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6 Min Lesezeit 53 Kommentare

DVB-T-Alternativen im Preisvergleich

DVB-T gehört seit dem 29. März 2017 der Vergangenheit an. Ab sofort könnt Ihr terrestrisches Fernsehen nur noch über den Nachfolger DVB-T2 empfangen und müsst für die meisten Privatsender Gebühren bezahlen müsst. Selten hat es sich also mehr gelohnt, umzurüsten statt aufzurüsten. Wir haben unterschiedliche Alternativen angeschaut und geben Euch einen Überblick über die zusätzlich anfallenden Kosten.

Das kostet DVB-T2 mit HD für ProSieben, RTL & Co.

"Der größte Teil der HD-Programme privater Veranstalter sind ausschließlich im Programmpaket von freenet TV gegen eine Jahresgebühr von 69 Euro empfangbar.", heißt es auf der offiziellen Infoseite zu DVB-T2. Heruntergerechnet sind das 5,75 Euro pro Monat. "Die zeitgleiche Ausstrahlung der Programme in Standardauflösung (SD) findet für keines der HD-Programme statt." ProSieben & Co. sind also per DVB-T2 nicht mehr kostenlos.

Auf der sicheren Seite ist nur, wer auf die privaten Sender verzichten kann. Dann wird nur ein neuer DVB-T2-Receiver fällig; mit den Privaten ist dann aber Schluss.

Last-Minute-Käufer finden aktuell bei einigen Händlern DVB-T2-Receiver zum Sonderpreis. Hier zwei beispielhafte Deals. Der Comag-Receiver empfängt keine privaten Sender.

Dieses Angebot war am Freitag Abend verfügbar, könnte inzwischen aber abgelaufen sein.

Der Samsung-Receiver unterstützt freenet TV connect, ein zusätzliches, internetbasiertes Angebot zu DVB-T2. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Webseite von freenet.

DVB-T2-Infografik: Bin ich betroffen?

dvb t2 infografik
Samsung erklärt, was wegen der DVB-T-Abschaltung zu tun ist. / © Samsung

Kabelanschluss und DVB-C teilweise günstiger

Neben dem Wechsel zu DVB-T2 gibt es weitere Alternativen. Vor allem DVB-C ist eine Option, dafür braucht es aber einen entsprechenden Anschluss im Haus, für den wie so oft weitere Kosten anfallen können. Selbst bei DVB-C kommt bei einigen privaten HD-Sendern eine Verschlüsselung zum Einsatz.

Leider ist die Verfügbarkeit der Kabelnetzbetreiber immer regional begrenzt. Exemplarisch zeigt Cablesurf, wie preiswert es sein kann. Falls Ihr das notwendige CI+-Modul oder einen CONAX-fähigen Receiver schon habt, fallen monatlich nur 4,99 Euro an. Damit ist der Empfang von ProSieben in HD preiswerter als mit Antenne.

Aber manche Betreiber wie UnityMedia schlagen zusätzlich eine monatliche Pauschale zur Bereitstellung des Kabelanschlusses drauf. Diese ist in dem Fall mit 20,99 Euro nicht zu knapp bemessen. In Mietwohnungen jedoch ist es oft der Fall, dass der Anschluss über die Nebenkosten auf alle Mieter umgelegt wird.

Derlei Angebote sind jedoch in einiger Hinsicht teuer. Am Beispiel Vodafone zeigt sich, dass Vodafone nur eine begrenzte Zahl an Geräten erlaubt. Wollt Ihr mit drei Geräten gleichzeitig fernsehen, kostet das 14,99 statt 8,99 Euro. Falls Euch Vodafone den Kabelanschluss neu legen muss, kostet das monatlich weitere zehn Euro extra.

DVB-C ist bei Verfügbarkeit gerade dann interessant, wenn man mit seinem Internetanschluss zu dem örtlichen Netzbetreiber wechseln kann - dann kommt alles aus einer Hand und die Kosten sind dann meist niedriger als mit verschiedenen Versorgern für TV, Internet und Telefon.

