Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

Test 6 Min Lesezeit 15 Kommentare

DJI Mavic Air: erste Eindrücke der Super-Drohne

In New York hat DJI seine neue Drohne namens Mavic Air vorgestellt. Auch das dritte Modell der Mavic-Serie kann seine Rotor-Arme einklappen und wird so äußerst transportabel. Wir konnten in Monaco einen ersten Blick auf die Drohne werfen und eins ist jetzt schon klar: Keine Drohne der Konkurrenz bietet diese herausragende Bildqualität in einem so kompakten Format.

Preis und Verfügbarkeit

Die neue Mavic Air kann seit dem 23 Januar im offiziellen DJI-Store erworben werden. Sie wird seit dem 28. Januar an Käufer ausgeliefert und wird schon bald auch im Einzelhandel erhältlich sein. Die Mavic Air gibt es in drei Farben: Grau, Weiß und Rot.

DJI bietet seine neue Drohne zum einen in einem Basispaket mit Fernbedienung, Schutzvorrichtung, Ladegerät, Abdeckung, Propellerersatz und einem Akku für 849 Euro an. Mit nur einem Akku ist der Spaß allerdings schnell vorbei, Ihr könnt also auch gleich zum größeren Paket für 1049 Euro greifen, dem gleich drei Akkus, ein größeres Ladegerät für die gleichzeitige Ladung von 4 Akkus und zwei Propeller-Sätze beiliegen.

Design und Verarbeitung

Das Konzept der Mavic Air kennen wir schon von den bisherigen Drohnen der Serie. Die Abmessungen reduziert DJI auf ein Minimum, die Vielseitigkeit der Air erinnert an die Spark. Viele Bestandteile der Mavic Air wie z.B. die Belüftung und das Gimbal mussten neu konzipiert werden. Schon auf den ersten Blick zeigt sich, wie das Design eine große Rolle bei dieser Drohne spielt. Sie ist eine der stilvollsten Quadrocopter auf dem Markt, ohne dabei die Aerodynamik zu vernachlässigen.

Im Vergleich zur Mavic Pro, der bisher meistverkauften Drohne des Herstellers, ist die Mavic Air 41% leichter und nimmt nur die Hälfte des Volumens ein.

AndroidPIT dji mavick air 141410
Die Mavic Pro (links) im Vergleich zur Mavic Air (rechts) / © AndroidPIT
AndroidPIT dji mavick air 140905
Und im Vergleich zur Spark (im Bild links) / © AndroidPIT

Faltet man sie zusammen, passt sie ganz gut in die Handfläche, so kompakt ist die neue Air. In der Hosentasche findet sie zwar keinen Platz, aber in größeren Jackentaschen sollte sie unterkommen. In Rucksäcken ist immer genug Platz für sie und in der Transportbox ist sie vor Schäden geschützt.

Im einsatzbereiten Zustand mit ausgestreckten Armen ist sie etwas breiter als die Spark, aber immer noch deutlich kleiner als das Pro-Modell. Dabei bietet sie fast die gleiche Bildqualität wie ihr große Bruder.

AndroidPIT dji mavick air 133438 AndroidPIT dji mavick air 133444
AndroidPIT dji mavic air 07
Die Mavic Air ist nicht viel größer als eine Handfläche. / © AndroidPIT
AndroidPIT dji mavick air 132933
Die Mavic Air mit ausgestreckten Armen. / © AndroidPIT

Besonderheiten

Erster Flug-Eindruck

Im Normalmodus ist der Flug sehr entspannt und ist problemlos auch für weniger erfahrene Piloten zu bedienen. Wenn man die Drohne vom Telefon aus steuert, beträgt die maximale Entfernung 80 Meter, aber mit der Fernbedienung können wir bis zu 4 Kilometer erreichen, der Sichtkontakt darf aber nicht abbrechen. Im Sportmodus erreicht sie eine Geschwindigkeit von bis zu 68 km/h und ist damit schneller als die Mavic Pro.

