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Facebook und WhatsApp: Gebrochene Versprechen

Im Jahr 2014 übernahm das größte soziale Netzwerk der Welt, Facebook, den größten Kurznachrichtendienst der Welt, WhatsApp. Allein die Übernahmekosten von 22 Milliarden Dollar ließen viele staunen. Aber viele Nutzer, vor allem in Deutschland, waren ganz sicher nicht erfreut über die damaligen Neuigkeiten. Dass diese Kritiker mit ihren Bedenken nicht ganz unrecht hatten, zeigt sich nun Stück für Stück.

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Die Übernahme von WhatsApp durch Facebook hatte schon damals für einen ziemlich großen Aufschrei gesorgt. Viele Menschen kommentierten im Netz und beteuerten dem Kurznachrichtendienst nun endgültig den Rücken zu kehren. So richtig scheint das Ganze den beiden Unternehmen aber nicht geschadet zu haben. Im Gegenteil, sie sind über die letzten Jahre weiter kräftig gewachsen und gehören zu den erfolgreichsten Unternehmen in der Tech-Welt - vor allem auf dem Smartphone.

Weltweit sind Facebook Messenger und WhatsApp mit Abstand die meistgenutzten Dienste abseits der klassischen SMS, um Nachrichten an Freunde und Familie zu versenden. Die Verbindung dieser beiden Dienste unter einem Dach kann einem schon Sorgen bereiten, bedenkt man, dass auf einmal der Großteil der Kommunikation über ein einziges privates Unternehmen läuft. Und genau das wurde massiv kritisiert. Wie hat Facebook darauf reagiert? Mit entscheidenden Versprechen. So sollten Daten zwischen den beiden Unternehmen und deren Diensten nicht geteilt werden. Werbung sollte bei WhatsApp nie ein Thema werden, weder Bannerwerbung noch irgendwelche andere Werbung. Zumindest war die Aussage von WhatsApp dazu damals: “Für Sie, unsere Nutzer wird sich folgendes ändern: Nichts.” Was ist von diesen Versprechen geblieben? Leider nicht viel.

Opinion by Bastian Siewers
Auf Versprechen von großen Unternehmen gebe ich grundsätzlich nicht viel.
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Der automatische Datenabgleich zwischen Facebook und WhatsApp

Facebook hat hinsichtlich der Übernahme von WhatsApp auch der EU gegenüber ein klares Versprechen abgeben: Die Daten der beiden Dienste sollte nie miteinander abgeglichen werden. Tja, gut drei Jahre nach der Übernahme ist klar: Das war eine glatte Lüge. Denn im letzten Jahr hat Facebook genau damit begonnen und sich somit nicht an die Zusage gehalten. Vor allem in Europa gab es massive Kritik, und in diesem Jahr auch eine saftige Strafzahlung von der EU. Facebook musste im Mai dieses Jahres 110 Millionen Euro Strafe zahlen.

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Facebook Messenger und WhatsApp dominieren die Kurznachrichten-Welt. / © ANDROIDPIT

Aber was bedeutet das nun für den Abgleich der Daten? Bisher nicht viel. In Brüssel betont man, dass diese Strafzahlung nichts mit laufenden Verfahren zum eigentlichen Vorgang der Migration zu tun hat. Im Endeffekt ginge es nur um die falschen Angaben, die Facebook während der Prüfung der Übernahme gemacht hatte. Ob die im letzten Jahr in Kraft getretenen Änderungen legitim sind oder nicht, sei damit nicht geklärt. Auch laufende Kartellrechtsverfahren liefen unabhängig von dieser Strafzahlung. Die Brüsseler Behörde gibt an, dass Facebook in diesem Fall kooperiert und die falschen Angaben zugegeben habe.

Doch Werbung bei WhatsApp?