DVB T2 HD Logo
Achtet auf dieses Logo beim DVB-T2-Receiver-Kauf / © Initiative DVB-T2 HD

Fernsehen aus dem All: DVB-S2 mit HD+

Wohl beinahe überall verfügbar ist DVB-S2 - also das Satellitenfernsehen. Hier ist die Auswahl extrem groß, für private Sender in HD-Qualität muss es aber ein HD+-Abo sein, dass 5,75 Euro im Monat kostet. Schwierig kann hier aber die Aufstellung der Satellitenschüssel sein, wie der Deutsche Mieterbund erklärt.

Internetleitung fürs Fernsehen nutzen mit IP-TV

Über eine schnelle Internetleitung kann auch das TV-Signal gestreamt werden - IPTV ist das Stichwort. Dieses kommt in vielen Facetten. Direkte Angebote der Netzbetreiber wie Telekom Entertain und Vodafone TV DSL erlauben Fernsehen über die Internetleitung. Häufig gibt es hier Zusatzdienste wie Timeshifting oder Videorekorder - die Aufnahmen gelangen aber verschlüsselt auf die Festplatte, sodass sie nicht frei anzuschauen sind.

Voraussetzung ist hierbei eine schnelle Internetleitung. 16 MBit/s oder mehr sollten es an realer Bandbreite sein, sonst ruckelt der TV-Livestream gerne mal und andere Internetanwendungen sorgen für Engpässe.

Die Telekom verlangt für das kleine Entertain-Paket monatlich 9,95 Euro, gewährt derzeit aber einen kompletten Rabatt auf das erste Jahr. Mehr HD-Sender und Funktionen mit Entertain TV Plus kosten 14,95 Euro, aktuell im ersten Jahr monatlich nur 4,95 Euro. Ohne Telekom-Internetanschluss geht hier natürlich nichts.

Vodafone TV Cable hingegen kostet als Option für einen Vodafone-DSL-Anschluss 8,99 Euro im Monat.

Streamen statt fernsehen: magine.tv, waipu.tv und Zattoo

Drittanbieter mit TV-Streams gibt es obendrein. waipu.tv hat eine eigene Infrastruktur und leitet hierüber IPTV-Streams. Weitere Anbieter wie magine.tv oder Zattoo treiben die neuen Möglichkeiten mittels Apps in nie dagewesene Welten. Mit der richtigen App wird der Mediaplayer oder das Smartphone zum Fernseher.

Kostenlos sind diese Drittanbieter jedoch nicht - vor allem nicht, wenn Ihr eine große Senderauswahl in HD-Qualität haben wollt. magine.tv und Zattoo bieten eine kostenlose Version an, diese sind aber in vielerlei Hinsicht eingeschränkt: Zattoo verweigert dann private Sender, einige öffentlich-rechtlichen Sender gibt es in HD-Qualität. Ähnlich auch bei magine.tv. HD und Private gibt es bei magine.tv für 6,99 Euro, bei Zattoo für 9,99 Euro (jeweils monatlich, Rabatte bei längerer Buchung möglich). magine.tv verfügt darüber hinaus auch über einige klassische Pay-TV-Sender, die sich monatlich hinzubuchen lassen.

waipu.tv begeistert mit seiner Bedienung via Smartphone und Streaming via Chromecast. Dafür ist der Dienst jedoch nur in einer Probephase kostenlos. Das Grundpaket (inklusive privater Sender) kostet 4,99 Euro, mit HD-Option aktuell 5,99 Euro - diese enthält aber nur einige wenige Sender und nicht die prominenten Privaten. Wer diese sehen will, bezahlt 14,99 Euro im Monat. 

Im Video: Warum wird DVB-T abgeschaltet?