AndroidPIT dji mavick air 155401
Der Flug der Mavic Air ist äußerst stabil. / © AndroidPIT

Die Mavic Air kann auf bis zu 5000 Meter über Null steigen. Ein Flug auf dem Mount Everest oder Kilimanjaro ist also leider nicht möglich. Mit einer Akkuladung kann die Mavic Air bis zu 21 Minuten in der Luft bleiben. Wenn die Drohne Wind oder andere Einflüsse ausgleichen muss, verändert sich die Flugzeit natürlich.

Die Flugsteuerung durch Gesten wurde im Vergleich zur Spark verbessert. Bei der Mavic Air ist die Reaktion schneller und beinhaltet neue Gesten wie Start, Landung, Entfernen und Annäherung. Das Ganze klappt nun auffällig besser, perfekt ist es aber noch nicht. Die Erkennung erfolgt über die Kameras, ist der Kontrast zwischen Euren Handflächen und dem Hintergrund nicht besonders groß, kann es aber zu Fehleingaben kommen.

AndroidPIT dji mavick air 155407
Die Mavic Air kann dank sechs speziellen Kameras auch Hindernissen ausweichen. / © AndroidPIT

Die Flugstabilität ist dank eines neuen Systems (namens VIO), das den Kompass und die Kameras miteinander kombiniert, um eine stabilere Position zu erhalten, wesentlich besser.

Auch der assistierte Flug wurde dank der 7 eingebauten Kameras (1 Hauptkamera und 6 Positionierungskameras) verbessert. Die Mavic Air ist in der Lage, seine Flugbahn der Situation anzupassen. Erkennen die Kameras Objekte wie Bäume oder Steine, die sich im Weg befinden, weicht die Drohne diesen einfach aus und folgt weiter seinem Ziel.

AndroidPIT dji mavick air 133523
Zum sicheren Transport können bei der Fernbedienung die Steuerungselemente eingeklappt und die Joysticks abgeschraubt werden. / © AndroidPIT

Kamera

Die Kamera ist, wie bereits erwähnt, ein einem neuen 3-Achsen-Gimbal montiert. An jeder Achse sind Vorrichtungen angebracht, die die entstehenden Vibrationen während eines Fluges reduzieren sollen.

AndroidPIT dji mavic air 00
Ein Panorama-Foto, das mit der Mavic Air aufgenommen wurde. / © AndroidPIT

Der Sensor ist ein CMOS mit 1/2,3 Zoll, f2/8 und 12 Megapixeln und ähnelt dem der Mavic Pro. Bilder werden sowohl in JPG als auch in RAW gespeichert, auch wenn Ihr ein Bild in HDR aufnehmt. Videos kann die Mavic Air in 4K bei 30 Bildern pro Sekunde, 2,7K mit 60 fps und Full HD bei mit 120 fps aufnehmen. Dank den 120 Bildern pro Sekunde sind auch Zeitlupenaufnahmen möglich.

Für Fotos gibt es eine neue Panoramafunktion, die 25 Fotos zu einem sphärischen Foto von bis zu 32 MP zusammenfügen kann. Die Drohne selbst schießt mehrere Fotos und bindet sie zu einem entsprechenden Foto zusammen. Der gesamte Vorgang kann etwa eine Minute dauern.