Das Thema Werbung ist bei WhatsApp schon immer irgendwie präsent, auch wenn das Unternehmen bis heute betont, dass es sowas niemals geben werde. Dass Facebook sicherlich nicht gegen jegliche Art von Werbung ist, ist natürlich klar - es ist nun mal ihr Geschäftsmodell. Da war die Sorge natürlich groß, dass mit der Übernahme das Thema Werbung im Kurznachrichtendienst auf einmal anders behandelt werden würde. Aber Facebook wusste schnell zu beschwichtigen..

Opinion by Bastian Siewers
Ich traue WhatsApp schon lange nicht mehr.
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Auch diese Zusage  muss man wohl langsam, aber sicher relativieren, zumindest tut es das Unternehmen selbst. Ein entsprechendes Pilotprojekt gibt es nämlich schon, bisher aber nur in Indien. WhatsApp for Business nennt sich das Ganze. Es handelt sich hierbei um eine eigenständige App, die es Kleinunternehmen ermöglicht, Kontakt zu ihren Kunden aufrechtzuerhalten. Kunden müssen sich explizit für den Dienst registrieren, damit die Firmen sie kontaktieren können. Immerhin verzichtet Facebook wohl weiterhin auf nervige Bannerwerbung beim "normalen" WhatsApp.

Der Datenabgleich zwischen Facebook und WhatsApp spielt hier natürlich langfristig eine große Rolle, bedenkt man, dass WhatsApp for Business nur ein erstes Experiment ist. Vorstellbar ist, dass dieser Dienst früher oder später nicht mehr getrennt von der Haupt-App angeboten wird. Bisher hat WhatsApp keine weiteren Informationen der Nutzer abseits von der Rufnummer, Namen und Kontakte. Nur: Immer mehr User von Facebook tragen auch dort auch ihre Rufnummer ein, allein schon, um den Account über Zwei-Faktor-Anmeldung sicherer zu machen. Auch der Facebook Messenger fragt immer wieder nach der Rufnummer, vordergründig nur, um auch als SMS-App fungieren zu können. Ein Schelm, wer dabei Böses dabei denkt. Facebook kann diese Daten flott miteinander verbinden, die Kontakte beider Dienste verknüpfen, und schon kann über WhatsApp passende Werbung ausgespielt werden. Es würde wirklich verwundern, wenn Facebook diesen Schritt nicht irgendwann in Angriff nehmen würde.

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WhatsApp ist auf Smartphones omnipräsent. / © ANDROIDPIT

WhatsApps Datenumzug steht bevor

Hier spielt ein weiterer Faktor eine Rolle: WhatsApps gesammelten Daten. Noch befinden sich diese nicht auf Facebooks Servern, sondern bei SoftLayer, einer IBM-Tochter. Daran ist erst einmal nichts verwerfliches, doch es ist durchaus nachvollziehbar, dass ein Unternehmen dieser Größe die Daten unter dem eigenen Dach speichern möchte. Natürlich zieht man die Daten eines übernommenen Dienstes auf die eigenen Server um, so schon geschehen zum Beispiel bei Instagram. Aber klar ist eben auch, dass die Hemmschwelle, die Daten miteinander abzugleichen, durch die räumliche Nähe noch größer wird.

Die Übernahme von WhatsApp durch Facebook ist nicht nur auf Zustimmung gestoßen, das war deutlich zu sehen. Facebook reagierte entsprechend und versprach so Einiges. Diese Zusagen über Jahre hinweg einzuhalten, ist bei einem Unternehmen wie Facebook fast nicht zu erwarten gewesen. Erstaunlich ist allerdings, dass Anwender das einfach so zu akzeptieren scheinen, zumindest die breite Masse. In meinem privaten Umfeld sind die Machenschaften von Facebook und WhatsApp schon lange kein Thema mehr - aber das sollten sie.

Ich bin gespannt, was bei den Untersuchungen der EU herauskommt und ob es klare Anweisungen geben wird oder nicht. Strafen von rund 100 Millionen Euro sind für ein Unternehmen dieser Größe zu verkraften - im Gegensatz zu einem Urteil, dass sie zwingt, den Datenabgleich zu stoppen und damit das anvisierte Geschäftsmodell zerstört.