Übrigens: Nach diesem Video und den hier recherchierten Preisen hat sich Hans-Georg für DVB-T2 ohne private Sender entschieden. Einen Testlauf mit den IPTV-Anbietern waipu.tv und magine.tv soll noch im Laufe des Jahres erfolgen - wenn es mal wieder eine Fernsehsendung gibt, die ihm zusagt.

Zusammengefasst: Teuer wird es, egal wie

So sinnvoll die DVB-T-Abschaltung auch erscheinen mag: Für aktuelle DVB-T-Nutzer wird es teurer. Wer ohne private Sender leben kann, findet zumindest eine kostenlose Lösung. Diese gibt es auch von Zattoo und magine.tv, wobei hier ein schneller Internet-Anschluss nötig ist.

Unsere Übersicht zeigt aber auch: Die perfekte Lösung, die für jeden die richtige ist, gibt es in der Form nicht, dafür sind auch die Bedürfnisse zu unterschiedlich. Neben einmaligen Kosten für neue Hardware kommt auf die allermeisten DVB-T-Umsteiger wohl eine zusätzliche Monatsgebühr zu:

Der Aufpreis für die werbefinanzierten privaten Fernsehsender beträgt bei den verschiedenen Verbreitungswegen mindestens 5 Euro im Monat. Wer sich beim Fernsehgenuss nicht einschränken möchte, muss wohl mit monatlichen Beträgen zwischen 10 und 15 Euro rechnen.

Sparen können Kunden vor allem, wenn sie auf die Umstiegsangebote eines Anbieters setzen, bei dem sie schon den Internetanschluss gebucht haben - die Telekom bietet wenigstens im ersten Jahr einen Rabatt.

In vielerlei Hinsicht sind die drei von uns genannten IPTV-Drittanbieter spannend: Sie bieten die TV-Streams auch zum Monatsabo an, verfügen aber im Gegensatz zu anderen Verbreitungswegen über Smartphone-optimierte Zugänge und neue Usability-Konzepte. Außerdem könnt Ihr mehrere Streams gleichzeitig schauen.

Für welche DVB-T-Alternative habt Ihr Euch entschieden?


Dieser Artikel entstand als Kooperation zwischen Eric und Hans-Georg.

Top-Kommentare der Community

  • Michael K. 27.03.2017

    Der Vergleich mit Werbung in Printmedien hinkt. Diese Werbung kann man problemlos ignorieren. Ganzseitige Werbung überblättert man einfach. Selbst die im Onlinebereich lästige Popup-Werbung lässt sich schnell wegklicken.
    Die Werbung, die es bei den Öffentlich-Rechtlichen (zu bestimmten Tageszeiten) und echten Pay-TV-Sendern auch gibt, beschränkt sich auf wenige Minuten und kommt immer kurz vor oder nach den Filmen. Sie lässt sich daher auch problemlos ignorieren.
    Die Werbung bei den Privaten dagegen ist von unübertroffener Penetranz und kaum ignorierbar. Sie tritt mitten in den Filmen auf, zieht sich teilweise mehr als zehn Minuten hin, lässt sich selbst durch Aufnahme oder Time-Shift nicht vermeiden, und das mehrmals im Film. Diese Werbung stiehlt mir meine Zeit! Zwar kann man während der Werbung aufs Klo gehen, oder den Müll wegbringen, aber das macht es kaum besser.
    Darüber hinaus zerstört diese Form der Werbung meiner Meinung nach die Filme regelrecht. Sie ist so vom Regisseur nicht vorgesehen, bringt in den spannensten Momenten Elemente in den Film, die nicht dort hingehören. Nicht selten wird der Film darüber hinaus noch geschnitten, also um der Werbung willen eigentlicher Filmelemente beraubt. Diese Form der Werbung ist meiner Ansicht nach eine derart massive Verschlechterung der Qualität des Films, dass die Frage, ob der derart verstümmelte Film in SD oder HD gezeigt wird, völlig nebensächlich wird. Zum Glück findet man die Meisten der bei den Privaten gezeigten älteren Filme ohne Werbung bei Amazon Prime oder Netflix, so dass ich selbst die kostenlosen Sender in SD mir kaum noch zumute. Wie man dafür noch bereit ist zu zahlen, kann ich nicht nachvollziehen, aber jeder muss schließlich selber wissen, wie er seine Zeit verbringt.
    Darüber hinaus ist die Werbung in Fachzeitschriften nicht zwingend uninteressant. Sie richtet sich nämlich spezifisch an die Leserschaft mit deren speziellen Interessen. Wenn in der c't für Router, Fachbücher oder Schwesterzeitschriften geworben wird, so hat das eine ganz andere Qualität als Werbung für Windeln, Waschmittel oder Schokoriegel bei den Privaten.

