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Erste-Hilfe-App der Malteser

Kommt es im Straßenverkehr, im eigenen Heim oder unterwegs zu einem Unfall, so ist jeder dazu verpflichtet erste Hilfe zu leisten. Erschreckend ist allerdings die Tatsache, dass die Mehrheit der Bürger entweder Bedenken hat beziehungsweise sich nicht traut erste Hilfe zu leisten oder aber lieber abwartet, bis ein anderer Passant diese Aufgabe übernimmt. Dabei kann eine rechtzeitig erfolgte erste Hilfe oftmals Leben retten. Um verstaubtes Wissen wieder aufzufrischen oder aber im Notfall nochmal schnell nachschauen zu können, gibt es Apps wie die Erste-Hilfe-App der Malteser.  

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.2.2 1.2.3

Funktionen & Nutzen

Testgerät: Samsung Galaxy Nexus
Androidversion: 4.2.2
Root: Nein
Modifikationen: Nein

Die Erste-Hilfe-App der Malteser ist 3,3 MB groß und fordert keine bedenklichen Berechtigungen. Die einzige Berechtigung ist der Zugriff auf alle Netzwerke.

Der ein oder andere hat vielleicht schon einmal von der so genannten goldenen Stunde gehört. In der Medizin wird damit die Zeit nach einem Unfall bezeichnet, in welcher eine schnelle medizinische Versorgung das Leben eines Patienten retten oder aber einen großen Unterschied in Bezug auf bleibende Beeinträchtigungen machen kann. Durch eine rechtzeitig erfolgte erste Hilfe kann man seinen Teil dazu beitragen, das Leben eines Mitmenschen zu retten oder aber die spätere Versorgung durch Sanitäter zu erleichtern. Doch viele wissen leider nur noch schleierhaft, wie beispielsweise eine Wiederbelebung durchzuführen ist oder eine Blutung gestoppt werden kann. An dieser Stelle kann die Erste-Hilfe-App weiterhelfen.

So bietet die Erste-Hilfe-App eine umfassende Übersicht zur Notfallkette. Was tun wenn ich an einem Unfall vorbeikomme? Unter “Notfallkette” findet man eine kurze aber vollständige Auflistung der Dinge, die kurz nach Erreichen eines Unfalls geschehen müssen. Neben der Absicherung der Unfallstelle geht es natürlich vor allem auch um die Versorgung von Verletzten. Auch hier ist die App recht systematisch gegliedert. So kann der Nutzer zunächst auswählen, ob der oder die Verletzte bei Bewusstsein ist und anschließend einsehen, wie Verletzte behandelt werden sollen. Gemäß dem Motto „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte” sind die Anleitungen hauptsächlich auf Bilder gestützt, was auch im Notfall ein schnelles Nachschlagen möglich macht. Darüber hinaus findet man aber hier und da auch immer wieder kurze aber klare Beschreibungen, beispielsweise zur stabilen Seitenlage oder der Wiederbelebung.

Darüber hinaus bietet die App Erste-Hilfe-Tipps an. Unterteilt in verschiedene Kategorien findet man dort Tipps zu den Überthemen Sicherheit, Akute Erkrankungen, Verletzungen/Wunden, Hitze/Kälte, Vergiftung/Insekten und Seelische Betreuung. Unter jedem dieser Überthemen findet der Nutzer weitere bebilderte Beschreibungen zu möglichen Fällen und deren Behandlung. Jede Beschreibung ist dabei unterteilt in “Erkennen” und “Maßnahmen”, so dass es auch einem Laien nicht sonderbar schwer fallen sollte, richtig zu reagieren.

Darüber hinaus kann aus der App heraus auch ein Notruf abgesetzt werden. Wer die fünf W´s nicht mehr weiß findet diese ebenfalls unter Notruf absetzen, so dass es jedem möglich sein sollte, den Rettungskräften alle relevanten Informationen zukommen zu lassen.

Doch natürlich sollte diese App nur bei der Wiederholung des bereits Gelernten helfen und nicht als Lernapp für Erste-Hilfe-Neulinge gesehen werden. Wer entweder noch keinen Kurs absolviert hat oder aber merkt, dass die eigenen Kenntnisse doch bei weitem nicht mehr ausreichend sind, der kann ganz bequem über die App einen Erste-Hilfe-Kurs in der Nähe suchen und sich auch direkt anmelden. Daneben kann über die App auch gespendet werden.

