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Kommentar 3 Min Lesezeit 80 Kommentare

Elektrisches Skateboard: Bin ich bald legal unterwegs?

Während in einigen Ländern immer mehr Menschen mit elektrischen Skateboards, Rollern und ähnlichem unterwegs sind, hinkt Deutschland dem Trend der elektrischen Kleinstfahrzeugen wieder einmal hinterher. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand. 

Ich gebe es zu: Ich war zwischenzeitlich ein richtiger Casey-Neistat-Fanboy. Am meisten faszinierte mich dabei, wie Casey mit seinem Boosted Board, einem elektrischen Skateboard, durch die Straßen von New York brettert. "Das will ich auch", war mein erster Gedanke. Doch dann fiel mir schmerzlich wieder ein, dass das in Deutschland nicht erlaubt ist, weil wir mal wieder aktuellen Trends um Jahre hinterherhinken.

Dabei wurde die Bundesanstalt für Straßenwesen schon 2014 damit beauftragt, sich einen Überblick über diese Fahrzeuge zu verschaffen, um eine Regelung dafür zu finden. Wichtig ist dabei auch, wie zukünftige Entwicklungen sinnvoll integriert werden können, ohne dann gleich die nächste Reform anstoßen zu müssen. Die Studie wird aktuell noch ausgewertet, ist aber nicht öffentlich einsehbar. Doch schon dieses Jahr könnte es soweit sein.

Auf die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen heißt es in einer Antwort der Bundesregierung: "Die Verordnung zur Genehmigung von Elektrokleinstfahrzeugen ist derzeit in der Ressortabstimmung. Das Inkrafttreten der Verordnung ist für das Jahr 2018 geplant.

Wer mit dem E-Board erwischt wird, bekommt Probleme

Zu Kleinstfahrzeugen zählten Elektro-Skateboard, -Roller und andere E-Wheels. Es handelt sich hierbei um motorbetriebene Fahrzeuge, die schneller als 6 km/h fahren und die Geschwindigkeit ohne Unterstützung (Muskelkraft) durch den Fahrer erreichen und aufrechterhalten können. Für eine Nutzung solcher Fahrzeuge im öffentlichen Raum benötigt man dann eine Zulassung, einen Führerschein und eine passende Versicherung. Zudem ist das Fahren auf Bürgersteigen nicht erlaubt. 

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Wer mit dem E-Mobil auf öffentlicher Straße erwischt wird, muss sich gleich mehreren Strafen stellen. / © Archos

Wer trotzdem mit einem solchen E-Mobil auf öffentlicher Straße erwischt wird, muss laut dem ADAC mit einer Geldbuße, einem Punkt in Flensburg und einem Strafverfahren rechnen. Kommt es darüber hinaus auch noch zu einem Unfall, haftet ausschließlich der Fahrer für Sach- und Personenschäden. Und das kann verdammt teuer werden.

Ich will endlich E-Board fahren!

Dabei liegen die Vorteile von E-Boards und Ähnlichem auf der Hand: Zum Einen tragen sie zur Vernetzung der verschiedenen bestehenden Verkehrsträger bei. Das bedeutet, dass Menschen sich damit vielleicht eher entscheiden, zur ansonsten zu weit entfernten Bahnstation zu fahren, statt sich aus Scheu vor dem weiten Weg für das Auto zu entscheiden. Außerdem sind sie durch ihren elektrischen Antrieb emissionsfrei und geräuscharm.

Auch ich würde lieber, statt in der stickigen U-Bahn zu stehen, mit dem elektrischen Skateboard zur Arbeit cruisen. Zwar könnte ich den Weg auch mit dem Fahrrad bestreiten, das schränkt mich aber mit seiner Größe zu sehr ein. Besonders, wenn ich dann noch in den Supermarkt gehe, mich irgendwo mit Freunden treffe oder abends weggehen möchte. Die auch in kleinen Größen erhältlichen Boards lassen sich hingegen leicht an den Rucksack klemmen.