  •   24
    Gelöschter Account 26.03.2017

    Wer für RTL und Co Geld bezahlt, dem ist nicht zu helfen.

53 Kommentare

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  • Fernseher wegschmeißen, GEZ boykottieren - was vernünftiges mit seiner Zeit anfangen - ab in den Wald, ins Fitnesstudio oder mal ein Buch lesen...


    • GEZ (heißt es nicht mehr; Jetzt Beitragsservice) boykottieren lässt nur früher oder später den Gerichtsvollzieher antanzen. ALles andere kann man auch machen, ohne den Fernseher gleich wegzuschmeißen.

      Steve


  • N´Abend allerseits.
    Tatsache ist, daß die privaten Ihre Kosten fürs HD senden auf die Kunden abwälzen möchten. Ich denke mal, daß die privaten schauen wollen, ob die Kunden (wir) bereit sind, mehr als nur die Rundfunkgebühren zu zahlen, Wenn alle nach Möglichkeit auf DVB-T2-Decoder verzichten, die den berühmten CI-Kartenslot haben, damit also auf den Empfang der privaten verzichten, die Einschaltquoten damit sinken für dieses Werbepack, dann dauert es nicht lang und diese privaten werden wieder frei empfangbar sein ohne CI-Slot-Karte! Also einfach höchstens 30 Euro für einen Comag (siehe oben) ausgeben und geduldig abwarten. Pay-TV ist in meinen Augen SKY-TV ohne Werbung.
    So ein stummer Protest hat schon mal funktioniert mit der Tanke Shell (oder anderer?) wegen einer Ölplattform. Prompt dachten die Geschäftsführer anders!!

    Guts Nächtle allen.....


  • > DVB-T gehört seit dem 29. März 2017 der Vergangenheit an. Ab sofort könnt Ihr terrestrisches Fernsehen nur noch über den Nachfolger DVB-T2 empfangen und müsst für die meisten Privatsender Gebühren bezahlen müsst.

    Falsch!
    Heute wurden die ersten Regionen umgestellt. Weitere Regionen folgen bis Mitte 2019. In vielen Regionen wird bis dahin weiterhin DVB-T ausgestrahlt.

    Es sollte eigentlich ein leichtes für Euch sein, die korrekten Tatsachen zu recherchieren.

    Steve


  • Wer nur selten TV schaut, für den lohnt sich evtl. OTR (onlinetvvideorecorder). Ab dem Zeitpunkt der Mitgliedschaft kann man von allen in Deutschland laufenden öffentlichen Sendern (kein PayTV) alle Sendungen downloaden (auch Sender aus der Schweiz und Österreich, aber nicht alle). Bei OTR selbst für etwa 11cent pro GB (vielleicht mittlerweile mehr), bei Mirrorseiten kostenlos. Ich persönlich habe Premiummitgliedschaft für 1€ im Monat (120 Dekodierungen im Monat). Allerdings muss man mindestens 4-5 Stunden warten bis der download verfügbar ist.


  •   24
    Gelöschter Account 26.03.2017 Link zum Kommentar

    Wer für RTL und Co Geld bezahlt, dem ist nicht zu helfen.