Was haltet Ihr mittlerweile von WhatsApp? Nutzt Ihr es noch immer und könnt über diese Probleme hinwegsehen? Oder ist es nicht endlich Zeit dem Dienst den Rücken zu kehren und zur Konkurrenz umzuziehen?

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Top-Kommentare der Community

  • Frauke N. vor 3 Monaten

    Also mich überrascht das nun nicht wirklich, und FB sowie WA sind für mich schon lange kein Thema mehr.
    Für mich erschreckend wie ignorant die Masse diesem Thema gegenüber ist.

  • HEB vor 3 Monaten

    Doch bevor ich wie ein "Lemming" WA und FB wie alle nachlaufe "auf ins Verderben" nutze ich halt alternative Möglichkeiten. Tja und wer meint mit mir in Kontakt bleiben zu müssen der hat nur die Möglichkeit, und ja auch was Familie betrifft bin ich da sehr einsern und weiche nicht von meinem Weg ab, und wie ich es jetzt so langsam sehe liege ich auch nicht zwingend falsch mit meiner Ansicht.

  • U Mü vor 3 Monaten

    Immer diese Verniedlichung von einigen hier bezüglich des Datenschutzes. Es gibt einiges zu Verbergen. Und wenn es nur die Telefonnummern aller in meinem Smartphone abgespeicherten Kontakte sind. Wer gibt mir das Recht diese Daten komplett an FB,WA freizustellen? Niemand! Da man aber von z B WA dazu erpresst wird mittels Nutzung des Dienstes ist es eigentlich nur konsequent diesen abzuschalten. Leider ist es schwierig: mit dem Einschalten eines Smartphones vom ersten Augenblick an bin ich via Google gläsern. Ich habe WA gelöscht und nutze Viber. Seitdem ist es chatmässig viel ruhiger bei mir geworden,keine Gruppen mehr etc. viele sind zu Viber nur meinetwegen gewechselt aber alle benutzen dennoch WA. Ich habe auch die Facebook App gelöscht u nutze FB via Browser. Da der aber Cookies lädt denke ich mal, spioniert der genauso. Ich möchte FB eigentlich abschalten. Leider laufen inzwischen fast alle Veranstaltungen u Bookings via FB, man wird einfach in diese Ecke gezwungen. Dennoch kann ich diese Gleichgültigkeit zum Datenschutz und dem Argument " ich habe nichts zu verbergen" nicht verstehen. Das ist pure Faulheit oder Bequemlichkeit! Würden viel mehr sich gegen die erpresserischen Machenschaften auflehnen u Alternativen wählen würden die Konzrne reagiern. Vor allem wird man von den Konzernen gsnz offen u dreist angelogen! Auch das interessier niemadne mehr! Völlige Gleichgültigkeit und alle stumpf! Und vor allem wenn geschäftliche Daten auch via Smartphone laufen ist der Datenschutz sehr bedenklich! Wirtschaftsspionage ist so ja sehr simpel und umfassend möglich. Die Taststur wird getrackt, die Emails ebenso,einfach alles. Gutes Beispiel: die WEB.de EmailApp erlaubt Screenshots nur wenn man Google erlaubt alle Emails mitzulesen ( immerhin ist das noch einstellbar) . Soviel dazu, und deshalb benutze ich alternative Apps. Aber wie man sieht, die Industrie setzt ihre Allmachtsansprüche locker um. Nichts stoppt die. Auch kein EU oder D Pseudo-Datenschutz der eh keine . com Firma interessiert oder lasche 100 Mio Strafen. Jetzt kommen noch die ganzen KI Assistenten zuhause dazu. No Way back! Datenschutz kann eigentlich abgeschafft werden. Die Gehirnwäsche ist ja eh bereits vollzogen. Es lebe die Smarte Welt! Wir sind die Lemminge mit denen alles möglich ist. Die Diktatur kommt smart und virtuell.

