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2 Min Lesezeit 8 mal geteilt 37 Kommentare

Erpressungs-Software für Android-Smartphones auf dem Vormarsch

"Hände hoch, Geld her und keinen Mucks! Sonst sind Sie dran!” Das fast schon romantische Bonny-und-Clyde-Klischee des Bankräubers ist schon längst in der kalten, digitalen Realität angekommen und verlangt den Tätern weitaus weniger Aufwand ab als dem berühmten Gangster-Duo einst. Und so ist die Cyber-Kriminalität seit der Digitalisierung der Gesellschaft immer mehr auf dem Vormarsch, wie der aktuelle Fall eines neues Trojaners wieder beweist.

Entertainment am Smartphone beim Joggen ist für mich...?

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sim hacker 02
 © AndroidPIT

Die einstige Hacker-Romantik des Robin Hoods des Internets wurde durch immer schwerere Fälle von Raub, Erpressung, Mobbing und Nötigung ersetzt, und auch Smartphones sind in letzter Zeit immer häufiger im Fokus der Kriminellen. Die neuste Meldung zu diesem Thema lässt einen aufschrecken: Ein Trojaner unter dem Namen Koler.A hat sich auf Android-Smartphones spezialisiert und blockiert diese so lange, bis der Besitzer ein “Lösegeld” von mehreren Hundert Euro gezahlt hat. Tut der Telefonbesitzer das nicht, bleibt sein Handy gesperrt und er kann nicht mehr auf seinen Homescreen und die Apps zugreifen. Ebenso beängstigend ist, dass die Malware auf GPS und WLAN zugreift und so den genauen Standort des Betroffenen feststellen und ihn so in der richtigen Landessprache ansprechen kann.

Bisher gestaltete sich der Versuch, die Erpresser-Software ohne Geldzahlung zu entfernen, als äußerst schwierig, da sich die Software über das eigentliche Betriebssystem stülpt. Zwar kann man den Home-Button betätigen, jedoch bringt sich die Trojaner-App nach circa fünf Sekunden wieder in den Vordergrund. Eine Möglichkeit besteht, indem man in diesen fünf Sekunden die schädliche App schnell auf den Deinstallieren-Button zieht. Natürlich funktioniert dieser Schritt nur, wenn sich die Malware-App in der ersten Reihe der App-Liste befindet.

Verbreitet wird die Trojaner-App auf Seiten im Internet mit pornografischem Inhalt. User, die diese Seiten mit ihren Android-Smartphones besuchen, werden aufgefordert, einen Video-Player zu installieren, um so Premiuminhalte freizuschalten. Erlaubt der User die Installation, wird umgehend die Malware installiert. Obwohl solche fragwürdigen Installationsangebote für viele erfahrene Internetnutzer ein klares Zeichen zur Vorsicht sind, hat der Trojaner in den ersten sechs Stunden schon mindestens 68 Opfer gefordert. Die meisten davon stammen aus den Vereinten Arabischen Emiraten, jedoch sind auch ungefähr sechs Geschädigte in Deutschland dabei. Eine solche Nachricht zeigt wieder einmal, dass man auch mit dem Smartphone leicht Opfer von Cyber-Straftaten werden kann. Die Installation von Apps, die nicht aus dem Google Play Store stammen sollte grundsätzlich mit Vorsicht behandelt werden, vor allem auf nicht sicher erscheinenden Websites.

37 Kommentare

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  • ...wenn ich mir die Geschädigten-Zahlen ansehe, scheinen selbst unter Berücksichtigung einer hohen Dunkelziffer die notgeilen Idioten ein eher überschaubarer Teil der Milliarde Android-Nutzer zu sein.

  • Also wer sich mit seinem Smartphone auf Pornoseiten rum treibt und dann noch alles anklickt,ist selbst schuld,wenn man sich dann solche Hoppelhasen einfängt,in meinem Bekanntenkreis habe ich auch so einen,der allerdings sich mit seinem PC auf solchen Seiten unterwegs ist,ich darf dann immer seinen PC von den Trojanern befreien ;)

  •   26

    Moinsen
    Jaja so ist das Wat soll man voll android erwarten. iOS hat zwar auch paar Macken aber so????

    • Wie heißt der alte Spuch: "Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit"; wer das ignoriert, fällt halt auf die Schnauze - zu Recht.

  •   23

    Würde da ein Anti Viren App nicht anschlagen? Oder werden Trojaner nicht erkannt? Klar sollte man(n) Frau keine Apps installieren die von dubiosen Betreiber kommen. Hin und wieder werden Apps aus nicht Playstore trotzdem installiert, wie der von Pit auch.

  • Ein Paradebeispiel dafür, das Denken für viele Individuen immer noch Glückssache ist. Also wer nicht wenigstens ein bisschen mitdenken kann bei dem, was er tut, für denjenigen sind selbst die hunderte Euro noch zu wenig Lehrgeld.
    Aber vermutlich setzte das logische Denken bei den Betroffenen sowieso gerade aus, weil sie sich lieber mit anderen Körperteilen beschäftigt haben statt dem Grips, während sie die APK von einer Pornoseite geladen und draufgehauen haben.

  • Wer lädt sich auch schon irgendwelche Player runter egal ob jetzt von Porno Seiten oder sonst was... dumme Leute gibt's

  • Wer ein bischen Hirn hat, ist vor dieser Schadsoftware sicher.

  • Und was ist, wenn man das Telfeon mit PC Komplett zurück setzt? Dann müsste der doch weg sein, oder?

  •   50

    Wartet mal!

    Man lädt die APK aus fragwürdigen Quellen.
    Dann erlaubt man die Installation für unsichere Quellen.
    Und wenn ein Werksreset nicht ausreicht, um die App wieder loszuwerden, dann muss man die App auch noch als Geräteadministrator installieren.

    Wieviel Hürden soll ein Smartphonehersteller eigentlich noch einbauen, bis das Denken beim User einsetzt?

    Root ist sicher? Wer die oben genannten drei Fehler gemacht hat, macht die App wahrscheinlich auch zur System-App oder erteilt jener unter Umgehung des Hirns Root-Rechte.

    Im übrigen setze ich von denen, die ihre Geräte rooten voraus, dass sie sich mit Android befasst haben und daher mit adb umgehen können. Ach nein! Es muss ja für Dummies das One-Click-Tool sein! Sorry!

    Wer dem ganzen die Krone aufsetzen möchte, sollte zahlen. Ich bin gespannt, ob die Ehrenmänner hinter dem Trojaner Wort halten und das Handy tatsächlich wieder freischalten oder ob es zum monatlichen "Schutzgeld" wird.

  • es gäbe da doch den "sicheren modus"...
    freund google kann helfen ;)

  •   34

    @Conqueror
    Falscher artikel

  •   34

    kann man das Handy nicht einfach neustarten und dann schnellstmöglich die App deinstallieren? Ich meine fie App kann sich doch nicht auf platz 1 im der Apps setzten, die beim boot gestartet wird.

  • Dann sollten sich die betroffenen mal vernünftige Seiten suchen um ihre Pornos zu schauen :-D

  • falscher artikel man

  • xD

  • Ob richtig oder nicht. Patente sollten auch eingehalten werden, und da ist Samsung keine Firma mit Glanz, heißt Samsung legt es richtig darauf an, erwischt zu werden.

  • @Youssef Nooren
    er kann sich entscheiden "einen" Herunterzuladen ^^

  • jein bei zb. erregung oder masturbation werden glückshormono und adrenalin ausgeschüttet, das sind nicht die besten mittel dafür

    Jan

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