    •   23
      Gelöschter Account 26.03.2017 Link zum Kommentar

      wer den unterschied von SD zu HD gesehen hat , dem stellt sich die frage nicht ! und wenn schon "fehrnsehen" dann auch die werbung in HD, da stören mich die 6€/mtl. auch nicht !


      • Stört dich auch nicht, dass bei den RTL-Sendern in HD Aufnahmen und TimeShift praktisch unbrauchbar sind (Vorspulen nicht möglich)?

        Allein so etwas ist für mich schon ein No-Go bei faktischem PayTV.

        Da bringt mir auch ein besseres Bild nichts.


      •   23
        Gelöschter Account 26.03.2017 Link zum Kommentar

        nein, stört mich nicht , zumal es auch faktisch kein payTV ist . ich kann verstehen das jemand die 6€ nicht bezahlen will, die argumentation dazu aber nicht ! ich hab damit kein problem .

        ich mach auch nicht rum weil ich in der von mir bezahlten CT printausgabe sowie meiner tageszeitung werbung finde , wieso sollte ich dann beim TV rum machen ?


      • Der Vergleich mit Werbung in Printmedien hinkt. Diese Werbung kann man problemlos ignorieren. Ganzseitige Werbung überblättert man einfach. Selbst die im Onlinebereich lästige Popup-Werbung lässt sich schnell wegklicken.
        Die Werbung, die es bei den Öffentlich-Rechtlichen (zu bestimmten Tageszeiten) und echten Pay-TV-Sendern auch gibt, beschränkt sich auf wenige Minuten und kommt immer kurz vor oder nach den Filmen. Sie lässt sich daher auch problemlos ignorieren.
        Die Werbung bei den Privaten dagegen ist von unübertroffener Penetranz und kaum ignorierbar. Sie tritt mitten in den Filmen auf, zieht sich teilweise mehr als zehn Minuten hin, lässt sich selbst durch Aufnahme oder Time-Shift nicht vermeiden, und das mehrmals im Film. Diese Werbung stiehlt mir meine Zeit! Zwar kann man während der Werbung aufs Klo gehen, oder den Müll wegbringen, aber das macht es kaum besser.
        Darüber hinaus zerstört diese Form der Werbung meiner Meinung nach die Filme regelrecht. Sie ist so vom Regisseur nicht vorgesehen, bringt in den spannensten Momenten Elemente in den Film, die nicht dort hingehören. Nicht selten wird der Film darüber hinaus noch geschnitten, also um der Werbung willen eigentlicher Filmelemente beraubt. Diese Form der Werbung ist meiner Ansicht nach eine derart massive Verschlechterung der Qualität des Films, dass die Frage, ob der derart verstümmelte Film in SD oder HD gezeigt wird, völlig nebensächlich wird. Zum Glück findet man die Meisten der bei den Privaten gezeigten älteren Filme ohne Werbung bei Amazon Prime oder Netflix, so dass ich selbst die kostenlosen Sender in SD mir kaum noch zumute. Wie man dafür noch bereit ist zu zahlen, kann ich nicht nachvollziehen, aber jeder muss schließlich selber wissen, wie er seine Zeit verbringt.
        Darüber hinaus ist die Werbung in Fachzeitschriften nicht zwingend uninteressant. Sie richtet sich nämlich spezifisch an die Leserschaft mit deren speziellen Interessen. Wenn in der c't für Router, Fachbücher oder Schwesterzeitschriften geworben wird, so hat das eine ganz andere Qualität als Werbung für Windeln, Waschmittel oder Schokoriegel bei den Privaten.


      •   23
        Gelöschter Account 27.03.2017 Link zum Kommentar

        ich kann wie schon geschrieben vieles nachvollziehen und geb dir in teilen recht . und trotz allem stört es mich nicht, da ich wie millionen in der "werbepause" mich anderweitig unterhalte/beschäftige .
        will ich mich ernsthaft mit einem "blockbuster beschäftigen" geh ich ins kino und würde mich nie netflix und "kollegen" bedienen !


