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Facebooks Building 8: Entsteht hier das neue Facebook-Phone? Und was noch?

Erinnert Ihr Euch noch an die Versuche, ein Facebook Phone am Markt zu platzieren? 2011 und 2013 versuchte Facebook zusammen mit HTC, speziell auf das soziale Netzwerk zugeschnittene Smartphones zu verkaufen. Die lagen aber wie Blei in den Regalen, auch weil die Facebook-Phones nicht besonders schick, gut oder günstig waren. Nun deutet alles darauf hin, dass Facebook eine eigene Hardware-Abteilung aufgezogen hat. Unter der Bezeichnung Building 8 arbeitet ein neu zusammengestelltes Team offenbar an - einem Smartphone.

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Cnet.com berichtet in einem ausführlichen Artikel über Hintergründe von Building 8. Aus Job-Anzeigen und öffentlichen Informationen zum Beispiel von Mark Zuckerberg ergibt sich ein konsistentes Bild: Facebook hat in der Gruppe Building 8 ehemalige Mitarbeiter von Google, Apple und anderen Silicon-Valley-Größen versammelt. Die Aufgabenprofile für zu besetzende Stellen deuten nicht auf allgemeine Forschungs- und Entwicklungsaufgaben, sondern ergeben in der Gesamtschau das Bild eines Teams, das marktreife mobile Hardware entwickeln soll. Viele der einsehbaren Job-Postings von Facebook verlangen konkrete Erfahrungen in der Entwicklung von "consumer products" und es gibt auch sehr konkrete Positionen, die zu besetzen sind - zum Beispiel sucht Facebook für Building 8 einen Camera Software Engineer. Auch Erfahrungen im Android-Universum sind vielfach gefragt. Übrigens:

Besonders spannend ist, dass offenbar drei führende Köpfe von Googles Project Ara nun für Facebooks Building 8 arbeiten. Project Ara war Googles Projekt, das ein modulares Smartphone hervorbringen sollte und noch auf der Google I/O 2016 der heimliche Star der Entwickler-Konferenz - einschließlich großer Pläne, Entwickler bei der Konstruktion von Ara-Modulen zu unterstützen. Wenige Wochen später war Ara Geschichte und eingestampft.

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Project Ara: Das modulare Smartphone von Google ist Geschichte / © Google

Sean Hollister von Cnet.com schließt daraus, dass ein neues Facebook-Phone wohl grundsätzlich auf Android-Basis entwickelt werde und möglicherweise auch auf ein Modulkonzept setzen werde. Hier werden die Fragezeichen aber schon größer, zumal er einräumt, dass die ehemaligen Ara-Mitarbeiter die Idee von Modulen ebenfalls aufgegeben haben könnten.

Everything inhouse: Das Gebot der Stunde

Facebook geht mit Building 8 offenbar den Weg von Google und konzentriert die komplette Entwicklung von Hardware und Software. Offenkundig halten die größten Tech-Konzerne genau diesen Weg für den richtigen: Google hat diesen Sprung erst kürzlich vollzogen und daraus sind die Pixel-Smartphones entstanden. Apple hat sämtliche Schritte der Hardware-Entwicklung in den Händen. Gleiches gilt für Amazon und Microsoft - wobei Microsoft offenbar den Smartphone-Markt weniger beachtet und stattdessen vor allem auf Tablet- und Notebook-Hybriden setzt (und vielleicht ein Surface-Phone für 2017 entwickelt, aber wer weiß). Samsung auf der anderen Seite hat erst kürzlich den wichtigen Zukunftsmarkt der digitalen Assistenten für sich entdeckt und wird das Galaxy S8 mit KI-Funktionen versehen.

Die größten Hersteller arbeiten also in unterschiedlichen Ausprägungen mit ein und derselben Strategie: So hoffen sie, eigene Plattformen aufzubauen, die User einzäunen und es schwerer machen, zu einem anderen Hersteller zu wechseln. Schon heute kann der Wechsel eines Smartphones schwer sein, noch schwerer der Wechsel der Plattform. Künftig kommt nach dem Willen von Google, Amazon, Apple und Samsung noch der digitale Assistent dazu: Eine umfangreiche Plattform, die das Smartphone und andere Gadgets in das Smarthome so stark einbindet, dass ein Wechsel mit hohen Hürden versehen ist.

