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EHANG Ghostdrone 2.0: Drohnen fliegen ganz einfach und mit dem extra Kick

Quadrocopter oder Drohnen sind spannende Tools, um spektakuläre Videoaufnahmen zu erstellen. Aber viele hält die komplizierte Steuerung über einen Funk-Controller ab, sich eine anzuschaffen. Das junge chinesische Unternehmen EHANG verspricht, dass mit der neuen Ghostdrone 2.0 auch Anfänger schnell und einfach die Drohne per Smartphone steuern können. AndroidPIT hat während der IFA 2016 in Berlin den Selbstversuch gewagt.

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Von Außen sieht die Ghostdrone 2.0 aus wie jeder andere Quadrocopter auch. Vier Rotoren, die an einem großen Flugkörper angebracht sind. Unter Rumpf hängt eine 3-Achsen-stabilisierte Kamera, die Videos per 4K überträgt. Beim genauen Hinschauen fällt spätestens beim nächsten Punkt etwas seltsames auf. Hinter dem Gimbal samt Kamera ragt eine Antenne nach unten aus dem Rumpf des Quadrocopter hervor. Diese Antenne wird benötigt, um das Videosignal an eine Videobrille zu übermitteln. Mit dieser Brille und dem Livestream aus der Kamera der Drohne soll man das Gefühl bekommen, tatsächlich zu fliegen. 

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Die Drohne von EHANG sieht wie jede andere Drohne aus. / © AndroidPIT

Die Brille ist aber noch mehr, denn an diese koppelt man das Smartphone um die Drohne zu steuern. Zwei Arten der Smartphone-Steuerung stehen dabei zur Verfügung: Entweder weist man der Drohne Wegpunkte zu, die sie dann nach und nach abfliegt oder sie kreist um Objekte bzw. folgt diesen. Für diese Modi braucht man die Videobrille eigentlich nicht, aber im Avatar-Modus schon. Fast schon wie in James Camerons gleichnamigen Blockbuster kann man sich in ein anderes „Wesen“ versetzen. Natürlich im Falle der Ghostdrone 2.0 nur in die eines Quadrocopters. 

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Nicht nur das Videobild wird empfangen, sondern es werden auch die Steuerinformationen vom Smartphone an die Drohne übermittelt / © AndroidPIT

Über Kopfbewegungen lässt sich auf Wunsch die Kamerasicht verändern - das geht aber nur nach oben oder unten. Seitliche Schwenks sind aktuell nicht vorgesehen, da links und rechts das Landegestell die Sicht behindern. 

Während die Steigleistung per Daumen und Touchdisplay mithilfe eines Schiebereglers in der App gesteuert wird, wird die Flugrichtung durch das Kippen und Neigen des Smartphones verändert. Die Lautstärketasten des Smartphones werden zum Auslöser für Video oder Fotos. Dreht der Pilot sich um die eigene Achse, dann rotiert auch die Ghostdrone 2.0, sodass man hier auch noch einen Richtungswechsel vornehmen kann.

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Smartphone und Brille versetzen Euch in die Ich-Perspektive der Drohne. / © AndroidPIT

Steile Lernkurve mit schnellen Erfolgen

Die Steuerung hat sich in meinem Test tatsächlich als intuitiv erwiesen und schon in wenigen Sekunden konnte ich die Drohne unfallfrei im Demonstrationskäfig der Messehalle pilotieren. Schwieriger gestaltet es sich, wenn man die Videobrille aufsetzt. Jetzt ist der Blick aus der Ich-Perspektive der Drohne und das ist total ungewohnt. Da die Smartphone-Steuerung ganz mit einer Hand erledigt werden kann, erlernt man aber auch diese Art der Steuerung schnell. 

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Mit einer Hand kann man die Drohne von EHANG steuern. / © AndroidPIT

Mit dafür sorgt, dass die Übertragung des Bildsignals zur Videobrille auf analoge Art geschieht. Das führt zwar zur geringeren Auflösung und gegebenenfalls zu Rauschen im Bild, aber es kommt zu keinen Aussetzern oder sekundenlangen Standbildern.

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Das pilotieren der Ghostdrone ist schnell erlernt.  / © AndroidPIT

Ob auch komplexere Manöver tatsächlich so einfach zu steuern sind, werden wir für Euch nach der IFA herausfinden, wenn wir eine Ghostdrone 2.0 zu Testzwecken erhalten haben. Dann können wir auch ein Urteil zu der Aufnahmequalität der 4K-Kamera abgeben. Bis dahin könnt Ihr uns Eure Meinung zu der Ghostdrone 2.0 von EHANG hier in den Kommentaren hinterlassen.

