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Facebook Graph Search: Katholiken, die Billy Boy mögen

Facebooks neue Suche “Graph Search” erlaubt das schier unendliche Suchen und Filtern nach ganz detaillierten Informationen. Die Beta-Phase ist nun beendet. Amerikanische Nutzer kommen als erste in den Genuss dieser spannenden und nützlichen Funktion, danach der Rest der Welt. Ich nutze die Graph Search bereits seit Monaten und bin schwer begeistert. 

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facebook search
© Facebook/AndroidPIT

Bisher konnten Facebook-Nutzer grob gesprochen nach Personen, Orten und Dingen suchen. Die Suchergebnisse konnten dann noch zu einem gewissen Grad verfeinert werden, aber damit war die Grenze des Möglichen erreicht. Die neue Graph Search erlaubt das Formulieren ganz spezifischer Suchanfragen und schier unendliche Filtermöglichkeiten.

Endlose Suchmöglichkeiten

Wenn ich beispielsweise wissen will, wer bei Facebook meine Lieblingsband Bad Religion mag (im Sinne von “geLiked” hat), ging das bisher nur über die Facebook-Seite der Band. Nun kann ich gezielt danach suchen. Aber das ist erst mal trivial. Interessanter wird es, wenn ich wissen will, welche buddhistischen SPD-Wähler, die gerne Sushi essen und Briefmarken sammeln, in Berlin Bad Religion hören. Die Suche kann allgemein verfasst sein, auf meine Freunde beschränkt oder sogar auf Freunde von Freunden abzielen. Die Möglichkeiten sind beinahe grenzenlos.

Aber es ist mehr als die Suche nach Informationen über andere. Bisher ist es praktisch unmöglich, seine eigenen vergangenen Aktivitäten bei Facebook zu überschauen. Wenn ich ein bestimmtes Bild suche, das ich vor Jahren geLiked habe oder ein Restaurant, über das ich etwas gepostet habe, ist es für einen aktiven Nutzer wie mich unmöglich, diese Informationen schnell zu finden, wenn überhaupt. Die Graph Search kann ich aber auch auf mich selbst anwenden, um mein eigenes Profil zu durchsuchen. Das vereinfacht die Facebook-Nutzung immens.

Graph Search Restaurants 2
Da war doch dieses American Diner, als ich damals in Rostock war... / © Facebook

Die technischen Herausforderungen

Das Ganze klingt einfacher, als es ist. Tatsächlich muss man von einer technischen Meisterleistung sprechen, auch wenn das Projekt Graph Search noch am Anfang steht. Es geht hierbei ja nicht nur um das Filtern einer endlosen Informationsflut (nach Facebook-Angaben  veröffentlichten die weltweit 1,1 Milliarden Nutzer allein im Mai über drei Millionen neue Informationen pro Minute). 

Suchalgorithmen mussten entwickelt werden, die die verschiedensten sprachlichen Formulierungen der nun weitaus komplexeren Suchanfragen berücksichtigen. Nicht nur für die verschiedenen Sprachen, sondern auch innerhalb ein und derselben. Außerdem muss die Suche als solche breit angelegt sein. Nicht jeder Fußball-Fan hat beispielsweise “Fußball” geLiked, manche nur ihren Lieblingsverein oder verwandte Schlagwörter. Das heißt, jede Suche muss weitere Suchvorgänge beinhalten, um ein möglichst akkurates Ergebnis zu ermöglichen.

Graph Search Movies
 © Facebook

Datenschützer, beruhigt Euch!

Jetzt höre ich sofort die panischen Aufschreie der Datenschützer. Doch bevor Ihr Euren Blutdruck unnötig in die Höhe treibt: Die Suche geht nicht über die jeweiligen Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer hinaus. Das heißt, wenn jemand seine Profilinformationen nicht öffentlich gemacht hat und nicht mit mir befreundet ist (und seine Inhalte für mich sichtbar sind), taucht er nicht in meinen Suchergebnissen auf. Hier werden keine Daten öffentlich, die es nicht schon sind. Was allerdings stimmt, ist, dass ältere Einträge, die noch unter weniger strengen Privatsphäreeinstellungen gemacht wurden, möglicherweise sichtbar werden. Aber all das obliegt der Verantwortung und der Kontrolle des Einzelnen.

Während die Datenschützer auf die Barrikaden gehen, erfreue ich mich an den mannigfaltigen Möglichkeiten, die mir die Graph Search bietet. Dass es dreimal so viele Facebook-Atheisten gibt, die in ihrer Freizeit gerne diverse Götter anbeten, als Atheisten, die Richard Dawkins mögen, war mir zum Beispiel nicht bewusst. Und von homosexuellen NPD-Wählern bei Facebook hätte ich nicht einmal zu (alp)träumen gewagt...