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Das Archos SK8 ist leicht und handlich und lässt sich so leicht überall mit hinnehmen. / © AndroidPIT

Ob die Änderung wie angekündigt wirklich schon dieses Jahr kommt, halte ich für fraglich. Immerhin werden die verschiedenen Ressorts, Bundesländer und Verbände auch noch ein Wörtchen mitreden wollen. Aktuell ist geplant, dass für E-Boards und Co die neue Fahrzeugklasse "Fahrzeugklasse der Elektrokleinstfahrzeuge" eingerichtet wird. Außerdem ist eine Tempobegrenzung von 20 km/h angedacht, wie es im Verordnungsentwurf der Bundesregierung heißt.

Seid Ihr bereits illegalerweise elektrisch unterwegs oder wärt es genauso gerne wie ich? Oder seid Ihr ohnehin auf andere Verkehrsmittel angewiesen? Schreibt es uns in die Kommentare.

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Top-Kommentare der Community

  • J. G. vor 1 Woche

    Jeder Hype findet seine infantilen Anhänger! Und die damit verbundenen Verdrängungsmechanismen und Selbstsuggestionen nehmen schon den Charakter einer pathologischen Störung an!
    -Die Begeisterung für Bewegungsvermeidung und die Auswüchse dekadender Technikgeilheit ("ich würde ja gerne ein Fahrrad nehmen, aber es ist mir zu groß und ich kann es nicht einfach in den Rucksack klemmen werden und es mieft nicht so wie in der U-Bahn und ich kann meine Freunde sonst nicht treffen und MiMiMi....") sind das weinerliche Gejammer einer Hipster-Generation.
    -Emissionsfrei? Klar, der Strom für die Akkus kommt nicht aus dem Kohlekraftwerk in deinem Wohnzimmer, sondern von woanders, irgendwie....
    -Geräuscharm sind sie sicher. Aber das ist zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren auch!
    -Die Begeisterung für derlei Spielzeug lässt übrigens schlagartig nach, wenn deine kleine Enkelin von drei Jahren geräuschlos von einem ignoranten Idioten mit anschließender Unfallflucht auf dem Bürgersteig angefahren wird oder deine Omi nach einem Oberschenkelhalsbruch und anschließender Lungenentzündung im Krankenhaus verendet, weil so ein Lithium-Ionen-Akku-Junkie seinen (regelmäßig) jungen Arsch nicht bewegen mag...
    -Schon jetzt ist die Verkehrsdichte dergestalt, dass Personen mit dem Smartphone vor Augen andere umrennen oder angefahren werden. Anzunehmen, dass sich mit den fahrbahren eKleinmüll plötzlich eine Selbstdisziplin und Rücksichtnahme bei dem entsprechenden Klientel und im Straßenverkehr einstellt, könnte die Folge eines übermäßgen Cannabiskonsums sein...
    -Schon jetzt fahren Menschen mit dem SUV 300 Meter zum Zigarettenautomaten. Derlei e-Scooter werden dann ggf. den Weg von der Küche zur Garage des SUV überbrücken.
    -Wie "entlastend" neue Verkehrskonzepte sind, zeigt ja Uber in den USA in den Großstädten, wo es zum Kollaps der Straßenverkehrs und leeren Nahverkehrsmitteln führt. Ökologisch superdämlich! Jeder Honk wird sich dann so einen chinesischen Elektro-Untersatz besorgen, und die Verunfallungen werden zunehmen...
    -Natürlich mahlen in Deutschland die bürokratischen Mühlen etwas langsamer als anderswo. Aber auch deswegen haben wir hier nicht die Straßenverkehrsverhältnisse wie in Russland, der Türkei oder Mexico oder Nigeria und eben auch ein Pflichtversicherungsgesetz, welches auch so manchen Schreiberling davor schützt, nach einem Bagatellunfall unversorgt und ggf. unverrentet zu sein und auf dem Bahnhof im Müll nach Leergut suchen zu müssen (was allerdings -zugegebenermaßen- mit einem e-Board leichter ist).

