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2 Min Lesezeit 55 Kommentare

EU verhängt Milliardenstrafe gegen Google wegen Android

Update: Statement von Google

Diese Strafe wird sogar einem Riesenkonzern wie Google weh tun! Die EU-Kommission hat den Internet-Giganten zu einer neuen Rekordstrafe verurteilt, diesmal wegen Android. Die Kartellwächter stören sich an der dominanten Rolle von Android im Zusammenspiel mit Online-Werbung.

Satte 4,3 Milliarden Euro verlangen die EU-Wettbewerbshüter von Google diesmal, also knapp 2 Milliarden mehr als bei der letzten, damals ebenso rekordverdächtigen, Strafe. Die Strafe ist damit in etwa so hoch wie die jährlichen EU-Beiträge der Niederlande.

Die Kartellrechtler sehen ein Problem in der Dominanz, die sich Google im Bereich der mobilen Werbung mit seinem Betriebssystem aufgebaut hat. Im Jahr 2018 geht über ein Drittel aller Werbeerlöse im Mobile-Bereich auf das Konto von Google. Außerhalb des amerikanischen Heimatmarktes sind das rund 40 Milliarden Dollar in diesem Jahr.

AndroidPIT Google Pixel 2 1661
Android steht im Fokus der Kartellwächter. / © AndroidPIT by Irina Efremova

Zahlungen an Provider und Hersteller sind ein Problem

Zu den Vorwürfen der EU gehört auch die Tatsache, dass Google Zahlungen an Provider und Hardware-Produzenten leistet, um so zu erreichen, dass ausschließlich die eigene Software auf den Endgeräten zum Einsatz kommt. So sollen andere Systeme ohne Google-Dienste am Wachstum gehindert werden.

Die offizielle Urteilsverkündung fand durch die EU-Kommissarin Margrethe Vestager statt. In einem knappen Statement reagiert Google auf das Urteil und kündigt Revision an. Die Mitteilung im Wortlaut:

Android hat die Auswahl für alle vergrößert, nicht verkleinert. Ein dynamisches Ökosystem, ein hohes Innovationstempo und niedrige Preise sind klassische Merkmale eines starken Wettbewerbs. Wir werden gegen die Entscheidung der Kommission Rechtsmittel einlegen.

Wirtschaftsexperten hatten allerdings mit einer Strafe in dieser Größenordnung gerechnet. Das dürfte den Überraschungseffekt für Google klein halten.

Spannend wird sein, wie Google auf dieses deutliche Signal aus Brüssel reagiert. Die Werbeeinnahmen sind zentraler Teil des gesamten Geschäftskonzepts von Google, und trotz leicht rückläufiger Erträge und dem verstärkten Einsatz von Werbeblockern auch auf mobilen Geräten ist das Geschäft mit der Online-Werbung noch immer äußerst lukrativ.


Diese Meldung wird im Laufe des Tages mit aktuellen Nachrichten erweitert.

Quelle: Bloomberg

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Top-Kommentare der Community

  • DiDaDo vor 4 Monaten

    Glückwunsch. Nicht mal mehr in Techformen hat man Ruhe vor euch AfD-Spranseln.

  • Diana Lange vor 4 Monaten

    Eigentlich sollten die gesamten Unternehmen wie Google einfach mal all ihre Produkte für ein paar Wochen vom EU-Markt nehmen. Dann kriechen wir denen eh wieder hinten rein.

  • Mr. N vor 4 Monaten

    Die eu braucht halt Geld für Merkels Politik

  • Jörg W. vor 4 Monaten

    Mich würde vielmehr interessieren was die EU mit den Strafzahlungen macht ? Die sollten mal Strafzahlungen für die EU Politiker einfordern die pausenlos nicht da sind und nur auf unsere Kosten die Kugel schieben aber da hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus und die nächste Diätenerhöhung wird wohl nicht lange auf sich warten lassen.

  • Bubblegum vor 4 Monaten

    Die Politik ist doch nicht für die wirtschaflichen Lösungen verantwortlich. Die Politik kann und soll Rahmenbedingungen schaffen, damit jeder die selben Chancen hat. Oder eben bestrafen, wenn jemand den Wettbewerb durch die eigene Dominanz massiv unterdrückt.
    Aus meiner Sicht gibt es an dem Urteil nichts zu beanstanden. Und Ihre Kritik bezüglich Politik kann ich nicht nachvollziehen.

