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Facebook: Wie Covid-19 dabei hilft, Fake News einzudämmen

Facebook: Wie Covid-19 dabei hilft, Fake News einzudämmen

Facebook will Falschmeldungen wie einen Virus behandeln und sich von der Epidemiologie inspirieren lassen. So will Facebook der Verbreitung von Fake News Einhalt gebieten. Nun nutzte Facebook diese Taktik auch dafür, um die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 vorherzusagen – und kann dieses Wissen wiederum für sich und so gegen die Ausbreitung von Fake News nutzen.

Am 18. Juni veröffentlichte die französische Online-Webseite 01Net ein Interview, das ihr Mitarbeiter Gilbert Kallenborn mit Antoine Bordes führte. Dieser ist der Leiter von Facebooks eigenem Artificial Intelligence Research Lab  (deutsch: Forschungslabor für Künstliche Inteligenz) oder auch FAIR. Im Interview erklärt Kallenborn, wie Facebook die viralen Eigenheiten von Falschmeldungen dafür nutzt, um Covid-19 zu bekämpfen.

Eine Falschmeldung ist ein Virus wie jeder andere. Das ist sehr nützlich.

Im April letzten Jahres startet Facebook ein Projekt für die Entwicklung von Tools, die Krankheitsfälle von Covid-19 in den Vereinigten Staaten vorhersagen sollen. Die Basis dafür beruht auf Facebooks eigenem Analyse-Modell für die Verbreitung von Falschmeldungen in sozialen Netzwerken."Die Modelle basieren auf der Graphentheorie und verwenden insbesondere aus der Epidemiologie abgeleitete Technik", so Antoine Bordes gegenüber 01Net. Diese Modelle wandten die Facebook-Forscher anschließend auf Covid-19 an.

"Die Forscher fütterten ihre Algorithmen mit öffentliche Daten, die die US-Bezirke täglich über die Anzahl der Fälle veröffentlichten. Innerhalb weniger Tage sahen sie, dass sie ein Modell erstellen konnten, das Sinn ergab."

Der Größenfaktor: Facebook macht aus seinen Schwächen eine Tugend

Dank einer Zusammenarbeit mit Universitäten konnte Facebook ein Prognosetool entwickeln, das seit drei Monaten die Anzahl der Fälle veröffentlicht, die vorraussichtlich in den nächsten 7 bis 21 Tagen auftreten werden. Antoine Bordes zufolge hat sich dieses Instrument bei den amerikanischen Behörden bewährt.

Der größte Vorteil dieses Prognoseinstruments liegt wohl in seinem Skalierungsfaktor. Auf Facebook tummeln sich zahllose Falschmeldungen, sodass sich Facebook durch einige Algorithmen wühlen musste, um ein passendes Analysemodell zu entwickeln. Aber gerade dadurch hat das Unternehmen sehr viel mehr Rohdaten zur Verfügung als Epidemiologen, um einen sozialen Graphen zu erstellen.

"In der Epidemiologie werden Ausbreitungsphänomene über Dutzende oder Hunderte von Regionen untersucht. Auf Facebook ist die Größenordnung viel größer", sagt Antoine Bordes. Facebook hat damit Techniken für seine Falschmeldungen entwickelt, die ihm eine nicht zu vernachlässigende Macht geben, wenn es darumt geht, Vorhersagen auf weltweiter Ebene zu erstellen.

Es ist interessant zu sehen, wie Facebook mittels KI und Daten daran arbeitet, seine größte Schwäche in eine Stärke zu verwandeln.

Ein wissenschaftlicher Artikel über die ersten Ergebnisse dieses Forschungsprojektes ist bis Ende Juli vorgesehen.

Quelle: 01Net

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