  • Robin Hut vor 1 Woche

    Die Anzahl der Radfahrer, die in Deutschland täglich im Straßenverkehr schwer verletzt und getötet werden, nimmt immer mehr zu. Nein, Schuld haben dabei nicht immer die Anderen! Einen Großteil dieser Verkehrsunfälle verursachen die Radfahrer auch selber - sei es durch rücksichtsloses Fahren, weil sie Vorfahrtsregeln vorsätzlich missachten usw..
    Außerdem gibt es jetzt schon viel zu viele Leute, die sich ein E-Bike oder Pedelec kaufen, damit dann aber überhaupt nicht klar kommen und ebenfalls in zahlreiche Verkehrsunfälle verwickelt werden.

    Lieber Herr Christopher Gabbert - reicht das nicht? Ist das alles nicht schon schlimm genug? Du möchtest wirklich gerne, dass jetzt noch ein zig-tausend Irre mit E-Skateboards, E-Rollern etc. am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, die dann noch mehr Menschen (schwer) verletzen und sich selber zu Brei fahren?
    Wo sollen sie denn mit diesen Dingern fahren? Auf den Gehwegen, wo sie reihenweise Fußgänger belästigen und über den Haufen fahren? Oder lieber auf der Fahrbahn, wo sie unter Autos, Lkws, Bussen, Straßenbahnen usw. enden?

    Nein! Mit solchen Spielzeugen dürfen sie gerne in Skate-Parks oder anderen abgesperrten Bereichen fahren und ihren Spaß haben. Im Straßenverkehr haben diese Kamikaze-Boards aber definitiv nichts zu suchen!!!

  • Robert H. vor 1 Woche

    Also ich bin absolut gegen solche Gefährte. Bzw. wenn sie denn kommen sollen, dann nur mit identifizierbaren Nummernschildern, damit man die Fahrer dann auch belangen kann, wenn sie Mist gebaut haben.
    Das gilt auch für die überdimensionierten EBikes mit denen wildgewordene Pseudo-Sportler die Sau raus lassen.
    Gestern war ich mit meiner kleinen Tochter in der Fußgängerzone, als so ein EBike-Typ durch die Fußgängerzone geprescht kam, diverse Leute rammte und einfach ohne Rücksicht weiter geprescht ist. Auf's hinterher schreien hat er nur mit einem Fuckfinger reagiert. Extrem? Ja. Einzefall? Nein.
    Tut mir leid. ich kenne diese Dinger mit vier verschiedenen Modi (Ecu, Tour, Sport, Turbo). Wenn man mit so etwas in der Stadt rumfährt, muss man den Antriebsmodus auch entsprechend anpassen. Wer das nicht kann sollte Manns genug sein, aus eigener Muskelkraft zu fahren, weil dann passieren solche Sachen weit seltener.
    Also aus meiner Sicht nur mit Versicherungspflicht und am besten auch noch mit Führerscheinpflicht oder am besten Fahreignungstest, ob die geistige Reife für so ein Gerät überhaupt vorhanden ist.

  • Markus Licht vor 1 Woche

    Es gibt keinen Grund neue Technik so runter zu machen, bloß weil du offeblnbar alles Neue ablehnst.

    Die Dinger können tagsüber problemlos auf Fahrradwegen oder auf der Straße fahren. Fahrzeuge bis 10 kmh vielleicht sogar auf dem Gehweg.

  • Tenten vor 1 Woche

    @Dirk Zimmermann
    Wien hat aber auch Maßnahmen ergriffen und den Autoverkehr drastisch ausgesperrt. Du hast offenbar nicht verstanden, wogegen die "militanten Vorredner" hier eigentlich sind. Es geht nicht darum, ob ein Kind oder ein älterer Mensch nun von einem Fahrrad oder von einem eIrgendwas zu Tode gefahren wird, sondern darum, dass das gar nicht erst passiert. Ich persönlich bin überhaupt nicht gegen die neue Technik, im Gegenteil, ich denke sogar, dass das die Zukunft der Fortbewegung in den Städten sein muss, um einen Verkehrsinfarkt zu verhindern. Allerdings müssen davor noch einige Dinge passieren und es reicht nicht, einfach nur diese neuen Geräte zu erlauben. Es bedarf eines Umdenkens, was Rücksichtnahme und eigene Bequemlichkeit betrifft, denn sonst werden wir in den Städten einfach keinen Platz für all diese Fortbewegungsmöglichkeiten finden. Es darf nicht mehr sein, dass große SUV zwei Parkplätze gleichzeitig belegen, während ein Rollstuhlfahrer auf die Straße fahren muss, weil der Bürgersteig mit Rädern zugeparkt ist. Wir müssen den Autoverkehr in den Städten reduzieren lernen und den zur Verfügung stehenden Platz gemeinsam nutzen. Dazu ist Rücksichtnahme absolut notwendig und daran wird es zumindest in Deutschland scheitern, was ich ja auch bei dir aus deinem Kommentar rauslese.