55 Kommentare

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  • Müsste die EU nicht auch IOS verklagen? Gleiches Recht für alle.


  • Die EU sollte erstmal verbieten dass Apps bereits bei Installation Daten abgreifen und zum Hersteller senden. Es sollte auch erstmal verboten werden dass Apps überhaupt Daten abgreifen (wozu benötigt z.B. eine Schreib-App Zugriff auf die Kontakte)? Das ist wichtiger als irgendwelche Werbeeinnahmen.


  •   40
    Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Schön für die EU wenn sie X-Milliarden Strafen an div. Firmen verteilen.
    Was ich mich immer nur Frage: Wo geht die ganze Kohle denn dann hin wenn sie gezahlt wird. Europa ist doch von vorn bis hinten Pleite.
    Der ursprünglich geschädigte User (so wie es formuliert wird) sieht doch keinen Cent Entschädigung. Im Gegenteil. Staat u. EU halten noch mehr die Hand auf. Also, wohin fließen die vielen Milliarden von Apple, Google, etc..?


  • Da Amazon, Google, Apple, Samsung und Co. so ziemlich keine Steuer in der EU wegen Luxemburg und Steuertricks zahlen, sind 4 Milliarden für Google noch zu wenig!

    Alle besagten Konzerne müssen mal bitte so richtig viel Strafe blechen, damit diese wieder zu normalen jährlichen Steuerzahlungen übergehen 😤

    Oligopole und Monopole genießen und dafür aber kein Euro an die EU abdrücken... So bitte nicht 🤯


  • Mr. N vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Die eu braucht halt Geld für Merkels Politik


    • Glückwunsch. Nicht mal mehr in Techformen hat man Ruhe vor euch AfD-Spranseln.


      • Mr. N vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        🤣🤣🤣🤣 Die Grünen Spaßbremsen verstehen nicht mal Spaß

        Gelöschter AccountJoe F.Gelöschter Account


      •   27
        Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Ist man als Merkel-Kritiker gleich AfD-Sympathisant??

        zum Thema: Die Strafe ist Aufgrund der Vorwürde auf jeden Fall gerechtfertigt

        Gelöschter Account


      • Th K vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Mensch, Mr. N, das heißt im entsprechenden Jargon doch "links-grüne Gutmenschen-Spaßbremsen" (natürlich noch zuzüglich Rechtschreibfehlern).


      • Welcher Grüne? Sehe hier keinen.

        @chris ... nein, aber der Jargon kommt meist aus den gleichen Kreisen.


      • Mr. N vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Nur so nebenbei, ich darf gar nicht in Deutschland wählen.

        Aber zurück zum Thema, dann gehören einige handy Hersteller z. b. Samsung, huawei auch mal auf die finger geschaut.
        Google Apps kann man deaktivieren was man oft nicht mir Hersteller Apps machen kann.


      •   40
        Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        ...und vor so linken, roten Socken u. Weltverdrehern u. Pseudeo-Gutmenschen hat man hier auch keine Ruhe.


      •   27
        Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        @DiDaDo: ich glaube du siehst Gespenster


      • "Nur so nebenbei, ich darf gar nicht in Deutschland wählen."

        Schade, was? Was interessiert dich dann unsre Kanzlerin?


      • Mr. N vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Du hast wohl gar keine Ahnung das tut doch schon weh


  • Es geht um folgendes: Google zwingt Hardwarehersteller und Softwarehersteller Googleapps zu instalieren bzw. Schnittstellen zu implementieren.

    Beispiele?

    Du schaust in einer ÖPNV-App nach dem Weg und es öffnet sich Googlemaps obwohl du eine andere Naviapp im Alltag benutzt.

    Du kaufst ein Androidhandy, und musst duch erst eimal mit G-Mail auseinandersetzen.

    Davon kann jeder halten was er will. Aber auf Grund der Markdominans
    Bleibt kleinen Anbietern der Zugang verwehrt.

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