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F-Secure: "Es gibt keine Malware-Krise"

Irgendwie ironisch: Ein Anbieter für Sicherheitssoftware verkündet, es gebe keine mobile Malware-Krise. Das ist ein Bisschen so, als würde die Vereinigung der plastischen Chirurgen Studien veröffentlichen, die belegen, dass Silikon schädlich ist. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht.

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Das Thema Malware und Viren auf mobilen Geräten beschäftigt viele Nutzer. Eine Krise gibt es jedoch noch nicht - sagt F-Secure. / © Gerd Altman/pixelio.de, nh/AndroidPIT

In seinem “Threat Report” des ersten Quartals 2013 kommt die finnische Sicherheitsfirma F-Secure zu dem Schluss, dass Malware für mobile Geräte noch lange keine Krise ausgelöst hat. Insgesamt gebe es nur 149 Klassen von Malware, was zwar ein Wachstum von 50 Prozent seit dem letzten Quartal ist, jedoch immer noch eine mikroskopisch kleine Zahl verglichen mit dem Windows-PC-Markt.

Interessant für Android-Nutzer: Offenheit hat offenkundig ihren Preis, denn 136 der 149 Schädlingsfamilien zielen auf Googles Betriebssystem. Der Rest schadet ausschließlich Symbian. iOS, BlackBerry und Windows Mobile kommen dem Bericht zufolge nach wie vor völlig unbedroht davon.

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Das Augenmerk der Kriminellen liegt eindeutig auf Android. / © F-Secure

“Das Geschäft mit mobiler Malware wächst, jedoch nicht exponentiell, wie bei Wndows [PCs]”, sagt F-Secure-Sicherheitsberater Sean Sullivan. Selbstverständlich sei dafür insbesondere den Anbietern von Sicherheitssoftware (wie F-Secure) zu danken. Das war wohl auch zu erwarten.

Nun ist das Ganze nicht wirklich so ironisch, wie es klingt. F-Secure behauptet keinesfalls, dass Sicherheitssoftware auf mobilen Geräten unnötig sei - außer im Fall von iOS. Im Gegenteil, wie zu erwarten, empfehlen die Finnen Nutzern, sich mit umfassenden Sicherheitslösungen auszusrüsten, denn gerade Phising-Attacken “klappen super auf mobilen Geräten”, wie F-Secures Chef der Forschungsabteilung, Mikko Hyppone, TechWeekEurope sagte. Anti-Viren-Software sei allerdings nicht genug. Auch Software zur Spam-Abwehr sei wichtig. 

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Was treibt wohl die 23,5 Prozent Krimineller an, die nicht auf Profit aus sind? / © F-Secure

Aus dem Gefahrenbericht geht hervor, dass ein Großteil der Malware-Attacken profitorientiert ist. Aber immerhin fast 25 Prozent der Angriffe scheinen aus bloßem Spaß an der Freude stattzufinden. Besonders Interessant: Momentan gibt es noch relativ wenig Malware-Innovation. Seitdem vierten Quartal 2012 waren fast 70 Prozent der neuen Schadsoftware lediglich neue Variationen bereits existierender Malware-Familien. Wirklich neue Ideen waren eher selten. Das macht die Bedrohung für Firmen wie F-Secure natürlich überschaubarer und zeigt, dass für Kriminelle scheinbar momentan einfach noch kein großer Reiz von mobilen Geräten ausgeht.

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Neue mobile Malware-Familien und Variationen: Tendenz steigend aber noch lange kein Grund zur Panik. / © F-Secure

Die Tatsache, dass F-Secure von einer “Malware-Krise” mehr profitieren würde, als jeder Andere, macht den Bericht natürlich glaubwürdiger. Die Bedrohungstendenz ist definitiv steigend, da sind sich alle einig, auch wenn andere Sicherheitsfirmen (wie zum Beispiel NQ Mobile) die Situation weitaus dramatischer sehen. Wenn wir F-Secure aber glauben können, heißt es momentan und für die nähere Zukunft erst mal: Lieber locker vom Hocker, als hektisch vom Ecktisch. 

Macht Ihr Euch Sorgen um die Sicherheit auf Euren Smartphones/Tablets oder seht Ihr dem Thema Cyberbedrohung bisher locker entgegen?

18 Kommentare

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  • Immer wird hier von Malware Krise geschrieben, ich kann das nichtmehr lesen, wer zu dumm ist mit einem Gerät umzugehen ist selbst schuld. Malware bekommt man nur wenn man (wie am PC) auf jeden Link den man sieht der einem völlig Interessant vorkommt klick, oder man eine App Lädt die dinge verspricht die schlichtweg nicht möglich sind. Ich habe in meinen Anfängen (am PC) schon damit angefangen nur auf dinge zu klicken und dinge zu installieren wovon ich ahnung habe, und deren Quelle ich vertraue. So ist mir z.B. aufgefallen, dass Programme bei Chip.de total gehyped werden, und man dann mit Spy, Ad und Malware verseucht wird.

    Deshalb meine Anekdote zu "Wer zu dumm ist.."

  • "antivirus and battery savers for android need to die in a fire.
    then rocket the ashes into supernova.
    which collapses into a black hole." koushik dutta

  • Surprise, surprise!

  • ich meine, "seitdem 4.Quartal" ???

  • Das soll "Seit dem" heißen und nicht "seitdem" , oder???

  • Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast ;)

  • finde das Viren und Malwarethema schon immer überbewertet.

  • ein smiley für nen DAU :-D und ganz viele Herzchen für die Mädels ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

  • @Damian B.

    Genauso mache ich das auch. Ich lade meine Geräte nicht mit lauter Apps voll wo ich nich weiss wo sie herkommen, und wundere mich dann das,das System rumspinnt.

  • hahaha sehr lustig hätte man nenn smilie dahinter gehängt dann hätte man es wohl auch verstanden. aber es gibt ja immer deppen die sich nicht vernünftig artikulieren können. und heut zu Tage kann jedes Programm jeden Namen haben aber es gibt ja aufgeweichte Brötchen schlucker die das nicht verstehen können

  • Fail :D

  • Jap.Also ich bin seid 1.5(Cupcake) dabei und habe bis Heute noch keinen Virus oder änliches gehabt!Einfach mitdenken!

  • ... soll heißen das man seinen gesunden Verstand im Umgang mit apps und Smartphone generell einsetzen soll. Dann tappt man nicht so schnell in deren Falle

  • Tja, manche nutzen eben statt Brain.apk die Eingeweichtes-Brötchen.apk. Und die wird mittels Tasker auch noch gekillt, sobald sie ihr Smartphone in der Hand haben...

  • Brain steht für Gehirn :D

  • @ Joker. wie soll die apk heißen? brain.apk? kann leider nichts im Netz finden. auch nicht im playstore. hättest Du da mal einen Link? thx

  • Jep, aber das ist auch beim PC schon der beste Schutz, in dem Fall hakt brain.exe, aber bei vielen ist die nicht vorhanden.

  •   4

    Der beste Schutz ist wohl immer noch Brain.apk, und diese auch immer aktuell halten.

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Alles klar!