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2 Min Lesezeit 29 Kommentare

Erschwingliches EU-Roaming rückt näher

Die Wucherpreise für Roaming in den Ländern der EU enden am 15. Juni 2017. Die Europäische Kommission legt nun auch für die Provider konkrete Preisgrenzen vor, mit denen der Großhandel mit Netzkapazitäten reguliert wird. Damit gilt das "roam-like-at-home"-Abkommen als abgeschlossen.

Preise für SMS, Telefonie und vor allem Daten sind im Ausland zum Teil schon recht preiswert geworden. Die Bemühungen der Europäischen Kommission zum Ende der Roaming-Gebühren haben unter anderem für manche Deutsche dazu geführt, dass sie im Ausland SMS billiger versenden konnten als zuhause.

Lag der Fokus der bisherigen Preissenkungen vor allem auf Beschränkung der Zusatzkosten für SMS und Anrufe, erwarten wir Verbraucher im Sommer endlich auch Daten-Roaming zu erheblich geringeren oder komplett ohne Zusatzkosten. Für Provider hätte dies jedoch Zusatzkosten bedeutet, da Einnahmen wegfallen.

Was beinhalten die neuen Vorschläge?

Die Europäische Kommission will die Großhandelspreise beschränken, mit denen Provider untereinander Roaming-Kapazitäten verhandeln. In Zahlen sind das...

  • Anrufe: 3,2 Cent pro Minute ab 15. Juni 2017
  • SMS: je 1 Cent ab 15. Juni 2017
  • Daten: Stufenweise Senkung
    • 7,70 Euro pro GByte ab 15. Juni 2017
    • 6 Euro pro GByte ab 1. Januar 2018
    • 4,50 Euro pro GByte ab 1. Januar 2019
    • 3,50 Euro pro GByte ab 1. Januar 2020
    • 3 Euro pro GByte ab 1. Januar 2021
    • 2.50 Euro pro GByte ab 1. Januar 2022

Diese Zahlen liegen genau im Rahmen der hierzulande üblichen Preise für Daten-Flatrates. Damit sollte jeder Provider in der Lage sein, Euch ohne Zusatzkosten im Ausland mit Highspeed weitersurfen zu lassen. Aufpreise wären somit ohnehin nur schwer zu rechtfertigen.

Nach der Verkündung im September 2016 zur Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU für Verbraucher wurden die Provider dazu aufgefordert, Beweise für eine mögliche Geschäftsschädigung zu liefern. In diesem Zusammenhang sind nun die heute veröffentlichten Großhandelspreise ausgehandelt worden.

So soll sichergestellt werden, dass den geringeren Roaming-Einnahmen durch die Endverbraucher auch geringere Kosten durch die ausländischen Netzbetreiber gegenüberstehen.

Einen tabellarischen Überblick über die aktuelle Zeitachse des EU-Roamings gibt es im englischen Wikipedia. Infos zu den Kosten für EU-Roaming mit deutschen Tarifen hat die Bundesnetzagentur aufgelistet. Für Details zu Eurem Tarif solltet Ihr am Besten gleich Euren Provider fragen. Teilt gerne in den Kommentaren, wie Euer Provider die neue Regelung handhabt. Was ist Euer Tipp fürs Surfen und Telefonieren im Ausland?

Quelle: EC

29 Kommentare

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  • Der Artikel hat mir ganz klar Vermittelt. Ich brauche das ach so tolle Honor 6X😂😂


  • Es entehen keine zusätzlichen Kosten nur weil die Einnahmen sinken.


  • In den aktuellen Verträgen, zumindest bei der Telekom und VF. ist ja bereits ne EU Flat drin. Man bezahlt sie also jeden Monat mit.

    Ob man sie braucht oder nicht


  • Was soll der Mist bei fast jedem Artikel werden irgendwelche Fragen eingeblendet klickt man auf ja oder nein kommt Werbung für das Honor 6x .
    Habt ihr es so nötig oder was ?


  • Also aktuell nimmt o2 bei dem Partnervertrag von meiner Frau 1,99€/50MB am Tag. Das finde ich recht teuer. Wie schnell sind bitte 50MB weg, wenn du Maps nutzen musst oder hier und dort mit deinen Apps was machst? Generell werde ich eh zum Sommer wechseln, da der Service und die Qualität von o2 sehr stark nachgelassen hat. Denke es wird eh nicht besser.
    Die Preise für Telefonie hingegen finde ich recht human.


  • In der Zukunft sind vielleicht die Roaminggebühren wirklich Geschichte 😋

    Wer dann in Deutschland eine Flatrate hat, kann SMS, Anrufe sowie Mobile Daten verwendet egal wo er sich gerade in der EU befindet!!!