Graph Search Catholics
Die absurdesten Suchanfragen sind kein Problem. Katholiken, die für eine Kondom-Marke arbeiten? Suchaufwand: Drei Sekunden. / © Facebook

23 Kommentare

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  • scheiße is der Post alt. hab ich gar nicht drauf geachtet xD ignoriert das einfach xD

    • My1 07.05.2014 Link zum Kommentar

      nur weils alt ist, hießt das net dass man net kommentieren darf...
      steht zumindest net in die Regeln...

  • Mensch nehmt es einfach mit Humor ^^ ich nutze Facebook nicht mehr aber diese neue suchfunktion find ich schon gut.

  • @Georg A.
    Mir ist ist nicht bekannt das Juden oder Muslimi so streng gegen Kondome sind wie die katholische Kirche. Und der neue Papst hat ja schon eingeräumt dass im Vatikan einen "Pädophilie-Ring" gibt. Hoffen wir dass die Billy-Boy nehmen.

    @Stephan Serowy

    +1
    Das sehe ich genauso.

  •   4

    @Stephan Serowy

    Erlaube mir doch bitte eine einzige Frage. Was ist mit folgenden beiden Titeln: "Juden, die Billy Boy mögen" bzw "Muslime, die Billy Boy mögen"? Würdet ihr einen Beitrag mit einem dieser Titel veröffentlichen? Ganz sicher nicht! Und das ist genau das, was mich stört.

    Wenn man Fair sein möchte, dann behandelt man alle Religionen gleich besonders als Atheist. Immer auf die selbe Religion drauf kloppen ist meiner Meinung nach Feige.
    Wobei ich euch in diesem Beitrag das gar nicht unterstellen möchte, es geht lediglich ums Prinzip.

    @Lucifer.666

    Auf Verbrechen der kath. Kirche einzugehen, die Tausende und Hunderte von Jahren zurückliegen und die Verbrechen anderer Religionen in der Gegenwart niemals auch nur Ansatzweise zu kritisieren oder gar zu benennen ist so typisch für die deutsche Gesellschaft.

    PS: netter username übrigens

  • Wow, hier wird tatsächlich über Religion diskutiert? Stand nicht irgendwo in den Forenregeln, dass sowas tabu sei? Als jemand, der Religion sowohl naturwissenschaftlich (evolutionäre Biologie/Psychologie), als auch soziologisch studiert hat und vor allem auch eine persönliche Meinung zu dem Thema hat, würde ich ja gerne etwas dazu beitragen, aber leider muss ich hier neutral sein...

    Dieser Titel beinhaltet keinerlei Religionskritik oder Kritik an katholischer Doktrin! Ich weiß auch echt nicht, wie man das daraus ablesen kann. Der Titel gibt lediglich ein unterhaltsames und unerwartetes Beispiel dessen, was für lustige und spezifische Informationen man der Graph Search entnehmen kann, die vorher völlig unzugänglich gewesen wäre. Genau wie mit dem widersprüchlichen Bet-Interesse gewisser Facebook-Atheisten und dem ebenso widersprüchlichen Neonazi-Interesse gewisser homosexueller Facebook-User. Das sind nur Beispiele, keine inhaltlichen Kritiken. Bei aller grundsätzlichen Toleranz gegenüber religiösen Sensibilitäten - Hier hat niemand Anlass, Foul zu schreien.

    Wie wär's, wenn wir uns daher alle auf das Thema Graph Search beschränkten und jeden glauben ließen, was er will? Dieser Artikel befasst sich nicht mit den imaginären Freunden von irgendwem, von daher tut Ihr es doch auch einfach nicht. Das Leben könnte so einfach sein ;-)

  • Leider sehr naiv geschrieben. Die meisten Nutzer machen sich keine Gedanken über ihre Daten und nun werden die gesammelten Informationen öffentlich verjubelt. Frage mich ob alle das genauso locker sehen, wenn sie in Schubladen gesteckt werden, wo sie gar nicht sein mögen. Worauf die Recherchen aufbauen, werden nicht selten ganz dünne Bretter sein. Sorry, ich kann dem längst nicht soviel gutes abgewinnen.

  • Also ich hab keinen Respekt vor Menschen die imaginäre Freunde haben. Mitleid vielleicht, unter Umständen könnte auch Verständnis dazu kommen. Aber Respekt sicher nicht.

