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E-Learning-Plattformen: Mit Online-Kursen zum Android-Entwickler

Coursera, Udacity und EdX heißen Online-Akademien, die an ihre Studenten einen sogenannten Nanodegree vergeben. Einen solchen Abschluss bieten die Startups auch für Android-Programmierer an.

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MOOCs sind keine Multiplayer-Rollenspiele (MMORPG) über das Internet. Das Akronym steht für Massive Open Online Courses. Udacity, Coursera und EdX heißen Plattformen, die solche MOOCs anbieten. Für Teilnehmer gibt es am Ende auf Wunsch ein Zertifikat für den erfolgreichen Abschluss eines Lehrgangs. Die Online-Hochschulen bilden auch Android-Programmierer aus.

Udacity - Bildung mit deutscher Unterstützung

Die bekannteste Online-Akademie ist Udacity. Das Startup wurde im Jahr 2012 unter anderem vom ehemaligen Google-Vize Sebastian Thrun gegründet. Der deutsche Informatiker wollte Vorlesungen für alle kostenlos anbieten. Die Rechnung ging nicht auf. Mittlerweile bietet Udacity neben kostenlosen auch kostenpflichtige Lehrgänge an. Die Ausbildung zum Android-Entwickler kostet zum Beispiel 200 Euro pro Monat. 185 Stunden setzt Udacity für die Ausbildung an. Die Zeit kann der Student frei einteilen.

Das Lehrangebot besteht hauptsächlich aus Videos, in denen das Wissen an die Teilnehmer weitergegeben wird. Die Video-Vorlesungen werden von Gastdozenten bekannter US-Universitäten abgehalten und sind auf Englisch. In Hausaufgaben wird das Wissen überprüft. Den Abschluss bildet in einigen Kursen ein sogenanntes Final Exam. Nach bestandener Prüfung bekommt der Teilnehmer ein Zertifikat.

Das Besondere: Udacity arbeitet mit großen Unternehmen wie Google, Amazon oder Facebook zusammen. Die Kurse für angehende Android-Entwickler zum Beispiel werden laut Udacity von Google-Mitarbeitern zusammengestellt.

Im vergangenen Jahr hatte Bertelsmann im Rahmen einer Finanzierungsrunde weitere 105 Millionen US-Dollar in das Startup gesteckt. Das Unternehmen wurde danach mit einer Milliarde US-Dollar bewertet.

Coursera - Die Online-Uni

Ein weitere E-Learning-Plattform ist Coursera. Das US-amerikanische Unternehmen arbeitet mit Universitäten aus 19 Ländern zusammen. Auch Coursera bietet Kurse für angehende Android-Entwickler an - für Einsteiger und Profis. Diese Kurse sind nicht alle kostenlos. Bestimmte Projekte lässt sich Coursera von den Teilnehmern bezahlen.  

Für einen Lehrgang als Android-Entwickler, der auf fünf Kurse aufbaut, will Coursera 319 Euro haben. Im ersten Kurs, der über vier Wochen geht, wird Java für Android behandelt. Die nächsten Lehrgänge widmen sich der Entwicklung von Android-Apps. Den Kurs bietet die Vanderbilt University in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee an.

Wie bei Udacity wird das Wissen bei Coursera per Videos vermittelt, die von den Universitäten erstellt werden. Die angebotenen Sprachen sind hauptsächlich Englisch, Spanisch und einige Kurse in Französisch. Untertitel in anderen Sprachen sind für einige Kurse verfügbar.

Der erfolgreiche Absolvent erhält auf Wunsch ein Zertifikat, das mittlerweile von immer mehr Unternehmen anerkannt wird.

Mit der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München stellen auch zwei deutsche Unis Lehrinhalte für Coursera zur Verfügung.

EdX - Die Open-Source-Plattform

"From Java to Android for Beginners" heißt ein Kurs bei der E-Learning-Plattform EdX. EdX wurde von den renommierten Universitäten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Harvard Universität gestartet.