AndroidPIT dji mavick air 133104
Drei Kameras befinden sich auf der Front: Zwei werden zur Positionsbestimmung und eine zur Bilderaufnahme genutzt. / © AndroidPIT

Bei der Mavic Air gibt es zwei neue QuickShot-Modi: Bumerang und Asteroid. Startet Ihr die Drohne im ersten Modus, dreht sie bei der Aufnahme einen Kreis um Euch herum. Im Asteroiden-Modus fliegt die Drohne so hoch über Euch, bis sie ein perfektes Panorama-Bild von Eurem Standort aufnehmen kann. Mit diesen beiden neuen Funktionen lassen sich Szenen in ganz neuem Licht präsentieren. Auch die intelligente Erfassung hat sich geändert. Bisher habt Ihr auf dem Bildschirm ein Rechteck markiert, in dem sich das zu verfolgende Objekt befand, aber die Mavic Air ist nun in der Lage, selbstständig Objekte wie Autos, Boote und weiteres zu erkennen. Ihr müsst nur noch auswählen, worauf sich die Drohne fokussieren soll. Die Erkennung funktioniert auch mit einem QuickShot-Modus.

Die Mavic Air ist die erste Drohne der Serie, die mit einem 8-GByte-Speicher ausgestattet ist. Solltet Ihr also mal Eure microSD-Karte vergessen, ist das nicht direkt ein Problem. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit zwischen Drohne und Smartphone liegt bei bis zu 100 Mbit/s. Für eine solch hohe Geschwindigkeit dürfen die Geräte aber nicht zu weit voneinander entfernt sein.

AndroidPIT dji mavic air 04
Der neue Gimbal macht einen sehr nützlichen Eindruck. / © AndroidPIT

Vorläufiges Urteil

Die DJI Mavic Air ist die Drohne mit dem besten Verhältnis zwischen Portabilität, Qualität und Preis. Es ist die kleinste Drohne, die in der Lage ist, 4K bei 30fps aufzunehmen, und mit einem Panoramamodus ausgestattet ist, der eine Momentaufnahme ähnlich der einer 32-Megapixel-Kamera mit Fisheye-Optik bietet - mit dem kleinen Unterschied, dass das alles in der Luft passiert. Wir freuen uns schon jetzt darauf, die Mavic Air etwas ausgiebiger testen zu können.

AndroidPIT dji mavick air 132958
Die Mavic Air gehört zu den versatilsten Drohnen. / © AndroidPIT
Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

15 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Solange die Dinger nur etwas über 20min Akkuladung haben bin ich nicht bereit mein Geld dafür auszugeben?


    • Es gibt Quadrocopter mit denen kommst auch auf 30 Minuten. Mit einem zweiten Akku bist bei ner knappen Stunde. Dann fliegst du mal eine Stunde und merkst das ist sehr lange😉

      Selbst 2x 20 Minuten ist schon lang.


  • Klaus
    • Blogger
    vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Das Ding würde den Fotografen in mir schon sehr reizen. ;)


  • Schönes Spielzeug, leider ein wenig hochpreisig :-)


  • 5.000 m Höhe? Aber nicht bei uns! Wer diese Dinger höher als 100 m fliegen lassen will, muss sich ganz strengen Auflagen unterwerfen. Was angesichts des Luftverkehrs über unseren Köpfen ja auch verständlich ist.


    • Der Artikel ist da missverständlich formuliert. Eigentlich sollte das bedeutet das, dass die Drohne zwischen 0 und 5000m über NN einsatzfähig ist. Es bedeutet nicht, dass sie sich in 5km Höhe schwingen kann.


  • Ist eine schnelle und intelligente Drohne geworden und ich habe schon viele positive Tests auf YouTube gesehen!

    Hat eine sehr gute 4K Aufnahme für den gebotene Preis... Im Fly More Paket würde ich diese DJi Drohne durchaus kaufen wollen ✈🚀


  • Flame vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Klingt nach einem üblichen Scheidungsgrund :) 850€ mitten auf dem See versenkt.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 9 Monaten Link zum Kommentar

      • Absoluter Schmarn


      • C. F.
        • Blogger
        vor 9 Monaten Link zum Kommentar

        Was?


      • Das man nur noch über Seen fliegen darf. Lesen und gelesenes verstehen.