  • C. F.
    • Blogger
    vor 3 Monaten

    Noch schlimmer ist, sie wissen es und kommen dann mit solchen Kommentaren:

    "Man muss sich nur mal die Downloadzahlen im Play Store von WA und Threema ansehen ... 1 Millarde gegen 1 Million. Bei diesem Vergleich ist 1 Million doch so gut wie nichts und so ist es auch in der Praxis - wer benutzt denn bitte Threema? So gut wie niemand. Wozu sollte man Threema installieren, wenn sowieso keiner der eigenen Kontakte es auch nutzt."

    Und weil ich WhatsApp deinstallierte:

    "Es ging um deinen ganz persönlichen, antipathischen Umgang mit deinen damaligen Freunden (falls du weißt, was Freunde sind)."

    Schlimmer geht's nimmer. Ich habe also WA deinstalliert und bin deshalb ein Arschloch? Letztendlich wird von einem verlangt, WhatsApp und facebook zu nutzen, um

    a.) beweisen zu können, dass man noch Freunde hat, die mit einem kommunizieren,

    b.) man den Freunden ja nicht dermaßiges Unheil anrichten kann, WhatsApp zu deinstallieren und ihnen zumutet, eine Alternative zu nutzen,

    c.) auch noch verlangen kann, für diese Alternative z.B. einmalig um die 3€ auszugeben

    d.) ich ohne facebook + WhatsApp nicht am allgemeinen Leben teilnehmen kann und Außenseiter bin

    e.) ich bei allen oben genannten Gründen letztendlich aus der digitalen Gesellschaft ausgeschlossen werde...

    https://www.kuketz-blog.de/kommentar-facebook-und-die-fehlende-verantwortung-von-politik-und-co/#more-468988

    Das ließe sich jetzt beliebig weiterführen.

    ABER:

    - es gibt genügend sicher Messenger, um Kontakte zu halten (Threema, wire, Signal, conversations)
    - es gibt echte soziale Netzwerke, um mit Gleichgesinnten Kontakt zu haben (Gnusocial, Diaspora,...)

    Will sagen, es gibt noch andere Welten da draußen, wo genügend Leute miteinander kommunizieren. Vor drei Tagen habe ich mich rein aus Interesse bei Gnusocial angemeldet und hatte innerhalb einer Stunde schon die erste interessante Kommunikation und follower.

    Fazit: alles geht. Man muß nur wollen. Vielleicht gehört eine Portion Mut dazu, das Gängige über Bord zu werfen und sich zu neuen Ufern aufzumachen. Aber es lohnt sich. Die Welt besteht nun mal nicht nur aus facebook und WhatsApp. Da ist noch viel mehr, da draußen...

  • Frank A. vor 3 Monaten

    Danke für solche Infos an AP und auch an die Leute, die hier in den Kommentaren aufzeigen, dass man im Grunde genommen verarscht wird von FB/WA.
    War mir in dem Ausmaß nicht bewußt bisher.
    Nur schade, dass dieses Thema fast niemanden interessiert, es wird meist einfach unter den Teppich gekehrt in den öffentlichen Medien.

125 Kommentare

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  • Ich frage mich nur, was sich hier jeder ueber FB und Co. so aufregen, wobei das Finanzamt wesentlich mehr von uns weiss, als wir denken. Zum zweiten, man kann seit Android 5.0 die Berechtigungen der einzelnen Apps selbst festlegen und somit Zugriff auf Daten verhindern. Geht also mal alle in eure Konten und und geht die App Bestimmungen mal durch, es kann dort alles geregelt werden. Man muss eben nur wissen "wie"! Geht einfach mal auf Google Hilfe und dort unter App Berechtigungen einstellen, da koennt ihr alle lesen wie es geht


  • C. F.
    • Blogger
    vor 2 Monaten Link zum Kommentar


  • C. F.
    • Blogger
    vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Wenn die Verkäuferin eine App wäre (Versteckte Kamera):

    https://youtu.be/wHo755bxByI


    • Peter vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Paranoiabeitrag. Ich warte eigentlich noch drauf bis du einen Beitrag lieferst, wo uns angeblich die Apps aufessen wollen. Nicht alles was wo geschrieben steht ist auch wirklich so wie es zu glauben scheint. Oder wie war das nochmal mit dem. Osterhasen oder dem Weihnachtsmann?


