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Facebook F8: So soll unsere Zukunft im sozialen Netz aussehen

Auf der Facebook-Entwicklerkonferenz F8 hat Mark Zuckerberg einen Einblick in wichtige Zukunftsthemen von Facebook gegeben. Konkret hat er die Augmented-Reality-Plattform Camera angekündigt, mit Facebook Spaces wagt das soziale Netzwerk zudem den Schritt in die Virtual Reality.

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Snapchat ist Facebooks Vorbild für Augmented Reality

Vom großen Erfolg von Snapchat überrascht, hat Facebook in den vergangenen Monaten beinahe alle Apps mit Snapchat-artigen Features ausgestattet. Instagram Stories, der neue WhatsApp-Status und auch Facebook Direct sind hier zu nennen. Aber was sind Snapchat-Features ohne Filter? Eben.

Camera Effects heißt die Lösung von Facebook. Diese Plattform erlaubt es Entwicklern, Rahmen um ein Bild zu legen. Allerdings ist das Entwickler-Toolkit viel mächtiger. Denn mittels des AR-Studios lassen sich Objekte in Videos integrieren. Das ist dann tatsächlich der Einstieg von Facebook in die Augmented Reality.

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Die Kamera ist der Einstieg in die Augmented-Reality-Welt / © Screenshot: ANDROIDPIT

Augmented Reality werde in den nächsten Jahren von Smartphones und deren Kameras bestimmt sein - Smartglasses, die vielleicht den direkteren Zugang darstellen würden, seien auf absehbare Zeit technisch noch nicht marktreif, so Mark Zuckerberg in seinen einführenden Worten.

In einem größeren Zusammenhang will Facebook Camera zu einer Augmented-Reality-Plattform ausbauen. Entwickler können dann ohne großen Aufwand Apps entwickeln, die die Inhalte in das Kamerabild einblenden - wobei Facebook für die Erkennung von Tiefeninformationen sowie die Lokalisierung und Platzierung von Objekten sorgt.

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Facebook Camera in Action: Digitale Objekte landen präzise im Kamerabild / © Screenshot: ANDROIDPIT

Was zunächst noch für die bereits genannten Snapchat-artigen Filter verwendet wird, kann später auch für andere Zwecke eingesetzt werden. Zuckerberg nannte drei Säulen, die bei Augmented Reality dominieren werden: Informationen einblenden, digitale Objekte in die Umgebung pflanzen und reale Objekte verbessern bzw. ersetzen. Mit Hilfe der Smartphone-Kamera könnte sich zum Beispiel eine leere Wand in ein aufwändiges Kunstwerk verwandeln. Erst wenn diese Stufe erreicht ist, verlässt Facebooks Augmented Reality die rein spaßorientierten Fußstapfen von Snapchat.

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Die drei Säulen der Augmented Reality / © Screenshot: ANDROIDPIT

Facebook Spaces

Obwohl Facebook die Augmented Reality offensichtlich enorm wichtig nimmt und sich während der Keynote dafür viel Zeit nahm, war auch Virtual Reality ein bedeutendes Thema. Facebook Spaces ist dabei die Vision, wie soziale Interaktionen virtuell stattfinden sollen. Bis zu drei User können sich in einem Space verabreden und mittels Avatar miteinander interagieren, sich Fotos zeigen und natürlich auch miteinander sprechen. Mittels virtuellem Selfie-Stick entstehen in Facebook Spaces virtuelle Selfies.

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Facebook Spaces startet für Oculus Rift / © Screenshot: ANDROIDPIT

Kernpunkt von Facebook Selfies sind natürlich die Avatare. Diese haben allesamt ein comicartiges Aussehen, basieren aber auf echten Bildern der User. Natürlich lassen sich alle Parameter auf die eigenen Wünsche abstimmen.

Facebook Spaces steht jetzt als Betaversion für die Oculus Rift bereit. Allerdings sei Spaces nicht auf diese Plattform festgelegt, sondern soll künftig auch auf anderen VR-Plattformen landen. Wann es soweit ist, ist noch nicht bekannt.