      • Also ehrlich #Mela, ich bin nicht begeistert, wenn ich am nächsten morgen um 4e raus muss, aber für einen Film oder eine Show mit der Originaldauer von 90 bis 100 Minuten bis nach 23 Uhr schauen muss. Bei den öffentlichen bin ich, so wie es sich gehört, spätestens um 22 Uhr in den Federn, heisst wenigsten 6 Stunden Schlaf anstatt 4,5 Stunden. Und dann noch auf Kosten meiner Gesundheit bezahlen dafür??
        Letztendlich hat Michael schon recht mit dem Vergleich Print und TV. Werbung ok, aber bitte im Rahmen, nicht so übertrieben wie die privaten das derzeit veranstalten.
        Weiter oben habe ich wohl den besten Weg aufgezeigt, wie man mit Geduld die Pay-TV-Idee der privaten knacken kann.

        Steve


      • > da stören mich die 6€/mtl. auch nicht

        Es sind ja 5,75 EUR pro Monat und Gerät. Wer also einen TV im Wohnzimmer und einen im Schlafzimmer hat, zahlt schon 11,50 EUR jeden Monat, um an beiden Geräten die Privatsender anschauen zu können. Vielleicht kommen noch mobile Geräte hinzu? Ab drei Geräten zahlt man also bereits das gleiche wie für den Rundfunkbeitrag. Letzter bietet mir aber, zusätzlich zu den TV-Sendern, ÖR-Radioprogramme per FM, DAB und DAB+.

        Ein schaler Beigeschmack bekommt das System durch die fehlende kostenlose SD-Alternative, die es im DVB-C und DVB-S2 bei HD+ gibt. Die begrenzte Bandbreite ist bei DVB-T2 in Gegensatz zu DVB-T kein wirkliches Argument mehr.

        Dann wird von mir Geld verlangt bei gleichzeitiger Beschneidung meiner Möglichkeiten. Ich kann die Werbung nicht aus den Aufnahmen entfernen, ich kann kein Timeshift nutzen. Das ist ein großer Unterschied zur c't, bei der ich die Werbung ignorieren kann und sie mir nicht meine Zeit stiehlt.

        Dass es nur einen Anbieter gibt (FreenetTV) ist ebenfalls nicht unterstützenswert.

        Nicht zuletzt haben die Privatsender 30 Jahre Stimmung gegen die Rundfunkgebühr gemacht und ihr Angebot als "Kostenlos-TV" beworben. Deshalb erscheint mir HD+ und auch FreenetTV der Anfang von reinem PayTV. Dann wird in absehbarer Zeit auch Sky die Sendungen durch Werbung unterbrechen. Man bedenke auch, dass die Olypischen Spiele 2018 bis 2024 bereits ausschließlich von Privatsendern übertragen werden:

        http://www.spiegel.de/sport/sonst/olympia-ard-und-zdf-senden-nicht-eurosport-uebertraegt-exklusiv-a-1123391.html

        Dass die kostenlose SD-Ausstrahlung im DVB-C und DVB-S2 bevorsteht, wenn FreenetTV kein totaler Flopp wird, liegt wohl auf der Hand.

        Die bessere Qualität durch HD-Ausstrahlung ist auch kein Argument. Spätestens seit den Olympischen Sommerspielen 2012 haben alle Sender auf HD-Produktion und -Sendung umgestellt. Wenn also ein Mehraufwand entsteht, dann für die Rechner, die für die SD-Ausstrahlung das HD-Material herunterskalieren.

        Der Hauptgrund ist jedoch, dass die inhaltliche Qualität der Privatsender bis auf ganz wenige Ausnahmen extrem zu wünschen übrig lässt. Das möchte ich gar nicht finanziell unterstützen.


