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Five Nights At Freddy’s 3 im Test: Eins, zwei, drei, Freddy kommt vorbei

Innerhalb von acht Monaten erschienen drei Spiele der Indie-Sensation Five Nights At Freddy’s. Ich hatte vorab schon große Bedenken, dass Five Nights At Freddy’s 3 für Android womöglich einige Verschleißerscheinungen aufweist und leider wirkt der dritte Teil etwas dröge. Für zahlreiche Kreischanfälle hat das Horror-Spiel dennoch gesorgt.

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Nichts für schwache Nerven. / © Scott Cawthon

Mit dritten Teilen ist das ja oft so eine Sache: Bei vielen Filmen dient er als Abschluss einer Trilogie und die Macher hauen dann nochmal alles raus, um der Geschichte einen würdigen und opulenten Abschluss zu bereiten. Dieses Gefühl hat man bei Five Nights At Freddy’s 3 leider nicht!

Um das geht’s

Die Geschichte von Five Nights At Freddy’s 3 spielt 30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils. Dieses Mal verschlägt es den Spieler in einen Freizeitpark, in dem sich alles um die schrecklichen Kreaturen der ersten beiden Teile dreht. Fans des Spiels hielten es für eine gute Idee, die Horror-Kreaturen nachzubauen und Gäste damit zu erschrecken. Als Angstellter ist es eure Aufgabe zu überpüfen, ob die Kreaturen auch funktionieren.

Es kommt natürlich wie es kommen muss und ein Animatronic schnappt über und will Euch töten. Dieses Mal trachten also nicht vier mordlüsterne Roboter nach dem Leben des Spielers, sondern lediglich ein goldener Hase mit Namen “Springtrap”.

Die anderen “Freddy’s” tauchen lediglich in Form von Halluzinationen auf und können den Spieler nichts anhaben. Diese Illusionen werden dadurch erzeugt, wenn der Techniker die Lüftung verriegelt. Das ist neben dem Ausspähen mit den Überwachungkameras und dem Abspielen einer Audio-Datei eine der wenigen Möglichkeiten, um den Angreifer abzuwehren. Verschließbare Türen gibt es übrigens nicht mehr, dafür aber ein paar neue Minispiele, die zwischen den Einsätzen vorkommen und an Games aus seligen Atari-Zeiten erinnern.

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Wiedersehen mit alten Horror-Gestalten. / © Scott Cawthon

Das macht Spaß

Eigentlich sollte ich nach zwei Freddy-Spielen abgehärtet sein… sollte! Obwohl ich einige Situationen voraussehen konnte, hat mich Five Nights At Freddy’s 3 für Android wieder sehr oft kreischen lassen und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den Titel nicht länger als eine Minute im Dunkel spielen kann. Wirklich anders ist der Horror-Titel zwar nicht, das Grundprinzip packt mich aber immer noch und ist oft einfach zu viel für mich. Trotz vieler dieser nervenaufreibenden Momente greife ich dennoch immer wieder zum Tablet, um mich gehörig erschrecken zu lassen.

Das ist nervig

Five Nights At Freddy’s 3 und insgesamt die Freddy-Reihe hat mich sehr an die Film-Serie Scream erinnerte. Der erste Film war meiner Meinung nach erfrischend anders, der zweite Streifen setzte noch eins drauf und dem dritten Teil merkte man schon an, dass den Machern die Ideen ausgingen - Scream 4 habe ich aus meinem Gedächtnis gelöscht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Five Nights At Freddy’s 3 sorgt immer noch für Horror, besser als die beiden Vorgänger ist das Spiel aber definitiv nicht. Wie der zweite Ableger fühlt sich auch der dritte Teil eher wie ein Add-On des ersten Spiels an, er sieht außerdem genauso aus und an der Soundkulisse hat sich auch nicht wirklich viel getan.

Insgesamt ist das Spiel auch einen Tick frustrierender. Das liegt vor allem daran, dass man oft nicht genau weiß, was genau zu tun ist, um sich vor dem Angreifer zu schützen. Diese Unsicherheit ist zwar Teil der Spielerfahrung und wohl auch so gewollt, bei den ersten beiden Ablegern hatte man aber mehr Kontrolle und auch mehr Verständnis für das einfache Gameplay. Jetzt ist dieser “Indie-Kredit” zumindest bei mir aufgebraucht und gelegentlich habe ich das Android-Gerät nicht wegen den Jump-Scares weggelegt, sondern weil ich schlicht frustriert war.


Link zum Video

Fazit

Ich bin ein großer Fan der ersten beiden Freddy-Spiele und da es sich um eher kleine Indie-Titel gehandelt hat, sah ich auch über einige mehr oder minder große Ungereimtheiten hinweg. Diese Nachsicht konnte ich bei Five Nights At Freddy’s 3 einfach nicht mehr aufbringen, denn das Spiel bietet mir schlicht zu wenig Neues an. Die Reduzierung auf nur eine gefährliche Aninmatronic-Figur finde ich auch eher schlecht, ebenso die teils neuen Verteidigungsmöglichkeiten.

Five Nights At Freddy’s 3 sorgt zwar immer noch für viel Horror und Anspannung und wer von den Jump-Scares nicht genug bekommen kann, wird mit dem dritten Teil sicher Spaß haben. Wer sich aber schon bei Five Night’s At Freddy’s 2 gelangweilt hat, kann auf den Titel definitiv verzichten.

Wertung: 6 von 10

  • Getestet mit: Nexus 9
  • Preis: 3,27 Euro (Stand: 10. März 2015)
  • Spieler: 1
  • Erforderliche Android-Version: 2.3 oder höher
  • Größe: 45 MB
  • Systeme: Android-Tablets, Android-Smartphones 
  • Sprache: Englische Sprachausgabe und englische Texte
Five Nights at Freddy's 3 Install on Google Play
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