    Wird natürlich den deutschen Mobilfunkanbietern gar nicht gefallen, denn noch immer verdienen sie sich EU weit betrachtet ne goldene Nase 🤑

    Bitte nicht wieder das leidige LTE Netzgebühren Thema aufführen, die sind schon bestimmt 5X bezahlt durch uns Kunden... Mfg


    • Ich hoffe es sehr. Genau das hasse ich nämlich an dem Roaming-Thema am meisten. Nicht genug damit, dass man teure Aufschläge hinnehmen muss, nein man darf nicht einmal sein bezahltes Guthaben verbrauchen. Stattdessen muss man teure Extra-Pakete kaufen. Natürlich läuft der normale Vertrag weiter, obwohl die Leistungen beim Urlaub im Ausland nicht genutzt werden können. >:(


  • Auch wenn die Roaminggebühren jetzt fallen, die Anbieter holen sich dann die Kohle woanders. Zu verschenken haben die nichts.


  • Stand 05.06.2016 hieß es noch (laut Bundesnetzagentur):
    "Abschaffung der Roaminggebühren ab Juni 2017
    Die Mobilfunkanbieter können Endkunden weiterhin Roamingaufschläge in Rechnung stellen, sofern der Nutzer eine noch festzulegende Grenze (Fair-Use-Grenze) überschreitet. [...]
    Sollten Mobilfunkbetreiber von dieser Möglichkeit im Rahmen ihrer regulierten Tarife keinen Gebrauch machen, so können deren Endkunden uneingeschränkt ihren inländischen Tarif auch im Ausland nutzen."
    Wenn es damals hieß "können [...] Roamingaufschläge in Rechnung stellen, sofern eine [...] festzulegende Grenze [...] überschreitet", kann man heute das Wort "können" weglassen und die Grenze wurde nie festgelegt und wird scheinbar auch nicht festgelegt, wenn man heute wieder von maximalen Aufschlägen redet. Aus einer guten Idee (Abschaffung der Roaming Gebühren) hat man eine Cashcow für die Mobilfunkanbieter gemacht: die Infrastruktur (Sendemasten, Leitungen, Backbone, usw.) ist ja bereits vorhanden und ob ich mich mit meiner SIM-Karte in Andalusien oder ein der Eifel ins Mobilfunknetz einlogge, kostet den Mobilfunkbetreiber doch nicht mehr oder weniger, weil er ja auch nicht mehr für Daten zahlen muss, die von Spanien über Frankreich nach Deutschland geschickt werden oder direkt in Deutschland anfallen. Ich zahle ja auch keinen Aufschlag, wenn ich von zu Hause eine andalusische Internetseite öffne.
    Da hat man eine EU mit offenen Grenzen und gleichen Mobilfunkbetreibern und soll trotzdem noch draufzahlen? Da hat die Mobilfunklobby gute Arbeit geleistet. Bravo. Ich stelle mir gerade lustig vor, wenn ich (wohnhaft in NRW) in Rheinland-Pfalz einen Aufschlag zahlen müsste, weil dem Mobilfunkbetreiber (1&1 im Vodafone-Netz) angeblich höhere Kosten entstehen würden. Absurd.


    • Das Problem wird sicher ein anderes sein, vor dem die Provider Angst haben.....Was wäre, wenn sich die Leute dann nur noch mit den günstigeren Tarifen aus dem Ausland eindecken und diese dann im Heimatland verwenden?


      • Um dies zu verhindern, war eigentlich die Fair Use Regel gedacht


      • @Christian S.:
        Wenn wir eine EU haben und Unternehmen konkurrieren können und sollen, frage ich mich, warum das u. a. für den Mobilfunksektor nicht möglich ist. Die Antwort könnte auch hier lauten: Lobbyarbeit.


      • In anderen Ländern ist aber z.B. der Staat für den Ausbau des Netzes verantwortlich bzw. fördert er dies. Bei uns sind die Provider selbst verantwortlich. Das sind ungleiche Bedingungen für einen "fairen" Wettbewerb.

        Edit:
        Ich finde die Preise bei uns auch zu teuer und freue mich dass da die EU was tut (mit dem Roaming). Aber das eigentliche Problem was wir hier in Deutschland haben sind weitere Anbieter. Es gibt kein Angebot zur Nachfrage....


      • Ich könnte deinem Einwand Zustimmung erteilen, wenn die Anbieter in jedem Land ein eigenes Unternehmen wären und auf ihre Gewinne schauen müssten. In Wirklichkeit gibt es aber nur wenige Großunternehmen, die europa- und weltweit tätig sind. Deswegen lautete auch mein Beispiel, dass es ebenso unsinnig ist, in NRW eine Flat-Rate zu haben, die in Rheinland-Pfalz nicht mehr gilt.

        Sarah

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