Im März 2016 hatte die Linux Foundation mitgeteilt, künftig Online-Kurse bei EdX anbieten zu wollen. Ab Juni können Teilnehmer sich in den Bereichen Cloud Computing und Open Source weiterbilden.

Im Vergleich zu den anderen zwei großen Anbietern Coursera und Udacity, ist EdX eine Non-Profit-Organisation, die sich auf Open-Source-Software stützt. Laut EdX hatte die Plattform im März 2016 mehr als sieben Millionen Teilnehmer in über 700 Kursen.

Die Kursinhalte werden wie bei den anderen E-Learning-Plattformen über Videoinhalte vermittelt. Interaktive Inhalte helfen den Studenten, ihr gelerntes Wissen zu überprüfen. Die Teilnehmer können sich in Foren untereinander austauschen.

Weiterbildung für Blogger und Programmierer

Unsere Einschätzung: Online-Lernplattformen werden immer beliebter. Millionen Studenten schauen sich täglich die Video-Vorlesungen der einzelnen Anbieter an. Gerade in den USA, wo Bildung teuer sein kann, ist das Angebot eine günstige Alternative zum Besuch renommierter Universitäten.

Aber auch für Blogger und Webseiten-Betreiber ist das Angebot der E-Learning-Plattformen interessant. Wer seine Website für die Ansicht auf mobilen Android-Geräten optimieren will, kann sich mit den Online-Kursen von Coursera, Udacity und EdX das entsprechende Wissen aneignen. Außerdem finden Nutzer, die Spiele programmieren wollen, entsprechende Kurse auf den E-Learning-Plattformen.

Für die Weiterbildung neben dem Beruf eignen sich die Angebote ebenso. Programmierer, die sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit in Themen wie Deep Learning und Datenanalyse einarbeiten wollen, um besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben, sind mit den Abschlüssen der Online-Plattformen gut bedient.

Wir wollen von Euch wissen, ob Ihr einen solchen Online-Kurs machen würdet oder bereits gemacht habt. Nehmt an unserer Umfrage teil und schreibt Eure Meinung in die Kommentare.

Die Angebote der E-Learning-Plattformen...
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Übrigens: Es gibt noch andere Möglichkeiten, sich online als Android-Entwickler weiterzubilden. Mit der Khan Academy und der Codecademy gibt es Dienste, die Videokurse anbieten.

8 Kommentare

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  • Codecademy ist das einzige was ich selbst probiert hab. Ist allerdings schon mind. 2 Jahre her. Ich fand die Qualität und Reife der Plattform damals schon sehr gut. Mittlerweile gibts ja auch SQL und Java.
    Außerdem habe ich auf Codecademy nie eine Aufforderung zum Bezahlen gesehen.
    Find ich klasse!
    Die Video Kurse kann man jedoch in die Tonne treten. Das sind einfach nur Playlists von Youtubern übernommen und (meist ungünstig) gestückelt.

    • Codecademy habe ich auch mal probiert, allerdings liegt das Niveau der Plattform m.E. doch deutlich unter dem, was man bei Coursera, Edx oder Udacity findet. Für den Einstieg gut geeignet, aber wer mehr will muss sich doch bald wieder umschauen.
      Mittlerweile gibt es übrigens "Codecademy Pro" für happige 19.99$ pro Monat.

  • ....

  • Dieser Artikel ist voller Fehler!
    - Achtung: Nanodegree ist eine Marke von Udacity! Bei den anderen Anbietern gibt es "nur" Zertifikate.
    - Bei Udacity gibt es weder Hausaufgaben noch ein Final Exam, sondern Projekte die man erfolgreich bearbeiten muss.
    - Die Kurse bei EdX sind komplett kostenlos. Nur für ein optionales (!) Zertifikat wird eine Gebühr berechnet.
    - Auch bei Udacity und Coursera sind die meisten Kursinhalte kostenlos abrufbar, nur für die Assignments bzw. Projekte muss man zahlen.
    Die Inhaltliche Qualität des Artikels ist extrem enttäuschend.

