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2 Min Lesezeit 4 Kommentare

Elon Musk kann nicht mehr allmächtiger Chef von Tesla sein

Nach einigen verwirrenden Tweets dazu, ob Tesla an der Börse bleiben soll oder nicht, hatte Elon Musk die US-Börsenaufsicht gegen sich aufgebracht. Die Securities and Exchange Commission (SEC) verklagte ihn daraufhin wegen Betrugs. Diese Klage wurde nun in einem Vergleich geschlichtet, hat jedoch zur Folge, dass der CEO nicht länger der Vorstandsvorsitzende seiner eigenen Firma Tesla sein darf.

Es fing alles mit einem Tweet an. Anfang August hatte Tesla-Gründer und CEO Elon Musk über den Microblogging-Dienst veröffentlicht, er könne sofort seine Firma für 420 US-Dollar pro Aktie wieder von der Börse zurückkaufen. Das hatte der Aktie einen Sprung nach oben um sechs Prozent beschert.

Die US-Börsenaufsicht will jedoch erfahren haben, dass Musk zu jenem Zeitpunkt bereits gewusst hatte, dass das Kapital für eine solche Privatisierung gar nicht bereitstand, der Deal also von vorn herein zum Platzen verurteilt war. Überdies seien noch gar nicht all seine Details ausgehandelt worden, so dass Musk in seinem Tweet die Öffentlichkeit in falsche Sicherheit gewägt hat. 

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Die Tesla-Aktie ist seit dem Tweet um 30 Prozent abgerutscht. / © Tesla

Als klar war, dass aus dem Deal nichts wird, schwand auch ein großer Teil des Anlegervertrauens und die Aktien fielen seither um über 30 Prozent. Dies zog die übrigen Anteilseigner in große Mitleidenschaft. Eine solche Katastrophe will die Börsenaufsicht nun mit der Klage und dem ausgehandelten Vergleich zumindest vorerst abwenden. Elon Musk muss 20 Millionen US-Dollar Strafe zahlen und darf einige Jahre lang nicht mehr als Vorstandsvorsitzender des Aufsichtsrates (Chairman of the Board) fungieren.

Ende der Alleinherrschaft

Damit wird es bei Tesla demnächst eine Nummer 2 geben, die dem Noch-Immer-CEO Musk als bisherigen Alleinherrscher ein Veto zu künftigen Entscheidungen aussprechen kann. Zugleich seien die Aktionäre von Musk als leitende Figur im Tesla-Konzern überzeugt und wünschten ihn sich in eine Visionäre Rolle, heißt es im Bloomberg-Bericht.

Musk personifiziert die Hoffnung, die in dem Konzern steckt. Viele künftige Modelle und Projekte stecken noch in der Planung, haben Lieferschwierigkeiten oder können noch gar nicht gebaut werden. Um diese zu finanzieren, bedarf es großer Summen von Investments. Und diese einzutreiben, gilt als Musks Spezialität. Entfiele diese Superkraft, wäre der Konzern Tesla einigen Beobachtern zufolge zum Scheitern verurteilt.

Via: CBS News

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4 Kommentare

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  • ........ und die Aktien fielen seither um über 30 Prozent. Dies zog die übrigen Anteilseigner in große Mitleidenschaft.......

    So ist die Börse; mal gewinnt man, mal verliert man. Börse besteht zu großen Teilen aus Psychologie, also daher kein Mitleid mit Kursverlierern.

    Oder anders formuliert: Wenn der Investor Geld braucht, kann er ja auch Arbeiten gehen....


  • Tweets können sehr gefährlich sein, Tesla Autos sind noch immer sehr teuer und haben öfters Qualitätprobleme als die "etablierten" Autohersteller.

    Bis zum Zeitpunkt von umweltschonenden Akkus, durch Graphen vielleicht, empfinde ich die Plug-In Hybriden als sinnvollste Lösung um die weltweiten CO2 Belastungen zu senken.

    Danach dann die Hydrogen/Wasserstoff Autos wenn der Strom aus 100% erneuerbaren Quellen kommt 🌐⚡


  • Ist mir egal da Tesla=teuer


  • Marc vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Bei den Höhenflügen die der hatte, das beste was passieren könnte, meiner Meinung nach

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