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Facebook Spaces in Space / © Screenshot: ANDROIDPIT

Facebook zeigt eine überragende 360-Grad-Kamera

Mit der Surround 360 x24 hat Facebook eine eigene 360-Grad-Kamera vorgestellt. Mit insgesamt 24 einzelnen Kameras nimmt die Surround 360 die Umgebung in extrem hoher Qualität auf. Die Kamera kann nicht nur simple Panoramen aufnehmen, sondern sie erstellt geradezu begehbare Videos. Eine etwas kleinere Version der Kamera verfügt immerhin noch über sechs Kameras.

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Zwei Versionen der Facebook Surround 360 / © Facebook

UploadVR hat das Ergebnis bereits ausprobieren können. Auffällig sei die extrem hohe Detailschärfe der Videos gewesen. Es habe einen sehr starken 3D-Effekt gegeben und das Video sei tatsächlich begehbar gewesen, wobei der mögliche Bewegungsradius offen bleibt.

Gedacht sind die Kameras eher für den professionellen Einsatz - zum Beispiel in der Filmproduktion. Angaben zu einem möglichen Preis gibt es zur Zeit noch nicht.

Facebook wandelt sich zum Technologiekonzern

Vor einigen Jahren schlug sich Facebook mit dem Problem herum, zu wenig Werbeeinnahmen zu generieren. Heute sind das Probleme von gestern. Mit Instagram, Facebook, WhatsApp und dem Messenger hat Facebook gleich vier große Plattformen, auf denen sich die Nutzer tummeln. Obwohl Shooting-Stars wie Snapchat gerade bei jüngeren Usern populär sind, scheint es derzeit nicht so, als könnte Snapchat den Facebook-Diensten wirklich gefährlich werden - noch immer kann sich Facebook auf die schiere Masse an Usern verlassen.

Den Blick in die Zukunft gerichtet, konzentriert sich Facebook darauf, die Zeit nach dem Smartphone zu gestalten. Wahrscheinlich wird es auch in einigen Jahren das Smartphone noch geben, wie wir es heute kennen, aber der Zugang zum Internet und zu sozialer Interaktion wird sich auf vielfältige Weise ändern und erweitern. Virtual Reality kann Menschen auf ganz neue Art miteinander vernetzen, Augmented Reality vermengt geradezu die verschiedenen Realitäten. Aber da ist mehr.

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Der Zehnjahresplan von Facebook / © Screenshot: ANDROIDPIT

Zuckerberg hat neben VR und AR auch das Thema künstliche Intelligenz auf dem Schirm. In zehn Jahren werden die Angebote von Facebook - wie auch immer die dann aussehen - auf Technologien basieren, die Facebook jetzt präsentiert hat. Dabei spielt die Bild- und Sprachanalyse durch künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle. Wie Google und Apple investiert auch Facebook viele Ressourcen in das Thema Maschinenlernen.

Mit Oculus hat Facebook ein Standbein im VR-Markt und über die Präsenz auf dem Smartphone will Facebook das Thema Augmented Reality anpacken. Die Wette von Mark Zuckerberg ist, dass die User die neuen Möglichkeiten annehmen, wenn die Technik gut genug dafür ist. Rachel Franklin, Head of Social VR, betonte daher auch, dass der Weg vielleicht ein Prozent gegangen sei und noch Jahre vergehen werden, bis alle heute denkbaren Visionen umgesetzt sind.

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Es geht erst los mit AR und VR. / © Screenshot: ANDROIDPIT

In einer weiteren Session präsentierte Facebook auf der F8 zum Beispiel ein Forschungsprojekt, das zum Ziel hat, Steuerungssignale aus dem Gehirn an einen Computer oder ein Smartphone zu schicken. Ziel sei es, ein System zu entwickeln, mit dem ein Nutzer 100 Wörter pro Minute tippen kann. Dafür soll kein Implantant nötig sein, sondern optische Kameras sollen durch Haar und Knochen blicken und hunderte Aufnahmen pro Sekunde machen. Unnötig zu erwähnen, dass diese Technologie aktuell nicht existiert.