80 Kommentare

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  • Meine Güte wenn ich manche Kommentare hier lese da muss man sich nicht wundern, dass in Deutschland 15% die AFD wählen. Sarrazin hatte recht das erkennt man hier bei einigen deutlich. Wenn manche Menschen hier was zu melden hätten (so sind es nur Internet Rambos die im echten Leben wohl nix zu melden haben wie JG), wären wir noch in der Steinzeit. Zum Glück lässt sich die Entwicklung nicht aufhalten.


  • In Berlin garantiert der Spaß.
    Da hat man schon Fußgänger die mit Smartphone und Kopfhörer auf dem Radweg latschen, Radfahrer die keine Vorschriften kennen und Autofahrer die mit 70 Sachen hupend durch den Checkpoint Charlie Brezeln.
    Und nun möchte man noch solche Schrottteile auf den Wegen haben?
    Wie wäre es erstmal die vorhandene Infrastruktur so zu optimieren dass die vorhandenen Verkehrsteilnehmer sicherer durch die Stadt kommen anstatt noch mehr potentiell gefährliche Spielzeuge in das schon vorhandene Chaos zu lassen?


    • Stimmt genau, es ist aber nicht nur die Infrastruktur hier in Berlin, es ist vor allem die Ignoranz und Dummheit vieler.... dagegen habe ich aber leider kein Infrastrukturprogramm finden können ....


  • Ich finde es gut das neue Möglichkeiten der Fortbewegung kommen.
    Klar kann mal was passieren ,aber das kann es immer und überall. Entscheidend ist doch wie man damit umgeht.
    Und zum Glück können die ganzen Pessimisten hier nicht viel dagegen unternehmen.

    das Gesetz wird kommen dieses oder spätestens nächstes Jahr ;)


  • Hallo mal, also ich bin 53 Jahre alt und ich fahre seit den 80ern Skateboard und fahre auch aktuell ein Yuneec e go 2 mit über 20km/h und ich habe bis heute keinen einzigen Sturz gehabt noch habe ich irgend jemand mit meinem E Board belästigt. Wer nicht Skateboard fahren kann sollte hier keine Kommentare schreiben. Dieses übertriebene Gehabe ist wieder mal typisch deutsch. Wenn ich mit 53 noch locker Skaten kann dann sollte man aus einer Maus nicht einen Elefanten machen. Ausserdem gab es in dem 80ern Skateboards mit Verbrennungsmotor und die hatten eine Geschwindigkeit von 60km/h und mehr ohne Zulassung.


    • "Wer nicht Skateboard fahren kann sollte hier keine Kommentare schreiben."

      Selten so einen Unfug gelesen.


      • Wer nicht Skateboard fahren kann, sollte vor allem kein Skateboard fahren. Trotzdem machen das augenscheinlich genug, was auch Teil des Problems ist.


      • Wer nicht Skateboardfahren kann, sollte es lernen. Ist mit allem so. Auch Auto und Radfahren muss man erst lernen bevor man auf die Öffentlichkeit losgelassen wird.


    • Fahr auch eskateboard.. Es ist sogar sicherer als mit einem normalen longboard, da man mit einem eboard bremsen kann ;) es wird allerhöchste Zeit Elektrokleinstfahrzeuge zuzulassen!