Fazit:

Jeder Mensch sollte die wichtigsten und grundlegenden Erste-Hilfe-Schritte beherrschen, und zwar völlig unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Dass dies aber leider bei weitem nicht der Fall ist offenbaren zahlreiche Statistiken. Die Erste-Hilfe-App macht eine gute Figur, sowohl inhaltlich als strukturell. Der Inhalt der App entspricht außerdem dem Inhalt der Ausbildungsvorschrift „Erste Hilfe” des Malteser Hilfsdienst e.V, so dass der Nutzer sich keine Sorgen machen muss, dass Fälle fehlen oder falsche Vorgehensweisen beschrieben werden. Alles in allem ist diese Anwendung wirklich sehr nützlich, kann so doch jedermann das eigene Wissen auffrischen und überprüfen. 

Bildschirm & Bedienung

Leider konnte die Erste-Hilfe-App in dieser Kategorie nicht wirklich überzeugen. Wie bereits erwähnt ist die App zwar übersichtlich und gut strukturiert, allerdings weißt die App auch größere Makel auf. So überlagern sich immer wieder verschiedene Schriftzüge, was auf Dauer echt nervend und störend ist. Außerdem wirkt der Übergang zwischen verschiedenen Bereichen der App immer wieder mal etwas holprig. Darüber hinaus scheinen die Entwickler bei der Gestaltung der App eher auf die iPhone Richtlinien geachtet zu haben und nicht auf die von Google. Sehr positiv fällt allerdings die Gestaltung der Erklärungen auf. Besonders unter “Notfallkette” sind dieser sehr auf Bilder gestützt, was im Ernstfall ein schnelles Nachschlagen und Versichern möglich macht. Ansonsten sind Beschreibungen kurz und knapp gehalten und ebenfalls klar strukturiert. Somit können in dieser Kategorie noch drei Sterne vergeben werden. 

Speed & Stabilität

Im Großen und Ganzen läuft die Erste-Hilfe-App flüssig und stabil. Allerdings wirken verschiedene Übergänge immer wiedermal holprig und etwas unsauber. 

Preis / Leistung

Die Erste-Hilfe-App der Malteser ist kostenlos und werbefrei im Play Store erhältlich. 

Screenshots

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8 Kommentare

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  • @Florian ich finde seine Einstellung gut bin selbst San und im DRK trotzdem sollte man einfach bestimmte basics kennen ....z.b 5ws stabiele Seitenlage usw ich denke so all zu schwer ist dies nicht wenn man es mal öfters üben würde doch die meisten machens nach dem Führerschein nicht mehr


    gruß

  • "Zugewandten Arm des rechtwinklig angewinkelt nach oben legen."

    Bin ich der Einzige, der diesen Satz erst dreimal lesen mußte, um ihn zu verstehen, weil da offenbar ein Wort zuviel ist?

    Gerade bei einer App, die dazu gedacht ist, im Notfall möglichst schnell eine Hilfestellung zu bieten, und wo der Helfende eh schon voll unter Streß ist, kann sowas kostbare Sekunden kosten.

  • Erste hilfe aus dem ff? Wie soll das gehen wenn man das nicht täglich macht?
    Ich bin betrieblicher ersthelfer und hatte gerade den zweijährigen auffrischungskurs und ich bin der Meinung das jährliche wesentlich besser wäre. Selbst wenn man noch 2 bis 3 in einer app guckt ist das tausend mal besser als aus Unsicherheit nix zu tun.

  • ich finde man sollte erste Hilfe aus dem ff können ! nichts destso trotz ist die so ne APP schon nützlich für Laien allerdings finde ich hier ganz ehrlich die APP vom DRK weitaus besser !

  • Im Ernstfall siehts echt doof aus, erst im Phone zu gucken wie es funktioniert...

  • Da man ja nicht jeden Tag die Situation hat, erste Hilfe leisten zu müssen, ist die App wirklich gut um sein Gedächtnis aufzufrischen. An sich ist es ja nicht schwierig :)

  • Hi Der Clem!

    Ist vielleicht bisschen blöd ausgedrückt, was ich meine siehst du aber auch auf dem ersten Screenshot. Im Prinzip überlagern sind einfach verschiedene Schriften.

    Viele Grüße
    Christopher

  • Verschiedene Schriftzüge? Sind damit verschiedene Schriftarten gemeint?

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