Zurück zu Facebook

Facebook will in dem Konzert der Hardware-Hersteller mitspielen - das ist offensichtlich. Building 8 dürfte neben Smartphones weitere Gadgets entwickeln, die den Facebook-Vorteil des Netzwerks voll ausspielen: Integration des sozialen Netzwerks mit dem Zuhause - vielleicht mittels neuer Gadgets, die ganze Familien via VR zusammenschalten? Oder mehrere Wohnzimmer zu einem virtuellen Treffpunkt verbinden? Facebook bringt den Vorteil mit, dass es über die privaten Verbindungen und Kontakte sehr genau Bescheid weiß. Ein Smartphones von Facebook dürfte zwar Teil der Building-8-Pläne sein, ein Angriff auf Alexa, Google Assitant und Siri erscheint langfristig aber glaubhafter.

HK
Hans-Georg Kluge
Facebook hat im Smartphone-Markt ohne Begleitprodukte kaum Chancen.
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KI: Der aktuelle Hype

Die Industrie wird aber einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen. Erste Versionen des Google Assistant konnten keinen echten Mehrwert belegen, Amazons Alexa ist als eigenständiges System stark auf den stationären Einsatz im Haushalt beschränkt (dort aber sehr praktisch und der Konkurrenz überlegen). Die Ankündigungen von Samsung zu Bixby wiederum lesen sich wenig spektakulär und deuten auf eine lernfähige Software hin, die aber noch großen Aufholbedarf haben wird.

Noch wirkt der aktuelle Trend zu den digitalen Assistenten ein bisschen wie ein Strohfeuer: Google hat mit großen Worten den Assistant vorgestellt, aber in der aktuellen Form kaum ein Versprechen eingehalten. Zwar lassen sich für die Assistenten zahlreiche Use-Cases erdenken, aber noch fehlt die Idee für ein echtes Killer-Feature.

Glaubt Ihr, dass Facebook einen großen Schritt in den Smartphone- und Smarthome-Markt wagt? Welche besonderen Features könne Facebook einbringen? Teilt Eure Ideen mit der Community!

Top-Kommentare der Community

  • MajorTom vor 3 Wochen

    Den KI Hype können sie behalten. Was hinter der KI steckt ist das personenbezogene Protokoll.

  • Tenten vor 3 Wochen

    Ich kann mit diesen ganzen Assistenten noch nichts anfangen. Man spricht zwar immer von KI, aber mit KI hat das alles nichts zu tun. Damit will man nur darüber hinweg täuschen, dass diese Systeme eigentlich kaum etwas können. Natürlich ist es praktisch, mal eben eine Frage in den Raum zu werfen und der Assistent sucht eine Antwort im Internet. Für diesen "Luxus" möchte ich mich aber nicht den ganzen Tag über belauschen oder beobachten lassen. Zumal diese Dinge kaum Zeit kosten, wenn man sie selbst erledigt. Heutzutage hat doch jeder ein Smartphone in der Tasche und ein oder zwei Tablets zuhause rumliegen. Da sind Termine schnell eingetragen, etwas im Internet gesucht oder Musik ausgesucht.
    Interessant werden solche Systeme dann, wenn sie zu einer engeren Vernetzung der Nutzer führen, der Assistent also nicht im Internet, sondern innerhalb einer Community sucht. Da kann ich mir einige praktische Anwendungen vorstellen.
    So könnte man sich zum Beispiel schnell jemand suchen, der gleich mit einem joggen geht oder einen Einkaufsbummel macht. Alte Menschen, die oft kleine Hilfen im Alltag brauchen, könnten schnell jemand suchen, zum Beispiel um auf eine Leiter zu steigen und eine Birne zu wechseln oder Einkäufe zu erledigen.
    Hat man Probleme mit dem Auto, Fahrrad, Smartphone oder was auch immer, kann man sich vielleicht schnell Rat holen. Mir fielen noch etliche Dinge ein, vieles gibt's davon ja bereits im Internet oder als Apps, aber das ist relativ langwierig, da jemand zu finden. Das könnte in Zukunft von Assistenten erledigt werden, die ihre Community kennen und um deren Interessen und Fähigkeiten wissen. Allerdings ist das noch ein langer Weg dahin.