    • Hallo Max,

      vielen Dank für Deine Hinweise.

      "Achtung: Nanodegree ist eine Marke von Udacity! Bei den anderen Anbietern gibt es 'nur' Zertifikate."

      Das stimmt. Der Begriff wird von Udacity verwendet. Mittlerweile hat er sich aber für diese Art von Abschlüssen/Zertifikaten etabliert: http://www.macmillandictionary.com/buzzword/entries/nanodegree.html. Ich habe den Artikel ergänzt, um das klarer herauszustellen.

      "Bei Udacity gibt es weder Hausaufgaben noch ein Final Exam, sondern Projekte die man erfolgreich bearbeiten muss."

      Das muss ich leider widerlegen. In einigen Kursen gibt es ein sogenanntes Final Exam: https://www.udacity.com/course/viewer#!/c-ph100/l-48686791/e-48624770/m-48666054.

      Auch Hausaufgaben gibt es, wie dieser Erfahrungsbericht zeigt: https://hehnblog.wordpress.com/2013/05/11/udacity-ein-erfahrungsbericht/.

      "Die Kurse bei EdX sind komplett kostenlos. Nur für ein optionales (!) Zertifikat wird eine Gebühr berechnet."

      Viele Kurse bei EdX sind kostenlos, das stimmt. Für manche wird trotzdem eine Gebühr berechnet, wie hier nachgelesen werden kann: https://www.edx.org/xseries/java-android-beginners.

      "Auch bei Udacity und Coursera sind die meisten Kursinhalte kostenlos abrufbar, nur für die Assignments bzw. Projekte muss man zahlen."

      Ich habe nichts anderes behauptet. "Die Rechnung ging nicht auf. Mittlerweile bietet Udacity auch kostenpflichtige Lehrgänge an", habe ich geschrieben. Das impliziert, dass es weiterhin auch kostenlose Angebote gibt.

      VG,

      Steve Haak

      • Hallo,

        erst einmal vielen Dank für die Antwort.
        Ich lese die Texte auf dieser Seite schon lange sehr gerne, bin aber auch ein riesiger Fan der MOOCs, daher war mein Kommentar wohl etwas schnell und teilweise nicht ganz korrekt.

        Das mit den Nanodegrees habe ich so noch nicht gewusst, danke für den Link.
        Zwei Hinweise möchte ich trotzdem noch geben:
        - Es stimmt, in den verlinkten Kursen gibt es tatsächlich Final Exam bzw. Hausuafgaben, aber mittlerweile keine Zertifikate mehr. Das erlangen eines Nanodegree-Zertifikats ist also unabhängig von Final Exam oder Hausaufgaben und hängt einzig und allein von der Bearbeitung der Projekte ab.
        Daher stört mich der Satz "Nach bestandener Prüfung bekommt der Teilnehmer ein Zertifikat." direkt nach "Den Abschluss bildet in einigen Kursen ein sogenanntes Final Exam". Das impliziert, das Exam würde zu einem Zertifikat führen, was aber nicht der Fall ist.
        - Die Kurse des angegebenen Links bei EdX können alle einzeln komplett kostenlos absolviert werden, auch wenn die Übersichtseite es anders suggeriert. Es stimmt jedoch, dass es bei EdX tatsächlich Kurse zur "Professional Education" gibt, die nur kostenpflichtig belegt werden können, zb "Linux System Administration Essentials" (kann leider keinen Link einfügen).
        Da erhält man dann meist noch zusätzlich zum Zertifikat CEUs oder eine Zertifizierung.

        VG,
        Max

  • Glaube haben zuviele in Anspruch genommen bei dem Mist der teilweise entwickelt wird.

  • Der Artikel ist wirklich interessant und informativ.
    Ich werde mir das noch näher im Web ansehen.

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Alles klar!