Facebook ist erkennbar dabei, sich in einen Technologiekonzern zu verwandeln, der mit seinen Diensten seine Marktmacht in das nächste Jahrzehnt der Computertechnologie hinüberbringen möchte.

Gerade deswegen kann Facebook nicht abwarten, bis eine Vielzahl an Usern bereit für AR/VR oder AI sind - vielmehr hofft Facebook auf die Leidensfähigkeit der Early Adaptor und darauf, dass die Entwickler auf den Facebook-Zug aufspringen.

Soziale Kontakte in der virtuellen Realität à la Facebook Spaces: Seid Ihr dabei?

15 Kommentare

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  • Ziemlich verrückte Pläne hat Facebook, ich dachte dass deren Userzahlen jährlich sinken?

    Ich habe deren Apps und andere Dienste niemals genutzt und kann auch sehr gut ohne leben 😜😂

    Leider fällt derzeit immer wieder auf, dass manche Hersteller Facebook Apps in die ROM einbauen 🤐😒

    Eine wenig positive Entwicklung wie ich finde!!!

  • Facebook macht eine eigene Pressekonferenz und will mit VR und AR hoch hinaus? Was zur Hölle...

  • Ich habe keine Vergangenheit bei Facebook und werde auch keine Zukunft bei Facebook haben.
    Und ob da Milliarden Leute sind ist bedeutungslos für mich.
    Deren Spielzeug sollen andere nutzen.
    Bis zur nächsten abartigen Meldung von Facebook.
    Wie wo wann was warum lasse ich mal aus.

    • MaWe vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      @Major Tom

      Dem schließe ich mich an, ohne wenn und aber. Würde es eine Krankheit im Internet geben, welche noch zu benennen wäre, würde ich sie FACEBOOK taufen.

      • Sie sind halt sinnbildlich für bestimmte Dinge, und das in Form eines Megakonzerns. Selber schuld wer dem Teufel des Internets in Person nutzen tut.
        Ich boykottiere alles dieser Firma.

        Dem Namen nach müsste der Typ oben auf den Bildern irgendwann aus dem deutschsprachigen Raum gekommen sein. Schande..
        Der Krakenbalken ist immernoch da. btw

  • R.W. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    wer bitte benutzt das?

  • Virtual Reality F8 bei Facebook, Alexa bei Amazon, der große Bixby sonstwo... Wozu das alles bloß... Man, was bin ich alt geworden😁

  • Cooles Spielzeug falls es in der Praxis wirklich gut funktioniert.

    Das Internet bereisen wie in Futurama wäre schon ein geniales Gefühl.

    Ich packe dann schon mal Munition in mein Anti-Spam-Gewehr um mich gegen
    aggressive Werbung zu wehr zusetzen ^^

  •   54
    Edda314 vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Ob so oder so, bin passiver Facebook-Nutzer....

  • Ich wage es zu bezweifeln, dass die Nutzer sich dieser Datenkrake soweit anvertrauen. Ich sehe eine wachsende Skepsis gegenüber diesen Technologie-Giganten.

    • Th K vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Vor allem altern die Nutzer, gerade von Facebook, rapide. Die Älteren sind skeptischer, die Jungen wachsen dort nicht nach. Keine guten Voraussetzungen für Facebooks Technologien.

  • Frk vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    "In einer weiteren Session präsentierte Facebook auf der F8 zum Beispiel ein Forschungsprojekt, das zum Ziel hat, Steuerungssignale aus dem Gehirn an einen Computer oder ein Smartphone zu schicken. Ziel sei es, ein System zu entwickeln, mit dem ein Nutzer 100 Wörter pro Minute tippen kann. Dafür soll kein Implantant nötig sein, sondern optische Kameras sollen durch Haar und Knochen blicken und hunderte Aufnahmen pro Sekunde machen."

    Jetzt wirds gruselig....

    • Vor allem, mit was wollen die durch die Schädeldecke sehen? Röntgenstahlen? Und was wollen die da sehen? Wie die Neuronen feuern? Und das optisch erfassen?

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