    • Find ich super, wenn jemand wirklich Skateboard fahren kann. Und wenn jemand seit den 80ern (damals war ich damit auch noch unterwegs) bis heute mit über 50 Jahren damit unterwegs ist, kann ich nur sagen "Respekt". Da steckt definitiv Leidenschaft dahinter.
      Aber das zeugt auch davon, dass Sie Erfahrung mit dem Gerät haben und dadurch auch entsprechend sicher damit unterwegs sind. Wenn jetzt aber ein pubertierender 12 Jähriger mit über 20km/h damit unterwegs ist, kann er die Gefahren auf Grund der fehlenden Erfahrung sicherlich nicht so abschätzen wie Sie. Woher sollte er es denn auch wissen.
      Und wegen den lustigen Umbauten früher... Erstens waren die Straßen damals noch nicht so voll und zweitens kann ich mich noch gut daran erinnern, wie die Polizei das Teil eines Freundes von mir einkassiert hat. Er sah das Board nie wieder...


  • KRRRIIIIIIIEEEEEEEGGGGG!!!!!!!
    No Prisoners!!!!!


  • An all die Nörgler, die aus welchen Gründen auch immer, versuchen wollen die E-Mobilität schlecht zu reden: Ihr wisst schon, dass E-Scooter durchaus bereits auf deutschen Straßen zugelassen sind? Das Problem ist lediglich, dass nicht alle diese Zulassung haben, weil Deutschland mal wieder extrem hinterherhinkt.
    Wer will, kann aber auch schon heute legal mit diversen E-Scootern unterwegs sein.


  • Hallo,
    verstehe auch die ganzen "Zukunftsverweigerer" nicht, fahre selber schon Jahre ein elektrisches Einrad (unfallfrei ;-)
    Aber Deutschland hinkt immer irgendwo hinterher!
    Hoffe das die lieben Politiker sich endlich mal beeilen, und die" elektro Kleinstfahrzeuge " ENDLICH ZULASSEN!!!!!!!

    Allen Verweigerern und Liebhabern solcher Fahrzeuge einen schönen Tag ;-))))))))))


    • Das hat mit Zukunftsverweigerung nicht das Geringste zu tun. Die Zukunft kann man gar nicht verweigern, sie findet in jedem Fall statt. Man kann sie aber gestalten. Wenn ich die Wahl habe zwischen einer Zukunft mit vielen zusätzlich verletzten, verstümmelten oder toten Fussgängern und Fahrern solcher Fahrzeuge und diesen Fahrzeugen, die vielleicht einen gewissen Spassfaktor haben, aber kaum wirtschaftliche Bedeutung, oder einer Zukunft ohne beides, würde ich mich für letzteres entscheiden, denn in mehr Verletzten und Toten sehe ich keinen Fortschritt sondern Rückschritt, selbst wenn es eine Option für die Zukunft ist.
      Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, solche Fahrzeuge, z.B. stark gedrosselt, zuzulassen, ohne dabei mehr Personenschäden in Kauf zu nehmen. Dass diese Fahrzeuge als Transportmittel dann noch eine grosse Rolle spielen werden, bezweifle ich allerdings.


      • Hat man ja an den Drohnen gesehen, wie schnell da das Interesse nachgelassen hat, als es dafür Reglementierungen gab. Erst hatte Hinz und Kunz kein anderes Thema mehr und jeder gleich mehrere in der Garage. Und heute? Seit man nicht mehr einfach alles, worauf man Lust hat, machen darf, ist das Thema nicht mehr so stark präsent. Zeigt mir aber auch nur wieder, dass, sobald man Verantwortung übernehmen muss, die meisten "Zukunftsjubler" gleich wieder in ihre Löcher verschwinden.


      • @Tenten Ich LIEBE deinen letzten Satz!!!!


      • Na in Ballungsräumen werden Elektrokleinstfahrzeuge eine wichtige Rolle spielen. Gerade für "die letzte Meile", da nicht jeder eine ÖPNV-Haltestelle um die Ecke hat bzw. der nächste Bahnhof häufig wenige Km entfernt ist.


      • Drohnen kann man nicht vergleichen. Elektrokleinstfahrzeuge werden ihren Weg gehen. Es sind schon so viele unterwegs trotz Verbots. Wer aufm Dorf lebt kann das vielleicht nicht nachvollziehen aber ich bin die 9km zur Arbeit mit meinem Board schneller als mit dem Auto in der Rush Hour. Es wird sich einfach durchsetzen und ich bin froh darüber.