  • M. W. vor 3 Wochen

    Nur wird der Assistent von FB andersherum funktionieren, denn der stellt die Fragen und du antwortest😜

22 Kommentare

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  • MIGELL vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Zum Scheitern verurteilt.....
    Und gelinde ausgedrückt, hat Facebook in Sachen Daten nicht gerade ein "Superimage"...
    :)

  • Tenten vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ich kann mit diesen ganzen Assistenten noch nichts anfangen. Man spricht zwar immer von KI, aber mit KI hat das alles nichts zu tun. Damit will man nur darüber hinweg täuschen, dass diese Systeme eigentlich kaum etwas können. Natürlich ist es praktisch, mal eben eine Frage in den Raum zu werfen und der Assistent sucht eine Antwort im Internet. Für diesen "Luxus" möchte ich mich aber nicht den ganzen Tag über belauschen oder beobachten lassen. Zumal diese Dinge kaum Zeit kosten, wenn man sie selbst erledigt. Heutzutage hat doch jeder ein Smartphone in der Tasche und ein oder zwei Tablets zuhause rumliegen. Da sind Termine schnell eingetragen, etwas im Internet gesucht oder Musik ausgesucht.
    Interessant werden solche Systeme dann, wenn sie zu einer engeren Vernetzung der Nutzer führen, der Assistent also nicht im Internet, sondern innerhalb einer Community sucht. Da kann ich mir einige praktische Anwendungen vorstellen.
    So könnte man sich zum Beispiel schnell jemand suchen, der gleich mit einem joggen geht oder einen Einkaufsbummel macht. Alte Menschen, die oft kleine Hilfen im Alltag brauchen, könnten schnell jemand suchen, zum Beispiel um auf eine Leiter zu steigen und eine Birne zu wechseln oder Einkäufe zu erledigen.
    Hat man Probleme mit dem Auto, Fahrrad, Smartphone oder was auch immer, kann man sich vielleicht schnell Rat holen. Mir fielen noch etliche Dinge ein, vieles gibt's davon ja bereits im Internet oder als Apps, aber das ist relativ langwierig, da jemand zu finden. Das könnte in Zukunft von Assistenten erledigt werden, die ihre Community kennen und um deren Interessen und Fähigkeiten wissen. Allerdings ist das noch ein langer Weg dahin.

  • M. W. vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    @ Simeon S.

    Von Ubuntu nichts mehr gehört und scheint wohl gescheitert oder aber immer noch nicht konkurrenzfähig zu sein. Hat aber mit dem Thema jetzt doch eigentlich hier gar nichts zu tun😉 Nichts für ungut😔

  • Konkurrenz kann auf jeden Fall nicht schaden.^^

    • M. W. vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Konkurrenz ja, begrüße ich sogar aber Facebook sollte man "nicht" mal ansatzweise in Betracht ziehen oder als solches sehen und bezeichnen! Sollten einem seine Daten nur in irgendeiner Art und Weise etwas bedeuten, ist ja wohl selbsterklärend davon die Finger zu lassen.

  • KI bedeutet doch nur das noch mehr personenbezogene Daten in die Hände von Großkonzernen wandern

  • Den KI Hype können sie behalten. Was hinter der KI steckt ist das personenbezogene Protokoll.

  • Braucht kein Mensch!

  • Peter vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Genug Geld haben sie ja, da können sie ruhig mal ordentlich was in die Entwicklung rein stecken das dann ein super Smartphone raus kommt.

  • Thom vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Mit speziellem Whats APP button ? 😂 Und Assistenten Namens Fatzi.

  • M. W. vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Na das fehlt noch!!! Aber dann kann der Verein wohl ohne Umwege die Daten der Leute abzapfen. Passt doch, entgehen sie wahrscheinlich vielen Klagen. Ohhhhhh meeeeeeiiiiin Goooooottttt 🙈 Hoffe es bleibt auch diesmal wieder nur ein Regalfüller oder kommt am besten garnicht erst! Bitte bitte nicht🙏

  • Oh Gott, bitte nicht! Wenn FB ein Smartphone produziert und verkauft, dann heisst es für viele Personen; Adieu Datenschutz!

    Genau so schlimm wie die Google- oder Microsoft - Datenkrake.

    Hmmm.... wo soll das nur hinführen?

    • Das ist ja das schlimme. Es gibt nur noch Spionage-Wanzen aus dem US-Land.
      Deshalb braucht es sicher keine weitere.
      Beim OS bin ich faktisch alternativlos. Apple,Google,Windows. Ein halbwegs freies OS ist Linux. Aber nichts wirklich brauchbares für's Handy.
      Die Russen entwickeln mittlerweile eigene Hardware und Software, weil nichts mehr sicher ist. Ob von staatlicher oder wirtschaftlicher Seite.
      Das ist "freie" Welt des Westens.

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