      • C. F.
        • Blogger
        vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        "Nicht alles was wo geschrieben steht ist auch wirklich so wie es zu glauben scheint."

        Und wie ist es dann wirklich?


      • Peter vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Was sagen deine eigenen Erfahrungen?


      • C. F.
        • Blogger
        vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Lol....der Troll wieder.

        PS: ich habe da eine gute Idee. Weil Du ja alles besser weißt und alles nicht so ist, wie andere behaupten, schreibst Du das einfach mal dem Mike Kuketz - daß er keine Ahnung hat von seinem Job, was er so lehrt, vermittelt und als Dienstleister bringt. Wer das ist? Sorry:

        "Mein Name ist Mike Kuketz und ich biete dir auf dem Kuketz IT-Security Blog hochwertige Informationen rund um die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz. In meiner freiberuflichen Tätigkeit (Kuketz IT-Security) prüfe ich als Penetrationstester die IT-Systeme, Webanwendungen und Apps (Android, iOS) von Unternehmen auf sicherheitsrelevante Schwachstellen und unterstütze sie bei deren Behebung. Ferner schärfe ich durch Workshops und Schulungen das Sicherheits- und Datenschutzbewusstsein von Personen. Wer mich dabei einmal live erlebt hat, der weiß: 0815-Präsentationen waren gestern. Ich verbinde Wissen stets mit Unterhaltung"

        Das ist seine Mailadresse: webmaster@kuketz-blog.de

        Er wird eine Menge von Dir lernen können...


      • Peter vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        haha ein einzelner Mann? 😂 Du weißt schon, Nostradamus war auch ein einzelner Mann. Schade das er nicht mehr lebt. Sonst würde ich ihn dir sehr ans Herz legen. Aber du könntest dir mit den Mayas eine Verbindung aufbauen... die haben auch steif behauptet und vorausgesagt das 2012 die Welt untergeht.
        Du musst da echt mal lockerer werden, weil so würde ich diese ganze Technik gar nicht mehr nutzen wollen wenn ich überall Ängste haben muss das wer wo an meine Daten kommen will.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Unser Troll mal wieder...


  • M. A. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Moin,
    gestern war ich mit einigen Leuten, die ich vorher nur flüchtig kannte, einer Einladung nachgekommen wo sich ganz nette Gespräche ergaben. Als die Runde sich so langsam auflöste fragte mich jemand ob wir unsere Telefonnummer austauschen könnten und ich sagte „können wir machen, allerdings müsste er vorher seine WA Account löschen“. Als er und auch andere die das mitbekamen fragten warum er das denn vorher machen sollte, da sagte ich das er die Telefonnummer bekäme, mit der bitte diese vertraulich zu behandeln dies jedoch nicht funktionierte solange sein WA Account besteht. Man haben die große Augen gemacht und ich zeigte ihnen einen Auszug der Nutzungsbedingungen seines Messengers.
    „bla bla bla >Du stellst uns regelmäßig die Telefonnummern von WhatsApp-Nutzern und deinen sonstigen Kontakten in deinem Mobiltelefon-Adressbuch zur Verfügung. Du bestätigst, dass du autorisiert bist, uns solche Telefonnummern zur Verfügung zu stellen< bla bla bla“
    Antworten darauf waren „ich habe das überhaupt nicht gelesen, ich habe einfach zugestimmt, das liest sich doch eh keiner durch“ und natürlich „das machen doch alle“.
    Ich sagte ihm dass ich über Threema und Signal zu erreichen bin und er installierte tatsächlich Threema noch in meiner Anwesenheit und wunderte sich, dass doch einige seiner Kontakte diese Plattform nutzen.
    Ich gab ihm dann meine Telefonnummer auch mit dem Wissen das diese unautorisiert an WA weitergegeben wird!
    Fazit: Alleine die Gesichter waren es Wert mal die Telefonnummer mal nicht so einfach rauszugeben.


    • Das ist die Realität. Niemand weiß angeblich was davon, alle haben doch WA, oder ignorieren es im Kollektiv.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Und WA ist der einzige Messenger, der in gewisser Regelmäßigkeit stets nur negativ in den Medien auffällt. Kann auch keiner sagen, er hätte nie was davon gesehen, gehört oder gelesen.


      • Theoretisch könnte ich ja jedem sagen der meine Nummer hat dass er WA zu löschen hat, oder meine Nummer zu löschen.

        Soo- jetzt stehe ich vor der Wahl meine Freunde und Bekannte die WA nutzen zu verärgern, oder mich ruft keiner mehr an weil die Nummer gelöscht ist. Und die Nummer ist eh schon bei Facebook. Ganz toll gemacht Facebook.
        Der blaue krakenbalken ist immer noch da.

        Facebook go home (milde formuliert)


    • gabriel vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      und setzt du dir auch nen aluhut auf wenn Du Beiträge im netz kommentierst?


  • C. F.
    • Blogger
    vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    WhatsApp – eine Bestandsaufnahme

    Ein sehr lesenswerter Artikel: https://datenschutzhelden.org/2017/08/16/whatsapp-eine-bestandsaufnahme/

    Besonders interessant:

    Schluss mit den Ausreden

    Trotz all der Gründe für den WhatsApp-Ausstieg gibt es auch eine Reihe an Argumenten, die gerne gegen einen Wechsel angeführt werden. Darauf solltet ihr euch aber nicht ausruhen, denn oft sind das doch nur stark vereinfachte Ausreden. Sehen wir uns ein paar besonders populäre davon mal an:

    - Alle sind bei WhatsApp - ich kann da nicht weg!

    WhatsApp hat natürliche eine große Reichweite und lässt diese noch größer wirken, indem jeder in eurem Telefonbuch als (potentieller) WhatsApp-Kontakt angezeigt wird. Da Menschen zum Herdenverhalten neigen kann diese wahrgenommene Masse zu blinder WhatsApp-Loyalität führen. Fallt nicht auf diesen Trick herein.
    Wir chatten tatsächlich nur mit einem Bruchteil unserer Kontakte, deswegen ist die Masse nicht entscheidend. Wechselt testweise mit einem kleinen ausgewählten Kreis auf eine andere Plattform. Befindet ihr die für gut, könnt ihr wieder andere davon überzeugen und mit der Zeit eine Welle auslösen, die den König stürzt.

    - Bei dem anderen Messenger ist keiner meiner Kontakte!

    Wenn ihr sagt, dass ein Messenger floppt, weil er keine ausreichende Nutzerbasis aufgebaut hat, und ihr ihn deshalb nicht verwendet, tragt ihr zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung bei. Irgendwer muss nun mal den Anfang machen.
    Alle heute etablierten Systeme waren irgendwann mal wenig genutzte Randerscheinungen, bis sie von genug Nutzern ausprobiert und für gut befunden wurden. Also, seid Pioniere und als Kontakt verfügbar, wenn eure Freunde auch wechseln! Wenn ihr die direkt zum Testen mitbringt, löst ihr das Problem ohnehin sofort.

    Generell solltet ihr auch nicht vergessen, dass es für die meisten von euch keinen technischen Grund gibt, nicht mehr als einen Messenger auf eurem Smartphone zu installieren. Ganz im Gegenteil ist bei einem Wechsel eine Übergangsphase sehr sinnvoll, in der ihr über zwei oder mehr Messenger erreichbar seid, bis ihr bereit seid, WhatsApp komplett zu verlassen. Genauso können Kontakte, die dort bleiben wollen, dann ja auch umgekehrt den Messenger eurer Wahl installieren, um euch zu erreichen. Das ist nicht optimal, denn eure Nummer landet über diese Kontakte trotzdem gegebenenfalls noch bei WhatsApp und Facebook, aber es ist ein Anfang.