Ghostdrone 2.0: Preis und Verfügbarkeit

Die Ghostdrone 2.0 wird im September 2016 ausgeliefert und der Preis liegt bei 989 Euro. Nicht ganz billig, aber immerhin ist der Preis niedriger als die günstigste 4K-Drohne aus dem Hause DJI.

19 Kommentare

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  • Drohnen sind ja ein witziges Spielzeug aber es nervt auch wenn, ständig die Dinger einem über das Grundstück fliegen mit Kameras.
    Das nächste Ding hole ich persönlich vom Himmel, was zum werfen habe ich zu genüge.

    • Vokatio vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Warum fliegen die ständig mit Kameras ausgerechnet über _dein_ Grundstück? Stehst du unter Beobachtung?

      • Weil ich für mich und mein Grundstück spreche und nicht für die, meiner Nachbarn.

      • Vokatio vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Ich kenne niemanden, über dessen Grundstück ständig Drohnen fliegen. Ich kenne nicht einmal jemanden, über dessen Grundstück auch nur eine Drohne geflogen wäre. Ist eine auffällig außergewöhnliche Situation bei dir und deinen Nachbarn. Entweder stimmt da was nicht, dann würde ich die Polizei informieren, oder ihr habt einen Hobbyflieger in der Nachbarschaft, mit dem man sicher über die unangenehmen Umstände sprechen kann, anstatt ihm gleich sein Spielzeug kaputt zu machen. Probier es mal.

      • Das freut mich das bei dir bzw. in der Gegend wenig bis kein Drohnenaufkommen zu verzeichnen ist.

        Ich bin wahrlich ein Mensch der mit anderen redet nur, die Drohnen sind nicht gekennzeichnet um die Drohnen zuzuordnen.

        Wir haben hier eine sehr kinder- und jugendreiche Gegend.
        Diese Drohnen scheinen der absolute Hit zu sein.

        Leider ist man nicht so schnell um nachzulaufen woher sie kommen und wo sie wieder zurückfliegen.

        Ob sie nun mit den Kameras auch filmen, das kann ich nicht sagen.

        Diese Dinger sind nicht schön wenn man im Garten gerade Kaffee und Kuchen zu sich nimmt und dann wieder son Teil in 5 oder 6 Meter Höhe über die Köpfe kreisen oder die Pferde auf Nachbarskoppel aufgeschreckt und gejagt werden.

        Schade das die Eltern da nicht besser aufpassen.

        Die Polizei kann auch nicht viel machen wenn die Beamten nicht gerade direkt selbst welche sehen vor Ort.

        Die Umfrage ergab polizeilich kein Treffer und somit können sie nichts unternehmen... Jeder sagt natürlich: " Wir waren das nicht."

        Sie sollen ja damit fliegen und spielen, ich sagte ja, das ich sie vom Grundsatz ganz witzig finde nur, muss den Kindern und Jugendlichen der verantwortungsbewusste Umgang mit den Fluggeräten gelehrt werden.

      • Vokatio vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Klingt wirklich nervig und ungezogen. Vielleicht kann man sie ja einfangen, oder du kaufst dir auch eine und begibst dich in einen fairen Luftkampf.

      • Also kaputt machen würde ich die auch nicht, das würde ich dann auch sünde finden.

        Das mit dem Luftkampf finde ich ganz witzig und ne gute Idee...
        Mal schauen, ich überlege mir da mal was.

      • Vokatio vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Berichte mal was daraus geworden ist.

      • Das mach ich, so haben wenigsten alle Spaß und ich kann mich nochmal jung fühlen.

      • Maurice vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Dann aber besser keine allzu teure Drohne, falls beim „Kämpfen“ was schiefgeht :D

  • Geordi La Forge aus Raumschiff Enterprise läßt grüßen. Man sieht mit der Brille fast genau so aus.

  • Dirk vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Dinge, die die Welt nicht braucht.

  • Tenten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    "Das pilotieren der Ghostdrone ist schnell erlernt. " (Bildunterschrift)

    Aber eine elegante Figur macht man dabei nicht gerade xDDD

  • Jan_G vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    2 Fragen:
    1. Wie ist das rechtlich, wenn man eine VR-Brille auf hat, da man in Deutschland ja nur auf Sicht fliegen darf?
    2. Was wenn man damit fliegt und einem das Handy aus Versehen aus der Hand fällt? Ist dann der Quadrocopter weg? ;-)

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