  • @ George A: nun halte mal den Ball flach. Deine Aussage ist so richtig typisch für ein Mitglied dieser Sekte katholische Kirche. Du, Ihr, ja ja die meisten Katholiken verlangen Toleranz, geben diese aber nicht. Durch die Intoleranz der katholischen Kirche sind Millionen Menschen gestorben und sterben noch immer.
    Und ja, es ist richtig wenn der Autor schreibt das die meisten Katholiken sich nicht an die Vorgaben ihres Papstes halten, Sex vor der Ehe ist dafür nur ein Beispiel (egal ob mit Billy Boy oder nicht). Da finden weltjugendtage statt, und wenn der Papst um die ecke gebogen ist wird weiter gemacht wie bisher, da werden kirchliche Prunkbauten erhalten, Altäre mit Gold verziert und anderswo hungern Kinder. Das schlimmste ist diese heuchlerische Art und Weise mit der immer wieder versucht wird Nicht katholischen Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden.

  • Ich finde es immer wieder spitze: Menschen die smartphones nutzen, mit gps, ständigem netzzugang; die facebook, twitter, picasa und was nicht noch alles (oh, onlinebanking, onlineshopping.....) nutzen und sich dann aufregen, dass irgendwer in einem nicht gesicherten netz auf meine Daten zugreifen kann? Es gibt tatsächlich Menschen, die über datenschutzverletzungen maulen und bilder vom letzten wochenende, rotzedicht mit dem kopf im klo, posten.... Wen solche "datenlecks" stören muss sie nicht nutzen, mit der nutzung von smartphones und pcs und vorallem dem internet bin ich das risiko eingegangen mich gläsern zu machen. Wer behauptet das nie gewusst zu haben, den bezeichne ich als äußerst naiv.... Ich mags langsam nicht mehr hören, immer sind die anderen die bösen, die Regierung, die Polizei (sehr oft in letzter zeit), petrus, der wettermann, die cia..... Vielleicht sollte ich mich abschalten um Ruhe zu haben, aber nein, ich liebe das Internet und seine Möglichkeiten..... Und deshalb werde ich weiter ausspioniert und freue mich auf die neue suchfunktion!

  • Welchen Mehrwert hat diese suchfunktion?
    Mein erster Gedanke: unnützes wissen
    zweier Gedanke: stalken leicht gemacht.
    Dritter Gedanke: 300000 Millionen Posts pro Minute!
    Vierter Gedanke: so könnte man vielleicht neue Leute kennen lernen

  •   4

    @PeterShow

    Worauf stützt du deine Aussage? Du sagst "die meisten Katholiken" also mehr als 50 %...diese Aussage ist absolut unsinnig. Deutschland mal ausgenommen, bezechnen sich die Katholiken weltweit eher als gläubig. Schon mal in Südamerika gewesen? Oder Spanien, Italien, Polen oder Kroatien? Das sind alles Länder die mehrheitlich katholisch sind und sehr wohl gläubig sind.

    @Androidpit

    Ihr wählt ja häufig unpassende Titel für eure Beiträge und heute habt ihr es wieder bestätigt. Aber mit den Katholiken kann man es ja machen, denn wir stürmen nicht gleich die Redaktionen...

    Respekt sollte nicht durch Angst entstehen. In diesem Sinne, habt doch etwas mehr Respekt.

  • @Philipp Junghannß

    Das ist ja der Scherz an der Sache. Zumal die meisten nur formell Katholiken sind (als Kind getauft und nicht ausgetreten) aber sich nicht danach halten. Somit wird es schon Leute geben die in ihren Facebook-Profil "katholisch" stehen haben und trotzdem "Billy Boy" liken...

  • Die GraphSearch funktioniert aber nur auf facebook.com aktuell, oder nicht?

  • Die NSA wird's freuen ;)

  • My1 08.07.2013 Link zum Kommentar

    ja gut aber ich weiß auch nicht wer da wer ist deswegen hab ich einfach mal christen gesagt...

  • Ich bin zwar auch Atheist aber weiß zumindest, dass man in diesem Fall zwischen Evangelen, Katholiken und Orthodoxen unterscheiden sollte und nicht einfach alle Christen in eine Schublade stecken kann ;-)

  • My1 08.07.2013 Link zum Kommentar

    moment mal, ich hab als Atheist ja keine Ahnung aber hieß es nicht mal, der Christ darf nicht verhüten???

  • BillyBoy ist die Lieblingkondom-Marke vom Papst ^^

  • My1 08.07.2013 Link zum Kommentar

    @OP mal ne Frage was is Billy boy und was hat das mit katoliken zutun???

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