        Wusste nicht das Deutschland nur aus Wohngebieten, Flughäfen, Atomkraftwerken und Naturschutzgebieten besteht. Es gibt tausende schöner Orte wo du problemlos fliegen kannst und darfst.
        Sprech Mi the deinen Nachbarn und hol dir ihr okay, dann darfst du sogar vor deiner Haustüre fliegen. Man muss nur mit den Leuten sprechen.

        Als ich mit meinen geredet habe und ihnen bisschen über die Technik und Funktionen erzählt habe wollten sie sogar Da sich mal über ihr Haus fiiege und ihnen ihr Dach zeige oder ein schönes Bild mache.

        Solange man sich an Regeln und die gute Erziehung hält darf man auch hier noch ganz gut fliegen.


      • und wer es ganz genau wissen will, wo und wie hoch er mit seiner drohne fliegen darf, sollte sich die App "DFS Drohnen" aufs smartphone laden.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 9 Monaten Link zum Kommentar

        @Patrick

        Das mag funktionieren, wenn Du auf dem Land oder einem Dorf wohnst, wo Du nur zwei oder drei Nachbarn fragen mußt. Aber mach das mal in einer Stadt. Vielleicht noch mit einem Flugplatz in der Nähe. Und/oder polizeilichen oder militärischen Einrichtungen, die es bei uns zu Genüge gibt. Da bleibt Dir wirklich nur noch raus aufs Land. Wer gerne Bäume und Wiesen von oben filmt - ok. Ansonsten gilt:

        Jede Drohne ab einem Startgewicht über 250 Gramm unterliegt der Kennzeichnungspflicht und muß mit der kompletten Adresse des Halters / Eigentümers gekennzeichnet sein.

        Die maximale Flughöhe für Drohnen ist durch die neue Drohnen-Verordnung generell auf 100 Meter über Grund begrenzt.

        Außerdem sind die folgenden Dinge bei Fliegen der Drohne verboten:

        -das Fliegen außerhalb der Sichtweite
        -Fliegen über Wohngrundstücken
        -Fliegen über Naturschutzgebieten
        -Fliegen innerhalb eines Radius von 1,5 km zu Flugplätzen
        -Fliegen in Kontrollzonen, wenn man eine Höhe von 50 Metern überschreitet
        -Fliegen mit einer Drohne über 5kg Startgewicht ohne eine spezielle Ausnahmegenehmigung (siehe Ausnahmen unten)

        Mindestens 100 Meter Sicherheitsabstand muß eingehalten werden zu:

        -Menschenansammlungen
        -Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen
        -Krankenhäuser
        -Unglücksorten, Katastrophengebieten und anderen Einsatzorten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben
        -militärischen Anlagen und Organisationen sowie mobile Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr im Rahmen angemeldeter Manöver und Übungen
        -Industrieanlagen
        -Justizvollzugsanstalten, Einrichtungen des Maßregelvollzugs
        -militärischen Anlagen und Organisationen
        -Anlagen der Energieerzeugung und – verteilung

        Quelle: https://www.drohnen.de/vorschriften-genehigungen-fuer-die-nutzung-von-drohnen-und-multicoptern/

        Ganz ehrlich: da hätte ich privat schon keine Luste mehr drauf, all dies einzuholen und einzuhalten, nur um das Ding mal fliegen zu lassen. Ich wüßte nicht, wo ich in unsrere Gegend das Ding fliegen lassen könnte.


      • Ich fliege schon seit Jahren, ich kenne die Gesetze.

        Was willst du denn in einer Stadt fliegen? Spaß macht das bestimmt keinen, da alleine für die Funke schon viel zu viele Störsignale da sind.

        Und ja, ich fliege gerne in landschaftlichen Gegenden, schöne Naturaufnahmen sind mir tausendmal lieber als Bilder von Beton, aber da sind die Geschmäcker verschieden.

        Jedenfalls gibt es bei uns genug Möglichkeiten einen Quadrocopter mit Spaß starten zu lassen.

Empfohlene Artikel

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern