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FIFA 16: Ultimate Team für Android im Test

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch ein neues FIFA in die Händlerregale. Auch Android-Spieler wurden von EA Sports dieses Jahr nicht vergessen. FIFA 16: Ultimate Team ist zwar - wenig überraschend - nicht so gut wie die Konsolen-Version, das Mobile-Spiel hat aber dennoch seine Stärken. Leider gibt es auch einige mittelgroße Schwächen.

Zwei Spiele in einem

Herbstzeit ist Fußball-Zeit, auch was neue PC-, Konsolen- und Mobile-Spiele angeht. Jedes Jahr buhlt EA Sports mit einem mehr oder weniger neuen FIFA-Titel um die Herzen der Fußball-Fans. Nach einigen Krisen hat sich die erfolgreiche Sportspielreihe mittlerweile von PES, dem großen Konkurrenten aus dem Hause Konami, absetzen können. Auf den Mobile-Plattformen gibt es diesen Zweikampf so noch nicht und auch die Android-Version von FIFA 16 ist doch ein wenig anders als das “große” FIFA.

Während bei der Variante für Konsolen und PC das eigentliche Spiel im Vordergrund steht und der Manager-Modus nur ein Teil der Spielerfahrung ist, ist es bei FIFA 16: Ultimate Team eher umgekehrt. Im Fokus steht hier der Aufbau einer eigenen Mannschaft mit allem was dazugehört. Will man das neue FIFA für Android also bewerten, muss man sich beide Aspekte ganz genau anschauen. Los geht’s mit dem Blick auf das Gameplay.

FIFA16Android
Führe Dein Team ganz nach oben! / © EA Sports, ANDROIDPIT

Hacke, Spitze,1,2,3

Ein anständiges FIFA-Erlebnis auf dem Tablet…? Geht das? Die Skepsis ist durchaus berechtigt und wer FIFA 16 schon auf der PS4 gezockt hat, wird die Steuerung und ganz allgemein das Spielgefühl von FIFA 16: Ultimate Team als etwas zu langsam empfinden. Nimmt man die Android-Version aber für sich und blendet den Vergleich zur Konsolen-Variante aus, dann kann sich die Mobile-Variante durchaus sehen, beziehungsweise spielen lassen. Es ist also durchaus möglich, schnelle Angriffe oder schöne Passstafetten mit seinen Spielern auszuführen. Eine Abwehr aufzustellen, die die Räume eng macht, stellt ebenfalls keine unlösbare Aufgabe dar.

An die Steuerung per Button-Eingabe auf dem Bildschirm hat man sich auch schnell gewöhnt. Noch mehr Kontrolle hat der Android-Gamer mit Hilfe eines Bluetooth-Gamepads. So gut die Handhabe ist, es fehlt leider die Präzision, der Konsolen-Variante. Besonders Pässe in den Lauf eines Spielers sind alles andere als leicht auszuführen und auch bei Angriffen klappt nicht alles so, wie es FIFA-Kenner eigentlich gewohnt sind.

FIFA16 Gameplay Android
Keine Schönheit, spielt sich aber sehr gut. / © EA Sports, ANDROIDPIT

Eine vollwertige Kopie des Originals ist FIFA 16: Ultimate Team also definitiv nicht, sondern eher eine etwas abgespeckte Version. Die macht aufgrund des actionreichen Gameplay aber durchaus Spaß.

In Hinblick auf die Präsentation ist FIFA 16: Ultimate Team für Android ebenfalls nicht auf der Höhe von FIFA 16 für Konsolen/PC. Besonders das Publikum sieht richtig furchtbar aus und insgesamt wurde mit Details bei der Android-Variante eher gegeizt. Punkten kann das Android-FIFA hingegen mit lebensechten Spieler-Animationen und einer guten Ball-Physik.

Beim Sound sammelt das neue FIFA Punkte durch eine insgesamt gute Soundkulisse während des Spiels Pluspunkte, auch die Musik bei den Menüs nervt nicht. Etwas mehr Stadion-Atmosphäre wäre aber durchaus schön gewesen.

Dein Team, deine Mission

Wer mit dem Ball-Gameplay von FIFA16 für Android so gar nichts anfangen kann, darf jede Partie auch simulieren. Das Spiel gleicht dann die Werte der einzelnen Spieler ab und berechnet, wie gut die Chancen auf einen Sieg stehen. Gegen eher schwächere Teams lohnt sich diese Zeitersparnis, bei besseren Teams sollte der Android-Gamer aber lieber selbst seine Mannschaft auf den Platz führen. Ohne das spielt sich FIFA 16: Ultimate Team wie ein klassischer Fußball-Manager oder schlicht wie die Companion-App zu FIFA 16.

Über allem steht hier der Aufbau einer eigenen Mannschaft, die natürlich immer besser werden soll. Das Prinzip dahinter ist recht einfach: Durch Erfolge auf dem Platz wird die Mannschaft mit Geld, Boni und Erfahungspunkte belohnt, die der Team-Manager dann in neue Spieler investieren kann. Um an die begehrten Extras zu kommen, kann sich die eigene Mannschaft entweder in einer Einzelspieler-Saison versuchen oder es geht online gegen andere Spieler des Android-FIFAs. Auch gibt es massig Erfolge zum Freischalten sowie spezielle Herausforderungen.

FIFA16 Android 3
Um Belohnungen einzuheimsen, gilt es an vielen Turnieren teilzunehmen. / © EA Sports, ANDROIDPIT

Zu managen gibt es ebenfalls einiges, zum Beispiel müssen die Werte der Spieler mit denen potenzieller Neuzugänge abgeglichen werden. Es gilt auch darauf zu achten, dass die Chemie zwischen den Spielern stimmt. Und dann gibt es ja noch verschiedene taktische Optionen, die hoffentlich dafür sorgen, dass der Übergang von der Abwehr hin zum Sturm schneller gelingt.

Wer eine Vorliebe für diese kleinen und großen Details hat, wird sich bei FIFA 16 für Android sicher wohl fühlen, leider kann es mitunter sehr lange dauern, bis echte Top-Spieler für den eigenen Verein auflaufen.

Ohne Geld wird's schwer!

Geld regiert bekanntlich die Fußballwelt und nicht anders geht es auch in der virtuellen Welt zu. Spätestens nach einer Partie gegen einen der europäischen Topclups und der Schmach einer hohen Niederlage schaut sich wohl jeder Manager nach besseren Angreifern und Verteidigern um. Die müssen wie gesagt erst freigespielt werden. Die Belohnungen für Siege und Turniersiege sind aber leider nicht so ergiebig, wie es sich manch ungeduldiger Spieler wünschen würde. So kostet zum Beispiel ein Weltklassespieler wie Lionel Messi 10.000 Münzen und 100 der sehr seltenen FIFA-Punkte. Bis man in diese Gehaltssphäre vorstößt, kann es mitunter sehr lange dauern, da das Spiel für Siege ganz am Anfang der Karriere wenig Geld herausrückt. Es gibt zwar auch Sonderangebote und kostengünstigere Spieler, insgesamt aber könnte das virtuelle Bezahlsystem bei FIFA 16: Ultimate Team etwas fairer und ausgeglichener sein.

Immerhin lässt sich das Spiel auch ohne den Einsatz von Echtgeld genießen, wenn sich der Android-User vor allem auf den Einzelspieler-Modus konzentriert. Hier passt sich das Spiel dem Fortschritt des Gamers an und konfrontiert ihn nicht mit unlösbaren Aufgaben. Beim Online-Modus kann es jedoch passieren, dass man auf einen Spieler trifft, der sich durch den Einsatz von Echtgeld einen deutlichen Vorteil erkauft hat. Den Online-Modus sollten daher vor allem Einsteiger eher meiden und sich zunächst auf den Aufbau einer schlagkräftigen Truppe konzentrieren. 

Fazit

Es wäre ein großer Fehler, von FIFA 16: Ultimate Team für Android ein Spielerlebnis wie das bei FIFA 16 für Konsolen und PC zu erwarten. Die Mobile-Version ist zwar ein insgesamt gutes Fußball-Spiel, sowohl in Sachen Gameplay als auch Umfang ist die “große” Version der “kleinen” Variante aber haushoch überlegen. Dennoch macht es Spaß, auf seinem Tablet mit seinem eigenen Team um den Sieg zu kämpfen. 

Sehr motivierend ist zudem der Manager-Part ausgefallen, bei dem neue Spieler rekrutiert werden und sich der Clubbesitzer um große und kleine Probleme kümmert. Um hier schnell voranzukommen, bedarf es jedoch viel Ausdauer, da für gute Spieler sehr viel virtuelles Geld verlangt wird. So dreist wie bei Dungeon Keeper oder SimCity BuildIt drängt Euch EA zwar nicht zum Kauf eines kostenpflichtigen Zusatzinhalts, die Preise könnten meiner Meinung nach aber etwas fairer gestaltet werden. 

  • Getestet mit: Nvidia Shield Tablet
  • Preis: Free2Play mit In-Game-Käufen 
  • Spieler: 1 
  • Größe: 1,3 GB 
  • Erforderliche Android-Version: 4.4 oder höher
  • Systeme: Android-Tablets
  • Sprache: Deutsche Texte
  • USK: Ab 0 Jahren

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