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Milestone, RAZR & Co.: Motorolas frühe Gehversuche mit Android

Im Handy-Sektor gilt der 9. Januar 2007 als einer der prägendsten Tage: An diesem Tag zog Steve Jobs das iPhone aus der Tasche. Eigentlich war das iPhone nur überschaubar innovativ, immerhin gab es viele Features schon vorher. Allerdings haben Prinzipien wie die reine Touchscreen-Steuerung und auch die Möglichkeiten des Internetzugriffs mit Hilfe eines vollwertigen Browsers ihren Mehrwert schnell erwiesen.

Inhaltsverzeichnis der Geschichte von Motorola-Handys

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Motorolas erste Android-Gehversuche

Als größter Konkurrent für Apple kristallisierte sich schnell Googles Android heraus. Kurze Entwicklungszyklen, die offene Plattform: So konnten sich die Hersteller auf die Hardware konzentrieren, während Google für ein konkurrenzfähiges Betriebssystem sorgte.

Mit dem Motorola Milestone und dem kurz zuvor vorgestellten Motorola Cliq bzw. Dext startete Motorola in die Android-Ära. Gerade das Milestone etablierte sich als einprägsame Marke. Ihr wollt wissen, wie sich das Milestone im Alltag geschlagen hat? Nichts leichter als das: Eine Woche Motorola Milestone.

motorola milestone
Eines der ersten Motorolas mit Android: Das Motorola Milestone / © LENOVO/MOTOROLA

Schon 2009/2010 gab es eine aktive Entwickler-Community rund um Android und dazugehörige Apps. Wusstet Ihr, dass Ihr das Kult-Spiel Quake auf dem Motorola Milestone spielen konntet? Ja, darüber haben wir im Februar 2010 berichtet.

Design-Experiment: Motorola Flipout

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Motorola Flipout - das quadratische Smartphone / © LENOVO/MOTOROLA

Zu Beginn des Smartphone-Zeitalters waren Android-Smartphones oft noch mit einer ausschiebbaren Hardware-Tastatur versehen - so auch das Milestone. Es ging aber auch anders, wie das Motorola Flipout beweist: Hier konnte die Tastatur quasi herausgedreht werden.

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Ein interessantes Design-Experiment / © LENOVO/MOTOROLA

Das quadratische Flipout mit seinem 2,8 Zoll Display gehört durchaus zu den merkwürdiger geformten Smartphones. Übrigens haben wir auch hier einen zeitgenössischen Testbericht für Euch: Motorola Flipout im Test (Teil 2 gibt es hier).

HK
Hans-Georg Kluge
Das Motorola Flipout ist ein merkwürdiges, aber durchaus interessantes Design-Experiment.
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Umstritten: Motoblur

Eine Gemeinsamkeit gibt es bei allen frühen Motorola-Androids: Motoblur. Die hauseigene Benutzeroberfläche war nicht durchweg beliebt, denn sie erforderte die Einrichtung eines eigenen Accounts und galt eine lange Zeit als behäbig und langsam. Nach und nach fand aber ein Umdenken statt und zum Beispiel beim Motorola RAZR war die Software zurückhaltender gestaltet.

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Das Motorola RAZR ist sehr flach, hat aber breite Display-Ränder. / © AndroidPIT

Software-seitig gab es abseits von Motoblur einige interessante Entwicklungen - aber die Zeit war wohl noch nicht reif dafür. Allen voran das Motorola Atrix: Dieses konnte man in ein Laptop Dock klemmen und schon wurde aus dem Smartphone ein Notebook. Nein, die Hardware-Leistung reichte damals noch nicht aus, um das Potenzial dieser Idee auszureizen. Hier geht's zu unserem damaligen Test. Die Webtop genannte Funktion fand sich aber später auch im Motorola RAZR, das Laptop Dock konnte sich aber nicht durchsetzen.

HK
Hans-Georg Kluge
Mit dem Atrix und seiner Dock-Funktionalität war Motorola seiner Zeit voraus.
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Das Jelly-Bean-Update ließ auf sich warten. / © AndroidPIT

Trotz der interessanten Entwicklungen waren Motorola-Smartphones nicht mehr gerade die großen Verkaufsschlager. Dafür gab es einige Gründe. Die schon genannte Oberfläche Motoblur, aber auch die langsame Update-Politik machten Motorola-Interessenten zu schaffen. Beim RAZR dauerte es rund ein Dreivierteljahr, bis ein Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich erschien. Und die Misserfolge häuften sich: Das erste Android-Smartphone mit Intel-Chip, das RAZR i, hatte einige Kompatibilitätsprobleme, weil Apps nicht unterstützt wurden (was ein Problem der Chiparchitektur war). Und das erste Moto X erschien in Deutschland erst ein halbes Jahr nach seinem Marktstart in den USA, was aufgrund der mittelmäßigen Ausstattung nicht gerade hilfreich war - die Hardware war da schlicht veraltet.