        Und @Michael K meine Güte selten so einen Unsinn gelesen. Tote??? vom Skateboard fahren? Ja genau die liegen dann überall rum. Anscheinend hast du zu viele Zombie Filme gesehen


  • Interessante Debatte. Ich denke, warum sollten Fahrradfahrer, auch ohne Elektro-Unterstützung mit Muskelkraft mit bis zu 25-40 km/h ohne Versicherung, ohne Führerschein, ohne Altersgrenzen und ohne Helmpflicht regulär von jedem gefahren werden und solche Elektro Teile nicht? Die Befürchtung, das auf einmal eine ganze Nation hier mit den Dingern rücksichtslos am Straßenverkehr teilnimmt ist für mich weit hergezogen. Sicher gibt es rücksichtslose Raudis, die gibt es bei jedem Verkehrsmittel. Die Raudis sind mit Sicherheit bisher auch nicht nur zu Fuß unterwegs. Die Mentalität erst mal alles zu verbieten und Regeln zu müssen ist typisch. Ob die Regulierung sinnvoll ist oder nicht, ist dabei erst mal egal, Hauptsache man hat was zum regulieren. Da könnte man genauso gut das Fahrrad verbieten. Ob ein rücksichtloser Bürger nun mit Fahrrad oder dem E-Scooter durch die Fußgängerzone brettert, wo ist der Unterschied? Oder wird angenommen das alle Raudis sich jetzt so ein Teil besorgen, damit Sie endlich mobil sind und nicht mehr zu Fuß unterwegs sein müssen. Wie wird diese Annahme dann belegt? Das ist genau der Punkt. Warum nicht erst mal erlauben, Zahlen Daten Fakten erheben und dann ggf. "sinnvoll" nachregeln?


    • Hauptsache erst mal ein paar verletzte Kinder und tote Ältere in Kauf nehmen, und hinterher sehen, wie man sie hätte verhindern können, ist das Deine Antiregulierungs-Logik?
      Elektroscooter, Hooverboards und elektrische Skateboards kann man ja schon fahren, aber eben nur auf privaten Grundstücken oder dafür vorgesehenen Einrichtungen wie Half-Pipes.
      Viele solcher Kleinfahrzeuge sind für den Straßenverkehr nicht zulassungsfähig, für Bürgersteige und Fußgängerzonen aber zu gefährlich. Wenn solche Fahrzeuge, teilweise 40 Stundenkilometer schnell, von Jugendlichen ohne große Fahrerfahrung und Versicherungsschutz gefahren, in Bereiche geraten, in denen Kleinkinder unvorhersehbare Bewegungen durchführen, oder Ältere mit Rollator kaum in der Lage sind solchen Fahrzeugen auszuweichen, dann werden sie für Fußgänger und Fahrer extrem gefährlich. Nicht nur Unbeteiligte, auch der Fahrer riskiert schwere Verletzungen und zudem lebenslange Schulden.
      Wenn der Gesetzgeber hier die Bürger durch gründliche Regulierung schützt, dann finde ich das positiv. Möglicherweise sind diese Teile einfach Sportgeräte und keine Verkehrsmittel, und dann kann man sie eben auch nicht zum Personentransport nehmen, wie das dem Autor vorschwebt. Im Straßenverkehr nicht zugelassen, auf Bürgersteigen auf 6 km/h gedrosselt, so dass man nebenher laufen kann, werden sie als Verkehrsmittel sinnlos und verschwinden so schnell wieder aus dem öffentlichen Bild, wie das mit den Minirollern vor einigen Jahren passiert ist.

      Wenn der Gesetzgeber hierzulande hinterherhinkt, dann hat das auch Vorteile. Man kann die Entwicklung in anderen Ländern beobachten und gleich bessere Regulierungen treffen.

      Dass sich Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer ebenfalls teilweise rücksichtslos verhalten, rechtfertigt eben gerade nicht, eine solche Entwicklung auch bei neuen Fahrzeugen zuzulassen. Vielmehr müsste man bei Radfahrern jetzt nachregulieren, und eine Nummernschildpflicht einführen. Warum sollte man bei den neuen Kleinfahrzeugen Rowdytum, Verletzte und Tote erst in Kauf nehmen, statt alles durch vorbeugende Regulierung möglichst zu vermeiden?

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