    Geht mit gutem Beispiel voran und erklärt euren Kommunikationspartnern, warum ein Umstieg dringend notwendig ist. Gerne helfen wir euch dabei — schickt ihnen doch einfach diesen Artikel.


  • Danke für solche Infos an AP und auch an die Leute, die hier in den Kommentaren aufzeigen, dass man im Grunde genommen verarscht wird von FB/WA.
    War mir in dem Ausmaß nicht bewußt bisher.
    Nur schade, dass dieses Thema fast niemanden interessiert, es wird meist einfach unter den Teppich gekehrt in den öffentlichen Medien.


  • C. F.
    • Blogger
    vor 3 Monaten Link zum Kommentar


  • Aries vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    WhatsApp war in meinem Augen von Anfang an technischer Pfusch. Die Authentifizierung über die Telefonnummer mag bequem sein, reißt aber eine Privacy-Lücke beim Rufnummernwechsel. Es war mir egal, weil jeder für sich verantwortlich ist und ich daher meine Authentifierzung bei WhatsApp ändern muss.

    Fehlende Verschlüsselung. Das fand ich nicht gut, aber per Mail kann ich auch mit kaum jemanden unverschlüsselt kommunzieren. Man muss eben darauf achten, was man in öffentlichen Netzen nutzt.

    Nach Einführung der Verschlüsselung war sie innerhalb von wenigen Stunden geknackt. Hier bin ich erstmals ins Grübeln gekommen, ob ich einer solchen Firma vertraue.

    Den Kauf durch Facebook habe ich positiv gesehen, weil der Pfusch endlich beseitigt werden könnte. So war es dann auch. Leider auch nicht ganz richtig, wie sich herausgestellt hat. Dazu später jedoch mehr.

    Als sie jedoch die AGB geändert und damit das im Artikel angesprochene Versprechen gebrochen haben, war für mich eine Grenze erreicht. Überschritten war sie mit der Auflage, man müsse die Einwilligung zur Datenübergabe von fremden Daten von den jeweiligen Rechteinhabern einholen. Das ganze verbunden ohne Widerspruchsmöglichkeit. Die, die angeboten wurde, betraf das alles nicht, wurde aber in diesem Zusammenhang angeboten.

    Den einführenden Satz "Respekt für deine Privatsphäre ist in unseren Genen programmiert." empfinde ich in diesem Zusammenhang als Hohn.

    Ich kann praktisch die AGB nicht einhalten. Damit war für mich die WhatsApp-Nutzung erledigt. Ich habe meinen Account gelöscht und die App deinstalliert.

    Als dann die Fehler in der Implementierung der Verschlüsselung bekannt wurden und Facebook das ganze heruntergespielt hat, war mir klar, nie wieder zurück!

    Ich hatte aber schon seit einigen Jahren Threema installiert und dort einige Kontakte. Als Alternative habe ich zusätzlich Signal und Wire angeboten. Auch einen Jabber-Account habe ich, was mittlerweile auch sauber verschlüsseln kann.

    Ein weiteres No-Go ist für mich Telegram. Auch deren Implementierung der Verschlüsselung ist technisch fehlerhaft. Telegram ist nicht vollständig Open Source. Vor allem haben sie gar keine AGB oder Datenschutzbestimmungen.

    Ich kann nur jedem raten, investiert die paar Euro in Threema. Vom Leistungsumfang und der Usability ist Threema genauso gut wie WhatsApp, dafür aber mit sauberen AGB und technisch einwandfreier und zertifizierter Verschlüsselung. Wenn jeder bei sich beginnt, wird schon in wenigen Wochen a jemand WhatsApp vermissen.


  • Kaj vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    @Peter Du hast gar nichts verstanden

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