Zu diesem Zeitpunkt war allerdings schon bekannt, dass Google 12,5 Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen will, um Motorola zu übernehmen. In der nächsten Folge gehen wir darauf ein, warum Google für den kriselnden Handy-Hersteller diesen beinahe unglaublichen Betrag gezahlt hat. Und auch darauf, wie sich Motorola wieder aufgerappelt hat.

Habt Ihr ein Motorola-Smartphone mit Android verwendet? Welche Meinung habt Ihr heute zu den ersten Motorola-Android-Phones?

10 Kommentare

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  • Das Motorola Razr war mein erstes Android Smartphone und ich war bis vor 1 1/2 Jahren sehr zufrieden damit (robust, gut mit Custom Roms unterstützt und für das Alter recht Leistungsstark), als dann das Simkartenmodul einen Wackler hatte bin ich auf das Moto X (2. Gen) umgestiegen (das pure Android und die Gesten- sowie Sprachsteuerung haben mich überzeugt) und auch damit bin ich bisher äußerst zufrieden.
    Bei diesen Geräten hat zumindest noch das Preis-Leistungs-Verhältnis gepasst, deutlich günstiger als die Konkurrenz aber ähnliche Leistungsdaten.

  • Mein erstes Milestone sah etwas anders aus. Die Darstellung ist kein Foto sondern eine "Designistudie". In der Wikipedia ist ein Foto vom dem Gerät was ich damals hatte...

  • P.S. Das Gerät auf dem Foto ist kein Milestone, sondern ein Backflip!

    • Hi, danke für deinen Hinweis - da hatte sich das Backflip statt des Milestones eingeschlichen. Ich habe das Bild ausgetauscht.

  • Was ist das denn für ein halbgarer Artikel? So etwas oberflächliches hätte ich eher von einer Tageszeitung erwartet als, von einem Technik Magazin. Ok, dass man sich nur ein paar der Features heraus pickt aus der Flut an Motorola Innovationen, finde ich zwar schade, aber kann ich nachvollziehen bei der Masse. Aber bei diese dann bitte Detailliert beschreiben bzw. auch den Sinn erklären.
    Es wird nicht deutlich, dass die Atrix Serie als PC Ersatz dienen kann, die mittles Schreibtisch Dock an Monitor, Maus, tastatur und andere USB Geräte angeschlossen werden kann. Das Webtop war nur die logische Weiterentwicklung. Ebenso war der Fingerabdrucksensor eine Innovation, der hier vergessen wurde.

    Dem Autor scheint auch nicht ganz klar zu sein, dass der Nutzen von Motoblur eine Zusammenfassung von sozialen Netzwerken und Messengern darstellt. Man brauchte nur noch einen Account zum einloggen für alle diese Dienste und musste nicht umständlich alle Apps installieren. Im Adressbuch waren Facebook, Twitter, Skype, Talk usw. mit jedem Kontakt entsprechend Verknüpft, der Online Status wurde mittels kleinen Symbolen übersichtlich angezeigt, ein Wisch nach rechts reichte aus um chronologisch alle Aktivitäten einer Person bei diesen Diensten anzuzeigen.

    Diese möglichkeiten wird von den Motoblur nutzern nun schmerzlich vermisst, Microsoft hat ähnliches für ihr Smartphone Betriebsystem erst Jahre später eingeführt wenn auch nicht ganz so gut.

    Ja, ich habe viele Motos mitgenommen (Milestone, Defy, Atrix, Photon Q, G), weil Motorola einfach das größte und interessanteste Produktportfolio besaß.
    Ich wünsche mir bei Artikeln dieser Art, den Eindruck zu haben, der Autor habe dies alles miterlebt und war ein Leidenschaftlicher Nutzer der Geräte.

  • Ich hatte damals das Atrix und ich vermisse solche Handys einfach nur. Ich habe seit 2,5 Jahren ein Moto G und warte eigentlich nur darauf das mal was wirklich neues kommt. Das neuste Xiaomi Max ist das einzige Gerät das mein übergangs Smartphone mal ablösen könnte. Die aktuellen Smartphones von Samsung, Sony und so, kommen nicht mal im Ansatz an das "Haben will" Gefühl von damals ran...

  • Ist echt interessant sich die Kommis aus den alten Artikeln durchzulesen :-)...Gab anscheinend noch keine Antworten-Funktion und auch die beschriebenen Specs wirken "niedlich" :D

  • Kein wort über das atrix? Schon mit Android 2.3.4 einen Fingerabdruckscanner und Laptop dock. Ich fand es damals sehr innovativ!

    • Absolut meine Meinung. Ich hatte auch das Atrix und war sehr zufrieden. Leider funktionierte der Fingerabdruckscanner nicht lange.

  • Ja. früher war alles besser und man hatte noch Träume.
    Heute lebt man von der Hoffnung das alles wieder besser wird.

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