      •   5
        Gelöschter Account 31.03.2017 Link zum Kommentar

        Sehr gut und umfassend argumentiert, vielen Dank! Aus all diesen genannten Gründen fällt DVB-T2 für mich flach. Eine! Zwangsabgabe reicht vollkommen!


  • Die Kosten entstehen bei DVB-T2 vor allem durch den Anbieter Freenet, so denke ich, der will und muss Geld verdienen, ob die privaten Sender hier überhaupt Geld dafür bekommen, ist offen und für mich nicht sicher. Ich hoffe aber, dass so viele DVB-T Nutzer wie möglich NICHT auf DVB-T2 umsteigen, denn es ist dennoch eine Frechheit für werbefinanziertes Fernsehen auch noch monatlich extra zu zahlen ohne Mehrwert und HD ist für mich derzeit kein Mehrwert, wenn ich denke, was in den Privaten hauptsächlich so läuft. Die paar Topfilmle, die dann auch noch alle 15 min von Werbeblöcken unterbrochen werden, dafür lohnt sich HD aus meiner Sicht nicht. Echten Mehrwert gibt es über Internet-Streamanbieter wie waipu, imagine und zattoo, aber der ist bislang auch begrenzt und jeder muss schauen, ob sich für ihn einen Mehrwert ergibt oder ob man nicht einfach mal ganz auf TV im bisherigen Sinne verzichten kann.....


    •   24
      Gelöschter Account 26.03.2017 Link zum Kommentar

      Über den Kabel Anschluss zahlst du auch an die privaten und über Satellit mit HD+ ebenfalls. Die kriegen immer was ab und dann noch das was mit der Werbung eingenommen wird.


      • Das habe ich ja nicht ausgeschlossen.....aber ich bin nicht in der Lage das so definitiv zu behaupten, kann es nur vermuten .... Was und wieviel ein Kanalanbieter an den Sender abgibt, gibt es dazu irgendwo definitive Aussagen, egal über welche Plattform? Verdient denn RTL bei Zattoo mit und wenn ja, wieviel? Dieses Frage gilt ja auch für die Freenetplattform und ich habe Vermutungen angestellt und behaupt nichts :)


      • Bei den anderen Verbreitungswegen gibt es die Privaten aber noch ohne Extragebühren in SD und in der Regel zahlen dort die Sender für die Einspeisung.


    • > Ich hoffe aber, dass so viele DVB-T Nutzer wie möglich NICHT auf DVB-T2 umsteigen

      Alle DVB-T-Nutzer MÜSSEN umsteigen. Die Alternativen heißen:

      DVB-T2 oder DVB-C oder DVB-S2 oder IPTV oder gar kein TV mehr

      Wer die Privatsender in HD sehen will muss in allen DVB-Verfahren ein Entschlüsselungsmodul kaufen und jährlich einen Vertrag abschließen. Für DVB-T2 hat Freenet.TV ein monatlich kündbares Abo angekündigt.

      Die Privatsender senden in DVB-C und DVB-S2 noch in SD aus, was ohne Entschlüsselungsmodul und Zusatzvertrag zu sehen ist. Hierzu haben sie sich bis 2022 verpflichtet. Diese Verpflichtung gibt es bei DVB-T2 nicht, weshalb sie auf die SD-Austrahlung dort verzichten. Die begrenzte Bandbreite im DVB-T(2) unterstützt sie dabei in ihrer Argumentation.

      Auch bei DVB-T wäre eine Verschlüsselung bereits denkbar gewesen.

      Man muss beachten, dass ein Entschlüsselungsmodul für jedes TV-Gerät nötig wird. Damit kommen, je nach Haushaltsgröße, schnell zwei/drei oder vier mal 70 EUR zusammen.


  •   24
    Gelöschter Account 26.03.2017 Link zum Kommentar

    Unfassbar das die privaten noch Geld dafür wollen das man ihr Programm schauen kann. Verzichten Sie dafür auf die Unmengen an werbe Blöcken? Ich glaube nicht....

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