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Facebook für Android wird besser

Auf der von Techcrunch organisierten Disrupt-Konferenz konnte man Mark Zuckerberg erstmals nach dem vergurkten Börsenstart wieder auf einer Bühne erleben. Der Facebook-Gründer plauderte sehr offen über eigene Fehler und kündigte eine vollständig überarbeitete Android-App an.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Das Foto ist vor dem Börsengang entstanden: Mark Zuckerberg (rechts) mit Kollegen. / (c) Facebook

Auf die mobile Strategie des Sozialnetzwerkes angesprochen erklärte Zuckerberg: „Wir haben einige Fehler gemacht“. Der "größte Fehler in der Geschichte des Unternehmens" sei es gewesen, auf den Standard HTML5 zu setzen, statt native Apps für mobile Systeme zu entwickeln. "Wir haben zwei Jahre verbrannt“, gab der Facebook-Chef in einem ungewöhnlich offenen Ton zu.

Facebooks HTML5-Strategie ist seit Längerem umstritten. Weil der Web-Standard auf fast allen mobilen Geräten läuft, kann man ganz einfach und ohne große Entwicklungskosten Apps für jede Plattform anbieten. Wenn dann beispielsweise Änderungen in der Darstellung des Streams gemacht werden, dann reicht es, sie einmal in HTML5 zu fixieren, statt den Code umständlich für jedes System zu schreiben. Der Nachteil: Weil die App für kein System speziell angepasst ist, läuft sie nirgendwo optimal. Seit Jahren klagen Nutzer daher über die miese Performance und Abstürze auf Android und iOS. Ich habe das vor zwei Wochen hier im Blog thematisiert.

Die App für das iPhone wurde vor ein paar Wochen generalüberholt und nativ entwickelt, sie lässt sich jetzt viel besser nutzen als die Vorgänger. Mit deutlich spürbaren Auswirkungen: Die Zahl der mobilen Beitrage hat sich seitdem verdoppelt, erklärte Zuckerberg.

Für Android wird ebenfalls gerade eine native App entwickelt und sie wird sich stark an iOS orientieren. „Viele der Technologien, die wir für iOS entwickelt haben, werden wir für Android wiederverwenden“, so der Facebook-Gründer. Auf einen Veröffentlichungstermin wollte er sich allerdings nicht festnageln lassen. Die App "ist fertig, wenn sie fertig ist“.

Eines hat der oberste Netzwerker noch deutlich gemacht: Die Zukunft ist für ihn mobil und die Nutzung von Facebook auf mobilen Geräten eine der entscheidenden Säulen des Unternehmens. Man kann also damit rechnen, dass Facebook für Android sehr sehr bald kommt.

Zuckerberg verriet allerdings nicht, wie Facebook zukünftig sein Geld verdienen will. Unbestritten ist ja, dass Werbung auf dem Smartphone viel weniger akzeptiert wird als auf einem großen Computermonitor. Dazu erklärte er nur, dass Facebook gerade neue Werbeformen entwickele.

Bekommen wir also bald eine neue schlanke App für unsere Androiden, werden dafür aber mit fieser und versteckter Werbung zugeballert? Ich bin gespannt. Denn Geld verdienen muss Facebook irgendwann – die Frage ist nur, ob dann nicht die Nutzer abspringen und sich ein neues Netzwerk suchen. Das Internet bietet schließlich genug Alternativen.

Quelle: Techcrunch

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