungsabfrage zu hintergehen. So kommt es, dass ich nicht ohne weiteres verhindern kann, dass mir ohne jegliche Willenserklärung Geld abgebucht wird, und ich weiß noch nichtmal genau, wen ich jetzt alles (moralisch) dafür verantwortlich machen soll. Als ehemaligem Windows-Mobile-Begeisterten vergeht mir sehr schnell wieder die anfängliche Euphorie über die Android-Welt...

Grüße, mcode

PS zum Thema: Finde es unter den Umständen besser, wenn man (gern auch stark) abgespeckte Freeware-Versionen zum Testen zur Verfügung stellt, als die Apps werbe-unterstützt rauszubringen. Adfree schützt da wahrscheinlich auch nur sehr bedingt...

sartorius

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  • Forum-Beiträge: 472

05.10.2010 06:58:49 via Website

auch wenn es das thema nur am rande berührt....
es ist vollkommen logisch das entwickler mit ihren apps geld verdienen wollen.also kaufen oder werbung ertragen(über ungewollte abos müssen wir ,glaub ich,nicht diskutieren.das ist ne frechheit)
ich für meinen teil würde durchaus mehr apps kaufen wenn google endlich vernünftige bezahloptionen anbieten würde. dann hätte sich das thema mit den adds auch erledigt.....

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