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2 Min Lesezeit 14 Kommentare

Anklage wegen Betrugs: Elon Musk sieht sich ungerechnet behandelt

Update: Musk reagiert

Das riecht nach Ärger für Elon Musk und seinen Tesla-Konzern. Die mächtige US-Börsenaufsicht SEC hat Musk wegen Betrugs angeklagt. Der Grund sind eine Reihe von Tweets von Musk, in denen er eine mögliche Privatisierung des öffentlich gehandelten Unternehmens ankündigt.

Anfang August dachte Musk öffentlich darüber nach, Tesla vom öffentlichen Handel zurückzuziehen und zu privatisieren. Die Finanzierung dafür sei gesichert, so Musk auf Twitter. Das stellte sich im Nachhinein als falsch heraus, hat aber den Kurs der Tesla-Aktie deutlich beeinflusst. Grund genug für die SEC, nun Betrugsanklage gegen Elon Musk zu erheben. Die harte Forderung der SEC: Musk soll von allen Ämtern bei Tesla enthoben werden.

Dieser Tweet war ausschlaggebend für die Anklage gegen Elon Musk:

Die Anklage hat schon jetzt negative Auswirkungen auf den Musk-Konzern Tesla. Dessen Aktie stürzte nachbörslich um satte 10 Prozent ab, ein dramatischer Wertverlust. Die Probleme kommen zur Unzeit für Tesla, schließlich kämpft das Unternehmen ohnehin seit geraumer Zeit mit zu geringen Einnahmen, Produktionsrückständen und mangelnder Verarbeitungsqualität bei den Tesla-Fahrzeugen. Auch Unfälle im Zusammenhang mit dem Tesla-Autopiloten tragen dazu bei.

Stellungnahme von Elon Musk

In einer ersten Stellungnahme sieht sich Musk durch die SEC "ungerecht" behandelt und zeigt sich "tief traurig und enttäuscht". Der Tesla-Gründer betont, stets im Interesse von "Wahrheit, Transparenz und den Investoren" zu agieren. "Integrität ist das Wichtigste in meinem Leben und und die Fakten werden zeigen, dass ich diese nie kompromittiert habe." 

Wie steht Ihr zu Elon Musk und Tesla?

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14 Kommentare

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  • Im letzten Absatz das letzte Zitat "und und"


  • Die Sache ist rechtlich ganz klar, die US-Börsenregulierung in der Sache knallhart. Er hat behauptet, die Privatisierung des Unternehmens zu einem Preis von 420$ pro Aktie sei "Funding secured", also die Finanzierung sei gesichert.
    Mal unabhängig davon, das Schadensersatzansprüche schon dadurch entstehen, das er solche wichtigen Nachrichten einfach mal so per Twitter heraus gibt und nicht, wie Vorgeschrieben über die zuständigen Nachrichtenagenturen, damit sicher gestellt ist, dass alle Marktteilnehmer sie Gleichzeitig erhalten (dafür wird er ohnehin einige Milliarden blechen müssen), schreibt er am Ende noch, die Finanzierung sei Gesichert.

    Das wird jetzt überprüft. Wenn die Börsenaufsicht zu dem Ergebnis kommt, die Finanzierung sei nicht gesichert gewesen, dann ist das eine Straftat, nämlich die Kursbeeinflussung eines börsennotierten Unternehmens durch das Verbreiten einer Lüge. Das gibt mindestens das lebenslange Verbot, ein börsennotiertes Unternehmen zu führen, vielleicht dazu noch ein paar Jahre Gefängnis. Mal sehen, ob er Finanzierungszusagen für 23 Milliarden $ vorweisen kann, das hätte eine Privatisierung zu einem Kurs von 420$ gekostet.

    Alles das hätte er wissen müssen, in seiner Position schützt auch Unwissenheit nicht vor Strafe. Dazu hat er Finanzberater und die öffentlichen Publikationsorgane, damit so was nicht passiert. Und wie gesagt, die Börsenaufsicht kennt da in den USA überhaupt kein Pardon, die wird durchgreifen.


  • Hoffentlich rechnet jemand Musk jetzt ordentlich aus, wie es sich gehört!


  • Musk hat ja zweifelsohne den E-Antrieb fürs Auto voran gebracht, aber er ist halt auch ein Kastenteufel👹


  • Er hat einfach zu viel versprochen. Und die Realität ist nicht so wie gedacht.


  • Seitdem sich Mr. Musk in diese Rettungsaktion bei den thailändischen Jungs in der Höhle iengemischt hat und den einen Taucher vollkommen grundlos mehrfach in aller Öffentlichkeit als Pädophilen bezeichnet hat, ist er für mich gestorben. Ich habe ernsthaft über einen Tesla nachgedacht, aber von diesem Egomanen kommt mir nichts ins Haus! Wenn diese Person wegen Betrugs seinen Hut nehmen muss, dann klatsche ich fröhlich in die Hände!
    Und mit seiner Rakete fliege ich auch nicht mit!


  • A. K.
    • Mod
    vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Naja Tesla wirft sicherheitsrelevante Software im Betastadium auf den Markt, verbaut Teile, die nicht Automotivequalität entsprechen und kommt mit der Produktion nicht hinterher. Dann noch der selbstdarstellerische CEO.

    Was sollte da schon schiefgehen?


  • Hat nicht Jeder Autokonzern bisher irgendwo den Kunden beschissen?


  • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    "Auch Unfälle im Zusammenhang mit dem Tesla-Autopiloten tragen dazu bei."
    Wobei Tesla dort keine Schuld treffen dürfte, da der Assistent schon längst nicht mehr "Autopilot" heißt, da manche dachten, der Telsa könne damit komplett autonom fahren.
    Und in 9/10 Fällen war es am Ende immer ein menschlicher Fehler und kein technischer. So wie bei den meisten Unfällen mit "Autopiloten" in den letzten Monaten.

    Frage mich trotzdem, was er sich dabei gedacht hat. Er ist schließlich sehr weit weg davon, dumm zu sein...


    • Das Problem bei Tesla ist, dass dort mit Musk ein Marketingfutzi und Verkäufer an der Spitze steht. Das kann er. Von Wirtschaft, Börsenrecht und Jura hat er jedoch offenbar wenig Ahnung. Die Spezialisten dafür hält er im Hintergrund und gibt zusätzlich noch den Pressesprecher. Das kann auf Dauer nur schiefgehen.


      • Und nicht zu vergessen, er ist auch noch ein ziemliches Großmaul und stellt alles immer maßlos übertrieben und blumig dar, statt mal sachlich nur Fakten preiszugeben.


      • Das mit dem masslos übertrieben ist doch typisch amerikanisch 😉
        Siehe Trump, Apple, usw. 😉
        Das kann man Musk doch nun wirklich nicht im Speziellen alleine vorwerfen.


      • @Thomas Schumacher

        Musk ist Sohn eines südafrikanischen Vaters und einer kanadischen Mutter


    • A. K.
      • Mod
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Mir persönlich fehlen da einfach die Informationen aber wie ich deinem Beitrag entnehme, hieß der "Fahrassistent" mal Autopilot. Es kann schon als menschliches Versagen gesehen werden, wenn man einer Software im offiziellen Betasatdium die Kontrolle überlässt. Ich finde es dennoch absolut fahrlässig von Tesla, die Software "Autopilot" zu nennen und im Betastadium zu verteilen. Denn der Name "Autopilot" ist ziemlich eindeutig und lässt keinen Spielraum zur Interpretation.

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